Neuen Kommentar schreiben

Hallo,danke, dass Du Deine

Hallo,

danke, dass Du Deine Erfahrung hier teilst. Wir hoffen Du konntest Dich von dem schwierigen Erlebnis wieder gut erholen.

Mit 16 trifft man schon viele eigene Entscheidungen. Der Körper ist jedoch noch sehr mit der Entwicklung beschäftigt. In dieser Phase können vor (allem negative) Drogenerfahrungen langfristige negative Auswirkungen mit sich bringen.

Körper und Psyche sind in diesem Alter durchgängig damit beschäftigt, die Veränderungen im Körper und im Gehirn einzuordnen, neue Eindrücke zu verarbeiten, weitere Entwicklungsschritte einzuleiten und sich dementsprechend immer wieder neu zu sortieren. Einfach gesagt - es ist eh schon viel los. Da kann es leicht passieren, dass Drogenerfahrungen überfordernd sein können und man Angst bekommt.
4-5 Mal in der Woche ist auch schon ein sehr regelmäßiger Konsum und Du schreibst auch, dass Du schon mehrmals einen "Bad Trip" hattest. Wie es zu einem "Bad Trip" kommt, kann viele Ursachen haben. In den meisten Fällen hängt es mit einer Überdosierung oder mit einem ungünstigen Set (https://drugscouts.de/de/lexikon/set)  und / oder Setting (https://drugscouts.de/de/lexikon/setting) zusammen. Im besten Fall sind Bad Trips intensive Warnhinweise des eigenen Körpers und der Psyche, dass der Konsum Dir gerade (in dieser (Lebens-)Situation) nicht gut tut. Die meisten Menschen erholen sich von schwierigen Drogenerfahrungen wieder, doch es gibt auch Ausnahmen, bei denen die Betreffenden noch sehr lange mit negativen Nachwirkungen zu tun haben. Besonders bei regelmäßigem Konsum steigt dieses Risiko und andere Entwicklungsschritte (vor allem im Gehirn) können verlangsamt, geschwächt oder verhindert werden.

Dazu kommt, dass der Wirkstoffgehalt im Cannabis die letzten Jahrzehnte tendentiell gestiegen ist, sodass in manchen Fällen schon kleinste Mengen Gras sehr starke Wirkungen hervorrufen können. Mehr über die Wirkungsweise von Cannabis erfährst Du hier: https://drugscouts.de/de/lexikon/cannabis
Auch kommt es immer häufiger vor, dass Cannabis vom Schwarzmarkt oder auch CBD-Gras mit synthetischen Cannabinoiden versetzt wird und als normales THC-Gras verkauft wird. Synthetische Cannabinoide bzw. Räuchermischungen bergen teilweise extreme gesundheitliche bis lebensgefährliche Risiken. Näheres dazu kannst Du hier nachlesen: https://drugscouts.de/de/lexikon/r%C3%A4uchermischungensynthetische-cannabinoide

Auch wenn wir das Bedürfnis nach ausergewöhnliche Bewusstseinszustände nachvollziehbar finden, raten wir (sehr) jungen Menschen vom Konsum psychoaktiver Substanzen ab. Gib Deinem Körper und Deiner Psyche genug Zeit und Raum, sich zu entwickeln. Sei daher bitte vorsichtig, warte mit dem Konsum besser noch ein paar Jahre oder versuch ihn zumindest sehr stark zu reduzieren.
Unter der Rubrik "Konsumreflexion"  https://drugscouts.de/de/page/reflexion-des-drogengebrauchs gibt es ein paar Fragen und Tips, wie man den eigenen Konsum gut einordnen kann und wie erste Veränderungsschritte aussehen können. Vielleicht wollt ihr auch im Freund*innenkreis über Euren Konsum gemeinsam reflektieren.

Wenn Du dabei weitere Unterstützung benötigst, zögere nicht, eine Einrichtung Deiner Wahl zu kontaktieren. Auch Hausärzt*innen oder (Schul-)Sozialarbeiter*innen können eine Ansprechperson sein. Sie unterliegen der Schweigepflicht.

Wir wünschen Dir alles Gute!

Deine Drug Scouts

Plain text

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <p>
CAPTCHA
Diese Frage dient dazu festzustellen, ob Sie ein Mensch sind und um automatisierte SPAM-Beiträge zu verhindern.