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Afterglow

Drogen traten bei mir erst dieses Jahr ganz plötzlich in mein Leben. Ich bin 16 und fing mit 16 mit Alkohol an. Direkt nach meinem 16. Geburtstag. Ich weiß garnicht wieso ich plötzlich so viel Interesse an Alkohol hatte. Ich glaube ich wollte einfach cool sein, endlich erwachsen werden und gegen mein braves Image rebellieren. Das habe ich dann auch geschafft. Mein braves Image ist weg, allerdings ist mein jetziges nicht unbedingt positiver, aber es gefällt mir besser. Der Alkohol brachte nur negative Erfahrungen. Totalblamage, mehrere Komplettabstürze, eine schwere Alkoholvergiftung mit Krankenhausaufenthalt, danach war für mich das Thema Alkohol vorerst beendet und mich zog etwas anderes in seinen Bann:

Cannabis. Ich fand es so cool, es sah so shcön aus beim Rauchen, man hat sich so erwachsen und cool gefühlt, es gab einem mehr Selbstbewusstsein und ich muss zugeben, dass ich stolz darauf war eine Kifferin zu sein. Ich mochte den Cannabisrausch so sehr, viel viel lieber als den Alkoholrausch. Ich habe nie schlechte Erfahrungen mit Cannabis gemacht, ich liebte es, der einzige Nachteil war der hohe Preis. Ich regelte meinen Konsum ständig. Ich hatte exsessive Kifferphasen, in denen ich fast permanent breit war, dann hatte ich Phasen in denen ich auf dem Trockenen saß und zwangsläufig mit dem Kiffen aufgehört habe, dann habe ich wieder angefangen, ich muss sagen ich habe immer irgendwie gekifft aber ich fand das nicht schlimm. Es hatte keine Auswirkungen auf meinen Körper. Ich war körperlich fit, trotz täglichem Konsums. Meine Eltern wissen nur von der Alkoholvergiftung, nicht vom Kiffen.

Anfangs habe ich nur gekifft wenn ich alleine zuhause war oder mich mit ebenfalls kiffenden Freunden getroffen habe. Da ich aber besonders vor einiger Zeit noch kaum selber kiffende Freunde hatte, habe ich am meisten alleine gekifft. Anfangs nur wenn ich sturmfrei hatte, später wurde ich immer dreister und habe sogar gekifft wenn meine Eltern im Haus waren. Ich habe sie so oft angelogen, ich würde früh ins Bett gehen, mir würde es nicht so gut gehen, nur weil ich es so verdammt geil fand stoned einzuschlafen. Ich habe es oft gemacht. In der Klausurphase habe ich jeden Abend gekifft, es hat mich nicht beeinflusst, ich war sehr glücklich in der Zeit, habe meine große Liebe gefunden, ich weiß dass für mich die Drogen niemals an erster Stelle stehen, auch sie können mir nicht geben, was einem andere Menschen geben können. Diese Einsicht beruhigt mich.

Ich habe nach einer längeren (sind ein paar Wochen viel?) Drogenpause von Cannabis noch einmal Alkohol konsumiert, weil ich Lust auf einen Rausch hatte und kein Gras da war. Das klingt so arm und elendig aber ich war da so naiv, hab mit einer Freundin zusammen so viel Alkohol gekauft und das ist so nach hinten losgegangen, es ging uns so scheiße, ich hatte schon Efahrung mit Alkoholabstürzen, si enoch nicht, es war ihr erster und hoffentlich unser beider letzter, weil wir wollen beide keinen Alkohol mehr, mir wird bereits schlecht wenn ich das Zeug nur rieche. 

Endlich hatte ich Cannabisquellen in meiner Nähe gefunden und Freunde, die mich nicht ständig verurteilt haben, weil ich Drogen nehme, sondern mit mir Drogen nahmen. Ich habe  mir immer vorgenommen, dass es bei Cannabis bleibt bei mir. Das ist so meine persönliche Droge, ich liebe sie einfach, aber ich kann sie in Grenzen halten, manchmal wird sie auch langweilig. Dann kamen neue Quellen und rein theoretisch komme ich momentan an alles. Perfekter Graskurs, die Preise stimmen, Qualität stimmt, es ist perfekt aber ich habe nicht mehr so extreme Lust auf Gras wie vor ein paar Wochen oder Monaten. 

Dann kam das Angebot: Ecstasy. Mal was anderes. Ein Upper und kein Downer. Mein Interesse war geweckt. 

