[Breaking Meth] Modellprojekt Virtuelle Sucht-Selbsthilfe für Crystal-Abhängige: Dr. Härtel-Petri zu Gast im Live-Chat

Seit März 2015 ist das Selbsthilfe-Portal „Breaking Meth“ online (https://breaking-meth.de). Gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bietet das Modellprojekt in virtuellen Räumen Kommunikationsmöglichkeiten für Menschen, die ihre Methamphetamin-Abhängigkeit überwinden wollen. Insbesondere soll das Angebot für die Rückfallprophylaxe bei Patienten unmittelbar nach einer stationären Suchttherapie erprobt werden. Entwickelt und wissenschaftlich begleitet wird Breaking Meth am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf unter Leitung von PD Dr. med. Ingo Schäfer, MPH.

Am 18. September war der Bayreuther Psychiater Dr. Härtel-Petri zu Gast am UKE, der als Pionier in der Behandlung der Methamphetamin-Abhängigkeit in Deutschland gilt. Seit 2013 ist er Kooperationspartner der Arbeitsgruppe um Ingo Schäfer. Nach einem dreistündigen Live Chat mit Mitgliedern des Selbsthilfe-Portals zeigte er sich beeindruckt. „Ich habe heute Abend wahnsinnig viel gelernt, vor allem was das Potential der virtuellen Selbsthilfe in Deutschland angeht“, so Härtel-Petri im Gespräch mit den UKE-Forschern Ingo Schäfer und Sascha Milin.

Breaking Meth wird zunächst bis April 2016 weiterentwickelt und wissenschaftlich begleitet, in Kooperation mit dem Leipziger Präventionsprojekt „Drug Scouts“. Verstetigungsmaßnahmen werden derzeit erprobt. Unter anderem werden Patientenschulungen zur virtuellen Selbsthilfe entwickelt, die zukünftig in der stationären Suchttherapie zu Einsatz kommen könnten.

 

Abbildung 1: Dr. Roland Härtel-Petri (Bayreuth) führt am UKE einen Live Chat mit Portalsmitgliedern durch.

 

Abbildung 2: Sascha Milin ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am UKE und hat das Portal entwickelt.

Erscheinungsdatum: 

23.09.2015