frauen leben

Titelzusatz: 

Studie zu Lebensläufen und Familienplanung

Im Mittelpunkt dieses Forschungsvorhabens standen Lebensläufe und Familienplanung von 20- bis 44-jährigen Frauen in mehreren Regionen Deutschlands. Familienplanung wurde in einem umfassenden Sinn als Gestaltung des privaten Lebens verstanden und auf die Vielfalt von möglichen Lebenswegen und Lebensformen z. B. mit (wenigen oder vielen) und ohne Kinder, mit und ohne Eheschließung, mit früher und mit später Mutterschaft bezogen.

Die Untersuchung erfragte in einem standardisierten und einem qualitativen Erhebungsteil die "reproduktiven Biografien" von Frauen unter den Aspekten der Partnerschafts- und Kontrazeptionserfahrungen, der Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche sowie der möglichen Fruchtbarkeitsstörungen und erhebt zu den einzelnen Aspekten die Einstellungen und das Verhalten. Die Ergebnisse sollen klären helfen, welchen Einfluss gesellschaftliche Rahmenbedingungen und individualbiografische Erfahrungen auf Lebenslaufmuster (mit Eckpunkten wie z. B. Familiengründung) und familienplanungsbezogene Orientierungen (z. B. Familienorientierung, Planungsverhalten) haben und welcher Bedarf an Beratung sich hieraus ergibt.

Neben diesen übergreifenden Fragestellungen wurden thematische Einzelaspekte ausgewertet wie u.a. Partnerschaft, Elternschaft, Familie, Kontrazeption, Schwangerschaft(sabbrüche), Umgang mit Fruchtbarkeitsstörungen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wünsche nach Unterstützung. Alle diese Aspekte von Familienplanung wurden bei der Betrachtung zurückbezogen auf die Lebenssituation und Lebensphase, in die sie eingebettet waren und aus der heraus sie ihre besondere Bedeutung gewannen.

Weiterer konzeptioneller Eckpunkt neben dem umfassenden Familienplanungsbegriff und einer Lebenslaufperspektive war insbesondere im qualitativ-biografischen Erhebungsteil ein Kompetenzansatz. Die Gestaltung des privaten Lebens wurde als Leistung von Frauen begriffen. Neben Schwierigkeiten und Problemen sollten Ressourcen herausgearbeitet werden, an denen Unterstützungsangebote ansetzen können.

In einem weiteren Erhebungsteil, den Expertinnen-Diskussionen, wurden die Ergebnisse mit den Erfahrungen der Beratungspraxis abgeglichen und validiert sowie Schlussfolgerungen für die Praxis erarbeitet.

Medientyp: 

Herausgeber: 

BZgA

Verlag: 

Ort: 

Köln

Veröffentlichung: 

2001

Standort: 

I 134

Notizen: 

Rubrik: Gender / Sexualität

Schlagworte: