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Polamidonentzug Nein Danke

Bin jetzt ERST fünf Jahre im Polaprogramm, ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass ich 21 Jahre drauf bin. Mit Unterbrechungen, das erste Mal war ich zweieinhalb Jahre clean, das zweite Mal sechseinhalb Jahre. Habe jedes Mal mehr oder weniger freiwillig "nur" von Heroin entzogen - und rückblickend kann ich sagen: Hätte ich jetzt einen Heroinentzug vor mir, wäre ich sofort am Abkicken. War bis vor anderthalb Wochen auf Entfiftung "Absosieren" von 20ml auf 11ml. Das ist immer noch viel, jedoch wäre das draußen in der Geschwindigkeit nicht so leicht gewesen (bis auf Schlafstörungen und Hyperaktivität war auch nichts). Mir wurde erklärt, wie sie dort Leute von Pola runterholen: Also erstmal runterdosieren bis höchstens 3ml, besser wären 1,5ml oder 1ml, wenn man das draußen schafft. Dann setzen sie einen in 0,2 - 01er Schritten auf Null (man bekommt was zum Schlafen und zur Beruhigung). Nach 5 Tagen folgt eine kleine Dosis Subutex um zu sehen ob man noch auf Turboentzug kommt. Passiert das nicht, wir man auf Subutex eingestellt (was angeblich erst nach 2Monaten körperlichen Entzug hervorruft), dann verlässt man die Entgiftung für einen Monat und kriegt draußen Subbu, wobei auch schon langsam reduziert wird (der Vorteil am Subutex sei, dass es das Pola aus dem Körper haut, weil Antagonist) - danach wieder Entgiftungsstation und von Subbutex auf Null gesetzt werden - was nicht bedeutet, dass man dann keinen Entzug hat. Nimmt man nach 10 Nulltagen Nemexin hören die Restentzugserscheinungen auf, weil die Rezeptoren wieder belegt sind (davon rate ich aber ab - man will doch, dass der Körper wieder eigene Endorphine produziert, dann lieber viel Sport).

Ihr seht also, es ist ein Riesenscheiß - monatelanger Entzug ist vorprogrammiert, denn auch das Runterdosieren, wird je nach Fall (wenn jemand wie ich immer hoch dosiert war, auch zu Heroinzeiten nicht unter 2Gramm, und bei Pola auch nie wenig - dann ist auch das Ruinterdosieren ab einer bestimmten Menge mit Entzugserscheinungen verbunden - und die sind nicht ALLE nur im Kopf! Klar, wenn man sich drauf versteift, verschlimmert der Kopf alles, aber ich komme mit 5ml Pola nicht länger als 12 Stunden hin, bis jetzt jedenfalls und das ist keine Kopfsache, ich falle dann in Affenschlaf und wenn ich aufwache kotze ich und volles Programm.

Fazit: Ein Polamidonentzug kommt für mich nicht infrage. Werde mich weiter runterdosieren soweit ich es draußen schaffe (hoffentlich komme ich etwas unter 5ml), dann Umstellung auf Heroin. Kein Spritzen, kein Rauchen - am besten Nase, das ist am unangenehmsten und verleitet mich nicht dazu mehr zu nehmen als sein muss. Damit dann wenn möglich noch etwas weiter runter. Allerdings muss ich es mindestens 4-5 Monate nehmen um das Pola vollständig aus dem Körper zu haben! Vielleicht schaffe ich es mit genügend Benzos mich mal 22 Tage schlafen zu legen und auf Subbutex umzustellen nur um das Pola auszumerzen, danach kann ich mich mit Schore zurückholen und irgendwann von nem halben bis maximal nem dreiviertel Gramm Heroin (und für den Zweck braucht es nicht das reinste zu sein - natürlich ohne Rattengift und ähnliches) zu entgiften. Das ist also der Plan. Den habe ich auch dem Entgiftungsarzt mitgeteilt. Natürlich meinte er, dass es schon machbar sei mit Pola und dem großen Subbutexschema - er hat mir jedoch rechtgegeben, dass es einfacher wäre "nur" von Schore zu entgiften. Was soll ich dazu noch sagen?

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