„Wir müssen reden“

Hilfestellung für Familien, Eltern, Freunde und Freundinnen

Der Drogenkonsum bei einem Freund oder einer Freundin macht Dir Sorgen? Ihr Kind hat sich in letzter Zeit stark verändert? Sie haben Substanzen bei ihm/ihr gefunden bzw. Ihr Kind „drauf“ oder „breit“ angetroffen?

Wir wollen Ihnen und Dir an dieser Stelle ein paar Tipps geben, wie man mit der betreffenden Person ins Gespräch kommen kann und welche Überlegungen vorher sinnvoll sein können.

Außerdem gibt es noch einige Ergebnisse einer Befragung junger Drogenuser_innen zum „guten“ und „falschen“ Verhalten deren Eltern (durchgeführt vom Projekt mindzone aus München).

Freunde/Freundinnen:

Es ist toll, dass Du Dich für das Wohlergehen Deines Freundes / Deiner Freundin interessierst und ihn / sie unterstützen möchtest. Hier haben wir ein paar Tipps, die Dir dabei vielleicht helfen können:

Informiere Dich ausreichend über die Substanz(en), deren Wirkung, Eigenheiten und Risikopotentiale. Informationen zu vielen Substanzen bekommst Du im Drogenlexikon.
Du kannst dafür auch selbst eine Drogenberatungsstelle in Deiner Nähe aufsuchen. Drogenberatungsstellen beraten immer auch Angehörige und Freund_innen von Konsument_innen.
Hier findest Du eine Übersicht des Suchthilfesystems in Leipzig: https://www.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Sucht/Suchthilfewegweiser_2016.pdf

Überlege vor dem Gespräch, wie Du selbst zu dem Thema Drogenkonsum stehst. Zieh auch in Betracht, dass Dein Freund / Deine Freundin eine andere Meinung als Du dazu haben kann.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es äußerst schwer bis unmöglich ist, eine Person davon zu überzeugen, den Drogenkonsum zu reduzieren bzw. zu beenden, wenn sie / er das nicht selbst will. Ein vertrauensvolles Gespräch kann aber das Nachdenken über den eigenen Konsum anstoßen.

Freund_innen fällt es oft schwer, eine Person aus dem Freundeskreis auf den Konsum anzusprechen, den man eventuell schon als problematisch empfindet. Falls Du Dir unsicher bist, wie Du das genau anstellen sollst, ist es absolut okay, wenn Du Dich mit anderen Freund_innen im Vorfeld über eure Meinungen austauschst und ihr gemeinsam plant, wie ihr auf die betreffende Person zugehen könnt. Auch dafür kannst Du Dir in einer Beratungsstelle Hilfe holen. Redet aber nicht nur über die Person, sondern auch mit ihr. Auch wenn Drogenkonsum in eurem Umfeld akzeptiert ist, ist es wichtig, aufeinander zu achten. Oft kommen Hinweise von guten Freund_innen eher an als die von Eltern oder anderen Erwachsenen.

Führt das Gespräch nüchtern (das gilt für alle beteiligten Personen) und an einem ruhigen Ort. Vermeide Menschenansammlungen / den ganzen Freundeskreis / das Familienfest, schließlich möchtest Du ein vertrauensvolles Gespräch führen. So kannst Du auch dazu beitragen, dass sich Dein Gegenüber nicht schämt oder vorgeführt vorkommt.

Formuliere „Ich“- Botschaften. D.h. sprich darüber, was Du wahrnimmst, was Dir Sorgen macht, was Du an der anderen Person schätzt oder vermisst und was Deine Wünsche sind. Vermeide möglichst „Du musst / sollst…“, „Du kannst doch nicht…“, „… das finden alle!“ usw. So muss sich Dein Gegenüber nicht an den Pranger gestellt fühlen und in eine Verteidigungs- und Rechtfertigungssituation geraten. 

