Eine Reise mit Weed, MDMA und DMT :)

Hallo:)

Dies wird ein sehr langer und ausführlicher Erfahrungsbericht. Er ist für all diejenigen, die vielleicht am selben Punkt stehen, wie ich vor vier Wochen, als sich das Ganze ereignete, aber auch für alle anderen, die einfach neugierig sind oder selbst kurz vor so einer Erfahrung stehen.

Vielleicht kurz ein kleines "Inhaltsverzeichnis":

1. Meine Einstellung zu DMT davor

2. Ablauf des Abends (vor DMT)

3. DMT Maintrip

4. Stunden danach

5. Tage danach

6. Wochen danach

7. Schlusswort

 

1. Meine Einstellung zuvor zu DMT

Es war nie meine Absicht, DMT zu nehmen. Ich habe zwar sehr viel darüber gelesen/angeschaut und wusste sehr gut über die Droge Bescheid, doch ich hatte viel zu viel Respekt davor, als dass ich es ohne Weiteres nehmen würde. Trotzdem habe ich mich die Zeit zuvor viel mit Psychedelika beschäftigt, da ich es in Betracht zog, LSD in den kommenden Monaten mal auszuprobieren. Dementsprechend habe ich auch versucht, zu meditieren oÄ. Aber zum Glück werden solche Vorsätze manchmal durch Ereignisse wie dieses gebrochen :)

 

2. Der Abend

Geplant war es, bei einem Kumpel von mir, nennen wir ihn mal L, einen Abend auf MDMA-Bomben*, die mir vor längerer Zeit geschenkt wurden, zu verbringen. Angefangen hatte es damit, dass L mich und zwei weitere Freunde N und J mit dem Auto abholte und wir danach zu ihm nach Hause fuhren. Bei L daheim wurde erst mal ein purer Blunt angehauen, weswegen die nächsten Stunden erst mal sehr friedlich verliefen. :D Es kamen noch zwei andere Freunde von L dazu, die sich Pappen auf die Zunge legten (J ebenso), ich kannte sie jedoch nicht und habe nicht sonderlich viel mit ihnen geredet, zudem schienen beide recht erfahren mit der Substanz zu sein. Sie waren einfach da und sorgten zusätzlich für ein gemütliches Beisammensein. :) Nach einiger Zeit fing L an, seine Anlage anzumachen, jedoch schenkten wir ihr nicht so viel Beachtung. Als ich gerade doch mal ein wenig Zeit mit den Jungs auf Acid verbrachte und mich ein wenig mit ihnen unterhielt (Es war sehr amüsant, sie schauten Katzenvideos an und lachten in Dauerschleife:D), kam N auch rein und teilte mir etwas schockiert mit, dass er gerade aus versehen DMT aus L's Vaporizer geraucht hatte, da er dachte, es sei lediglich Weed. Er berichtete allerdings, dass das Gefühl so zu beschreiben war, als wäre man noch mal "über der Stufe von LSD". Dass L DMT besaß, war mir klar, dass es an dem Abend zum Einsatz kommen sollte eher weniger. Ich beschloss, mich wie bereits gesagt einfach davon fernzuhalten, machte mir darüber keine weiteren Gedanken und sorgte mich somit nur ein wenig um meinen Kumpel N.

Nach ein paar Stunden kamen mein damaliger Freund und noch ein anderer Kumpel von uns (M) dazu. Sie brachten außerdem Teile* mit, da geplant war, dass N, M, mein Freund und ich zusammen droppen würden und die Emma Bomben nicht für alle ausreichen würden. Nachdem sich alle ein wenig einander vorgestellt und vertraut machten, da sich nicht alle gleichermaßen kannten, fingen wir direkt damit an, die MDMA Kristalle gleichmäßig aufzuteilen, sodass ich am Ende 110mg davon hatte und die anderen jeweils ca. 160-180mg. Da einer Zigaretten kaufen wollte, gingen wir, nachdem wir die Bömbchen runter gespült hatten alle raus und liefen durch das Kaff, in dem L wohnte. Das kam mir ganz Recht, da ich leider inzwischen jedes Mal, bevor ich druff bin mich übergeben muss..

