Februar 2017

[ärzteblatt] Bei Heroin-Substitutions­therapie verstärkt auf Sicherheit achten

Berlin – „Die medikamentengestützte Subs­titution in Kombination mit psychosozialer Betreuung gilt unbestritten als die wirksamste Option für die Behandlung von Opiat­ab­hängigen.“ Das sagte der Leiter der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogen­sucht (DBDD), Tim Pfeiffer-Gerschel, heute in Berlin.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48422/Bei-Heroin-Substitutionstherapie-verst_rkt-auf-Sicherheit-achten.htm

[jW] Waffen für den »Drogenkrieg« - Bundesregierung verstößt mit Rüstungsexporten nach Mexiko gegen eigene Richtlinien

Seit Januar 2000 sind die »Politischen Grundsätze für den Export von Kriegswaffen« der Bundesregierung gültig, die auf einem Verhaltenskodex der Europäischen Union für den Export von Militärtechnologie und Rüstungsgütern basieren. Dieser Verhaltenskodex, der 2008 mit einem vom Europarat verabschiedeten »Gemeinsamen Standpunkt« für alle EU-Länder verbindlich wurde, verpflichtet diese, eine Ausfuhrgenehmigung zu verweigern, wenn »eindeutig das Risiko besteht, daß die Militärtechnologie oder die Militärgüter, die zur Ausfuhr bestimmt sind, zur internen Repression benutzt werden können«.

[news.at] Spritze gegen Sucht

Impfung soll ehemalige Abhängige gegen Heroin und Co. "immun" machen

Es hat doch etwas Skurriles an sich: Wissenschafter arbeiten zurzeit an einer Therapie gegen Drogensucht - die per Spritze verabreicht werden soll. Dennoch: Erste Versuche bei Mäusen zeigten Erfolg. Kann das Mittel erst bei Menschen angewendet werden, soll es ehemalige Drogenabhängige davor bewahren, rückfällig zu werden.

Drogenmissbrauch: Sind die USA für die Rauschgiftkriminalität verantwortlich?

Christlichen Amerikanern ist es gelungen, die ganze Welt für ihren Kreuzzug gegen Rauschmittel einzuspannen. Ergebnis: 30.000 Tote allein in Mexiko – aber nicht durch Drogen, sondern durch deren vermeintliche Bekämpfung.

https://www.profil.at/home/drogenmissbrauch-sind-usa-rauschgiftkriminalitaet-290032

Zu viele depressive Patienten nehmen Medikamente nicht ein

Lleida -- Die meisten Patienten, die an einer Depression leiden, beenden die regelmäßige Einnahme ihrer Antidepressiva schon nach weniger als sechs Monaten. Das ist die Zeitspanne, die Psychiater als minimale Einnahmedauer empfehlen, um die Medikamente nachhaltig wirken zu lassen.



https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43622/Zu_viele_depressive_Patienten_nehmen_Medikamente_nicht_ein.htm
 

Paracetamol in der Schwangerschaft erhöht Asthmarisiko beim Kind

London -- Nehmen Mütter während ihrer Schwangerschaft Paracetamol ein, kann dies das Risiko für eine Asthmaerkrankung des Kindes erhöhen. Dieser Zusammenhang lässt sich jedoch nur bei Müttern mit einer Veränderung des Antioxidans-Gens beobachten. Das berichten
Wissenschaftler um Seif Shaheen von dem Imperial College London im Journal of Allergy and Clinical Immunology (doi:10.1016/j.jaci.2010.08.047).


[aerzteblatt] Bunte Welt der Tabak-Warnungen

Das Gesundheitsministerium hat neue Warnhinweise für die Tabakverpackungen vorgestellt. Bilder sollen jetzt die Textwarnungen untermalen. Ob dies wirksam ist, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung zeigt, dass die Prävention bei Jugendlichen, am besten vor der ersten Zigarette greifen muss. Wer erst einmal süchtig ist, lässt sich von Warnhinweisen nicht mehr abschrecken.

 

Genetische Ursachen für ADHS?

Cardiff – Ist die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine genetisch bedingte Entwicklungsstörung des Gehirns mit einer entfernten Verwandtschaft zu Schizophrenie und Autismus? Eine Studie im Lancet (2010; doi: 10.1016/S0140-6736(10)61109-9) liefert hierfür erstmals Hinweise, ohne aber eine genetische Genese abschließend beweisen zu können.

Gute Arznei oder böse Droge?

Indische Bauern verdienen mit dem Anbau von Opium ihren Lebensunterhalt – ganz legal

In Indien dürfen Bauern in drei Bundesstaaten mit einer Lizenz der Drogenbehörde Schlaf-mohn anbauen. Aus dem Rohopium wird Morphium und Codein für Schmerzmittel gewonnen. Seit einigen Jahren wird darüber diskutiert, ob das auch in Afghanistan funktionieren könnte. Befürworter dieser Idee sehen in Indien ein nachahmenswertes Vorbild.

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