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Die Sucht ist da doch keine Einsicht

Hallo Leute,

ich Les mir jetzt schon seit 2 Stunden die Geschichten von betroffenen Menschen durch, und hoffe dass ich mich auf irgend eine Art erleichtert fühle ,wenn ich meine Geschichte auch mit euch teile.

Ich bin jetzt 15 Jahre alt und es gibt immer wieder viele Menschen die behaupten eine Marihuana sucht zu bekommen ist sehr schwer. Trotzdem BIN ich süchtig nach Gras. 

fangen wir mal von ganz vorne an. Ich war bis zu meinem 6. Lebensjahr eigentlich ein sehr netter und auch gebildeter junge. Ich konnte bereits im alter von 2 Jahren fließend sprechen und hab mir als ich 4 war selbst das Lesen und schreiben beigebracht. Bis zu dem zeit Punkt gab es nie Probleme oder sonst irgendein Stress.ich war auch kein Kind mit schwerer Vergangenheit oder elternproblemen. Als ich eingeschult wurde, fing dann aber plötzlich der Kontakt mit gleichaltrigen Kindern stark an..ich war ab da na immer auffällig vom verhalten und hab viel rum gekaspert. Sozusagen war ich immer der Klassenclown. Aber vom geistigen war es nie schlecht..sogar im Gegenteil. Nach 3 Monaten in der ersten klasse habe ich immer wieder mitbekommen dass darüber diskutiert wurde ob ich eine hochbegabung hätte weil ich schneller als die anderen gelernt habe und mindestens auf dem stand eines 2. wenn nicht sogar 3. klässlers war.

Also wurde von der Schule erbittet einen IQ Test mit mir durchzuführen. Dieser ist nach vielen Terminen bei einem Psychologen mit einem Wert von 140 abgeschlossen worden. (105-120 Normalwert....125 und höher hochbegabung) trotz der hochbegabung habe ich meine Intelligenz aber immer für die schlechten Dinge zu nutzen gemacht aber kam dann auf ein Gymnasium.die ersten 4.  Jahre waren wie schon in der Grundschule sehr sehr stressig. Nicht nur für mich sondern auch für meine Eltern. Immer wieder kamen Briefe und klassenbucheinträge hinzu sodass die Lehrer schon zu Beginn der 6. klasse als schlimmsten Schüler der Schule gesehen haben. Ja ich hab meine Intelligenz weiterhin nicht für den Lehrstoff eingesetzt und somit trotz klarer hochbegabung die Schuljahre dank der immer nur sehr knapp geschafft und musste schließlich die 8. klasse wiederholen. Und ab da fängt es an mit den suchtproblemen.....

ich war jetzt bereits 12 Jahre alt und kam aufgrund von meinem verhalten und vor kurzen dagelegenen Konferenzen in eine klasse gesteckt in der eigentlich alle Schüler nie Mist gemacht haben.somit hab ich mich dann abgesehen von ein paar Kontakten aus der alten klasse dazu entschieden auf Einzelgänger zu machen.

und nach ein paar Wochen traf ich auf dem Schulhof Mitschüler aus meiner vorigen klasse. Sie gingen immer heimlich hinter der Sporthalle Rauchn und fragten mich ob ich mitkommen will. Ein Grund für den Einzelgänger weg war nämlich dass ich so gut wie keine Freunde hatte. Also bin ich natürlich mitgegangen sie drehten mir Züge von der Zigarette an die ich anfangs ablehnte aber später dannndoch annahm. Was ein paar Züge Waren, wurden zu einer ganzen Zigarette und irgendwann kaufte mir einer von ihnen meine erste Schachtel...nach 3-4 Monaten Rauchen und immer wachsenderen Freundeskreis kam dann meine alte Mitschülerin Mit einer durchsichtigen Plastiktüte an und sagte sie hat,von ihrem Bruder Gras geklaut und will sich das mit uns Rauchen. Ich hab vorher NIE daran gedacht irgendwelche Drogen zu nehmen.. Aber da alle bei dem Joint mitrauchen wollten dachte ich mir es kann ja nicht so schlimm sein. An dem Tag rauchte ich bei meinem ersten Joint mit.

