DXM-Tripbericht: Das Unfassbare

Vorab erstmal: Ich werde in diesem Tripbericht hier und da erwähnen, dass ich DXM „faszinierend“ oder ähnliches finde. Das soll keinesfalls eine Verherrlichung dieser Droge, sondern eine rein subjektive Einschätzung sein! Den Konsum von DXM, und das meine ich ernst, empfehle ich absolut niemandem weiter. Wenn mich jemand fragt, ob ich DXM „feier“ oder „geil finde“, sage ich Nein, denn das trifft nicht zu. Ich finde es lediglich interessant, was für Erlebnisse ich mit dieser Substanz machen kann, ohne dass meine Rauscherfahrungen durch und durch positiv wären. Wer den ganzen Tripbericht liest, wird sehen, dass so ein DXM-Trip einen überfordern kann. Und generell sollte keiner den Konsum von etwas nachmachen, nur weil jemand anderes behauptet, dass ihn das begeistert oder fasziniert.

Nun denn, beginnen wir.

„Man kann es nicht in Gedanken fassen!“ Mit diesen Worten versuchte mein zugedröhntes Ich die Unfassbarkeit seines Zustandes zu beschreiben. Selbst wenn das Sprechen mir nicht so unheimlich schwer fiele, hätte ich es kaum besser ausdrücken können. Denn nicht nur gab es für das Erlebte keine Worte, in die man es fassen könnte; Es sprengte überhaupt jeden Rahmen meiner Vorstellungskraft und deshalb fiel und fällt mir das Nachsinnen darüber so unglaublich schwer. Ich kann es eben nicht in Gedanken fassen…

Fangen wir ganz von vorne an. Ich bin ein junger Erwachsener und würde mich mittlerweile schon als eher fortgeschrittenen Psychonauten bezeichnen. Mich begeistern vor allem Sachen wie LSD oder Pilze. Aber nichts, das ich kenne, ist für mich so faszinierend wie DXM. Ich hatte vor dem hier behandelten Trip bereits dreimal auf DXM getrippt, zweimal mit 600mg (20 Kapseln) und einmal mit der Hälfte aber zusätzlichem Gras-mischkonsum. Die beiden 600mg-Erfahrungen haben mir gezeigt, dass DXM einen in einen Zustand bringt, der so andersartig ist, dass man ihn weder gut beschreiben, noch überhaupt begreifen kann. Damit kommt aber auch ein gesunder Respekt für dieses Zeug einher, denn ich weiß, wie fordernd es sein kann.

Nun war mein letzter DXM-Trip ein Jahr her und ein Freund, hier Jeff genannt, und ich beschlossen, es erneut zu wagen. Diesmal wollten wir die Dosis ein wenig erhöhen. Ich nahm 5 Kapseln Hustenstiller mehr als vorher und war gespannt, was für einen Unterschied diese machen würden.

Der Plan war, erst 15 Kapseln zu nehmen und kurz nachdem die Wirkung beginnt die restlichen 10. Das Pulver aus den Kapseln wickelten wir in Papes ein, 3 Kapseln pro Stück. Wenn wir beim Runterkommen waren, wollten wir raus und einen rauchen. Ein weiterer Kumpel, Berry, wollte noch vorbeikommen, aber nüchtern bleiben.

Das Setting war Jeffs Zimmer, die sogenannte „Tripbude“, die mit allerhand LED-beleuchtung und Schwarzlichtdekoration perfekt für derartige Unternehmungen ausgestattet war. Mein Set: Aufgeregt, Neugierig, Vorfreudig.

Es dauerte sehr lange, bis die erste Dosis zu wirken begann. Die Grenze von dem „Hmm. Irgendetwas ist schon da, aber noch nicht so richtig“ zum „Jetzt geht es definitiv los“ überschritten wir beide gerade, als Berry kam. Die Einnahme war etwa 75 Minuten her, glaube ich.

Es fing mit Euphorie und einem Gefühl der Leichtigkeit an. Beim Unterhalten mit den anderen merkte ich, dass mir das Reden bereits etwas schwerer fiel. Das finde ich immer ziemlich nervig: Die Nebenwirkung, dass man die Fähigkeit zu Reden verliert, scheint bei mir besonders stark ausgeprägt zu sein. Auch bei den vorherigen Trips hatte ich damit mehr Schwierigkeiten gehabt als andere, die die gleiche Dosis hatten.

Musik fühlte sich sehr angenehm und irgendwie abenteuerlich an und es machte Spaß, sich zu ihr zu bewegen. Berry meinte, ich würde voll die dynamischen Bewegungen machen und so fühlte es sich auch an. Von einem völligen Abdriften konnte in meinem jetzigen Zustand noch längst nicht die Rede sein, das kam erst später.

Hin und wieder spürte ich einen Juckreiz, doch lies mich von diesem wenig stören. Anders als das mit dem Sprechen, ist die Nebenwirkung des Juckreizes bei mir anscheinend nie so wirklich das Problem.

Mir war ein bisschen übel, aber als das halbwegs ging, legte ich nach. Jeff wartete damit noch eine Weile, denn ihm war ebenfalls schlecht.

Ich war mittlerweile ziemlich am Trippen. Wie viel Zeit vergangen war? Keine Ahnung. Mein Zeitgefühl war sowieso weg. Es fühlte sich alles wie eine Unendlichkeit an. Doch vom Peak war ich immer noch weit entfernt. Hätte ich da schon gewusst, was in weniger als einer Stunde auf mich zukommt, ich hätte es nicht geglaubt.

Mittlerweile kam mir alles irgendwie außerirdisch vor. Als wär ich mitten in einem Science-Fiction-Universum, obwohl alles genauso aussah wie vorher.

Ich lag im Flur und schloss die Augen. Sehr ausgeprägte Closed Eye Visuals machten sich bemerkbar. Ich brauchte stets nur ein paar Sekunden mit geschlossenen Augen, bis das Erlebnis weit über visuelle Eindrücke hinausging. Von allem, was ich sah, war ich irgendwie ein Teil. Doch immer wenn ich mich an Sachen erinnern wollte, die ich nur ein paar Sekunden zuvor erlebt hatte, merkte ich bereits eine starke Bruchstückhaftigkeit in meiner Erinnerung. Was länger als ein paar Sekunden her war, war dann auch so gut wie vergessen. Was blieb, war lediglich das Bewusstsein, etwas Faszinierendes gesehen zu haben. Somit war mir bereits während des Trips bewusst, dass ich mich im Einzelnen an nichts erinnern werde. Das war ein eigenartiges Gefühl: Als würde dir jemand sagen, dass du die unglaublichsten Dinge erleben wirst, aber danach alles wieder vergessen wirst. So beschloss ich, mir über das Erinnern oder Vergessen keine Gedanken zu machen, und einfach dieses gewaltige Schauspiel zu genießen. Das Gute daran ist, dass ich mich zumindest an diesen Vorsatz noch erinnern kann. Auch wenn ich die Bilder nicht mehr im Kopf habe, weiß ich dadurch, dass ich welche gesehen haben muss. Bei meinen vorherigen Trips war ich mir im Nachhinein gar nicht mehr sicher, ob ich irgendwelche krassen Sachen gesehen habe oder ob die vage Erinnerung daran nur Einbildung war. Jetzt bin ich mir nie sicherer gewesen.

Einmal fühlte ich mich nicht mehr wie ein menschliches Wesen, eher wie ein Alien. Ich entwickelte eine neue Fortbewegungsweise und krabbelte am Boden herum. Jetzt wurde es bald richtig abgespaced.

Berry ging, wollte aber später wiederkommen. Als wir ihn runter zur Tür brachten, hatte ich das Gefühl, nicht auf der Treppe, sondern wie eine Spinne an der Wand zu laufen.

Kurz nachdem er weg war, musste ich kotzen. Das war eine völlig surreale Situation. Ich hing überm Waschbecken, aber eigentlich war ich gar nicht da. Es war ein ständiges Hin und Her zwischen zwei Dimensionen: Unserer Welt und den fremdartigen Weiten des DXM. Jeff musste auch kotzen. So waren wir beide im Bad, jeder in seinem eigenen Film und redeten kein Wort. Trotzdem fühlte ich irgendeine Verbindung zwischen uns, geschaffen durch unser gemeinsames Abkacken. Nie war Kotzen so surreal. Als ich da überm Waschbecken hing, verschwanden schon die Grenzen der Realität. Nun kam die krasseste Phase des Trips.

Wir gingen in die Tripbude zurück und jetzt driftete ich völlig weg. Es folgte ein totaler Realitätsverlust.