Sei ehrlich, benenne Deine Sorgen klar, deutlich und möglichst konkret. Beispielsweise kannst Du einen Blick in die Vergangenheit werfen und dabei Situationen oder Dinge aufzeigen, die sich verändert haben, wie „Früher hatten wir gemeinsam mehr Spaß, weil...“ / „Früher haben wir über alles geredet und jetzt nicht mehr, das find ich schade.“ oder „Mein Eindruck ist, dass Du mittlerweile sehr schnell gereizt und aggro wirst / dass Du Dich für gar nichts mehr außer Feiern interessierst“. Allgemeine Formulierungen wie „Ich find es nicht gut, dass Du Drogen nimmst.“ helfen meist nicht weiter.

Vorwürfe durch Wünsche ersetzen: Versuche Vorwürfe an Dein Gegenüber zu vermeiden. Sie bewirken meist, dass sich die andere Person zurückzieht und dicht macht. Sprich lieber davon, was Du Dir von der anderen Person oder für eure Freundschaft wünschst.

Dein Freund / Deine Freundin könnte Dich auch auf Deinen Konsum ansprechen (egal, ob von legalen oder illegalen Drogen). Mach Dir deshalb vorher Gedanken darüber. Mach ihm / ihr aber auch klar, worum es Dir bei dem Gespräch geht (z.B. um sein / ihr Wohlergehen).

Wenn Du Deinen Freund / Deine Freundin ständig raushauen musst, den Tripsitter spielst oder Dich das Verhalten, wenn sie / er „druff“ oder „stoned“ ist, nervt: Sprich das an – am besten wenn die Person bzw. Ihr alle wieder nüchtern seid.

Es ist toll, wenn Du Dich um Deinen Freund / Deine Freundin kümmerst. Du kannst jedoch nicht seine / ihre Probleme lösen oder stellvertretend seinen / ihren riskanten oder abhängigen Konsum verändern. So sehr Du Dich engagierst - genauso wichtig ist es, auf Deine eigenen Grenzen zu achten und Dich nicht zu überfordern. Wenn es Dir dann schlecht geht, ist auch niemandem geholfen.
Auch Du kannst Dir bei einer Drogenberatung Hilfe holen, wenn Du nicht mehr weiter weißt.

 

Familie / Eltern:

Sie haben den Verdacht, dass Ihr Kind Drogen konsumiert? Versuchen Sie nicht in Panik zu geraten und vermeiden Sie vorschnelles Handeln. Hier ein paar Tipps, die helfen können:

Versuchen Sie herauszufinden, ob Ihre Befürchtung des Drogenkonsums tatsächlich zutrifft oder ob das Verhalten auch andere Gründe haben kann (z.B. Pubertät, Stress, Druck oder Mobbing). Vermeiden Sie Unterstellungen, Verdächtigungen, etc.

Überlegen Sie vor dem Gespräch, wie Sie selbst zu dem Thema Drogenkonsum stehen. Wichtig ist, dass Sie eine klare Haltung einnehmen und diese konsequent vertreten. Berücksichtigen Sie dabei auch Ihren eigenen Umgang mit legalen (und illegalen) Drogen. Wann, mit wem, wie oft, wo und zu welchen Anlässen konsumieren Sie?
Rechnen Sie damit, dass Ihnen dazu früher oder später Fragen gestellt werden. Ziehen Sie auch in Betracht, dass Ihr Kind eine andere Meinung als Sie dazu haben kann.

Informieren Sie sich ausreichend über die Substanz(en), deren Wirkung, Eigenheiten und Risikopotentiale – gern auch zusammen mit Ihrem Kind. Informationen zu vielen Substanzen bekommen Sie z.B. in unserem Drogenlexikon, aber auch auf vielen anderen Webseiten oder in verschiedenen Broschüren.
Generell gilt: Es gibt keinen Drogenkonsum ohne Risiko. Das gilt für alle psychoaktiven Substanzen, auch für legale.