Es dauerte lange, bis eine Wirkung eintrat, zu malen ich wirklich gekotzt habe, doch als sie da war, muss ich sagen, dass das "Druff" von MDMA-Kristallen um einiges besser ist, als das von Ecstasy. Ich persönlich konnte deutlich klarer denken und meine Gefühle auch ganz gut zuordnen. Es war sehr angenehm, trotzdem machte der Rückweg aufgrund eines Berges nicht so großen Spaß:D. Bei L zurück angekommen weiß ich nicht mehr genau, was alles passierte. Es wurde Techno gehört, auf seinem Balkon geraucht und geredet, das Übliche halt. Als ich aus irgendeinem Grund kurz aus dem Zimmer draußen war und erneut reinkam, sah ich wie auf einmal alle auf L's Sofa saßen. Mein Freund hatte einen Eimer in der Hand und sah aus, als hätte er sich übergeben müssen, was er zum Glück doch nicht getan hat. Der DMT-Vaporizer ging erneut herum und alle sahen durch die Gegend, als hätten sie einen Drachen durchs Zimmer fliegen sehen:D Neugierig setzte ich mich dazu..

 

3. Mein erster DMT-Trip

Ich wollte DMT nie konsumieren und hatte eigentlich viel zu großen Respekt davor. Niemals hätte ich gedacht, dass ich auf einmal die Anderen beten würde, mir doch den Vaporizer auch mal zu geben. Es war kein Wille, es war Intuition, auch, wenn sie erst mal sehr leichtsinnig war. Somit zog ich und irgendwer sagte mir, ich solle den Rauch möglichst "drinnen behalten", bevor ich ihn wieder ausatmen würde. Ich kann ab diesem Moment leider nicht mehr sagen, wie alles genau ablief, doch ich gebe mein Bestes:

Bei der ersten "Runde" zog ich ca. drei mal und gab dann weiter. Mein Freund sagte mir, es könnte sein, dass mir vom Geschmack auch übel werden würde, weswegen er mir ebenfalls den Eimer in die Hand drückte. Doch ich empfand für den Eimer nichts als Liebe und umarmte ihn, als wäre er die Liebe meines Lebens:DD, was aber eher durch das MDMA kam, denke ich. Als ich zog, begann es damit, dass die Farbe der Zimmerbelichtung immer schneller wechselte, weswegen mir klar wurde, dass es „los ging“. Laut meinem Freund saß ich mit riesigen Augen und offenem Mund in der Zeit da, doch in meiner Sicht war nicht L's Zimmer, sondern ein langer, schwarzer Tunnel. Ich raste durch ihn in gefühlter Lichtgeschwindigkeit. Er hatte einen weißen, viereckigen "Rand" und es sah ein wenig so aus, als hätte man mich durch das Plastikrohr eines Staubsaugers geschickt. Es fühlte sich an, als wäre ich durch meine eigenen Gedanken, ja, vielleicht sogar mein eigenes Leben gereist, ohne viel davon zu merken. Am Ende dieses schwarzen, langen "Rohrtunnels" sah alles sehr friedlich aus. Es sah aus, als wäre vor mir ein Tor gestanden, dessen "Pforten" aus geometrischen 3D-Mustern bestanden, sich drehten und irgendwie einen sehr einladenden Eindruck machten. Es war unfassbar schön dort, ich wollte nicht fort von dort, doch ich musste. Somit verblasste das Bild dieser friedlichen Welt, untermalt von einem strahlend blauen Himmel und das Bild der eigentlichen Realität trat zurück in mein Sichtfeld. Ich stammelte etwas und versuchte meinen Mitmenschen zu sagen, was ich gesehen oder besser gesagt empfunden habe. L's Interesse hielt sich in Grenzen. Er war der Einzige, der nur gekifft hatte und sagte ziemlich trocken so etwas wie "Ja so etwas ist normal bei einer psychedelischen Erfahrung, beruhig‘ dich."

Die zweite Runde stand an. Der Vaporizer wurde wieder herumgereicht, bis ich an der Reihe war. Da alle schon ziemlich am Ende waren und ich ja erst dazu gekommen bin, konnte ich das Ding etwas länger bei mir behalten. Was während des Trips in der "richtigen" Welt passierte, kann ich im Endeffekt nicht sagen, an wen ich den Vaporizer gegeben habe, was gesagt wurde, etc... Wieder hieß es, ich solle einfach den Qualm möglichst lange inhalieren und dies tat ich auch. Es war nicht wie beim ersten Mal, es war noch viel intensiver. Ich zog bestimmt 5 oder 6 mal, sowohl aus Leichtsinn, als auch wieder aus Intuition. Es war viel, doch es war genau die richtige Menge. Es war das Maximum von dem, wie es noch nicht ausarten würde.

Ich weiß nur noch, dass mich unbeschreibliche Glücksgefühle umgaben. Das MDMA wurde verstärkt, dieses Gefühl konnte man jedoch trotzdem nicht mit dem ersten Mal MDMA vergleichen. Es waren keine Orte oder erkennbaren Muster in diesem Moment da, es war einfach eine Umgebung aus purem Glück und Liebe. Ein leichtes Gewaber, aus orange-gelblichen Farbtönen, wenn man das vielleicht so beschreiben könnte. Doch auch dieses Mal nahm viel zu schnell ein Ende, und alles, was um mich herum da war, sog mit einem Mal weg, als wäre es von einem schwarzen Loch aufgesaugt worden. "Ich habe die Lösung!! Ich habe sie!" Schrie ich auf einmal, doch als L mich fragte, was sie denn sei, konnte ich nur, enttäuscht von mir selbst "keine Ahnung, aber ich hatte sie.." antworten:D

 

4. Die Stunden danach

Ich wurde von J gefragt, ob ich ihm ein halbes Teil geben könnte und da ich es eh nicht mehr haben wollte, gab ich es ihm, denn auf einmal dachte ich viel bewusster über meinen eigenen Drogenkonsum nach. M nahm auch noch eine Pappe. M meinte zu mir die Tage darauf auch, dass man mir sehr stark angemerkt hatte, wie ich direkt nach DMT nur noch sehr nachdenklich und fertig rüberkam. Ruhig war ich tatsächlich, doch fertig keinesfalls, denn jetzt fing es in meinem Kopf erst richtig an. N und M gingen noch einmal zum Zigaretten kaufen weg und J und die anderen beiden Freunde von L gingen auch langsam. Also blieben mein Freund und ich mit L alleine zurück und die Gefühle und Ereignisse die darauf folgten sind schwer, wenn nicht unmöglich in Worte zu fassen:

Wir waren sehr platt und lungerten nur auf dem Sofa herum, als L auf einmal lauten Dubstep anmachte. Zufrieden schaute er auf den seinem PC zugehörigen Monitor. Ich kannte das Lied ohnehin nicht, da es nicht meiner Musikrichtung entsprach, doch selbst, wenn ich es gekannt hätte, hätte ich es nicht erkannt. Ich dachte, die Wirkung von DMT würde gerade mal 10-20 Minuten anhalten, doch es fühlte sich alles so an, als hätte DMT mich in diesem Moment noch mal an der Hand genommen und hätte ungefähr so etwas gesagt wie "Schau mal, das sind alle deine Gefühle, die du jemals erlebt und unterdrückt hast!" Ich sah Muster und Formen vor meinem inneren Auge, die nichts bestimmtes Darstellten, doch trotzdem war ich mir zu 100% sicher, dass ich genau diese schon einmal vor langer Zeit gesehen hatte. Ich sah für kurze Augenblicke Teile, einer komplett anderen Welt, auch diese war von keinen bestimmten Mustern oder Formen geprägt, sie war einfach irgendwo und DMT gab mir für kurze Augenblicke die Möglichkeit, sie zu sehen.

