Wie lang dauert Entzug von Heroin?

Ich habe mir aus birma 1KILO 90%tiges heroin mitgebracht aber weil es weiss ist dachte ich es wäre cocain was ich aber erst nach der ersten nase gemerkt habe als ich wieder zuhause war,und ich mir die seele aus dem leib gekozt habe mir war schon dieser essighafte geruch suspekt aber ich hab gedacht das ist zur verwirrung der spürhunde. naja ich hab gedacht nen bischen kannste da ruhig von nehmen aber nach 5 gramm konnte ich nicht mehr aufhören damit weil es mir morgens sau schlecht ging.aber wenn ich wieder was genommen hab ging es mir wieder gut. Aber jezt geht mir langsam der stoff aus.Wie lange geht es mir ungefähr schlecht das kilo hat fast ein halbes jahr gehalten

 

Dr. Frühling:

Hallo,

nach längerem, täglichen Konsum von Heroin kommt es beim Absetzen zu mehr oder weniger starken körperlichen Entzugserscheinungen, da sich Dein Körper an das Heroin gewöhnt hat. Oft treten die gegensätzlichen Symptome der eigentlichen Wirkung der Substanz ein: statt Ruhe und Ausgeglichenheit - innere Unruhe und Schlaflosigkeit, statt Schmerzbetäubung - Krämpfe und Schmerzen am ganzen Körper, statt Wohlbefinden - Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Fieber und Schüttelfrost.
Kältegefühl, Augentränen und Naselaufen gehören zu den ersten Anzeichen. Wenn Du Heroin - wie vom Körper gewohnt - nicht wieder konsumierst, halten die körperlichen Symptome etwa 10 Tage an, wobei Du ab dem 5. Tag das Gröbste überstanden hast.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen körperlichen Entzug zu gestalten. Du kannst:

a) einen kalten Entzug in den eigenen vier Wänden machen (möglichst mit Begleitung einer erfahrenen und zuverlässigen Person - wichtig: funktionierendes Handy für kostenfreien Notruf!)

Mehr Infos dazu hier: 
die-freundin-einer-freundin-macht-einen-kalten-entzug-sollte-ich-mir-sorgen-machen

b) ambulant entziehen (medizinische Absicherung durch informierten Hausarzt) oder

c) in einem Krankenhaus mit medizinischer Betreuung entziehen, auch ohne danach eine Therapie zu machen

Mehr Infos zu Therapiemöglichkeiten findest Du hier: was-gibts-für-therapien

d) das Heroin langsam ausschleichen. D.h., die Dosis Tag für Tag reduzieren, um Entzugserscheinungen abzumildern.

Achtung: Sollte es entgegen Deinem Vorhaben nach einer längeren Konsumpause wieder zum Konsum kommen, besteht die Gefahr einer Überdosierung! Dein Körper verträgt nicht mehr die gewohnte Dosis. Beginn deshalb mit einer kleineren Menge, die Du langsam spritzt. Besser ist es, mit dem Rauchen oder Sniefen zu beginnen, da es dabei seltener zu einer Überdosierung kommt.

Die körperlichen Aspekte sind aber nur eine Seite des Entzugs. Oft bereitet die Überwindung der psychischen Gewöhnung an eine Substanz größere Schwierigkeiten.

Hilfe und Tipps wie Du mit der psychische Abhängigkeit umgehen kannst, findest Du in diesen Anfragen:

wie-ohne-ärztliche-hilfe-weg-vom-konsum
wie-kann-ich-meinen-speedkonsum-beenden
wie-kann-man-die-droge-einfach-vergessen-?

Vielleicht helfen Dir auch die Erfahrungen anderer Konsument_innen weiter:
Erfahrungsberichte zu Abhängigkeit/Sucht 
Erfahrungsberichte von Heroinusern und Angehörigen

Alles Gute!
Dein Dr. Frühling-Team
 

Die Informationen in unserer Antwort sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum! Aufgeführte Substanzen können dem BtMG [Betäubungsmittelgesetz] unterliegen. Besitz, Erwerb und Handel damit sind strafbar! Wenn die Stoffe frei verfügbar sind, heißt das nicht, dass ihr Gebrauch ungefährlich wäre.
Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Dennoch können Irrtümer nicht ausgeschlossen werden. Die Drug Scouts übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch irgendeine Art der Nutzung der Informationen dieses Textes entstehen.