Sind Sie sich nicht sicher, wie Sie die ganze Situation einschätzen oder angehen sollen, kann es hilfreich sein, Ihr Anliegen vorher mit einer vertrauensvollen neutralen Person zu besprechen und sich eine dritte Meinung einzuholen. Unter Umständen eröffnet das Gespräch neue Perspektiven oder Gedanken, die vorher undenkbar schienen, und trägt dazu bei, sich mal alles von der Seele zu reden. Sie können dafür auch eine Drogenberatungsstelle in Ihrer Nähe aufsuchen. Drogenberatungsstellen beraten immer auch (Familien-)Angehörige. Wichtig ist jedenfalls, dass Sie sich bei Bedarf Unterstützung suchen. Oft schämen sich Eltern und machen sich Vorwürfe. Das erhöht meist das Leid, hilft ihnen aber nicht weiter.
Hier finden Sie eine Übersicht des Suchthilfesystems in Leipzig: https://www.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.5_Dez5_Jugend_Soziales_Gesundheit_Schule/53_Gesundheitsamt/Sucht/Suchthilfewegweiser_2016.pdf

Insgesamt lässt sich sagen, dass es äußerst schwer bis unmöglich ist, eine Person davon zu überzeugen, den Drogenkonsum zu reduzieren bzw. zu beenden, wenn sie / er das nicht selbst will. Ein vertrauensvolles Gespräch kann aber das Nachdenken über den eigenen Konsum anstoßen.

Führen Sie das Gespräch nüchtern (das gilt für alle beteiligten Personen) und an einem ruhigen Ort. Vermeiden Sie Menschenansammlungen / das Familienfest, schließlich möchten Sie ein vertrauensvolles Gespräch führen. So können Sie auch dazu beitragen, dass sich Ihr Kind nicht schämt oder vorgeführt vorkommt.

Formulieren Sie „Ich“- Botschaften. D.h. sprechen Sie darüber, was Sie wahrnehmen, was Ihnen Sorgen macht, was Sie an Ihrem Kind schätzen oder vermissen und was Ihre Wünsche sind. Vermeiden Sie möglichst „Du musst / sollst…“, „Immer machst Du… / Nie machst Du…“, „Du kannst doch nicht…“, „… das finden alle!“ usw. So muss sich Ihr Kind nicht an den Pranger gestellt fühlen und eine Verteidigungs- und Rechtfertigungssituation kann unter Umständen vermieden werden. Ihr Kind erfährt vielmehr etwas über Ihre Ängste, Befürchtungen und Bedürfnisse. Sagen Sie es deutlich, wenn Sie sich Sorgen machen.

Vorwürfe durch Wünsche ersetzen: Versuchen Sie Vorwürfe Ihrem Kind gegenüber zu vermeiden. Sie bewirken meist eher, dass es sich zurückzieht und „dicht macht“. Sprechen Sie lieber davon, was Sie sich von Ihrem Kind oder für Ihre Beziehung zueinander wünschen.

Lassen Sie auch Ihr Kind zu Wort kommen. Hören Sie sich an, was es zu Ihren Befürchtungen und / oder zu seinem eventuellen Konsum zu sagen hat und nehmen Sie es ernst. Fragen Sie Ihr Kind auch, inwieweit es sich über die Konsumrisiken informiert hat und was es aktiv zur Vermeidung negativer Begleiterscheinungen tut, wenn es konsumiert.

Machen Sie Ihrem Sohn / Ihrer Tochter deutlich, dass Sie ihn / sie als Mensch lieben und schätzen, dass Sie aber bestimmte Verhaltensweisen nicht gut finden und diese bei Ihnen auf Grenzen stoßen.

Vermeiden Sie „verhörartiges“ Ausfragen. Viele Eltern sind enttäuscht, dass ihr Kind nichts von seinem / ihrem Konsum erzählt hat. Das ist nachvollziehbar. Es stellt sich aber auch die Frage, ob das Kind die Chance und den geeigneten Rahmen hatte, offen über dieses Thema zu sprechen.

Wenn Ihr Kind genau weiß (oder glaubt zu wissen), was bei einem „Ja“ auf die Frage „Nimmst Du Drogen?“ passiert – Vorwürfe, Strafen, Enttäuschung, Tränen… - wird es diese Frage eventuell nicht ehrlich beantworten - um Ärger zu vermeiden, aber nicht selten auch um Sie zu schützen und zu verhindern, dass Sie sich Sorgen machen.

Zeigen Sie Interesse: Junge Menschen wirken oft verschlossen oder abweisend und reagieren genervt auf Nachfragen ihrer Eltern. Dennoch ist es vielen jungen Menschen wichtig, dass sich ihre Eltern für sie, ihre Freund_innen oder ihr Freizeitverhalten interessieren.

Wollen Sie mit oder ohne Wissen Ihres Kindes einen Drogentest durchführen, überlegen Sie vorher genau, wie Sie mit dem Ergebnis umgehen wollen. Bringt die Konfrontation mit einem positiven Test irgendetwas für Ihre Beziehung? Wie soll es weitergehen? Wird die Bereitschaft Ihres Kindes, über den eigenen Konsum zu reden, dadurch erhöht? Oder könnte sich Ihr Kind dadurch eher „überführt“ oder „hintergangen“ fühlen und dann erst recht „dicht machen“?

Verbote, Vorwürfe und Drohungen helfen also meist nur wenig. Entwickeln Sie gemeinsam Regeln, dies erhöht durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr Kind daran halten wird. Gibt es Dinge, die für Sie unumstößlich sind (z.B. keine illegalen Substanzen in Ihrem Zuhause), bleiben Sie dabei. Sprechen Sie aber auch mit Ihrem Kind darüber, wo Konsum und Aufbewahrung alternativ stattfinden, um es auf andere Schwierigkeiten (mit dem Gesetz, mit Heimlichkeiten) aufmerksam zu machen.

Ein Gespräch ist ein Anfang. Es wird sich mit großer Sicherheit nicht alles sofort und zufriedenstellend klären lassen. Gehen Sie Schritt für Schritt vor, setzen Sie sich kleine Ziele, bleiben Sie im Gespräch miteinander.

Benötigen Sie (professionelle) Unterstützung, zögern Sie nicht. Diese zu nutzen, ist Ihr gutes Recht. Sie können eine Beratungsstelle auch zusammen mit Ihrem Kind aufsuchen.

Quellen:

http://mindzone.info/beratung/freunde_familie/

https://www.drugcom.de/beratung-finden/hilfe-fuer-familie-und-freunde/

Unsere Empfehlung an Sie:
High sein – Ein Aufklärungsbuch
http://henrikjungaberle.com/high-sein-ein-aufklaerungsbuch/
 


Hier eine Zusammenstellung von Ergebnissen einer Befragung junger Drogenuser_innen des Projekts Mindzone aus München:
Was haben Eltern falsch gemacht?

Mitarbeiter von mindzone habe intensive Gespräche mit jungen Partygängern (hauptsächlich ehemalige „E“-Konsumenten) im Alter von 18 und 22 Jahren geführt und sie gefragt, wie sie das Verhalten ihrer Eltern einschätzten, als sie selber Ecstasy nahmen.

Nachfolgend sind die Ergebnisse kurz zusammengefasst:

Gleichgültigkeit
Es war erstaunlich, in welch hoher Übereinstimmung viele junge Leute darüber berichteten, wie uninteressiert ihre Eltern waren, wie und mit wem ihre Kinder ihre Freizeit verbringen. So war es vielen Eltern ziemlich egal, welcher Freizeitbeschäftigung ihre Kinder nachgingen, welche Freunde sie hatten und in welchem sozialen Umfeld sie sich bewegten.

Gab es Diskussionen und Gespräche mit den Kindern, so drehten diese sich hauptsächlich um Leistungen in der Schule oder in der Ausbildung. Weniger darum, mit wem oder wie der Sohn oder die Tochter die freie Zeit verbringt. Oft genügte nur ein kurzer Satz: „Ich bin heute Abend in XXY Club“ und die Eltern waren schon zufrieden gestellt.

Angst vor Konfrontation
Wenige Eltern waren tatsächlich bereit, ihre Kinder mit ihren Bedürfnissen nach Information und Gemeinsinn zu konfrontieren. So pendelten viele Jugendliche zu Hause nur noch zwischen Bett, Dusche und Kühlschrank. Sie waren praktisch nur noch Gast bei der „Pension Familie“, ohne tatsächlich zur Familiengemeinschaft zu gehören. Eltern mieden oft die notwendige Konfrontation mit ihren Kindern, aus Angst, diese noch mehr zu verlieren.

Unwissenheit über Drogen und ihre Wirkungen
Viele Jugendliche stellten bei ihren Eltern fest, dass diese „keinen Plan“ über Drogen und über das Geschehen in den verschiedenen „locations“ (z.B. Clubs etc.) hatten.

Viele Eltern hatten zwar die Problematik von Alkohol- und Zigarettenkonsum erkannt, glaubten aber nicht, dass ihr Sohn oder Tochter darüber hinaus andere Drogen, wie z.B. Ecstasy nehmen könnten. Sie neigten dazu, sich selber etwas vorzumachen, um dadurch die Gesamtproblematik zu entschärfen. Oft war diese Unwissenheit die Ursache für spätere Panikreaktionen.

Frühe Warnzeichen nicht erkannt
Die jugendlichen Gesprächspartner gaben an, dass Eltern oft die von ihnen ausgesandten Signale, sei es jetzt Appetitlosigkeit, Stimmungsschwankungen, depressive Gereiztheit sowie Isolation nicht wahrnahmen oder nicht wahrnehmen wollten. Dies geschah einerseits aus Unwissenheit über Drogen, andererseits aus Gutgläubigkeit und Ignoranz.

Viele Eltern glaubten, dass ihre Kinder nicht erwachsen werden. Oft behandelten sie ihre Söhne und Töchter noch wie 10-jährige. Kleinkinder nehmen ja bekanntlich keine Drogen und solches Zeug!

Was haben Eltern gut gemacht?

Auch hier haben wir die vielfältigen Erfahrungen der jungen Ex-User eingeholt. Interessanterweise sind die positiven Verhaltensweisen der Eltern oft erst dann zu Tage getreten, als es schon zu einem Eklat, d.h. zur Aufdeckung des Drogenmissbrauchs gekommen war. Viele Jugendliche äußerten, dass Eltern letztendlich doch mehr Verständnis für sie aufgebracht hatten, als sie ursprünglich erwarteten:

  • Eltern hatten im Nachhinein Informationen über Drogen eingeholt und mit ihren Kindern intensive Gespräche darüber geführt.
  • Eltern hatten auch gelernt, ihre Kinder in gewissen Situationen in Ruhe zu lassen und zu warten, bis diese selbst einen Schritt auf die Eltern zugehen konnten.
  • Eltern hatten versucht, ihre jugendlichen Kinder vermehrt in die Familie zu integrieren, Gespräche wurden geführt, selbst über „belanglose“ Dinge des täglichen Lebens.
  • Eltern hatten gelernt auch die (evtl. alten) Freunde aus dem Umfeld des jungen Menschen in die Gespräche zu integrieren.
  • Eltern hatten oft einen Mittelweg gefunden zwischen Gleichgültigkeit einerseits und großer Überfürsorglichkeit andererseits. D.h. es nicht zu einer Situation kommen zu lassen, die ein Jugendlicher folgendermaßen umschreibt: „bei zu vielen Verboten machte ich was ich wollte. Bei zu wenigen Verboten machte ich sowieso was ich wollte. Mit Zwang und Drohungen, z.B. die Androhung Urin-Proben zu nehmen, würden, so die jugendlichen Ex-User, eher Widerstände erzeugt und das Gegenteil bewirkt.