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Kalter Polaentzug

Erstmal Danke Drug-Scouts für eure Seite, ihr helft hier vielen Menschen. Aber ich möchte schnell zum Thema kommen. Ich habe bereits vor 6 Jahren einen kalten Polamidonentzug unfreiwillig machen müssen von 30ml in der Haft da dort in der JVA vom Arzt kein Weg rein ging einer schrittweisen abdosierung, trotz Pola pass usw.! Was soll ich sagen, es war die Hölle, und es gab Wochen und Tage die mir heute grundsätzlich fehlen. Jeder Gang, jeder Schritt war noch ein Lauf im Tunnel und überall Hindernisse. Der eigentliche Entzug ging an die 3 Monate, es war hart, sehr hart! Aber was sollte ich machen, ich wollte Leben und ich glaub dieser Kampf um mein Leben hat mich gerettet. Ich war 4x an der Schwelle bei 41.5grad Fieber, erst da bekam ich etwas Hilfe vom Antstaltsarzt. Nach den 3 Monaten des entzuges kam die Ernüchterung, die Kraft, mein Verstand, meine Kondition wieder. Da wo ich dachte, es sei vorbei kam immer wieder in kurzen Abständen der Entzug durch. Mal länger, mal kürzer was auch noch ca 2-3 Monate anhielt. Ich muss dazu aber auch sagen das ich vor dem Entzug nicht grad sorgsam mit mir umgegangen bin. Das heisst zu den 30ml Pola, 1-2 FL. Schnaps am Tag, Bier ohne Ende und jede Art an Drogen die ich greifen konnte. Zu der Zeit sind meine Schwester und mein Vater gestorben, ich brauchte was oder alles um mich zu betäuben. Heute weiss ich, eines meiner größten Fehler.

Heute 2021 sitze ich mit meiner großen Liebe zusammen zu Hause und auch wieder im kalten Polamidonentzug. Nur ist diesmal der Unterschied, ich mache es Freiwillig, diesmal nur 9ml.Jeder hat Zweifel daran, ausser ich und das ist auch gut so. Ich war mir in meinen Leben noch nie so sicher und Felsenfest davon überzeugt es zu schaffen. Ich bin jetzt in der 3ten Woche und mir geht es relativ gut. Natürlich kommen und gehen die Symptome, vor allem Nachts. Und es macht viel, seht viel aus, wenn Du weißt das ist der Mensch neben Dir mit dem Du noch das restliche Leben verbringen willst. Daher es stimmt, jeder muss es wollen und dazu bereit sein, sonst ist alles zu scheitern verurteilt. Aber ich bin gewisse Dinge vorher schon angegangen, was jeder tun sollte. Ich finde es diesmal gegen damals wirklich noch aushaltbar, und ich hatte die 1woche nur Venlafaxin zur Hilfe, was anderes wollte ich nicht. Mittlerweile bin ich 43Jahre und ich hatte alles so satt, ich wollte das Pola nicht mehr....ich glaube bis sich ein Mensch so entscheidet muss man richtig viel Dreck gefressen haben im Leben. Wenn man immer im Leben durchs tiefe dunkle Tal muss lernt man oder man stirbt, und der Tod ist es mir nicht Wert. Hoffentlich konnte ich einigen Usern hier etwas helfen. Ich find eure Seite Klasse. 

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