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20 Jahre Kiffen und 10 Jahre Alkohol

Hallo,

kurze und knappe Begrüssung nach vielen Gedanken.

Auch ich wende mich das erste Mal an ein solches Forum.

Wie die Antworten und Ratschläge ausfallen werden kann ich mir denken: mach eine Therapie.

Ihr habt Recht, ich selbst bin mir bewusst darüber aber ich habe Angst davor......

Es geht darum: Ich bin in einer suchtgeprägten Familie aufgewachsen. Diese Süchte umfassen alltägliche Drogen wie Nikotin und Alkohol, aber auch Cannabis und einige weitere Ausschweifungen (so ziemlich durch jede Generation, die ich kennengelernt habe) .Somit bin ich von Kindesbeinen an annähernd jeden Tag tief geprägt worden.

Diese Formen von Missbrauch sind eigentlich naheliegend, da zudem nicht erkannte/ nicht akzeptierte Zwangserkrankungen und andere Extreme vorliegen-- darüber zu berichten wäre wohl zu ausschweifend.

Ich bin also in eine Suchterkrankte Familie hinein geboren

Ich könnte wer-weiss-welche-Romane schreiben, aber ich versuche mich auf die Fakten meiner Problematik zu beschränken...

Das derzeitige Ausmass meiner geprägten Suchterkrankung sieht wie folgt aus:

Ich kiffe jeden Tag- mindestens 2-3 gramm Gras

Ich trinke derzeit jeden Tag mindestens 4-5 Flaschen Bier

(Ich bin weiblich, 165 gross und 50 Kilo leicht.... keine guten Voraussetzungen:-(....)

Das mit dem Kiffen geht jetzt seit fast 20 Jahren in diesem Umfang so.

Der Alkohol ist insgesamt schon länger da, aber seit etwa Zehn Jahren ebenfalls täglich in genanntem Ausmass....

Zigaretten rauch ich auch- meist als Ersatz, wenn ich nich kiffen kann. Weil mein Gras rauche ich so, wie andere Bonbons lutschen.

Finanziell krieg ich das ohne Schulden auf die reihe- alles gut

Derzeit akkumuliert die ganze Situation, da ich (nicht aus Drogengründen!!!!!) arbeitslos geworden bin- ich kann auch gut mal um zehn Uhr morgens mein erstes Bier trinken. N gramm hab ich dann auch schon weggeraucht. Ich werde nämlich immer früher wach, weil ich nicht ausgelastet bin....

AAAAABER:(!!!!!!!!!) wenn ich Arbeit habe, sieht das alles ganz anders aus: Dann rauch ich ein bis zwei Feierabendjoints und trinke zwei Bierchen...und alles andere fehlt mir auch nicht...

Dann bin ich der fleissigste und zuverlässigste Arbeitnehmer (obwohl ich vor der Arbeit kiffe!) und auch Privatmensch, alle mögen mich und wollen mit mir zu tun haben...??!!??

Leben gut, Konsum kacke

Zwischenzeitlich muss ich auch noch erwähnen, das ich eine wirklich schlimme Drogenkarriere zwischen 14 und 28 hinter mir habe, in der ich so ziemlich alle verbotenen Substanzen ausser Heroin in rauen Mengen (immer alles exessiv!) konsumiert habe.

Der Mischkonsum aus Cannabis und Bier wurde irgendwann zu einer, für mich in jener Phase mehr als akzeptablen "Ausstiegs-und ersatzdroge"- zudem ich bald erkannte, das ich wohl schon als Kind an dem sogenannten ADHS Syndrom erkrankt war (in den 80- ern kannte man dies nur nicht als solches) und sich diese Störung wohl im Erwachsenenalter fortsetzte und ich feststellte, das sich der Mischkonsum dieser natürlichen Substanzen positiv auf meine hibbelige Person auswirkte.

Ich liess also die Chemie sein und kiffte und trank Bier.

Das Leben lief von da an geordneter und normaler ab , als jemals zuvor. TOLL!!!...- wenn da nicht der Gewöhnungseffekt wäre:-(

Wie gesagt, ich kiffe im moment dauernd, und das viiiiiiele Geld dafür und die vielen leeren Flaschen, die sich in ein paar Tagen anhäufen erschrecken mich immer mehr. Und ich habe Angst um meine Lunge- ohnehin krebsbelastete Familie. Tja, wo soll das schon enden??????

Mal zusammenfassen:

Ich bin ja nich ganz doof.... warum ich schon vorgeprägt und da hineingestolpert bin weiss ich wohl.

Doof ist nur, das ich das so eigentlich gar nicht haben will, weil ich genug abschreckende Beispiele hatte.

Wenn ich arbeit hab, wird es besser, aber auf lange Sicht ist auch eine Reduktion scheisse- ich merke, das es gesundheitlich gaaaaaaaaaanz dringend ist, etwas zu unternehmen. Ich schaff das nicht alleine!!

35, Zeit, etwas zu verändern.....aber genau da ist das Problem:

Ich weiss, das nur noch eine professionelle Therapie helfen kann. Ich verstehe alle Zusammenhänge- medizinisch wie psychologisch- ich bin ein wissender Drogennehmer....Auch ohne Umfeld oder Drogenberatung.....

Aber ich habe Angst, vor der riesigen Veränderung, Angst davor diesen letzen Schritt zu gehen!! ALLES wird dann anders sein- mein Leben bis jetzt wird Erinnerung sein und ich muss dann ALLES anders machen. Ich werde mir andere Ansichten anerziehen müssen. Ich werde mich von wichtigen Menschen trennen müssen, die müssen mich da in jeder Hinsicht aufarbeietn- Ich muss mich komplett neu erfinden. WIE LANGE SOLL ICH DENN DA EINSITZEN? Wie schnell kann man wohl 35 Jahre mehr als durchwachsenes Leben (in JEDER Hinsicht) soweit therapieren, das man diesen Menschen wieder bedenkenlos und eigenverantwortlich in die freie Wildbahn entlassen kann????????

Dieser Weg scheint so unsagbar schwierig und unmachbar......

Aber wenn ich es nicht mache, hab ich mich in 10 Jahren totgekifft- geraucht- und gesoffen.....

Hilft ein Gang zur Drogenberatung da doch weiter?

Ich hab immer Schiss, das die mir sagen welche Probleme ich habe. Aber das weiss ich selbst... Ich brauche HILFE

Substanzen: 

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