Neuen Kommentar schreiben

Überdosis MDMA führte zum Horrortrip und Horrorkater!

Hallo, ich bin weiblich, 17 Jahre alt und hatte vor kurzem eine Mdma Erfahrung, die mich wohl dazu gebracht hat, nie wieder illegale Drogen zu konsumieren. Ich bin kein erfahrener Konsument von MDMA und gehe sonst eigentlich sehr gewissenhaft mit Drogen um. Ich muss vorher sagen, dass ich eine sehr schwer geschädigte Psyche habe. Es handelt sich wohl un etwas depressives, posttraumatisches und psychotisches, aber eine genaue Diagnose habe ich nie bekommen, da ich Therapien und Psychiatrieaufenthalte immer sehr schnell abgebrochen habe.

Nun gut, kommen wir zum eigentlichen. Ich beschloss, mit meinem Partner Mdma zu nehmen, alleine und entspannt zuhause. Das war mein 4. Mal, dass ich Mdma konsumierte und das letzte Mal war etwa 2 Monate her. Ich bin also unerfahren mit dieser Substanz, außerdem jung und anscheindend ziemlich verantwortungslos. Wir haben 5 Teile und 2 Gramm Cannabis gekauft, ohne zu wissen, welche Menge Mdma in den Tabletten enthalten ist. Als wir die Dinger dann hatten und im Internet schauten, wie viel Wirkstoff enthalten ist, hielt uns das nicht ab, sie einzunehmen. 2 von denen hatten etwa 240mg Mdma, die anderen 3 280mg. Wir nahmen beide die 240mg Teile ein und bereits nach 20 Minuten hatten wir riesige Pupillen und ein ziemlich gutes Gefühl. Wir redeten viel, hatten Sex, haben uns geliebt, hörten Musik u.s.w. Es war sehr angenehm.

Etwa 2 Stunden später kam ein Freund vorbei, mit dem wir ein wenig gequatscht haben. Ich habe bereits nichts mehr von den Unterhaltungen verstanden, weil ich schon viel zu verpeilt war. Ich fing an, in dem Gesicht von ihm viele bunte Farben, Muster und Bilder zu sehen, die sich bewegt haben. Ich schaute mich im Raum um und bemerkte, dass ich auch in den Wänden überall Mosaikmuster sah, die sich bewegten. Auch das empfand ich als angenehm, da ich mit Halluzinationen und Optics sehr vertraut bin. Ich habe gelegentlich Psychoaktive Substanzen konsumiert und auch bei reinem Cannabiskonsum bekomme ich häufig Optics. Also entspannte ich mich und redete mit meinem Freunden über das was ich sah.

Nach 1-2 Stunden nahmen wir das nächste Teil mit 280mg. Ab da war ich eigentlich schon komplett weg. Ich sah die Realität nicht mehr, befand mich in ganz anderen Welten und wenn ich kurz wieder aus den Trip geschmissen wurde, indem mich jemand ansprach, sah ich überall Muster, überall Menschen, hörte merkwürdige Geräusche etc. Ich sah einmal aus dem Fenster (ich blicke von unserer Wohnung aus auf ein Altenheim und ein Haus mit Balkons) und sah vor dem Altenheim eine riesige Kapelle, mit Trompeten und Trommeln und auf den Balkons waren Menschen die sich unterhielten. Ich wusste nicht, dass das nicht sein kann, da es mitten in der Nacht war. Aber glauben konnte ich es auch nicht. Ich zündete mir eine Zigarette an, um mich zu entspannen. Ich zündete sie falschrum an. Ich versuchte, mir eine andere Zigarette zu nehmen. Ich zündete eine leere Zigarettenhülse an. Ich geriet in Panik, die ganze Zeit schon, aber ich bemerkte erst jetzt, wie mich die ganzen Reize überfluten. Ich hechelte die ganze Zeit unglaublich schnell und konnte nicht damit aufhören. Etwa 8 Stunden lang hechelte ich wie ein Hund, weil ich so in Panik war. Manchmal vergaß ich auch, dass ich Angst hatte, aber ich hörte nie auf, so zu atmen. Etwa 2 Uhr nahm jeder eine Hälfte des letzten Teils, wir pulverisierten es und zogen es durch die Nase. Danach ein paar Bonghats. Nun hatte ich in etwa 700mg Mdma intus. Ich schwitze unglaublich stark, ohne es zu bemerken. Aber mein ganzes Gesicht war rot.

Ich driftete wieder komplett aus der Realität. Ich befand mich in einem bunten Süßigkeitenland und aß Lakrite. Als sich die Lakritze in meinem Mund befand, wachte ich aus diesem Trancezustand wieder auf. Ich habe eine angezündete Zigarette gegessen. Ich kam überhaupt nicht darauf klar, dass ich gerade einfach eine Zigarette gegessen habe. Ich finde es bis heute sehr merkwürdig.

Ich geriet nur noch mehr in Panik und wusste, dass das nicht normal sein kann. Ich atmete unglaublich schnell und hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Ab da war wirklich alles verrückt. Ich und mein Partner, der Freund war bereits weg, schauten uns nur noch an. Er sagte, dass ich die ganze Zeit hin und her geschaut habe, ich habe das aber nicht mitbekommen, da ich zu sehr auf meine Atmung und diese ganzen Halluzinationen fokusiert war. Wirklich alles bewegte sich, formte sich zu Bildern und Mustern, wirkte so real und kam wie in einem 3D Kino auf mich zu. Irgendwann waren wir im Bad. Er saß auf der Toilette und ich saß in der Badewanne. Über Stunden sahen wir uns genau so an, er auf Toilette, ich in der Badewanne. Ich konnte einfach nicht glauben wir er aussah und es machte mir Angst. Seine Augen verformten sich ununterbrochen, wurden riesig, wurden winzig, waren nur ein schwarzes Loch oder sahen einfach nur abstrakt und komisch aus. Irgendwann gingen wir ins Bett, wechselten ein paar Worte und starrten und weitere Stunden an. Etwa um 7 Uhr schliefen wir dann ein.

Als ich aufwachte, befand ich mich im schlimmsten Zustand, den ich je hatte. Mir tat alles weh, meine Lunge schmerzte unglaublich, ich atmete immernoch panisch und erlebte immer wieder Atemaussetzer und Todesangst. Meine Zunge war verbrannt von der Zigarette und mein Hals tat sehr weh. Außerdem hatte ich die ganze Zeit Muskelzuckungen in den Beinen, wahrscheinlich durch die extreme Unruhe in mir. Ich schlief fast den ganzen Tag und wenn ich nicht schlief, dann litt ich unter Schmerzen, Scham, Traurigkeit und Verzweiflung. Am nächsten Tag ging es mir, vor allem psychisch noch schlechter. Ich wachte auf und gleich schoßen mir Bilder und Gedanken in den Kopf die mich einfach nur fertig machten. Ich dachte an die Bilder die ich gemacht habe, als ich drauf war. Die ich an Freunde geschickt habe. Ich schämte mich so unglaublich sehr dafür! Dieses Schamgefühl war so unerträglich, dass ich mich für Stunden in die Embryostellung begab, laut wimmerte, überall zuckte und Todesangst wegen meiner Atemnot und meinen Atemaussetzern hatte. Ich jammerte immer wieder vor mich hin: „Wie konnte das passieren?“, „Wann hört es endlich auf?“, „Was habe ich getan?“ oder schrie einfach „Wieso“ oder „Nein“ vor mich hin. Genau so verhaarte ich für etliche Stunden, schaukelte mich hin und her und versuchte mich zu beruhigen. Als mein Partner von der Arbeit kam, schaffte er es irgendwann durch streicheln, reden und beruhigen mich runterzubringen. Ich leide immernoch darunter. Das Schamgefühl plagt mich noch immer und ich habe das Gefühl, weitere psychische Schäden davon getragen zu haben. Aber eins habe ich gelernt: Ich werde nie wieder psychoaktive Substanzen konsumieren und akzeptieren, dass es durch meine psychischen Erkrankungen einfach nicht verträglich für mich ist.

 

Substanzen: 

Plain text

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <p>
CAPTCHA
Diese Frage dient dazu festzustellen, ob Sie ein Mensch sind und um automatisierte SPAM-Beiträge zu verhindern.