Mit geschlossenen Augen sah ich die unglaublichsten Sachen. Es waren äußerst komplexe Bilder, die alle irgendeine fundamentale Bedeutung zu haben schienen. Ich sah Universen, die entstanden, vergingen, sich gegenseitig auffraßen. Bilder, die zerflossen. Gegenstände und Welten, die alle zu einem kosmischen Mix verschwammen. Ich sah sie so deutlich, wie ich gerade meinen Laptop sehe. Und irgendwie war ich ein Teil von alledem. Ich wurde durch die verschiedensten Dimensionen und Sphären katapultiert. Meinen Körper hatte ich längst vergessen. Mein Ich hatte ich längst vergessen. Ich war nur noch ein unendlicher, körperloser Geist, der irgendwie ein Teil dieses gigantischen Kosmos war. Wie bereits gesagt habe ich leider nur vage Vorstellungen davon, was ich genau gesehen habe. Ich weiß nur noch, dass es atemberaubend war. Wie ein meisterhafter Science-Fiction-Film, nur in keinem 3D-Kino, sondern einem Multi-D-Kino oder sowas…

In diesem riesigen Chaos aus Dimensionen und verwirrenden Alternativrealitäten fand ich mich selbst immer mal für einen kleinen Augenblick wieder. Für einen kurzen Moment wusste ich mehr oder weniger, wer ich bin und was grade abgeht. Es fühlte sich so an, wie wenn am Anfang eines Filmes die Kamera von der Ferne immer näher an ein Haus fliegt, schließlich ins Fenster rein und dann sieht man die Hauptperson und der Film geht los (Ist z.B. bei Harry Potter oft so). Mein Geist machte immer kurz einen Abstecher in Jeffs Tripbude. Dann verlor ich wieder jeden Halt und wurde in die DXM-Welt gezogen. Ich war meistens nur grade so lange genug da, um „Allllter is das krass!“ zu lallen, dann war ich wieder von der Erde verschwunden.

Auch erinnerte ich mich manchmal an das Kotzen im Badezimmer. Es kam mir nach wie vor absolut realitätsfern vor, dass ich mich anscheinend erst vor ein paar Minuten im Bad erbrochen hab, wo ich doch seit unzähligen Zeitaltern Beobachter eines Universums unbekannter Dimensionen war. Ich kann nicht beschreiben, warum ich dieses Kotzen immer so seltsam fand. Aber selbst jetzt fühlt es sich surreal an, wenn ich an diesen Moment zurückdenke. Naja, genug übers Kotzen geredet.

Irgendwann tauchte Berry wieder auf, was ich kaum realisierte. Er meinte am nächsten Tag zu mir, man habe mir angesehen, dass ich wirklich ganz woanders war.

Eine weitere echt seltsame Sache: Den ganzen Tag, bevor ich zu Jeff gegangen war, hatte ich Star Trek: Discovery auf Netflix geschaut. Dieser Input fügte sich nun im Rausch in mein Unterbewusstsein ein, und zwar auf diffuse Weise: Ich konnte manchmal nicht unterscheiden, ob nun die Star Trek-Welt oder unsere Welt die Realität sei. Beides kam mir vor wie ein längst vergangener Traum. Das machte beide Universen für mich gleich real oder eben gleich unreal. Manchmal dachte ich, ich wäre in meinem richtigen Leben Commander Saru von der Discovery. Das war vielleicht verwirrend! Die Folgen, die ich vorher an dem Tag gesehen hatte, waren plötzlich echte Erinnerungen an echte Erlebnisse!

Bei Jeff lies das DXM langsam nach und ich wunderte mich, warum das bei mir nicht geschah. Gut, ich war nun wieder mehr oder weniger (also längst noch nicht endgültig) auf der Erde in Jeffs Zimmer angelangt und hatte auch irgendwie in meinen Körper zurückgefunden, wenn auch nicht dauerhaft. Aber der Rausch war immer noch ungeheuer stark, fast so stark wie der Peak bei 20 Kapseln. Es sollte noch sehr lange dauern, bis ich zumindest halbwegs runter von dem Zeug war. Ich vermute, dass sich eine der Bomben mit dem Hustenstiller-Pulver irgendwie zu langsam oder spät in meinem Bauch geöffnet hat oder so.

