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LSD Erfahrung

Zunächst kurz was zu mir: ich bin weiblich, 23 Jahre alt, konsumiere seit c.a 4 Jahren ecstasy und Speed, ab und an trinke und rauche ich was. Ich nehme c.a alle 3-6 Monate ecstasy, genauso Speed. LSD habe ich einmal genommen und werde es nach der nachfolgenden Erfahrung auch nie wieder tun.

Das ganze liegt nun schon über ein Jahr zurück. Ich war mit ein paar Freunden in einen von uns regelmäßig besuchten Klub der sich auf Goa/Psy und Techno spezialisiert hat. Wir saßen in einem Chill-Out Bereich in dem ruhige ambient Musik gespielt wurde. Alle, mich eingeschlossen waren gut drauf. Außer ein paar Bier hatte ich keine Drogen zu mi genommen. Ich fand LSD immer schon spannend, war durch diverse Berichte/Einträge und aufgrund von Erfahrungen von Freunden mit der Droge vertraut. Nur genommen hatte ich bisher noch nichts. Ich wollte es auf jeden Fall auch mal selber ausprobieren, aber ein überfüllter, dunkler Klub schien mir nicht der richtige Ort. Eine Freundin kam mit der Information zurück LSD besorgt zu haben und schlug mir vor, auch eine zu nehmen. Ich schlug aus den o.g Gründen ab. Die Freundin sagte, es sei "anderes LSD"(falls es das überhaupt gibt? oO) , dass man davon nur glücklich, aber nicht "trippig" werde. Ich hatte Bedenken, aber da die Freundin schon diverse Drogen probiert hatte, und auch LSD seit einem Jahr regelmäßig konsumierte nahm ich ihr eine halbe Pappe ab. Nach 30 Minuten setzte die Wirkung dann ein, zunächst in schöner, positiver Form. Ich und die Freundin saßen auf einer Bank im Chill-Out, der Raum war in grünes Licht getaucht, fluoreszierende Farben und Bilder hingen an den Wänden. Die Farben waren intensiver als sonst, ich hatte das realistische gefühl nicht nur auf einer Bank, sondern auf einer Bank auf einem Elefanten durch einen Dscbungel Safari zu machen, nur beobachteten wir Farben statt Tiere. Die Freundin schaute auch neugierig nach rechts und links und hatte einen Strohhut auf, was die Empfindung noch verstärkte. Irgendwann kündigte sich eine Übelkeit an, die sehr schnell zunahm. Ich wusste, dass der Trip eine Wendung bekommen würde, würde ich nunnaus der Situation rausgehen. ich konnte nicht länger gegen die Übelkeit ankämpfen, weshalb ich auf die Toilette musste. Die Toilette war vernebelt, wegen des Temperaturunterschiedes zwischen ihr und dem Floor auf dem es warm war. Kondenswasser lief von den Wänden. Ich hörte meinen Atem furchtbar laut, und ich hatte plötzlich Angst, große Amgst, da ich absolut nicht auf einen Trip vorbereitet war. Ich übergab mich mehrmals und verließ dann die Toilette um mich wieder zu meinen Freunden zu begeben. Ich dachte, wenn ich laut ausspreche dass es mir gerade physisch und psychich nicht gut gehe, würde sich das ganze tatsächlich zu einem Horrortrip entwickeln und so versuchte ich mich auf die Musik, auf die Farben und die mir vertrauten Menschen zu konzentrieren. Mit den Stunden wurde es immer schlimmer, weiterhin musste ich mich auf der Toilette übergebem, ich schwitzte und fror gleichzeitig. Das Gewiter aus Musik und Lichtern verursachte eine große Reizüberflutung mit der ich stark überfordert war. Ich wollte aber nicht allein sein. Ich war es dennoch, meine Freunde tanzten vor mir auf derm Floor. Ein Mann sprach mich an, freundlich aber deutlich sexuell interssiert was dazu führte dass ich die Selbstbeherrschung die ich unter diesen Umständen die Minuten vorher aufgebaut hatte schlagartig verlor. Zum