Oktober 2016

[cm] Cannabiskonsum verbesserte das Therapieergebnis bei Patienten, die wegen einer Opiatabhängigkeit behandelt wurden

Die Stärke des Opiatentzugs wurde durch THC (Dronabinol) reduziert, und Patienten, die Cannabis verwendeten, hatten ein besseres Therapieergebnis. Dies ist das Ergebnis einer Studie mit 60 Opiatabhängigen, die von Wissenschaftlern der Columbia Universität in New York durchgeführt wurde. Opiatabhängige Teilnehmer wurden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt, die unter doppelblinden Bedingungen entweder täglich 30 mg THC (n=40) oder ein Placebo (n=20) erhielten, während sie in einer Klinik entgiftet wurden.

[beck-blog] Neue Psychoaktive Substanzen = Arzneimittel? BGH legt Verfahren dem EuGH vor

Die strafrechtliche Beurteilung beim Umgang mit Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS), auch Legal Highs genannt, ist seit Jahren unter den Juristen umstritten.  Zuletzt entschied das OLG Nürnberg am 10.12.2012, dass solche Substanzen dem Arzneimittelgesetz (AMG) unterliegen (s. dazu hier). Andere Stimmen sagen, dass das Arzneimittelgesetz hier keine Anwendung finden dürfe, da es bei den NPS an einer therapeutischen Wirkung fehle. Mit Spannung wurde daher eine erste Entscheidung des BGH erwartet. Mit dieser Rechtsfrage ist dort u.a. der 3.

[beck-blog] Justizministerkonferenz – Endlich Vereinheitlichung der sog. geringen Menge bei Cannabis?

Nach einem Bericht auf focus-online vom 11.11.2012 ist die Angleichung der Richtlinien der einzelnen Bundesländer bei der Anwendung des § 31a BtMG Thema bei der Herbsttagung der Justizminister in der kommenden Woche in Berlin (s. http://www.focus.de/politik/deutschland/hoechstgrenze-schwankt-betraecht... ).

[beck-blog] Wer einmal kifft, dem glaubt man nicht...

Demgegenüber geht der Senat in Übereinstimmung mit weiteren Obergerichten, ... in ständiger Spruchpraxis davon aus, dass die Verkehrsteilnahme unter dem Einfluss des Betäubungsmittels es grundsätzlich rechtfertigt, auf eine mehr als einmalige, gleichsam experimentelle Cannabisaufnahme zu schließen, wenn der auffällig gewordene Fahrerlaubnisinhaber einen solchen Vorgang zwar geltend macht, die Umstände des behaupteten Erstkonsums aber nicht konkret und glaubhaft darlegt.

[DIE LINKE] Drogen- und Suchtpolitik grundlegend ändern

"Um zu einer erfolgreichen Präventions- und Aufklärungsarbeit zu kommen, bedarf es eines grundlegenden Umdenkens in der Drogenpolitik", so Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum heute vorgestellten Aktionsplan "Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik" der Bundesregierung. Tempel weiter:

https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/drogen-und-suchtpolitik-grundlegend-aendern/

[DIE LINKE] EU-Drogenbericht belegt Scheitern repressiver Drogenpolitik

„Immer mehr synthetische Drogen und sogenannte „Legal Highs“ gelangen auf den Drogenmarkt. Anreiz für diese Entwicklung ist auch die anhaltende Verbotspraxis. Kriminelle Netzwerke versuchen die Verbote der aktuellen Gesetzgebung zu umgehen, indem sie immer wieder neue Drogen entwickeln. Das Katz und Maus Spiel zwischen Gesetzgeber und Drogenproduzenten wird dadurch nicht verhindert, sondern befördert“, so Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heute veröffentlichten Jahresberichts der EU-Drogenbeobachtungsstelle. Tempel weiter:

[tp] Alles nicht von Dauer - Neuigkeiten zum Verdummungspotential von Cannabis

Sich dauerhaft auf eine äußere Befriedungsquelle zu verlassen birgt bekanntermaßen Risiken. Es verwundert nicht, wenn Körper und Geist auf dauerhaftes Zuführen von Medikamenten oder Drogen sensibel reagieren. Bei der weltweit beliebtesten illegalen Substanz, dem Cannabis, ist das nicht anders. Dauerkonsumenten berichten von traumlosen Nächten, Aussetzern in der verbalen Formulierungskunst und Gedächtnislücken. Parallel entstand das kulturelle Stereotyp vom dumpfbackigen Kiffer, der stumpfsinnig vor dem Fernseher hockt.

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