DXM

Substanz

Dextromethorphan ist ein synthetisches Morphin, das in manchen Hustensäften vorkommt. Es besitzt jedoch keine opiumähnlichen Effekte. Die etwa 6 Stunden anhaltende Wirkung ist eher vergleichbar mit der von Ketamin und Lachgas (Distickstoffoxid). Mit einem bedeutenden Unterschied: um die letztgenannten Substanzen als Droge einzusetzen, müssen sie "unterdosiert", also in geringerer Menge als zur Betäubung eingenommen werden. Bei DXM ist das Gegenteil der Fall: um eine euphorische oder psychedelische Wirkung zu erzeugen, muss eine höhere Dosis als therapeutisch empfohlen verwendet werden. Das macht die Anwendung gefährlich, denn mit steigender Überdosierung vervielfachen sich auch die Nebenwirkungen.

Produkte mit DXM sind in Apotheken frei erhältlich. Diese enthalten entweder pures DXM oder man muss es extrahieren. Neben den registrierten dextromethorphanhaltigen Medikamenten werden aber auch Pillen auf der Straße angeboten, die DXM enthalten, dann aber in viel höheren Dosen.

Wirkung

Die Wirkung von DXM ist stark dosisabhängig!
DXM unterdrückt den Hustenreflex ("Hustenblocker") und hemmt im Gehirn den Abbau von
Dopamin und Serotonin. Durch den blockierten Abbau bleibt die Wirksamkeit dieser Verbindungen länger erhalten (bewirkt v.a. in Magen, Darm, Leber und Niere eine Erweiterung der Blutgefäße, erhöht die Pulsfrequenz und den Blutdruck, wirkt stimmungsaufhellend). Eine Pupillenerweiterung ist möglich.

In niedrigen Dosen (ca. 1.5 - 2.5mg pro kg Körpergewicht) kann es schwach stimulierend wirken. Bewegungen und Musik können als angenehm empfunden werden. Erhöht man die Dosis, ist eine Lachgas- oder Cannabis-ähnliche, berauschende Wirkung möglich. Geräusche und visuelle Eindrücke scheinen in einzelnen Phasen aufgenommen zu werden (das sogenannte "flanging"), das Kurzzeitgedächtnis wird beeinflusst und zuweilen können schwache Halluzinationen aufzutreten.

Bei einer Dosis von ca. 7.5 - 15mg je kg Körpergewicht sind Halluzinationen und Störungen beim Denken, beim sensorischen Erfassen der Umwelt und im Gedächtnis möglich.

Bei einer Dosis von mehr als 15mg/kg Körpergewicht, kann die Wirkung ähnlich einer nicht-anästhetischen (nicht-betäubenden) Dosis Ketamin ("Lösung des Geistes vom Körper") ausfallen.

DXM kann ab einer Dosis von 20 - 30mg/kg Körpergewicht toxisch wirken. Was nicht heißt, dass eine Vergiftung nicht auch schon bei niedrigeren Dosen entstehen kann. 

DXM ist keine "Tanzdroge". Es ist nicht vergleichbar mit "Ecstasy". Trotzdem sollte man DXM auch nicht allein konsumieren. Eine Aufsichtsperson kann immer hilfreich sein, um Verletzungen usw. zu vermeiden.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen von DXM, die mit Erhöhen der Dosis zunehmen, sind:
Übelkeit, Magenverstimmungen, Erbrechen und allergische Reaktionen (oft vom Hustensaft verursacht), Hitzewallungen und Schwindelgefühle, Panikattacken/
Horrortrips sowie psychotische "Aussetzer" (besonders bei hohen Dosen), Koma, Krämpfe und massiver Blutdruckanstieg. Bei häufigem Gebrauch sind psychische Abhängigkeit und Depressionen möglich. Wird DXM regelmäßig in hohen Dosen gebraucht, kann es zu unheilbaren Gehirnschäden kommen.

Wechselwirkungen

Beim Mischkonsum von DXM mit anderen Substanzen können sich die gesundheitlichen Risiken unkalkulierbar potenzieren. Unter anderem kann der Konsum von DXM und Alkohol die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man sich übergeben muss. Aber auch die Kombination mit LSD, Ketamin oder Meskalin erhöht die Wahrscheinlichkeit von gesundheitlichen Schäden. Konsumiert man DXM zusammen mit speziellen Arten von Antidepressiva riskiert man den Tod! Vermeiden sollte man auch den Mischkonsum mit Diätpillen wie Phentermin, Fenfluramin (Redux), oder mit Antihistaminen (Mittel gegen Allergien), wie Allegra, Seldane, oder Hisminal.
Im Besonderen sollte DXM nie zusammen mit
MDMA
(Ecstasy) konsumiert werden. Beide Substanzen wirken auf die Serotoninausschüttung im Gehirn stimulierend. Wird also DXM und MDMA zusammen eingenommen, führt dies in fast allen Fällen zu einer lebensbedrohlichen Situation!

Safer Use

Risikofreien Konsum gibt es nicht! Wer trotzdem konsumiert, sollte sich mit den Safer-Use-Regeln vertraut machen:

  • Personen mit psychischen Erkrankungen, latenten (verborgenen) Psychosen, Bluthochdruck und Herz-Kreislaufstörungen sollten kein DXM konsumieren.
  • Da die meisten Hustensäfte kein pures DXM enthalten, sondern auch noch andere Inhaltstoffe, erhöht sich durch die möglichen Wechselwirkungen das Risiko, Schaden zu erleiden. Eher pures DXM verwenden.
  • Vermeide Mischkosum, speziell mit MDMA (Ecstasy), Diätpillen, Antiallergika, Antidepressiva, LSD, Ketamin und Meskalin.
  • Konsumpausen sind zu empfehlen.
  • Konsumiere DXM nicht allein.
  • Nicht jeder verträgt auch die psychische Belastung, die ein DXM-Trip mit sich bringt. Konsumiere kein DXM, wenn Du Angst vor der Wirkung hast oder Du Dich nicht bereit fühlst.
  • Dosiere niedrig - vor allem bei Erstkonsum!. DXM wirkt ab einer gewissen, bei jedem Menschen individuellen Dosis, toxisch.

 

Stand der Informationen: Februar 2010

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