Glück kamen wenig später zwei Freunde (darunter die, die mir die Pappe gab) und gingen mit mir nach draußen. Es war nicht vollkommen dunkel, aber ich sah nichts außer Fratzen. Die Fratzen waren die Gescihter meiner beiden Freunde rechts und links von mir, die sich immer dann gruselig verzogen wenn ich sie nicht direkt ansah. Ich wusste zu jedem Zeitpunkt, dass alles nicht echt war, aber das Gefühl, die Panik nahm mir dieses Wissen leider nicht. Ich hatte Todesangst. geschichtem von Leuten die hängen geblieben sind schossen mir durch den Kopf und ich beschloss die Party zu verlassen und zu meiner Freundin zu fahren. Ein klein wenig Trost erfuhr ich durch eine Scheibe Toast, die mir eine Freundin beim Abschied in die Hand gedrückt hatte: Ich bekam zwar kein Bissen runter, aber es fühlte sich so weich und irgendwie beruhigend an, total verrückt aber in diesem Moment war die weiche Scheibe Toast in der Hand das einzige das mir nichts anhaben konnte. Ich fuhr mit dem taxi, die fahrt verging wie im Flug. Der Weg vom Taxi zum Haus meiner breits informierten Freundin kam mir ewig vor. es waren nur wenige meter aber in meiner Empfindung dehnte sich das alles zu einem eigenen Raum/zeit Kontinuum aus, es war als würde ich ewig durch ein eigenes Universum marschieren.  In der Wohnung meiner Freundin legtem wir uns hin, sie umarmte mich aber es war, als würde mich totes Fleisch anfassen. Meine Gedanken waren seltsam mehrschichtig, ich kann es nicht mehr genau beschreiben, die Gedanken hatten rückblickend keinen logischen Zusammenhang aber zu dem zeitpunkt fassten sich alle meine absurden Gedanken zu etwas großem einzelnen, bedrohlichem zusammen. Ich sah Bilder die ich wie Filme wahrnahm, es war schrecklich, das alles zu fühlen, ohne sich "ausschalten" zu können. Ich kämpfte die ganze zeit, 5 Stunden lang gegen etwas an, versuchte mir zu sagen dass alles ok ist, ich versuchte mich treiben zu lassen, sagte mir dasss ich die Erfahrung intensiv spüren müsse da es das letzte mal sein würde. Ich hatte Angst zu schlafen, dachte danach hätte ich den Kampf, gegen was auch immer garantiert verloren. nach c.a 6 Stunden spürte ich dass alles zwar noch beängstigend aber nicht mehr so "laut" in meinem Kopf war. Es lief schöne Musik, es war als würden die Töne, die Wellen, ein Wettlaufen machen, sie verschlangen sich ineinander, verliefen mal parallel mal in völlig anderer Richtung. Jeder Ton versuchte auf seine Art das "Ziel" zu finden, das war echt verrückt. Das LSD genommen hatte ich an einem Freitag bzw an einem Samstag gegen 1 Uhr morgens. am Samstag gegen 16 Uhr war das schlimmste überstanden, Samstag Abend um 10 fühlte ich mich immer noch nicht ganz normal aber ich hatte keine Angst mehr. Ich schlief endlich ein. Rückblickend ist es eine gewaltige Erfahrung die ich als intensivste aber auch schlimmste in meinem Leben empfinde. Ich würde sie nicht missen wollen, ich würde sie aber auch kein zweites Mal erleben wollen. Auch wenn ich zu jedem zeitpunkt wusste, dass alles nur Einbildung, und meine eigenen wenngleich abstrusen gedanken sind verminderte dies nicht die Panik, das gefühls des vollkommenen Überfordert-seins in seinem eigenen Körper. Es war wahnsinnig dumm eine psychoaktive Droge in einem rahmen zu nehmen in dem ich bereits zuvor wusste dass dierse nicht geeignet ist und rate jedem davon ab LSD in einem Klub mit einem ungutem Gefühl zu nehmen weil er quasi dazu überredet wurde.

Substanzen: 

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