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Krampfanfall und 6 Monate Fahrverbot nach "Kräutern"

Hallo,

ich halte mich kurz. Zu mir: 18 Jahre alt, seit ca. 2 1/2 Dauerkiffer und starker Raucher. Mit Chemie habe ich die eine oder andere Erfahrung gemacht (xtc, MDMA-Kristalle. Pepp habe ich ausprobiert aber wie der Rest reizt es mich nicht wirklich).

Als es in meiner Gegend zu einem Engpass kam und "nirgends was geht", ist man natürlich krampfhaft auf der Suche nach Gras, gerade wenn man ohne Gras die ersten paar Tage Probleme bekommt ein Auge zu  zu bekommen. Die meisten von euch werden das kennen, nehme ich zumindest an, wenn Ihr euch auf Drugscouts rumtreibt. Dieses "Craving", wie es anscheinend im Fachjargon genannt wird, hat mich dazu verleitet von einem Bekannten Kräuter zu kaufen, so ist der Szenename für Räuchermischungen bei uns in der Region.

Nunja, ich habe in meinem Leben 5 mal Kräuter konsumiert und bin 2 mal fast davon drauf gegangen. Einmal habe ich "nur" im Schlaf die schlimmsten Schmerzen meines Lebens erlebt und mein ganzes Zimmer voll gekotzt. Das andere mal war ich satte 45 Minuten am Krampfen, nachdem ich mir einen Bongkopf "Mr. Nice Guy" reingezogen habe. Geschätzte 32-33 Minuten, bis der Rettungsdienst vor Ort war und mich soweit für den Transport bändigen konnte. Nochmal 12 Minuten im Krankenhaus. "Praktscherweise" bin ich schon immer ziemlich Resistent gegenüber Schmerzmitteln und Muskelrelaxanten. Spannend bei einem Krampfanfall, der Rettungsdienst (übrigens außgerechnet meine Arbeitskollegen vom ASB) hat auch nicht schlecht gestaunt als ich nach nach 2 Spritzen Diazepan munter (schwächer) weiter gezappelt habe. Das Dormicum hat mich dann aber zumindest bis in die Notaufnahme ruhig gehalten. Dort habe ich dann anscheinend nochmal einer Krankenschwester in den Bauch "getreten" als sie mich schon fast Fixieren wollten/mussten. Ihr wurde aufgetragen mir einen Katheter zu legen, naja, das lässt sich mein Körper wohl trotz genug Seditiva für eine Viertle Fußballmanschaft nicht gefallen.

Ab dem Moment in dem ich meine Bong leer gezogen habe bis zu dem Zeitpunkt an dem ich am nächsten Tag im Krankenhaus wieder zu mir gekommen bin weiß ich nichts. Meine Eltern wurden zum Glück auf mich aufmerksam weil ich Rahmen meines Krampfanfalles wohl mehrmal animalisch aufgeschrien haben muss. Das ich mir nicht die Zunge beim Krampfen abgebissen habe ist auch mehr als nur ein glücklicher Zufall. Langzeit Schäden sind auch nur minimal vorhanden: Ich verwechsle häufig rechts und links, das habe ich früher nie. Weiterhin bin ich ziemlich tollpatschig geworden, mir fallen regelmäßig Zigaretten, in zwei Monaten schon zwei Bongs, Flaschen und sonstiges aus der Hand. Ab und an habe ich aus dem Nichts den Geruch von Kräutern in der Nase und mein Körper reagiert darauf mit Übelkeit und Unwohlsein. Dabei denke ich auch jedes mal an meinen Ersten "Zwischenfall" mit Kräutern zurück den ich ziemlich bewusst erleben durfte. Ich bin beim Zahnarzt und nach Op's schon immer größstenteils "immun" gegen örtliche Betäubungen gewesen und behaute auch von mir, bei Schmerzen nicht zimperlich zu sein. Doch mein erster Absturz auf Kräuter waren Schmerzen die ich bis dato nicht für Möglich gehalten habe.

Wer den Text bis hier hin gelesen hat wird sich vielleicht denken: "Der hat nur keine Ahnung wie er das Zeug zu Dosieren hat." o.ä der liegt fehl. Ich habe mir zwischen den Vorfällen auch schon weitaus größere Hits mit Kräutern zugetraut und auch ohne Probleme, wie bei Gras eben, das super vertragen. Auf Grund dieser Tatsache wurde ich auch wieder selbstbewusster mit dem Zeug. Wo das endete habt ihr ja gerade gelesen.

Der Vorfall hat nicht nur negative Seiten: Der Bekannte, der mir die Kräuter verkauft hat, ist mittlerweile mein bester Freund, weg von Crystal und hat aufgehört Kräuter zu konsumieren und zu verkaufen. Ich werde an das Zeug nichtmal mehr rangehen wenn ich wochenlang nichts anders bekomme und es mir á la Gruppenzwang angeboten wird. Es ist so ziemlich die Erste Droge bei der ich dn Konsum unter Kontrolle habe, denn ich habe ihn komplett eingestellt. Ich kann euch nur das Selbe ans Herz legen.

 

 

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