Wir waren vernünftig bei der Planung. Nein, wir nehmen es nicht alleine sondern mit 2 Freundinnen die bereits genug erfahrung mit Speed, Ecstasy, Cannabis und allem möglichem mehr hatten. Eine Freundin und ich hatten vorher nur zusammen Gras geraucht, wo auch ich die wesentlich größere erfahrung mit hatte. Wir nahem es beide zum ersten mal. Location war bei mir Zuhause. Bekannte Umgebung, kein Stress, beste Vorraussetzungen. Unsere beiden Freundinnen nahmen Speed, um besser aufpassen zu können und trotzdem noch was vom Abend zu haben. Wir hatten genug zu Trinken da. Mehrere Liter Wasser, dazu kamen noch mehrere Liter Saft für mangelnde Vitamine, außerdem ganz viel Traubenzucker, Dextrose, Nahrungsergänzungsmittel, und Kaugummi, weil wir wussten dass man Zähneknirschen von Ecstasy bekommt und da Kaugummi hilt die Zähne nicht zu schädigen. 

Und dann nahmen wir es. Zuerst eine halbe. Wir spürten nichts. Als wir nach anderthalb Stunden immernoch nichts spürten und meine Freundin sogar Hunger bekam, was für Ecstasy garnicht typisch ist, ich hatte keinen Hunger, musste nicht aufs Klo, immerhin etwas, aber eine Wirkung merkten wir noch nicht. Dann schmissen wir die restliche Hälfte. Und danach gings los. Das gute an Ecstasy ist, dass du dich an die Wirkung genauestens erinnerst. Man bekommt keinen Filmriss. Ich versuche jetzt mal die Wirkung zu beschreiben, was mir nict einfach vorkommt. Denn eine Drogenwirkung zu beschreiben ist so schwer, da kann man genauso gut versuchen zu beschreiben wie etwas schmeckt. 

Es fing sanft an. Mich hat alles fasziniert. Ich kammir so unendlich schön vor, ich habe in den Spiegel geguckt und mich bewundert. Meine unfassbare Schönheit bewudnert obwohl ich mich bishe rimmer so mitteömäßig schön fand, mal mehr mal weniger und obwohl ich an diesem Abend mit Alltagsmakeup, Jogginghose und Gammeltshirt wirklich nicht besonders schön aussah. Ich lag halb auf dem Boden, den Kopf auf mein Bett gelegt, sodass ich mich im Spiegel angucken konnte und ich war so fasziniert wie schön ich aussah. Ich habe mich auf den Boden gelegt und die Augen geschlossen, mein Tshirt hochgezogen und meinen Bauch gestreichelt. Das passierte so automatisch. Ich habe die anderen um mich herum reden hören, aber so gedämpft, so als wären sie ein bischen weiter weg in Wolken.

Ich habe mich gefühlt wie ein kleines Baby, was in seinem Bettchen liegt und die Eltern daneben stehen und sich über das Baby unterhalten wie sehr sie es lieben weil ich mich so unglaublich geliebt gefühlt habe. Ich habe das den anderen mitgeteilt, wie gut ichmich fühle, habe meinen Bauch den ich da so perfekt fand (sonst is der mir immer zu fett) gestreichelt, fand mcih so wunderschön und bin irgendwann aufgestanden und zu meinen Freunden geschwebt. Ich habe ihnen gesagt wie sehr ich sie liebe, habe sie umarmt, geküsst und angefangen zu labern und zu labern und zu heulen vor Glück weil ich sie so geliebt habe und sie mich so geliebt haben. Ich habe ihnen alles erzählt, meine Probleme, ich war garnicht mehr zu bremsen, dabei musste ich die ganze Zeit irgendjemanden streicheln, musste was mit meinen Händen machen. Ich habe so geheult, hab mich gefreut über alles, aber trotzdem hatte ich mich total im Griff und war klar im Kopf. 

Das Zähneknirschen hatte ich unterschätzt. Es passierte einfach so, ich hab mir meine gesamte Wange aufgebissen, trotz Kaugummi, ich konnte es nicht stoppen ich habe so heftig gekaut, es tat schon weh aber ich konnte nicht aufhören, am nächsten Tag hatte ich eine aufgebissene Wange und Muskelkater im Kiefer. 

Zum Runterkommen haben wir gekifft. Das war so perfekt. Cannabis hat sich perfekt an die Ecstasywirkung angeschmiegt, es war so super. Ich hatte so Lust zu kiffen, es tat so gut über der Bong zu hängen und nach nur einem Bonghead war ich angenehm stoned. Meine Freunde haben mitgekifft, es war deswegen so gesellig. Es folgten die typischen Kiffergespräche, alles war interessant und ich war erschöpft. Mein Körper war todmüde, mein Kopf klar wie nie und hellwach. Ich wollte schlafen aber es ging nicht, ich habe zu viel nachgedacht. Das Gras hat mich dazu gebracht wenigstens 4 Stunden zu schlafen, was echt viel war nach ner Ecstasynacht. 

Der Tag darauf war besser als ich dachte. Ich habe nur gekifft, was extrem geholfen hat gegen die Ecstasynachwirkungen. mein Körper war völlig ausgelaugt und kaputt, was mir aber nicht aufgefallen ist, ich hatte wieder Hunger durchs kiffen und habe echt viel getrunken und gegessen und extra Nährstoffe aufgenommen, was eine gute Idee war. Schlafen konnte ich gut, wahrscheinlich lag das auch am Kiffen. Aber heute, heute ist der dritte Tag nach der Ecstasynacht und heute merke ich die Nachwirkungen. Ich habe eine gewissen Grunddepressivität, kann allerdings nicht sagen was mich genau betrübt oder stört an meinem Leben, ich fühl mich einfach alleine und unwohl obwohl ich ganz sicherlich nicht alleine bin. Ich habe Kopfschmerzen und Hunger, aber keinen Appetit weil ich mich so vollgestopft und fett fühle. Am schlimmsten aber ist diese Lustlosigkeit. Dieses müde Irgendwo-Rumhängen. Ich habe eingentlich was zu tun aber keine Lust auf garnichts, kann mich nicht aufraffen. Ich kiffe heute nicht, zumindest nicht alleine aber ich bin grade alleine. Denn das Kiffen erzeugt ebenfalls, dass man garnichts schafft weil man nur rumhängt und ich hab noch was vor, muss aufräumen und alles. 

Und wnen man sich dann mal an seine Aufgaben wagt, dann fühlt man sich wie ein Roboter. So als steuert man eine leere, willenlose Hülle aus Fleisch mit einem kleinem Part von funktionierendem Gehirn, der einzige Part der noch nicht von Drogen lahm gelegt wurde oder der sich davon wieder erholt hat. Man denkt die ganze Zeit nach, es strömen einem tausend Gedanken im Kopf herum während man monton seine Arbeit verrichtet und sich wie am Fließband fühlt. Es ist ein schrekliches Gefühl. Ich fühle mich hässlich und ekelhaft und fett, ich muss mich aufraffen aber schaffe es nicht. Man will raus hier und etwas unternehmen aber man schafft es nicht seinen verdammten A*rsch von der Couch hoch zu kriegen.

Ich sitze hier und frage mich grade was noch alles kommt. Chemische Drogen waren bisher immer tabu für mich, doch ich fand es schön Ecstasy zu nehmen, ich bereue es nicht. Aber was kommt noch? Speed reizt mich und LSD auch. Aber werde ich hier zum Abhängigem obwohl ich doch so informiert bin über Drogen, mein Leben so glücklich ist und ich weiß dass die Drogen nie an erster Stelle stehen werden, weil wir mein Freund oder meine Freunde/Familie immer wichtiger sein werden? Ich brauche die Drogen nicht, aber sie unterhalten mich und bieten Freude. Solange es so bleibt bin ich zufrieden.

Aber dann hört man von Fällen bei denen es nicht so bleibt und bekommt Angst: wird es bei mir auch so? Ich schreibe das hier alles auf, weil ich es loswerden möchte und jemanden vielleicht mal anregen kann seine Meinung oder Sichtweise oder wie er es findet hier drunter zu schreiben. Bin ich wirklich nur ein naives, kleines 16 jähriges Mädchen was dazugehören möchte und Aufmerksamkeit will oder in irgendeiner Hinsicht nach Hilfe schreit? Ich brauche ja keine Hilfe, mir geht es gut. Oh Gott ich fange schon an so depressiv zu schreiben, eigentlich ist das nicht meine Art, ich denke man merkt den Ecstasyeinfluss in meinem Gelaber. Aber ich meine es Ernst und das sind einfach meine Gedanken, ich hoffe irgendjemand hat sich das durchgelesen und darüber nachgedacht. Vielleicht übertreibe ich auch, ich mein: ein bischen Kiffen, ein bischen Alkohol und einmal Ecstasy....davon geht die Welt nich unter...oder?

Ich weiß nicht was die Zukunft bringt. Ich weiß nicht welche Drogen ich noch ausprobieren werde, nur weil ich neugierig bin. Ich rate einfach jedem ab, mit Drogen anzufangen, dieses Thema sollte in keinem Leben eine Rolle spielen, dafür ist es einfach zu überflüssig. Ich werde weiterhin kiffen, ich wieß nicht ob ich nochmal chemische Drogen nehmen werde, ich gehe aber eher davon aus. Traurig, wie so jemand wie ich, der sich immer vorgenommen hat die Finger von so einem Scheiß zu lassen, anfängt zu konsumieren.....Wie traurig mich das grade macht...

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