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Der langsame Weg in die Abhängigkeit...

 

Hallo Leute,

nach einem wirklich abgefuckten Kokain/Alkoholrausch und der damit einhergehend gefällten Entscheidung, es nie wieder zu machen möchte ich euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. 

Bis zum August dieses Jahres zog ich gelegentlich am We Speed. In - für sicherlich viele von euch - lächerlich kleinen Mengen (wenn es hochkommt 3 Nasen/Abend). Wenn ich feiern ging, gehörte es aber für fast ein Jahr lang schon zum Alkohol dazu. Glücklicherweise übertrieb ich es an einem Abend im August diesen Jahres. Ich zog für meine Verhältnisse zu viel und habe Dinge in diesem Rausch getan (gepaart mit sehr viel Alkohol), die mich amnächsten Tag schockiert haben und ich niemals nüchtern, nichtmal betrunken tun würde. Dazu gehörte ein sehr aggressives auftreten gegenüber einer (bis dato) Freundin. Keine Schläge, aber es ging für mich viel zu weit. GEschockt davon, hört ich augenblicklich mit Speed auf und es steht bis dahin nicht mehr zur Debatte. So weit so gut. 

Durch den weisen Rat eines Freundes habe ich es 1,5 Monate später mal Koks probiert. Habe es vorher nur 5 mal gemacht und nie verstanden, was die Leute daran so toll finden. Ich fand es, aufgrund der unheimlich starken Wirkung, eher als unangenehm. Trotzdem kaufte ich mir ein g. - und hatte einen super Abend. Ich dachte, dass ich mich super unter Kontrolle hatte (der Grund, warum ich Speed nicht mehr anfasse). Im Nachhinein sehe ich das ein bischen anders - dazu später mehr. Bis gestern habe ich auf 5!!! Partys 1g insgesamt verbraucht und davon sogar noch andere ziehen lassen. Bei vielen von euch sehe ich, dass ihr beginnt jetzt müde über meinen Konsum zu lächeln. Aber im Zuge dieser 5 male entwickelte sich sehr langsam ein interessantes Muster. Während ich mir am Anfang die Party nur verüsste, konnte ich es beim letzten Mal kaum abwarten endlich zu ziehen. Und bevor ich zog plante ich schon, wo ich mir für Sylvester das nächste g. hole und das auch "unbedingt brauchen werde". Es kam extrem langsam. Und unter der Woche hatte ich auch nie das verlangen. Aber in Kombi mit Alkohol stellte sich langsam eine Abhängigkeit ein. Glücklicherweise war an diesem Abend eine Person aus meinem näheren Umfeld dabei die nüchtern blieb. Und mir mein Verhalten im Vollrausch (in Kombi mit Alk) beschrieb. Gipfel war ein Streit mit einer Person aus meinem Umfeld, die mit mir nicht unbedingt auf einer Wellenlänge liegt. Diejenige Person sagte irgendetwas zu mir und ich verstand es als Provokation. Völlig neben der Spur, völlig an der Realität vorbei. Es entwickelte sich ein Handgemenge und ich musste von mehreren Personen zurückgehalten werden. Und das wusste ich am nächsten Tag nicht mehr. Bis derjenige bei meiner Verwandschaft vor der Tür stand (mit der er sehr gut auskommt) und  ihr alles erzählte. Seitdem bin ich komplett fassungslos und habe die Entscheidung gefällt, dieses Zeug nie wieder anzufassen. Zumindest aus mir macht es einen anderen Menschen. Natürlich spielte da Alkohol mit rein, aber so einen Stress hatte ich ohne Koka noch nie. Und das war nur eine von den vielen "tollen" Begebenheiten dieses Abends. 

Das gleiche Muster gab es bei mir mit Gras, Niktoin, übermaßigem Essen, zu viel sinnlosem Facebook/Internetgesurfe. Als es aus dem Ruder lief und mir das bewusst wurde konnte ich mit allem sofort aufhören. Drückt mir die Daumen, dass ich stark genug bleibe. Wenn ich mir meine Gedankenmuster und mein Konsummuster anschaue wird deutlich, dass ich trotz der geringen Menge Koka auf der Schwelle zum Gewohnheitskonsumenten stand. Und dabei bleibt es nie im Fall von Koka. NAch ein bischen Internetrecherche scheint es bei allen gleich zu verlaufen. Ein Glück, dass mir jetzt schon an einem Abend deswegen so viel Scheisse unterlaufen ist, dass ich es ab jetzt nicht mehr anfassen werde.

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