Also, bei Jeff lies es langsam nach. Und weil unser Plan ja war, an diesem Punkt rauszugehen und einen zu rauchen, drängte er langsam, dass er rauswollte. Ich hatte ihn schon eine ganze Weile warten lassen, weil Ich mir das gar nicht vorstellen konnte jetzt rauszugehen. Aber irgendwann machte ich mit. Also gingen wir raus. Das wurde ziemlich abgefuckt.

Ich konnte absolut nicht laufen. Keine Ahnung, wie ich es schaffte, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Im Nachhinein finde ich das fast das Interessanteste an dem ganzen Trip: Beim Laufen war ich irgendwie in einer Art Autopilot-modus. Das war ja mal seltsam! Das Laufen lief völlig automatisch ab, ich steuerte meine Beine nicht wie ich es sonst tat. Ich hatte nicht mal wirkliches Gefühl in den Beinen. Es war als würde ich, wenn ich zu laufen beginnen will, einfach nur einen Knopf drücken müssen und der Rest regele sich von selbst. Darüber war ich allerdings ziemlich froh, denn mein Geist war gar nicht in der Lage, meine Beine zu steuern. Hätte ich keinen Autopilot gehabt, wäre ich vermutlich keinen Schritt vorangekommen!

Es fühlte sich wirklich so an, als würde mein Körper ferngesteuert werden oder über Autopilot laufen. Jeff meinte, meine Laufart habe echt lustig ausgesehen, wie ein Roboter oder so.

Also gelangten wir irgendwann zu dem Spielplatz, wo wir schmökern wollten. Ich dachte, ich müsste vielleicht nur kurz chillen, dann wäre ich auch bereit, einen zu rauchen. Aber mein Zustand wollte und wollte einfach nicht nachlassen! Gut, ich war schon nicht mehr im Peak, aber immer noch extrem hart am Trippen. Mir kam der Gedanke, ich würde mein ganzes Leben lang so ticken. Dass ich nie wieder der Alte sein würde. Den Gedanken schob ich beiseite, denn ich wusste, dass das oft Leute beim Trippen denken und sich dann unnötigerweise da hineinsteigern. Obwohl ich mir echt nicht sicher war, ob dieser Gedanke irrsinnig oder die Wahrheit war, wollte ich mir darüber jetzt noch nicht den Kopf zerbrechen.

Keine Ahnung, wie lange wir noch gechillt haben, aber irgendwann wollte Jeff endlich den J rauchen. Obwohl ich immer noch so fertig war wie beim Verlassen der Haustür, rauchte ich ein paar Züge mit.

Ich hatte immer noch heftige CEVs, die beim Starren in den schwarzen Nachthimmel auch mit offenen Augen sichtbar waren. Von Runterkommen keine Spur. Gut, ich hab ja auch grade was geraucht, wenn auch echt nicht viel.

Jeff meinte am nächsten Tag, dass man mir wirklich angemerkt hat, dass nichts war wie es sein sollte. Er meinte, es war, als wäre ich eine völlig andere Person. Ich hab trotz meiner Redeschwierigkeiten mit ihm ab und an geredet und so, aber muss völlig anders gewirkt haben. Nichts, was ich tat, erinnerte Jeff an den, der ich mal gewesen war, Jahrhunderte bevor wir diesen Hustenstiller geschluckt haben.

Der Weg von dem Spielplatz zu Jeffs Haus ist echt nicht weit, aber ich war so fertig, dass er mir unmöglich zu bewältigen schien. „Lass hier schlafen!“, lallte ich und ließ mich an einer Stelle auf den Boden fallen. Ich erinnere mich nicht mehr, wie ich wieder auf die Beine kam, aber Jeff meinte, als er mir aufhelfen wollte, sei ich ganz von alleine wieder aufgestanden als wäre nichts gewesen.

Per Autopilot ging es dann doch noch irgendwie zurück. Öfters, sowohl vorher als wir drinnen waren als auch draußen, kam mir mein Sichtfeld nicht mehr wie mein normales Sichtfeld vor, sondern wie ein Bildschirm, auf den ich schaue. Als sei mein Bewusstsein ein kleines Lebewesen, das in meinem Kopf fernsieht. Der Fernseher aber bewegte sich immer weiter von dem Wesen weg und hatte jede Menge Bugs und Verzerrungen. Teilweise hab ich die Welt wirklich völlig anders gesehen als sie eigentlich war. Das Bild verschwamm, drehte sich manchmal zu fast 90° oder war so verschwommen und verwackelt, dass ich absolut nichts erkennen konnte. Einen solchen Realitätsverlust hatte ich noch nie erlebt!

