Panikattacken durch Cannabis?


Hallo, ich habe eine Frage bzgl panikattacken.ich kiffe schon seit einigen Jahren und habe seit zwei Jahren Mal mehr Mal weniger intensiver mit Panikattacken zu kämpfen. Gestern hatte ich nach eine Tüte wirklich unnormales starkes Herzrasen und ich hatte das Gefühl, dass ich sterbe. Später wurde mir gesagt, dass das eine sympatische Überfunktion. Ist es denn tatsächlich lebensgefährlich? Ich Konsumiere sonst nichts.keinen tabak oder andere Drogen Danke im vorraus!

 

Dr.-Frühling-Team:

Hallo,

erstmal vorweg: Wir sind keine Ärzt*innen und können Deine körperliche Gesundheit dementsprechend nicht beurteilen. Wir wollen Dir aber einige allgemeine Informationen zur Wirkung von Cannabis auf das Herz-Kreislaufsystem und Deine Psyche geben.

Das, was Du an Symptomen beschreibst, hören wir immer wieder von Cannabiskonsument*innen. Cannabis bewirkt eine Erweiterung der Blutgefäße und eine (leichte) Senkung des Blutdrucks. Dies führt dazu, dass Dein Herz kräftiger und schneller schlagen muss, um das Blut in Deinem Körper zirkulieren zu lassen und Deine Zellen ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Das Herzklopfen hängt sehr vermutlich mit der Wirkung der Substanz und eventuell begleitenden psychischen Aspekten (z.B. Angst) zusammen. Cannabiskonsum verändert Deine Wahrnehmung, kann Dein Angstgefühl verstärken und in schlimmen Fällen Panikattacken auslösen (wie von Dir erwähnt). Die Konzentration auf Deinen Herzschlag kann wiederum Deine Angst verstärken, was dann Dein Herz (gefühlt) wieder schneller schlagen lässt. Der gesteigerte Herzschlag ist bei Dir im Zusammenhang mit dem Cannabiskonsum abgespeichert. Die Angst und der schnellere Herzschlag kommen beim erneuten Konsum wieder - bedingt durch die eigentliche Wirkung des Cannabis' auf das Herz-Kreislaufsystem sowie durch die psychischen Aspekte.

Du hast gefragt, ob das Herzrasen
lebensgefährlich sein kann. Je nach Dauer, Intensität und Häufigkeit des Herzrasens kann es durchaus passieren, dass das Herz-Kreislaufsystem in Mitleidenschaft gezogen wird (z.B. Kreislaufzusammenbruch). Inwiefern es zu einer dauerhaften Schädigung kommen kann, können wir nicht sagen. Grundsätzlich sollte jedoch ärztlich abgeklärt werden, ob eventuell Erkrankungen des Herzens vorliegen. Ist das der Fall, kann es bei Herzrasen unseres Wissens tatsächlich zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.

Bekommst Du Panikattacken oder Herzrasen, versuch Dich abzulenken, zu entspannen. Autogenes Training, Yoga und andere Entspannungstechniken können Dir dabei helfen, ebenso Gespräche mit Freunden und Freundinnen. Solange Du immer wieder Panikattacken oder (angstbesetztes) Herzrasen hast, raten wir Dir vom Kiffen ab.

Alles Gute
Dein Dr.-Frühling-Team


Die Informationen in unserer Antwort sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum! Aufgeführte Substanzen können dem BtMG [Betäubungsmittelgesetz] unterliegen. Besitz, Erwerb und Handel damit sind strafbar! Wenn die Stoffe frei verfügbar sind, heißt das nicht, dass ihr Gebrauch ungefährlich wäre. Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Die Drug Scouts übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.