nach wiederholten sitzen bleiben müsste ich nun auf die Realschule wechseln und lernte neue Freunde kennen dort sprachen mich auch schon ziemlich früh ein paar ältere Schüler (16/17) aufs kiffen an.(ich war 14) ich sagte ich hab schon öfters welche geraucht aber nie regelmäßig und viel. Das blieb dann auch erst so ich kiffte vielleicht jeden Monat einen Joint und kaufte alle 2 Monate was für 10 Euro. Und an einem Tag trennten sich mein Vater von meiner Mutter aufgrund von ihrer alkoholsucht(mit der ich aber eigentlich immer zurecht kam) natürlich entschied ich mich mit meinem Vater mitzugehen und in eine Nachbarstadt zu ziehen und neu anzufangen. Ich wechselte auf eine andere Realschule und lernte schon am ersten Tag neue Freunde kennen und hatte das Gefühl endlich mal wahre Freunde zu haben. Ich wurde ein bisschen ausgefragt und ich erzählte ihnen dann auch dass ich ab und zu kiffe und sie stellten mir einem Freund von ihnen vor der schon seit längerem kifft und auch regelmäßig. Und ab da kam der weg in die sucht. Er ließ mich von seinem Joint mitrauchen und gab mir seine Nummer wir tragen uns von Dan an jeden Tag und er stellte mir weitere Freunde aus der Stadt vor die auch kifften.ich kiffte nun jeden Tag und versuchte Ab und zu (2-3mal in der Woche Geld zu bekommen um auch was zu kaufen wenn mein Vater mir keins gab war es anfangs auch noch kein Problem für mich.

Mittlerweile wohnte ich 2monate in der Stadt und ich merke heute wie ich nach jedem Tag kiffen, immer süchtiger wurde, was ich damals aber nicht dachte. Ich versuchte öfter Geld zu bekommen und wenn mein Vater mir keine gab hab ich die Pfandflaschen aus dem Abstellraum genommen und von dem Geld was gekauft...und dann wurd es sogar so schlimm dass ich meinen Vater beklaute ...und das Lieder nicht zu knapp.. Wenn ich an sein Portmonee ging holte ich keine 5 oder 10 Euro Scheine raus sondern immer die 50iger und holte mir davon Gras. Eines Tages hab ich einen Briefumschlag im Aktenschrank von meinem Vater gefunden in dem 9x 100€ Scheine drin waren... Von denen hab ich dann auch 2 Stück mitgehen lassen.ich Begriff eine kurze zeit dass ich damit aufhören muss, mit dem Geld klauen und schaffte dass auch aber immer wenn ich kein Geld von meinem Vater bekam, wurde ich aggressiv, schrie mein Vater an, sagte ihm dass andere auch so viel Geld kriegen. Mein Vater wusste dass ich damals ab und zu gekifft hat und ich glaube er wusste auch wofür so viel Geld immer drauf ging aber er hat sich gedacht ich mach das ab und zu und übertreib es nicht... Aber er wusste genauso wenig wie ich dass ich Süchtigkeit bin.

ich merkte zwar schon körperliche Veränderungen wie starke Tränensäcke und augenringe so wie Faulheit, aber ich dachte mir nichts schlimmes dabei. Zur Schule ging ich mittlerweile so gut wie gar nicht mehr, was ich jetzt auch immer noch nicht tue... wenn ich zur Schule gehe MUSS ich mir vorher einen Joint Rauchen sonst halte ich das da nicht aus. Ich wurde nun auch immer aggressiver, so dass es wenn es ums Geld ging sogar zu handgreiflichen Situationen zwischen mir und meinem Vater gekommen ist. Wenn ich nichts zum Rauchen hatte wusste ich nicht was ich sonst machen soll, wurde schneller aggressiv und sehr aufgedreht. 

