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Geblendet im ewigen Spiegel der Selbstreflexion und der vermeintlichen Weisheit von (ewige Liebe Teil 2)

Friedlich meine Wange entlanggleitend, eine Träne, ich öffne die Augen, vor Helligkeit erblindet, die Uhr, der Zeiger dreht Rückwärts, ich, sichtlich verwirrt. Den Stift in der Hand, ein zweites mal, nicht das letze mal, notwendigerweise. Es schien überwunden, die Illusion war perfekt, ich habe mich von ihr getrennt, sie vergessen, sie abgestoßen. Ich war stark, viel Zeit verging, ich änderte mein Leben, ich änderte alles, ich änderte nichts. Sie ist da, sie ist zu Besuch, sie will mich, wieder, ich weiß es. Im Gewand ihrer kleinen Schwester, unbemerkt, wie ein Löwe auf der Jagd, herangepirscht, nutzte jedes Mittel zur Tarnung und Täuschung, ein Meisterwerk. Ein langer Plan, fast Erfolgreich. Doch. Ich erkenne die List. Die Gedanken schweifen ab, es überkommt meinen Nacken, ein vibrierender schwall Gänsehaut, Neuronale Störung oder Schlafmangel, ein Kuss der Realität, kalt aber zart. Vollendet und Zerbrochen in der Polarität meiner Gleichnisse. Mein Antlitz, verkümmert, im Anblick des vor mir liegenden Spiegels. Kalter Schweiß von meiner Stirn, tropfend in meine Augen, es brennt, eine Erinnerung zu blintzeln. Die Nase verstopft, das Atmen fällt schwer, Druck auf der Lunge, Druck im Brustkorb, Druck im Körper. Meine Gefäße, mein Herz, höchst überlastet, bereit für eine Pause, bereit für eine Veränderung. Nebukadnezar klopft an der Tür. Altes vergeht, neues tritt empor. Was ist bloß geschehen? Erinnerungen schwinden, gerade Geschehenes verwelkt im Moment der Euphorie. Die Vergänglichkeit ist überall sichtbar. Wer bin ich. Wer war ich. Was bin ich, was nicht? Mein Ich löst sich auf, vom Nebel des Tabaks getragen, in die nächste Stufe der Erleuchtung, auf direktem Wege wieder zu Ihr. Ein Wagnis, die Folgen vorhersehbar, doch nicht veränderbar. Zu tiefst geprägt. Ich will nach links, und nach rechts, stets mit Gewalt, gegen mich selbst, ich kann mich nicht entscheiden. Übrig bleibt das oben oder unten, Himmel oder Hölle. Schwarzweiße Gedanken treffen auf eine bunte Welt. Mit einem Bleistift ausgestattet, schattiere ich die Welt, in verschiedenste Grautöne. Buntstifte liegen neben mir, alle erdenklichen Farben, ich müsste nur nach ihnen greifen. Schade, zu einfach um es zu verstehen. Zu einfach um es einfach zu tun. Ein Entzug der Schöpfung, begleitet mit fatalen Folgen. Bereit mich abzukapseln, bereit es liegen zu lassen, bereit es zuzulassen, stets auf der Suche nach Energie. Losgelöst von der Erde, in eine Traumwelt reingeboren, Indoktriniert, dogmatisiert und verurteilt. Es ist eine Lüge, es war schon immer eine Lüge. Warum erkennen wir es nicht, warum erkennen wir nicht unsere Macht, warum erkenne ich nicht Meine Macht, es ist doch so einfach nach den Buntstiften zu greifen. Jede Sekunde, Jeder Augenblick, ein Geschenk Gottes. Zu Schön um es zu schätzen, zu schön um zu begreifen um was es geht. Die Täuschung ist allgegenwärtig, es ist ein Spiel des Teufels, im Gewand meiner ewigen Liebe. Und deiner Liebe. Ich, ausserhalb von Raum und Zeit, keine Emotionen, keine Wünsche, keine Träume. Mit Spiegel und Röhrchen bewaffnet, springe ich in die aktuelle Zeit und beginne mit der zerstörung der Welt. Wechsel meine Realität wie Zigarettenfilter. Hochbegabung oder ein zerstörter präfrontaler Kortex begleitet von einem angerissenen Hippocampus. Wiederkehrende Missempfindungen am gesamten Körper könnten meine Vermutungen bestätigen. Ich sehne mich nach Heilung, geistige, körperliche. Eine alte Seele in einem jungen und geschundenen Körper. Ein Vermächtnis aktuellster und vergangener Geschehenisse. Selbstmitleid, ein Fremdwort geworden, Eigenverwantwortung zu weit weg. Selbstzerstörung Allgegenwärtig. Der Kontext, wohl eine Illusion. Hier am Scheideweg angekommen. Die Karten wurden gemischt, sie liegen bereit, sie warten darauf gespielt zu werden. Bald, sehr bald. Jedoch noch nicht. Ich habe noch die Wahl. Doch ich muss mich entscheiden, muss mich von der Prokrastination lösen. Lass ich es zu, oder gehe ich. Ich weiß, jeder Weg, wird richtig sein, denn jeder Weg hat seine eigene Bedeutung. Dies zu erkennen, hier in diesem Leben, eine wahre Kunst. Ich habe die Wahl, wir haben die Wahl, jeder Moment, eine Entscheidung, jede Entscheidung, ein neues Leben. Konstruktiv oder Dekonstruktiv. Zerstören oder Aufbauen. Leben oder nicht Leben. Ziehen oder lassen. Wir meinen das gute vom Bösen zu unterscheiden, meinen das richtige zu tun. Streben nach Ordnung und Sicherheit, doch all das ist streben nach Illusionismus. Subjektiv gestalten wir nach bekannten Maßstäben unsere Welt. Wir hinterfragen nicht, wir funktionieren einfach. Ein einzelner Schrei, verstummt in der wütenden Herde. Es ist so schön, es ist so Falsch, Melancholie, mein treuer Begleiter. Weglosigkeit breitet sich aus, gefangen im ewigen Wechselbad der Gefühle. Rastlosigkeit und Ratlosigkeit verwogen mit dem ALL ein sein. Jeder Versuch von Konzentration, endet im Chaos. Das ewige Chaos, durchtränkt von jeder Zelle meines Körpers. Es Bedarf unfassbare Energie. Energie... Ein Begriff mit Fremdwortcharakter. Die Zeit vergeht. Hypnotische Musik gleitet aus den Lautsprechern, ich bin alleine, doch ich höre jemanden flüstern, träume ich? Sie spricht leise und unverständlich. Jetzt, nun, hängt es von mir ab ob ich ihr Zuhöre und ihr Wort Gewicht verleihe oder sie ignoriere. Doch eines steht fest, wahre Liebe ist ewige Liebe.

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