Der Dubstep gab dem ganzen ein etwas unbehagliches Gefühl, doch in diesem Moment war ich nicht in der Lage, das jemandem zu sagen, ich fand mich einfach damit ab. Ein wenig, als hätte der Dubstep mich ausgelacht, weil ich doch keine Ahnung hatte, wie die Realität aussah. Und die Realität war grauenhaft. Hätte ich kein MDMA konsumiert, ich wäre bis heute verrückt geworden, weil mich ein unfassbares Gefühl der Einsamkeit heimsuchte, doch ich konnte nichts weiter tun, als es zu akzeptieren. "Sei froh, dass du druff bist, sonst würdest du das, was du getan hast bereuen. Du musst so viel Unterdrücktes verarbeiten, du bist so jung, wieso tust du das dir jetzt schon an? Du hast in diesem Zustand eigentlich nichts verloren!" Ungefähr das teilte DMT mir über meine eigenen Gedanken wohl mit und damit hatte es auch vollkommen Recht. Es fühlte sich an, als wäre es ein guter Freund gewesen, der nach langer Zeit mich mal wieder besucht hatte und mir ein paar Dinge zeigte.

Mein Freund war nicht mehr mein Freund, in diesem Moment wurde mir eiskalt gezeigt, was ich wirklich von ihm dachte, ich wollte es nur bis zu diesem Augenblick nicht wahrhaben. Auf einmal erlosch die Musik und damit fürs Erste auch diese eiskalte Realität. Ich war einfach nur erschöpft von der Überflutung an Informationen, die mir gegeben wurden. Wenn ich ein Computer wäre, wäre der Vaporizer ein Stick gewesen und DMT die Daten. Ich war kurz vorm Abstürzen.

Auf einmal erklangen Geräusche, die mir bekannt vorkamen. Ich wollte es zuerst irgendwie nicht wahrhaben, weil es mir in dem Moment so unrealistisch und absurd vorkam, aber L spielte Minecraft. Wäre ein Drache durch L's Zimmer geflogen, wäre es mir vielleicht normaler vorgekommen. Wie ein kleines Kind schaute L glücklich und zufrieden auf den Bildschirm und sprang in der virtuellen Klotzwelt herum. "Ich glaube, ich werde verrückt", dachte ich mir. Ich schaute mich im Zimmer um und es kam mir vor, als wäre ich in einer Welt über der Welt gewesen. Es heißt doch, es gäbe unendlich viele Paralleluniversen und wenn das stimmte, dann waren unter uns die ganzen anderen Zimmer von L, in denen nur ein winziges Detail anders gewesen wäre. Also gibt es irgendwo ein Zimmer von L, in dem wirklich ein Drache herumfliegt;)

N und M kamen von ihrem erfolgreichen Zigarettenkauf zurück und setzten sich zu uns aufs Sofa. N schaute uns verständnislos an, wir mussten ziemlich fertig ausgesehen haben, weil mein Freund und ich gaben keinen Ton von uns und existierten einfach nur noch vor uns hin, wobei sogar das schwer wurde. Kurz saß N neben mir, neben ihm M und plötzlich sah ich, wie dünne kleine Seile, in der Form von DNA-Strang sich zuerst von meinem Freund zu mir zogen und dann etwas schwächer von mir zu N. „Kann ich N‘s Gedanken lesen? Haben wir gerade genau den gleichen Gedanken? Weiß er, dass ich das gerade denke?“ Es schockierte mich für einen Augenblick, als N genau in dem Moment sich zu uns umdrehte, obwohl er keinen Grund dazu gehabt hätte. Ich konnte nicht länger in der Nähe von Menschen sein. Ich brauchte kurz einen Moment für mich. Somit ging ich aufs Gästeklo und schaute auf die hölzerne Tür vor mir. Ich erkannte in den Mustern des Holzes Menschen, wie sie miteinander redeten und interagierten. Doch als ich meine Hände wusch und im Spiegel mir gegenüber mich selbst erkannte, sah ich mich selbst, als wäre ich eine andere Person und fand mich somit zum ersten Mal irgendwie schön und auch sympathisch. Meine frisch gefärbten, pinken Haare erweckten in mir trotzdem ein Gefühl der Künstlichkeit, es war auch ein Gefühl der Unnatürlichkeit und somit beschloss ich, meine Haare vorerst nicht mehr in solchen Farbtönen zu färben.

N hatte in der Zeit Techno auf seinem Handy angemacht. Bei dieser Musik kam wieder ein ähnliches Gefühl wie beim Dubstep auf, nur nicht mehr ganz so stark, was vielleicht auch daran lag, dass Techno in diesem Moment in meinen Ohren total abgestumpft und aggressiv klang, als würde er einen angreifen wollen. Wenn Techno in diesem Moment eine Stimme gewesen wäre, sie hätte dich beleidigt und beschimpft. „Bist du noch druff?“, fragte mich N. „Geht noch“, antwortete ich. „Ich bin schon am Runterkommen, aber ich lasse es einfach nicht zu.“ Dieser Satz enttäuschte mich in diesem Moment irgendwie sehr und das Gefühl, als wäre ich die einzige Person der Welt, die diesen Zustand wirklich erleben würde nahm Platz in meinem Gewissen ein. Ich war nicht mehr nur druff, ich war viel mehr, mein Geist wurde mit neuer Energie getankt und einer meiner besten Freunde konzentrierte sich einfach nur darauf, druff zu sein?? Dieses Gefühl der Enttäuschung ist so schwer zu beschreiben, aber alles war, als wäre ich auf einer Ebene weit über meinen Mitmenschen stecken geblieben und würde für immer dort bleiben.

L fuhr uns schließlich alle heim, doch die Wahrheit durchbohrte mich noch immer. Ich schlief diese Nacht bei meinem Freund, doch alles schien merkwürdig. Wäre ich nicht restdruff gewesen, ich wäre so wahrscheinlich verrückt geworden. So viel Input hätte ich nicht ohne die Übermenge an Glücksgefühlen verkraftet. Ich verstehe nicht, wieso DMT zu mir gesucht hat und mich diese Erfahrung somit machen lassen hat, denn es war ein Geschenk, das einen so hohen Wert hatte, dass menschliche Vorstellungskraft ihn sich nicht vorstellen könnte.

 

5. Die Tage danach

Wir gingen zu zweit in unsere kleine Stadt, um uns etwas beim Bäcker zu holen. Es war ein wunderschöner Tag, um die Zeit draußen zu verbringen und es kam mir vor, als wären die Farben der Bäume und Blätter intensiver gewesen als sonst. In der Innenstadt schwebte ich über den Menschen hinweg und konnte in ihre Köpfe schauen. Ich hatte für alles und jeden tiefstes Verständnis, doch gleichzeitig lachte ich innerlich alle ein wenig aus, denn so eine krasse Erfahrung würden die meisten von uns nur am Ende und am Anfang ihrer Tage machen. Ich versuchte, all die Dinge meinem Freund zu erklären, obwohl ich wusste, dass er dem Ganzen keinen Glauben oder Verständnis schenken würde. Das machte mich traurig, doch leider wäre er nicht der Einzige, mit dem es so gewesen wäre.

Nachdem wir noch Freunde von uns trafen, ging ich heim.

Die Zeit daheim war schlimm. Als kleines Kind hatte ich immer Angst vor der Dunkelheit und diese Angst suchte mich erneut heim. Einschlafen war die ersten Tage ohne Licht nicht möglich, doch ich wusste, dass ich mich dieser Angst stellen musste. Durch Meditation mithilfe von Sequenzen versuchte ich, noch einmal zu dieser Welt zu gelangen, an der ich war, denn ich hatte Angst, wieder in mein altes Leben runterzurutschen. Am ersten Abend hörte ich zum Einschlafen eine geführte Meditation an. Als ich immer entspannter wurde sah ich, wie ich mich in einem Aufzug befand. Er fuhr an den verschiedensten Orten vorbei, immer höher und höher. Ich fühlte, wie sich mein Körper langsam auflöste. Ich konnte ein großes Konstrukt erkennen, mitten im All. Es drehte sich und bestand aus allen Formen und Farben, wobei es sehr hell leuchtete. Es fühlte sich so an, als wäre ich ein Teil dieses Konstrukts gewesen und hätte an mir herunter geschaut. Doch der Zustand bereitete mir einfach noch zu große Angst. Ich machte die Augen auf und konnte kaum realisieren, was ich da gesehen hatte.

Einen Tag später packte mich der Mut und ich wollte erneut dorthin. Keiner war daheim, also hatte ich meine Ruhe. Ich legte mich auf mein Bett, machte eine 963hz Frequenz an (Die „DMT-Frequenz“) und sah nach einiger Zeit wieder den Aufzug, doch er ruckelte. Ich kam zwar immer höher, doch auf einmal stürzte er ab und fiel in die Tiefen der Bewusstseinsebenen. „Du warst ganz oben und wirst dort auch wieder hinfinden“, wollte mir etwas wahrscheinlich mitteilen, „doch zunächst musst du vieles in deinem Leben verändern und akzeptieren.“

 

6. Die Wochen danach

Ich habe mit dem Rauchen aufgehört und fing an, mich mehr mit meiner Ernährung und Sport zu befassen. Gemüse und Obst strahlten mich auf einmal an und schrien mich förmlich an, ich solle sie mehr essen, während Fleisch und Fertigprodukte mich immer mehr anekelten. Ich wurde mir selbst wichtig und kenne nun meinen Wert. Ich beschäftige mich viel mit der Aktivierung und Reinigung der Zirbeldrüse und höre öfters stimulierende Musik (Solfeggio-Frequenzen). Ich versuche, geregelte Routinen in mein Leben zu integrieren, gehe früh ins Bett und stehe automatisch zwischen 5 und 7 Uhr auf. Man könnte mich als einen Spießer bezeichnen, doch ich fing lediglich an, mich selbst zu schätzen. Schminke benutze ich auch seltener als vorher, denn ich habe mich akzeptiert wie ich bin und schminke mich somit nur noch, wenn ich das möchte und nicht, wenn ich mich als zu hässlich erachte. Der Weg nach oben ist hart und langwierig, doch er ist nicht unmöglich und wer einmal oben war, wird ihn schätzen.

 

7. Schluss

Wir alle waren zwischen 17 und 21 Jahren alt und somit teilweise auch noch zu jung. Ich persönlich habe auch das Gefühl, dass DMT manche ein wenig.. ins Negative gezogen hat, da sie einfach noch nicht mit der Erfahrung klargekommen sind. Somit fielen auch Sätze wie „Dmt macht garkeinen Spaß, ich lange das Zeug niemals noch mal an.“

Wer DMT ausprobieren möchte, dem sei gesagt: DMT findet zu dir und nicht du zu ihm. Es ist keine Spaßdroge, vor allem die Zeit danach ist sehr anstrengend, wenn auch lohnenswert in meinen Augen. Bis ich DMT wieder konsumieren werden, werden Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen und trotzdem weiß ich, dass diese Erfahrung mein Leben sehr geprägt hat.

Ich hoffe, ich konnte jemandem mit diesem Bericht weiterhelfen. Ich weiß, er ist sehr lang und ausgeschmückt, aber die, die ihn wirklich lesen sollen, werden ihn auch lesen. 

*Das MDMA und das Ecstasy hat L vorher mit einem Testkit getestet. Im MDMA war PMA/PMMA enthalten, im Ecstasy, welches die hellgrünen NFL waren zwar auch, aber deutlich weniger.

Substanzen: 

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