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Rechtsschutz

Wenn ich sowas schon lese. Hier muss erstmal Aufklärungsarbeit betrieben werden. Viele Menschen haben heutzutage eine Rechtsschutzversicherung und möchten diese auch in Anspruch nehmen, wenn sie Beschuldigter in einem Strafverfahren sind. Allerdings ist es keinesfalls so, dass beim Vorwurf einer Straftat immer die Rechtsschutzversicherung zahlt, eher das Gegenteil ist der Fall.

In aller Regel gibt es eine Deckungszusage nur bei Fahrlässigkeitstaten. Dies sind beispielsweise Fälle von fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr. Sollte sich später im Verfahren herausstellen, dass die Tat doch vorsätzlich begangen worden sein, so wird die Rechtsschutzversicherung eventuell schon gezahlte Rechtsanwaltskosten von Ihnen zurückverlangen.

Bei Delikten, die nur vorsätzlich begangen werden können, besteht grundsätzlich kein Versicherungsschutz. Das bedeutet, dass bei Vorwürfen wie Diebstahl, Betrug, Unterschlagungen, Verstoß gegen das BtmG, die Rechtsschutzversicherung die Kosten für einen Rechtsanwalt nicht übernehmen wird. Sehr viele Delikte aus dem Strafgesetzbuch sind nicht mitversichert und die Rechtsschutzversicherung nützt leider rein gar nichts.

Einige Versicherungen bieten eine sogenannte „Spezial-Strafrecht-Rechtsschutz“ Versicherung an. Bei dieser Art der Versicherung werden in der Regel die Kosten beim Vorwurf einer Vorsatztat übernommen. Es darf allerdings später nicht zu einer Verurteilung kommen, sonst besteht ein Rückforderungsanspruch des Versicherers

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