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Der Anfang vom Ende.

Am besten beginne ich ganz am Anfang.

Mit 16 habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Drogen konsumiert - Gras. Das war die Zeit meiner Jugend, in der ich viele neue Leute kennenlernte, die alle kifften. Also hab ich irgendwann auch damit angefangen. Nach ca. einem Jahr und einem ziemlich komischen Erlebnis (lag im Bett und wollte schlafen, tierisch breit und dachte ständig, es steht jemand im Türrahmen. War natürlich niemand da.) hab ich das mit dem Kiffen dann dran gegeben.

Durch eine gute Freundin zu dieser Zeit bin ich dann an Pep gekommen - was ich bis heute konsumiere. Am Anfang natürlich ein ziemlich krasser Spaß, all diese Energy, die Laberflashs, man fühlt sich so unglaublich gut und euphorisch. Zwischendurch auch mal Koks und MDMA, aber nur einmal jeweils.

 

Nun sollte man dazu sagen, dass ich seit ich 13 bin psychisch krank bin. Borderline mit Selbstverletzendem Verhalten, labile Psyche. Woher das genau kommt lässt sich schwer sagen, vllt die verkorkste Kindheit (Adoption, die ersten 8 Monate meines Lebens von meinen leiblichen Eltern mit Beruhigungsmitteln ruhiggestellt worden, weil ich als Baby zu viel geschrien hab...), oder was auch immer.

Nunja. Nachdem ich seit mittlerweile fast 4 Jahren (wirklich? Krass, wenn man mal so drüber nachdenkt...) fast jedes Wochenende regelmäßig gezogen habe (zunächst nur Freitags, dann Freitags bis Sonntags), habe ich letztes Jahr eine Pause von ca. 4 Monaten eingelegt.

Zwischenzeitlich noch viel Psycho-Scheiße -> von zu Hause ausgezogen (nur Streit mit Adoptiveltern, dabei sind sie meine Familie, alles was ich habe), in eine WG gezogen (Drogen WG vom Feinsten, Mitbewohner ebenfalls psychisch krank, Borderline, SVV, Depressionen, Paranoia), von der WG in die erste eigene Wohnung (Dezember 2011).

In diesen 4 Monaten ohne Konsum ging es mir den Umständen entsprechend gut, hatte kein Verlangen nach dem Zeug. Wozu will man das komplette Wochenende wach sein und Party machen, wenn der komplette Freundeskreis weggebrochen ist? -also aus dem Blickwinkel alles okay.

Nun. Seit einigen Wochen konsumiere ich wieder Pep, aber nur einen Tag am Wochenende.

Letztes Wochenende dann das "Schlüsselerlebnis", auf dem ich seit 4 Tagen irgendwie hängengeblieben bin befürchte ich...

Ich war bei einem Bekannten und habe mit ihm gezogen, so weit nix Neues für mich. Wirkte auch nach der üblichen halben Stunde und einigen Nasen ganz normal, Redeflash und Nervosität kompensiert in Form von an-den-Haaren-spielen und an-den-Klamotten-rumzupfen.

Wir konsumierten nun schon seit einigen Stunden Pep, als er mir plötzlich ein halbes Ding (X) anbot. Erst wollte ich nicht, habe es dann aber doch genommen.

Hatte mal ein Erlebnis mit MDMA von dem ich kotzen musste, seitdem keine guten Erinnerungen an irgendwelche Pillen...

Nunja, das Teilchen hab ich dann doch genommen, war ja klar.

Nach geschätzten 20 Minuten überkam es mich dann schlagartig. Auf einmal plötzliche Kälte und Zittern, so ca. 10 Sekunden und dann WOAH. Der Raum und die Farben wurden viel wärmer, ich zuckte bestimmt eine Stunde lang mit dem Fuß rum weil ich so einen Bewegungsdrang hatte. Zwischendurch immer abwechselnde Phasen -Mir ist schlecht ich glaub ich muss kotzen- und -oh mein Gott du bist ein toller Mensch- und -wann hört es endlich auf?-.

Ich wollte so dringend wieder klar im Kopf werden aber der Rausch hielt etwa eine Stunde an, bis die Farben wieder normal wurden und ich langsam auch.

 

Nun nach dem ganzen Mist (der Konsum ist nun schon 4 Tage her) bin ich immernoch nicht ganz klar im Kopf und habe ab und zu noch Probleme mit meinem Kreislauf.

Weiß Gott was das war, ich hoffe jedenfalls nur es geht vorbei.

Ich bin 21 Jahre alt und renne quasi lachend in eine Kreissäge.

Wenn ihr bis hier hin gelesen habt, dann kennt ihr jetzt die Wichtigsten Ereignisse meines Lebens.

 

Macht nicht dieselben Fehler wie ich, hört auf, solange ihr es noch könnt!

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