Herzrasen durch Cannabis?

iCH HABE EINEN KLEINEN hERZFEHLER UND KIFFE lEIDER HABE ICH IMMER TOTALES HERZRASEN NACH DEM kONSUM MIT DER BONG UND BEKOMM DANN RICHTIG PANIKATTACKEN mIT DÜBEL GEHT ES MIR AUCH NICHT SEHR VIEL BESSER:
UND JETZT WILL ICH WISSEN; OB ES EINE MÖGLICHKEIT GIBT; WIE ICH WEITERHIN HASCH KONSUMIEREN KANN; ABER DAS ZEUG NICHT MEHR SO STARK INS BLUT GELANGT UND dIE LUNGE BELASTET:
EIN kUMPEL HAT MIR ERZÄHLT; DASS MAN DAS ZEUG AUCH IM JOGURT ODER SO ESSEN UND TRINKEN KANN: ICH WOLLTE WISSEN; OB DAS STIMMT UND WAS MAN DABEI BEACHTEN MUSS:

 

Dr. Frühling:

 

Hallo Vhaynert,

der Konsum von Cannabis, aber auch von Tabak hat eine gefäßerweiternde Wirkung, der Blutdruck fällt ab, die Herzfrequenz erhöht sich, da das Herz mehr Kraft braucht, um eine ausreichende Menge Blut durch die Adern zu befördern. Bei Überdosierung kann dies unter Umständen zu einem Kreislaufzusammenbruch führen.

Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten aufgrund der gefäßerweiternden Wirkung keine Cannabis-Produkte konsumieren! Da Du einen Herzfehler hast und von Cannabis Herzrasen bekommst, empfehlen wir Dir, Deinen Konsum zu reduzieren oder gar einzustellen. Wenn Du beim Rauchen Herzrasen bekommst (durch die Ablagerung von Teer in den Blutgefäßen erhöht sich das Risiko von Herzerkrankungen), ist wahrscheinlich, dass auch bei jeder anderen Konsumform von Cannabis die von Dir beschriebenen Probleme auftreten werden. Cannabis zu essen bzw. trinken belastet zwar Deine Lunge nicht, das THC gelangt jedoch nach wie vor in Deinen Blutkreislauf - und wirkt auf diese Weise ebenfalls gefäßerweiternd, d.h. der Blutdruck sinkt und der Herzschlag steigt an.

Einen weiteren Aspekt solltest Du nicht außer Acht lassen: THC ist eine halluzinogen wirkende Substanz, sie hat einen großen Einfluss auf Deine Psyche! Du schreibst, dass Du beim Konsum Panikattacken als Folge von Herzrasen bekommst. Möglicherweise ist die Wirkung des THC auf Deinen Kreislauf nicht allein körperlich zu verstehen. Wenn dies der Fall ist [was Du rauskriegen solltest] und Cannabis Deine Psyche so sehr beeinflusst, dass Du dies auch körperlich unangenehm spürst, wirst Du entscheiden müssen, wie Du in Zukunft mit Cannabis in Deinem Leben umgehst. Diese Entscheidung kannst nur Du allein treffen.

Nichts spricht übrigens dagegen, einen versierten Arzt/eine versierte Ärztin [Kardiologe/Kardiologin] aufzusuchen und fachkundigen Rat einzuholen. Ärztliches Personal unterliegt der Schweigepflicht.

Da Du schreibst, dass Du trotz Deines Herzfehlers kiffst und wir diese Entscheidung respektieren, geben wir Dir hier einige Informationen zu generell schonenderen Konsumformen.

Auch beim Rauchen kannst Du gesundheitliche Risiken vermindern: Der Gebrauch von Vaporizern, Wasserpfeifen oder auch Joints mit speziellen Kohle-Aktiv-Filtern reduziert die Aufnahme krebserregender Stoffe und somit auch die Atemwegsprobleme! Der hauptsächliche Effekt einer Wasserpfeife liegt vor allem in der Kühlung des Rauches. Dadurch ist er in der Luftröhre nicht so unangenehm und man kann tiefere Züge nehmen. So gelangen aber auch die Teer- und Kondensatreste im Rauch um so tiefer in die Lunge. Wenn Du beim Rauchen geringer dosierst und langsamer konsumierst, gelangt weniger Wirkstoff ins Blut - möglicherweise kannst Du auf diese Weise einem Herzrasen vorbeugen.

Aufgrund der dennoch aufgenommenen krebserregenden Schadstoffe ist es schonender, Cannabis zu essen oder in Form von Tees zu trinken! Diese Konsumform birgt aber das Risiko der Überdosierung in sich.

Das Essen bzw. Trinken muss fetthaltig sein, da der Wirkstoff THC sich nur in Fett löst. Deshalb kann man Haschisch/Marihuana auch mit Joghurt, Kakao, Butter etc. gemischt konsumieren. Willst Du einen Tee trinken, könntest Du dazu ein Stück Butter geben. Wichtig bei dieser Konsumform ist, niedrig zu dosieren und sich an die geeignete Dosis heranzutasten, da die Wirkung verzögert eintritt. Das kann 15 Minuten bis zu 4 Stunden dauern, normal ist eine Stunde, wenn Du nicht gerade eine große Mahlzeit eingenommen hast. Zu erwarten ist, dass die Wirkung beim Essen/Trinken länger anhält :). Das liegt daran, dass das aufgenomme THC erst einmal in den Darm gelangt, von dort aus in den Blutkreislauf aufgenommen werden muss und somit verzögert im Gehirn ankommt. Durch den Verdauungsprozess hält der Rausch wie bereits erwähnt auch länger an [ca. 8-14 Stunden!]. Wenn die Wirkung nach ein paar Stunden noch nicht eingetreten ist, nicht gleich nachlegen!, da die Wirkung sich dann mit der zweiten Einnahme verstärkt.

Bei oraler Aufnahme liegen unwirksame Unterdosierung, wirksame Dosierung und Überdosis eng beieinander. Die Substanz ist gegessen/getrunken also schwerer handhabbar als beim Rauchen, wo die Wirkungsintensität bestens und sofort abgeschätzt werden kann.

Die THC-Aufnahme durch Essen/Trinken hat in Deinem Fall einen weiteren entscheidenden und wichtigen Nachteil: die Wirkung und eben auch eintretende Nebenwirkungen [wie Herzrasen oder Panik-Attacken] sind nicht so schnell vorbei und lassen sich zudem nicht abbrechen. Du musst abwarten, bis das THC per Verdauungstrakt komplett ins Blut aufgenommen wurde und die Wirkung nach und nach wieder abklingt. Das ist natürlich bei Bong und Tüte einfacher: eben einfach nicht mehr ziehen!

Konsumanleitungen bzw. Rezepte zum Kochen/Backen hierzu findest Du auf https://kifferkid.beepworld.de/rezepte.htm

Dein Dr.-Frühling-Team

 

Die Informationen in unserer Antwort sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum! Aufgeführte Substanzen können dem BtMG [Betäubungsmittelgesetz] unterliegen. Besitz, Erwerb und Handel damit sind strafbar! Wenn die Stoffe frei verfügbar sind, heißt das nicht, dass ihr Gebrauch ungefährlich wäre.
Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Die Drug Scouts übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.