Ja und noch vor kurzem hatte ich eine sehr gute Chance aus der sucht raus zukommen. Ich weiß dass cannabis sucht leichter zu überwinden ist als Pep sucht oder ähnliches.

die Chance begann damit dass ich einen Abend bei einen Kollegen war mit allen anderen, richtig viel Gras gekauft habe und wir uns richtig zugedröhnt haben. Am Ende des Abends konnte ich behaupten dass ich in meinem ganzen leben noch nie so dicht war. Und bei der Menge die ich bis dahin geraucht hab sollte das was heißen. Doch trotz der ganzen Freude waren die nächsten 5 Tage schlimm. Ich wachte mit einer extrem eitrigen Mandelentzündung auf ich hatte nie solche Schmerzen in meinem Hals und musste teilweise echt mit den Tränen kämpfen. Aber es war auf der anderen Seite gut, weil ich KEINE LUST auf Rauchen und kiffen hatte. Und an so eine Situation kann ich mich schon gar nicht erinnern. Jedenfalls wurde zu dem gleichen Zeitpunkt unser (Haupt)Dealer von der Polizei gepackt und meine Kollegen haben sich entschlossen aufzuhören... Ich hätte nie gedacht dass sie es so leicht hin Kriegen aber das alles war vor 2 Wochen und seitdem hat ein kleinernteil von ihnen nur zwei Joints oderso geraucht und der große Teil gar nicht mehr. Ich versuchte natürlich auch aufzuhören und hab mich entschlossen erstmal weniger zu Kiffen ich hab auf irgendeine weise sogar auch geschafft bis vor 3 Tagen aufzuhören .doch die sucht kam wieder und ich bekam neues verlangen nach Gras.

Ich hab das dicht sein vermisst und auch den Geruch sodass ich wieder Lust bekam. Zwar ist es auf jeden fall weniger was ich rauche, aber das Problem ist, dass ich vor drei Tagen meine erste Nase Pep gezogen hab an das ein sehr guter Freund schnell in der Stadt klar machen kann. Ja und so gesehen war ich die drei Tage immer drauf. Hab auch noch zusätzlich mal ein oder zwei kleine Pfeifenköpfe Gras geraucht aber bin seit 3 Tagen hauptsächlich am ziehen. Ich hab das gemacht wil ich dieses Gefühl einfach mal haben wollte weil es sowieso schon so lange wollte und ich muss ganz ehrlich sagen ich hab starke Angst jetzt auf Pep hängen zu bleiben .. Wenn man guckt wie spät es ist kann man schon sehen dass ich gar keine Lust hab Grade zu pennen und gegessen habe ich den drei Tagen vielleicht drei Brötchen.

Ich sehe sogesehen an dem Turn also an der Wirkung nur positives. Es ist einfach unbeschreiblich so drauf zu sein. Und ich weiß nicht ich hab meinen Freunden gesagt ich mach dass jetzt nur ein paar Tage und dann längere zeit Pause bis ich wieder zieh. Aber ich hab so ein wenig dass Gefühl das das ziemlichm schwierig sein wird wenn ich morgen draußen bin mein Kollege Pep hat und er mir den Spiegel reicht. Ich glaube ich würde nicht ablehnen. Nicht morgen . Und auch nicht übermorgen oder sonst wann. Ich habe es in gewisser Maßen aus der cannabis sucht geschafft aber hab angst dass jetzt die pepsucht kommt oder ich es schon bin. Ich glaub es war ein Fehler von mir vor drei Tagen Pep "auszuprobieren". Und wenn es ein Fehler war, dann bin ich aus der sucht zurück zur sucht. Naja ein Unterschied zum Gras gibt es schon.....die Gefahren sind jetzt 10 mal höher als vorher.

ich weiß was ich geschrieben hab ist echt Mega lang aber ich hoffe dass es sich wenigstens ein paar Leute durchgelesen haben und mir Vlt. Ein paar Ratschläge geben können was ich tun soll....ich will nicht wieder süchtig werden, Vorfällen nicht durch eine Droge bei der ich erhebliche Schäden zugefügt bekomm.. 

Bitte helft mir.

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