Beziehungskiller

Als ich hier die Einträge gelesen hab, hat mich vieles an meinen Exfreund erinnert. Angefangen bei der Appetitlosigkeit, Dauerwachzustand (oft drei Tage ohne Schlaf), Depressionen, Euphorien, extrem gesteigerte Sexlust, übersteigertes Selbstbewußtsein, verbale Aggression... Ich war acht Monate mit einem kokainabhängigen Mann zusammen, dann stand ich vor der Entscheidung entweder ich bleibe mit ihm zusammen oder ich "rette" mein Leben. Als wir zusammen kamen wusste ich, dass er Jahre zuvor Kokain genommen hatte aber angeblich hatte er einen Entzug gemacht und war clean. Da ich mich mit Kokainabhängigen überhaupt nicht auskannte, hab ich erst im Laufe der Zeit gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Manchmal war er tagelang "normal" doch plötzlich hatte er komplette Aussetzer, ich hatte das Gefühl mit zwei Männern zusammen zu sein. Der eine war liebevoll, aufmerksam,... einfach ein Traummann, der andere Teil von ihm war extrem depressiv, kalt, realitätsfremd, rücksichtslos, egoistisch und verstand es die Schwachstellen ausfindig zu machen und dort mit eienr brutalen Schärfe anzusetzen. Ich konnte es ihm immer weniger recht machen, da er aber auch immer wieder davon sprach dass es sich bessert hab ich in meiner Naivität daran geglaubt; er konnte ja auch anderst...Immer wieder kam ich zurück, trotz dass er mich im Rausch fertig machte und beschimpfte. Ich hatte die Wahl mein Leben aufzugeben, da er mir keinerlei Freiraum und Selbstbewußtsein zugestand, oder ihn zu verlassen. Nachdem er dann (erfolglos)versuchte, um mich zu verletzen, etwas mit meiner Freundin anzufangen, hab ich den Absprung, nach etlichen gescheiterten Versuchen, endlich gepackt. Er drohte mir daraufhin mehrmals, dass ich es noch bereuen würde...doch ich bin froh, dass ich es gepackt hab. Das ganze ist jetzt ca 7 Monate her und ich merke, dass ich endlich wieder der selbstbewußte und lebensfrohe Mensch bin der ich vorher war. Er hat es immernoch nicht verstanden und sich letzte Woche, auf verschiedenen Wegen, versucht wieder in mein Leben einzumischen und es wieder zu manipulieren. Ich hoffe, dass er irgendwann merkt was er macht und sich in eine Therapie begibt. Wahrscheinlich muß er aber dafür erst vollkommen abstürzen. Ich wünsche hier allen Betroffenen ganz viel Kraft und Mut den richtigen Weg für sich zu gehen und kann nur sagen, dass kein Mensch der Welt es wert ist, das eigene Leben wegzuschmeißen.

Substanzen: