Über Uns

Die Drug Scouts wurden 1996 von jungen Menschen aus der elektronischen Musik- und Partyszene gegründet.

Unser Anliegen ist es, sachlich und umfassend über legale und illegalisierte psychoaktive Substanzen und deren Konsum zu informieren und aufzuklären. Akzeptanz gegenüber den individuellen Entscheidungen der Konsument_innen ist dabei ein Grundsatz unserer Arbeit. Der differenzierte Umgang mit positiven und negativen Aspekten von Drogenkonsum sowie die Aufklärung über Safer-Use-Regeln sollen dazu beitragen, gesundheitliche und psychosoziale Schädigungen für User und ihr jeweiliges soziales Umfeld so gering wie möglich zu halten. Abstinenz ist eine Möglichkeit. Aber nicht alle Menschen wollen oder können ihr Leben lang abstinent leben. Wir beraten und unterstützen Menschen unabhängig von einem Abstinenzwunsch.

Wir versuchen, unser Ansinnen auch auf politischer Ebene voranzubringen, z.B. durch unseren Einsatz für Drug Checking oder die Etablierung von Safer Clubbing.

Unser Angebot richtet sich vor allem an Konsument_innen zwischen 18 und 26 Jahren und deren Angehörige, aber auch an Pädagog_innen und andere Interessierte.

Hier findet Ihr eine Übersicht über unsere Angebote.

Zum Gegenstand unserer Präventionstätigkeit hier einige von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verfasste Auszüge aus dem Bericht des nationalen REITOX-Knotenpunkts an die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) von 2011:

"3.3 Selektive Prävention

Selektive Prävention richtet sich an Personengruppen, die ein signifikant erhöhtes Risiko aufweisen eine Suchtabhängigkeit zu entwickeln. Dieses Risiko kann immanent sein oder eine Gruppe von Personen trägt aufgrund verschiedener Merkmale über das gesamte Leben hinweg ein höheres Risiko, eine Sucht zu entwickeln (Spring & Philips 2007). Als Risikofaktoren sind sowohl biologische, psychologische als auch soziale Umfeldeinflüsse zu berücksichtigen. Selektive Präventionsmaßnahmen werden beispielsweise für die folgenden Zielgruppen entwickelt, um nur einige zu nennen:

  • Schulabbrecher,
  • sozial Benachteiligte,
  • obdachlose Jugendliche,
  • Personen mit Migrationshintergrund,
  • Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien,
  • konsumerfahrene Jugendliche und
  • Clubgänger.

Die Zielgruppen selektiver Präventionsmaßnahmen werden sehr häufig im Freizeitbereich angesprochen." (S. 73 f.)

"3.4 Selektive Prävention im Freizeitbereich

Präventionsmaßnahmen im Freizeitbereich sprechen in der Regel eine sehr heterogene Gruppe von Kindern und Jugendlichen an. Dies können beispielsweise Jugendliche in einem Jugendtreff sein oder Schulabbrecher in einer Jugendhilfeeinrichtung oder Clubgänger. Unter diesen Jugendlichen sind häufig substanzkonsumerfahrene Jugendliche, sozial Benachteiligte oder delinquente Jugendliche zu finden, für die jeweils andere Präventionsschwerpunkte gesetzt werden müssen, als beispielsweise für Konsumunerfahrene.

Grundsätzlich ist der Freizeitbereich in einen organisierten und nicht-organisierten Bereich differenzierbar. Im organisierten Freizeitbereich (z.B. Einrichtungen der Jugendhilfe, der Kirche, kommunale oder städtische Jugendzentren) werden häufig suchtpräventive Maßnahmen umgesetzt, die sich aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) ableiten. Dabei geht es vor allem darum, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu fördern und zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu erziehen. Die beschriebene Heterogenität macht deutlich, dass die Lebenswelten der Jugendlichen zu berücksichtigen und die Aktivitäten nicht nur auf Konsumverzicht oder Konsumreduktion auszurichten sind, sondern darüber hinaus Fähigkeiten wie Risikokompetenz und Risikomanagement vermittelt werden müssen.

Im nicht-organisierten Freizeitbereich gestaltet sich Suchtprävention offener. Damit ist gemeint, dass die Aktivitäten bzw. Angebote niedrigschwellig und in der Regel freiwillig sind. Sie zielen in der Regel auf eine Minimierung gesundheitsschädigender Verhaltensweisen und die Förderung eines verantwortungsvollen Substanzkonsums. Grundlagen der Arbeit im nicht-organisierten Freizeitbereich sind mitunter Leitlinien akzeptierender Drogenarbeit und ressourcenorientierte Prävention. Diese Ansätze lassen sich in zahlreichen so genannten Szene- oder Partyprojekten finden, die in vielen größeren Städten angeboten werden. Aktivitäten solcher Partyprojekte werden häufig von Fachstellen bzw. Suchtpräventionseinrichtungen entwickelt und unter Mithilfe lokaler Clubs, Diskotheken oder Musik- und Partyveranstalter umgesetzt." (S.80) (Hervorhebungen durch Drug Scouts)

Den kompletten REITOX-Bericht gibt es hier und auf unserer Seite unter Downloads.

Unsere Mitarbeiter_innen

Antje Kettner   [MA Erziehungswiss/Sozialpädagogik/Soziologie]

Daniel Graubaum   [Dipl. Sozialpädagoge]

Daniel Völkel   [BA Soziale Arbeit]

Diana Günther   [Dipl. Kulturpädagogin]

Pia Eigenstetter   [BA Soziale Arbeit]

Unsere Praktikant_innen:

Niklas
Romy
Svenja


... und viele freiwillige Helfer_innen (Voluntscouts)!