alkohol

ich bin 20 Jahre alt. Ich denke ich gehöre zu der nicht geringen Zahl der Jugendlichen, die sich regelmäßig betrinken. Angefangen hat das mit 15. Wie bei vielen Anderen auf der Kirmes, auf Dorfdiskos oder auf Feten. Dass sich mein Konsum seitdem stark gesteigert hätte, kann ich eigentlich nicht sagen. Auch heute braucht es für mich noch einen gesellschaftlichen Anlass um zu Trinken. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich alleine werktags vor dem Fernseher betrinken. Trotzdem denke ich in letzter Zeit immer stärker dass mir die Sauferei schadet. Meine Lebensqualität leidet. Am Tag nach dem Trinken bin ich immer sehr depressiv, habe Schamgefühle und starke Selbstwertprobleme. Auch bekomme ich langsam soziale Probleme wegen dem Trinken. War es als 15jähriger noch cool viel "saufen" zu können und Saufen sowieso der Hauptanlaß um auf Feten oder Dorfdiskos zu gehen, wirkt es mit 20 in meinen Kreisen dagegen teilweise schon erbärmlich. Nun bin ich aber ein sehr schüchterner Mensch. Ohne Alkohol kann ich mir einen Abend in der Disko überhaupt nicht vorstellen. Mit Alkohol ist einfach alles leichter: tanzen, sich unterhalten. Manchmal ist es auch so als ob ich mich betäuben müßte um mich selbst zu ertragen. Im Moment geht es mir allerdings nicht besonders gut. Ich bin mit meiner Situation ohne Freundin und mit meiner Arbeit und mit meinem Freundeskreis überhaupt nicht zufrieden. Am Anfang meiner Sauforgien ist immer noch alles in Ordnung. Ich bin aufgeschlossener weniger schüchtern euphorischer usw.. Nach kurzer Zeit mit umso mehr Alkohol kommen meine tiefsitzenden Probleme aber wieder an die Oberfläche und mir geht es nur noch schlechter. Ich werde gegenüber Frauen aufdringlich will es mit Gewalt erzwingen, plaudere Sachen über mich aus für die ich mich am nächsten Tag schäme. Dann sage ich mir immer ich muß mit dem Saufen aufhören. Aber ohne Alkohol fühle ich mich immer minderwertig.

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