Die Nikotingegner sind nicht nur einfallsreich, sie entwickeln auch religiöse Züge
Die Schlinge um Raucher wird immer enger gezogen. Nach den Rauchverboten in Kneipen und an Arbeitsplätzen wurde das Rauchen auch schon an öffentlichen Plätzen wie Parks oder Stränden untersagt. In Australien soll nun nach dem Verbot von Werbung noch die letzte Möglichkeit unterbunden werden, attraktiv für Zigaretten zu werben, nämlich auf den Verpackungen. Die sollen uniform werden, keine Logos tragen, Hersteller und Marke nur in kleiner, identischer Schrift mitteilen und abschreckende Warnungen präsentieren (Plain Packaging oder wie man Anti-Werbung macht).
In Schweden will man nun noch einen Schritt weiter gehen. In manchen Gemeinden gibt es für die staatlichen Angestellten bereits ein absolutes Rauchverbot während der Arbeit, also auch während der Pausen, wie das auch von manchen Firmen in den USA verlangt wird. Einige US-Firmen stellen Raucher überhaupt nicht mehr ein, andere verlangen von Rauchern höhere Krankenkassenbeiträge. Gelegentlich werden die Bewerber für einen Job schon einmal nicht nur einem Test auf illegale Drogen, sondern auch einem Urintest unterzogen, um nachzuprüfen, dass sie auch tatsächlich nicht rauchen und dies nicht nur behaupten.