Ich weiß noch, dass ich ständig in meinem Kopf seltsames Zeug gehört hab. Alle auditiven Einflüsse wurden ähnlich wie die visuellen verzerrt und umgekrempelt. Schaut euch auf YouTube zum Beispiel das Video „Obi-Wan says „Hello There“ 67 million times“ an, denn fast genau so wie in den letzten Stufen des Videos hörte sich für ich alles an. Ein fremdartiges, rauschendes Echo, das nicht von dieser Welt sein kann.

Als wir wieder in der Tripbude waren, legte ich mich auf die Couch. Bis ich einschlief lag ich nur da, genoss die Musik und lies die Bilder vor meinem inneren Auge auf mich wirken. Es waren teils comicartige Bilder, die sich in ständiger Bewegung befanden. Sie zerflossen, bauten sich neu auf und verflogen wieder. Vieles sah auch aus wie Bilder von Salvador Dali beispielsweise.

Selbst als ich am nächsten Tag aufwachte, war ich noch nicht nüchtern. Ich konnte mit den Augen schwer fokussieren, hatte Gleichgewichtsstörungen und konnte immer noch nicht ganz ohne Anstrengungen reden. Und das, obwohl die Einnahme locker 14 Stunden her war! Deswegen glaube ich wirklich, dass eine der Bomben später als erwartet aufgelöst wurde. Erst am späten Nachmittag bekam ich das Gefühl, nüchtern zu sein.

Noch nie hatte ich einen Trip, der so schwer zu verarbeiten war. Ich hatte Dinge erlebt, die ich nie für möglich gehalten hätte. Die Grenzen meiner Realität wurden niedergerissen und ich war alles, aber kein Mensch mehr. Fast den ganzen nächsten Tag hörte ich Musik von Klaus Schulze, den ich auch während des Trips gehört hatte, und sann über das Erlebte nach. Das Konzept von Realität schien für immer unbrauchbar geworden zu sein. Ich konnte diesen Zustand, in dem ich gewesen war, nur schwer begreifen. Dieses Loslösen von allem, was ich kenne, hat sich so unglaublich befreiend angefühlt, dass ich manchmal sogar Sehnsucht nach diesem Zustand hatte.

An manchen der Folgetage hab ich gebufft, was leichte Flashbacks und psychedelika-artige Zustände verursachte. Bei meinem zweiten DXM-Trip war das allerdings viel stärker ausgeprägt gewesen.

 

Dieser Trip hat meine Faszination für DXM noch weiter gestärkt. Kein anderer Rausch ist so andersartig und grotesk, nichts ist schwerer in Worte, oder eben „in Gedanken zu fassen“. Aber mir wurde auch auf sehr eindringliche Weise gezeigt, wie mächtig diese Substanz ist. DXM wird ja im Internet oft wie eine Droge für Psychonauten-einsteiger oder gar ein legaler und billiger Weed-ersatz behandelt. Doch man sollte ihm einen weitaus größeren Respekt entgegenbringen, auch wenn die meisten eher niedriger dosieren.

Eins hab ich erkannt: Bisher war ich mir fast sicher, irgendwann ins Plateau Sigma gehen zu wollen. Das hat sich geändert. Ich weiß nicht, ob ich eine so heftige Erfahrung noch übertreffen will/sollte. Das war zwar bestimmt nicht mein letztes Mal DXM, aber ich werde davon eine ganze Weile die Finger lassen und die Dosis nicht unbedingt noch weiter steigern, eher mit ihr runtergehen.

 

Substanzen: 

Kommentare

Genau wie meine Trips

90% davon hab ich genauso erlebt und noch mehr :D. Ich war irgendwann in einer dunklen verlassenen Stadt wo einfach niemand war. Ich hab vergessen das ich DXM genommen habe und dachte das Leben wie wir es kennen, hätte sich verändert und ich komme nie wieder zurück. Aber natürlich war das mit der Stadt und so nur in meinem Kopf. Dann war ich im Sekundentakt Zuhause und wieder in dieser Stadt und ich wusste einfach nicht mehr was echt ist. Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie solche Erfahrungen gemacht. Man kann das alles gar nicht beschreiben.

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