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So wie du dich und deine

So wie du dich und deine Erfahrung beschreibst, könnte man fast 1:1 meine letzten 3-4 Monate bzgl. Speed zusammenfassen.

Jedoch mit ein paar Unterschiede wie z.B: das ich den Stoff von meinem Stiefvater bekommen hatte, der selber nicht mehr drauf klar kam und inzwischen ne Stufe höher bin und bei seinem Ticker schon holn darf und andere unwichtige Details.

Ich hab auch ein allgemeines Interesse an Drogen und hab mich auch schon gut durchgetestet. Angefangen mit 14 der erste Joint, mit 16 Täglicher Konsum (3 Jahre lang, im letzten Jahr kam ich auf 8g am Tag), mit 15 das erste mal MDMA, dann kam die Medi-phase mit diversen Antidepressiva, Opiate usw. (Palladon, Oxycodon, Tillidin, Morphin, Citalopram, Medikinet, Tramadol, Flunis - 5 Monate lang Täglicher Konsum) komischerweiße ohne Abhängigkeit. Irgendwann waren die Medis aus und damit auch das Thema durch. Dann gings mit Speed los. Das seit 4 Monaten ca. (Kaum Erinnerungen mehr an die Anfangsphase). 

Ich seh in Speed großes Potential für mich, jedoch auch ein großes Risiko. Mit 11 ungefähr erkrankte ich an einer mittelgradigen Depression und mit 13 zusätzlich an einer Sozialphobie, Generalisierte Angststörung und Panikstörung. Einiges durfte auch nicht Diagnostiziert werden zu dem Zeitpunkt, weil zu jung. Trotz 5 Stationären Therapien, 3 Ambulanten und einer Medikamentösen Therapie half nichts. Irgendwann kam ich zu Gras, welches mir half mit den Depressionen umzugehen und es ein wenig linderte, was jedoch schnell ins Negative ging und Angstattacken auslöste. War aber schon von Gras abhängig und fing an mich zu Isolieren. In den 3 Jahren gab es nicht einen Tag an dem ich nicht gekifft hab, egal ob ich vor hatte andere Substanzen zu nehmen oder nicht. Meist wurd eh alles einmal queer miteinander getestet. Mischkonsum deluxê.

Ich hatte vorm Kiffen schon kaum Antrieb oder Emotionen gezeigt. Durchs kiffen leicht verbessert gehabt, dann hat es sich doppelt so hart verschlimmert. Durch speed jedoch war das alles auf einmal gar kein Thema mehr. Da seh ich das Risiko und Potential drin. Depression war mit den ersten Paar lines weg mit nachhaltigem Effekt. Mein Antrieb war extrem gesteigert sowie Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Stimmung. Dabei ist Klar das, dass keine Nachhaltigen Effekte waren und der Antrieb sich in den ersten 3 Tagen nach 7 Tage durchballern, sogar wie bei Gras ins Extreme verschlechterte. Doch mit Saferuse ist das ganz gut in den Griff zu kriegen. Ich fing dann an ein Paar Monate täglich was zu nehmen und hörte tatsächlich mit dem Kiffen auf, was mir sonst immer schwer fiel. Ob suchtverlagerung oder nicht, kann ich nicht genau sagen. Wenn ich mal kein Speed bekomme, hab ich nicht so ein starkes Verlangen danach wie bei Gras bzw. generell kein Verlangen. Es ist aber ein echt gutes Gefühl, mal so Wach zu sein und Klar im Kopf zu sein. Das einzige Problem dabei ist nur, das der Körper das auf Dauer nicht gut mitmacht und das Umfeld sowas nicht gerne sieht. Auf Speed kommt mir das so vor als wäre ich dann genauso "normal" wie alle anderen, was Leistung und Antrieb anging, was aber nicht heißt das ich es bräuchte um so zu sein. Ich habe viel durch Speed gelernt und die Positiven, Psychischen Veränderungen weitgehend Stabilisiert, so dass es auch ohne geht und baller mittlerweile nur noch am Wochenende einfach weils mir lieber ist als irgendwas anderes. Andere gehn in den Club und Saufen, ich baller mir n Paar lines und Arbeite an mir und geh spazieren oder so, je nachdem auf was man so bock hat.

Sachen die ich von der Wirkung her feststellen konnte waren: Subtile Veränderung der Stimmung (Keine Euphorie aber gute Laune), gesteigertes Redebedürfniss was je nach Dosis gut Steuerbar ist, leicht Extrovertiert, je nach Situation leicht Reizbar aber auch gute Kontrolle über meine Emotionen, bin ein Aggressiver Mensch was ebenfalls gesteigert wird was weniger gut ist, hab aber kein Kontrollverlust oder Impulskontrollstörung, wenn Gedanken dann sehr Klare (Meist denk ich gar nicht wenn ich geballert hab, oder nur gezielt), je nachdem wie lang man Wach ist stark vergesslich oder Erinnerungen nicht bewusst abrufbar, Kurz- Langzeitgedächtnis gestört, Die typischen "Lange-Wach-Hallus", Emotionale Kälte bzw. Distanz, nicht mehr Gestresst sondern auch Entspannt, Konzentration ist mal gut mal schlecht, das hab ich noch nicht ganz gerafft. Manchmal so Konzentriert das ich wie in nem Tunnel bin, manchmal aber auch so unkonzentriert das ich, um mir ne Line zu legen eine halbe Stunde brauch. Anfangs noch Starke Puls veränderung, teilweise mit 210 schläge/m. Blutdrunk geht meist runter wodurch er manchmal zu niedrig wird und mir beim Aufstehen Schwarz vor Augen wird. Anfangs Gewichtsreduzierung durch Wasserverlust, dann langsam Zunahme. Manchmal das Gefühl die Zeit vergeht für mich langsamer, Kein Tatendrang oder Bewegungsdrang und man kann einfacher mit schlechten Situationen umgehen, ob das verdrängung ist weiß ich nicht bzw. kann ich nicht genau feststellen. Jedoch nicht so schlimm Belastend. Man hat einfach seine Gedanken selbst nach dem Konsum gut im Griff.

Es wirkt auf mich wie der Ausgleich den ich brauche, aber nicht will. Sonst würd es ja bedeuten ich wäre schon Abhängig oder? In meinen Augen eher wie das Starthilfekabel für einen guten Neuanfang. Ich denke jedoch, dass es auch genau so schnell nach hinten losgehen kann, hab davon bisher aber noch nicht viel gemerkt. Wäre es 100% pur der Stoff ohne zusätze und mit weniger Nebenwirkungen, wäre es die perfekte Droge für den täglichen Gebrauch.

Ein Tipp den ich noch geben will, den ich bisher so gut wie nirgends gelesen hab: Achtet bei der Ernährung nicht nur auf Vitamine und Mineralien, sondern auch auf Aminosäuren. Dadurch hat der Körper immer genug um die Botenstoffe nach zu produzieren und genug Eiweiß zusich nehmen, damit sich keine Muskeln abbauen bzw. nur minimal. Am besten eigenet sich dafür Whey, da ist alles drin inkl. Kohlenhydrate und ein paar Kcals + Flüssigkeit

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