Oktober 2018

[taz-blogs] Das Milliardengrab der Prohibitionisten

Als Prohibition bezeichnet man im Allgemeinen das Verbot bestimmter Drogen. Mittels Prohibition soll die Bevölkerung vor negativen Wirkungen von verbotenen Substanzen geschützt werden. Die Prohibition kann religiös, politisch, wirtschaftlich oder aus gesundheitlicher Fürsorge motiviert sein. Die Verbote sollen durch eine lückenlose bürokratische Überwachung und Planung des Anbaus, Handels und des Gebrauchs psychotrop wirkender Substanzen zu medizinischen und wissenschaftlichen Zwecken durchgesetzt werden.

[PZ] Designerdrogen: EU-Reform für schnelleres Verbot

Die EU-Kommission will intensiver gegen Designerdrogen vorgehen. So sollen gefährliche Substanzen künftig viel schneller verboten werden können als bisher. «Da sich Drogen immer schneller verbreiten, müssen wir schnell handeln», sagte EU-Kommissarin Viviane Reding heute der «Passauer Neuen Presse». Unter den derzeit gültigen Regeln dauere es mindestens zwei Jahre, um in der EU eine für Verbraucher gefährliche Substanz vom Markt zu nehmen. «Mit unserer Reform wird das in nur zehn Monaten möglich sein.»

[süddeutsche] Öfter ins Gefängnis, seltener in Therapie

München - Die abgerissene Gestalt, die eine Flasche Schnaps aus dem Supermarktregal einsteckt, der blasse Schlaks, der nächtens versucht, einen Zigarettenautomaten mit dem Hammer zu knacken. Für Strafgerichte in Bayern sind solche kleineren Fälle von Beschaffungskriminalität Alltag - und mit ihnen auch die Frage, was eine Strafe hier eigentlich bewirken kann, bei einem Beschuldigten, dessen Taten Symptom seiner Sucht sind. Kann Strafe heilen?

[ärzteblatt] Marihuana schadet Lunge weniger als Tabak

San Francisco/Rochester – Im Gegensatz zum Tabakrauchen führt die Inhalation von Marihuana nicht zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion. In einer Langzeitstudie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2012; 307: 173-181) war ein mäßiger Konsum der illegalen Droge sogar mit einer signifikanten, wenn auch klinisch irrelevanten Verbesserung der Werte assoziiert.

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[WZ newsline] Wie Abwasser Auskunft über Drogen gibt

Brüssel. Seit 2005 haben Forscher in 19 europäischen Städten das Abwasser auf Rückstände überprüft, die Aufschluss über den Drogenkonsum der Bevölkerung geben sollen. Während zu Beginn der Arbeit der Blick auf den Nachweis von Kokain gerichtet wurde, wollen die Experten mittlerweile nun auch Heroin, Haschisch und Amphetamine erkennen. Etwa 300 Substanzen können so bestimmt werden.

https://www.wz.de/panorama/wie-abwasser-auskunft-ueber-drogen-gibt_aid-30509825

[PZ] Arzneimittelmissbrauch: »Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit«

Von Annette Mende und Stephanie Schersch, Berlin / Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen von Arzneimitteln abhängig. Mechthild Dyckmans (FDP), Drogen­be­auftragte der Bundesregierung, fordert mehr Aufmerksamkeit für diese Erkrankung. Mit der Pharmazeutischen Zeitung sprach sie über Suchtprävention, Arzneimittelwerbung und Probleme im Kampf gegen Designerdrogen.

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