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Krasse Halluzinationen durch Ecstasy

 

Moin! 

In diesem Tripbericht geht es um eine ungewöhnlich halluzinogene Erfahrung mit MDMA bzw. Ecstasy. MDMA wird meist als eine Droge beschrieben, die wenig bis gar keine Halluzinationen auslöst; das ist allerdings nur halb wahr, denn besonders in hohen Dosen und in Verbindung mit Cannabis oder Schlafmangel hat diese Substanz ein unglaubliches visuelles Potenzial, welches ungeübte Tripper schnell verwirren und beängstigen kann - weswegen ich auch diesen Bericht mit euch teilen möchte.

Vorab erstmal etwas zu mir : Ich bin 18 Jahre alt, männlich, rauche täglich Tabak und fast täglich Marijuana, konsumiere an Wochenenden (1P-)LSD, MDMA (kristallin & in Pillenform), Speed und Alkohol; des Weiteren habe ich schon Erfahrungen mit DXM, Hawaiianischer Baby-Holzrose, 4-AcO-DMT, Salvia, 2C-B und Codein. Etwa diesen Erfahrungsstand hatte ich auch zum Zeitpunkt des Trips.

Die Geschichte fängt damit an, dass einige meiner Freunde und ich eines Abends Lust auf MDMA bekamen. Wir konsultierten also unseren Dealer, und holten uns einige Pillen. Soweit ich mich erinnern kann, waren die Pillen gelb und in Form von Legosteinen gepresst. Laut Dealer enthielten sie ca. 200 mg MDMA. Ich als schon etwas geübterer MDMA-Konsument gönnte mir also eine ganze Pille an dem Abend (macht das auf keinen Fall; ich hatte Glück, aber eine ganze Pille zu schlucken kann auch extrem in die Hose gehen).

Wir nahmen das Ecstasy ca. gegen Mitternacht, und gönnten uns danach erstmal etwas Mucke in unserem kleinen Privat-Boiler-Room. Ein freudiges Vorgefühl hatte ich den ganzen Abend schon gespürt, jetzt wurde es noch intensiver, blieb während des Tanzens aber auf jenem Level, auf welchem man sich nicht sicher ist, ob die Substanz schon wirkt, oder nur der Placebo-Effekt am walten ist. Als ich mich dann, erschöpft vom Tanzen, hinsetzte, begann urplötzlich die Pille. Die Wirkung überrollte mich mit einer unglaublichen Intensität. Ich stürmte in einen anderen Raum und schmiss mich in einen gemütlichen Sitzsack. Das Serotonin war körperlich spürbar; mein ganzer Körper fühlte sich wunderschön an, ich war rundum zufrieden. Die Stimmen der anderen im Raum klangen plötzlich weicher und gedämpfter und auf Tanzen hatte ich erstmal gar keine Lust.

Ich verzog mich relativ schnell mit zwei, drei anderen Leuten, von denen eine auch auf MDMA war, in einen kleinen Raum, und wir kifften erstmal eine Runde. Ich begann, mit meiner Mittripperin herumzuschmusen (es lief nichts sexuelles zwischen uns ab), Berührungen fühlten sich sensationell an, und wir redeten über Dinge, über die ich sonst niemals mit einer Person reden würde (teilweise plauderte ich auch Dinge aus, die ich nüchtern gern für mich behalten hätte). Ich fühlte mich wunderbar, und retrospektiv muss ich sagen, tat es dennoch sehr gut, über bestimmte Sachen einfach zu reden, besonders auf einem Zustand, in dem man praktisch nur zur Empathie fähig ist. In diesem Zusammenhang kann ich das therapeutische Potenzial von MDMA nur bestätigen. Bemerkenswert während dieser Erfahrung fand ich, dass ich überhaupt keine Lust auf Bewegung hatte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit und langen Gesprächen wechselten wir den Raum, zu unseren anderen Mittrippern, die bereits heavy am Kiffen waren, wo wir natürlich freudig mitmachten. Nach einer Weile schloss ich die Augen und bemerkte gestochen scharfe, sehr bunte und sehr greifbare CEVs mit sehr unterschiedlichem Inhalt, meist sinnlos durcheinandergewürfelte Szenen. Mit offenen Augen konnte ich auf dunnklen Flächen ein buntes, sich andauernd veränderndes geometrisches Muster erkennen.

So weit, so gut : Diese Effekte waren mir nichts neues; eher sind sie bei mir die Regel beim Mischkonsum von MDMA und Gras. Dann kam jedoch mein Heimweg, ca. gegen vier. Zuerst bemerkte ich, dass mir ziemlich kalt war, und ich ziemlich erschöpft. Dann verwechselte ich andauernd Laternen, Poster, Zäune etc. mit Menschen - auch das war nichts neues für mich, jedoch klärten sich die Halluzinationen wesentlich langsamer auf als sonst. Ich musste erst sehr genau hingucken und viel näher an die Scheinmenschen herangehen, um den Irrtum meiner Augen zu erkennen. Dann, als ich in einen dunkleren Teil meines Heimwegs antrat, wurden die Halluzinationen logischerweise wesentlich krasser. Plötzlich fing der Boden an, sich unglaublich schnell zu bewegen und vor meinen Augen zu verschwimmen. Das geometrische Muster hatte inzwischen mein ganzes Blickfeld eingenommen. Ich sah in der Dunkelheit plötzlich eine Schranke, die auf meinem Heimweg eigentlich später kommen sollte, und als ich durch sie hindurchlief, löste sie sich in leuchtenden Staub auf.

Endlich zu Hause angekommen, hatten sich die geometrischen Muster auf dunklen Flächen so sehr verstärkt, dass z.B. offene Türrahmen aufgrund der stärkeren Dunkelheit im dahinterliegenden Zimmer grün leuchteten, also je dunkler der Hintergrund, desto grüner und leuchtender das Muster. Schließlich schlief ich erschöpft ein.

Die körperlichen Nebenwirkungen des XTC waren besonders gegen Ende stark zu spüren : Todeskauflash, Augenflimmern, unbewusstes Grimassenschneiden etc... Auch die Nachwirkungen am nächsten Tag hatten es in sich. Ich war unglaublich kaputt und mein Kiefer hat so sehr weh getan, dass ich kaum etwas essen konnte. Deswegen rate ich auch dringend vom Konsum einer ganzen Ecstasypille ab!

Peace Out

(P.S. : Ich bin ziemlich mir sicher, dass die Halluzinationen vom MDMA im Ecstasy herrührten, und nicht von eventuellen anderen Substanzen, da Recherchen gezeigt haben, dass diese teilweise deliranten Effekte gar nicht so ungewöhnlich auf MDMA sind. Außerdem kenne ich die Kombination Psychedelika + MDMA, sie fühlt sich einfach anders an.)

 

Substanzen: 

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