Erster LSD-Tripp mit ca. 180µg und Mischkonsum

Vorwort

Zuallererst einmal zu mir als Person. Ich bin 26 jahre alt, arbeite ganz normal in einer recht großen Firma (Bürotätigkeit) und leide/litt bis vor wenigen Monaten noch an einer Bi-Polarer Störung ("leide" deswegen, weil es immer mal wieder passiert das man denkt das alles besser läuft, deswegen bin ich mit der Äußerung ein wenig vorsichtig geworden). Alles in allem kann ich sagen ist der LSD Konsum bei mir sehr gut ausgegangen, sogar so gut das ich seitdem einige male wieder LSD zu mir genommen habe und diese Bewusstseinserweiterung auch nicht mehr missen möchte.

 

Vorgeschichte

Der Abend an dem wir das erste mal LSD Konsumieren wollten ist gekommen. Wir waren drei Leute, zwei Männer eine Frau welche ich jetzt mal Alice, Timo und mich selbst im Weiteren Verlauf Lucas nennen werde. Ich war schon immer neugierig was die menschliche Psyche angeht, hatte aber vor LSD immer zu viel Respekt. Mit Alice hatte ich nun endlich jemanden kennen gelernt, die schon sehr viel mit LSD zu tun hat und nicht nur das. Auch Pilze nimmt sie öfter mal zu sich und einmal hat sie auch schon DMT(syntetisches) mit einer positiven Erfahrung probiert. Ich selber hatte zuvor nur Erfahrung mit Cannabis, Alkohol und Salvia in geringen Maßen. Timo hatte bisher ähnliche Erfahrungen wie ich, nur das er schon deutlich länger kifft. Dazu sei noch zu sagen das wir alle drei täglich und regelmäßig kiffen und das ca. 30g im Monat pro Person. Jetzt kam es endlich dazu, wir hatten einen Goa-Rave gefunden zu dem wir unbedingt wollten und uns auch dort vor Ort LSD klar machen.

 

Der Abend

Wir haben uns bei Alice zu Hause getroffen, der Ort von dem wir immer aus starten. Sie hatte ein bisschen Kokain von jemandem geschenkt bekommen, nicht viel, aber dafür umsonst. Es hat immerhin gericht das jeder eine Line für sich hatte, was auch gereicht hat, das sollte nur einmal zum ausprobieren sein. Es war auch ein schönes und euphorisches Gefühl, aber hier soll es jetzt nicht um das bisschen Kokain gehen, da es wirklich nicht viel war. Dann haben wir noch ein bisschen was getrunken, wirklich nicht viel, vllt 2-3 kurze Wodka da wir uns an diesem Abend ja anders berauschen wollten. Später sind wir dann los zum Ort des Raves welcher in einer alten Kaserne stattfinden sollte. Gegen 1 Uhr Nachts waren wir dann dort und siehe da: Einlass Stopp. Wir warten da also geduldig auf dem Platz vor dem Gelände mit vielen anderen Leuten und überlegen was wir machen. Später sprach uns eine jüngere Frau an (total auf MDMA), ob wir was zu trinken hätten. Nachdem wir uns dann ein wenig mit ihr unterhalten hatten, meinte sie, sie könne uns Pappen klar machen. Jeder gab ihr 10€ und nach 20 Minuten war sie auch wieder da allerdings nicht mit dem versprochenen LSD sondern mit Teilen. Naja Geld war weg, war ein missverständnis und ich habe gelernt das Leute auf MDMA nicht wirklich zuverlässig sind, was sich im späteren Verlauf auch immer wieder bestätigt hat. Naja, also hab ich mir das Teil gegeben und geschaut was passiert, allerdings kam nicht all zu viel (möglicherweise aufgrund des Kokain und Alkohols, da die Teile auch nicht krass hoch dosiert waren - schätzungsweise 120mg).Nach einer Stunde haben wir uns dann entschieden in eine Discothek in die Innenstadt zu fahren in der immerhin Psytrance gespielt werden soll. Wir haben nicht damit gerechnet an diesem Abend noch irgendwo LSD zu finden, nur ich ließ die Hoffnung nicht locker. Später in der Discothek haben wir noch circa. 3.5g Pilze bekommen, welche wir zu dritt geteilt haben, also auch nicht all zu viel. Später haben wir noch einen weiteren Bekannten getroffen, nennen wir in Matthias. Matthiashat einfach mal ein wenig im Club rumgefragt (wie wir) und hatte scheinbar mehr Glück. Er hat tatsächlich LSD gefunden mit angeblichen 180µg. 5 Uhr morgens (Samstags), in einer ganz normalen Discothek mitten in der Innenstadt haben wir endlich LSD gefunden. Somit haben wir uns kurz um die Ecke verzogen, jeder sein Ticket rein und los gings.

 

Der Trip

Ich habe wirklich nicht viel erwartet nach all dem anderen Konsum und dadurch, das es sich um eine einfache Discothek handelte, aber das war bis heute noch einer meiner krassesten LSD-Erfahrungen die ich gemacht habe. Es fing ganz langsam an, auf der Tanzfläche. Ich bemerkte Euphorie und einen Drang mich zu bewegen, ich musste irgendwas machen, ich konnte nicht still sitzen bleiben bzw. es viel mehr doch recht schwer. Auf der Tanzfläche kam es dann plötzlich richtig. Vor mir tanzte ein Kerl in weißem T-Shirt mit Delfinen drauf, welche sich aufmal anfingen zu bewegen. Die rötliche Raufasertapete im Club begann sich wie ein Meer zu bewegen und Gesichter zu formen. Ich habe versucht das Gesicht anzufassen. Es blieb, aber aufmal sah die Tapete so aus bzw. bewegte sich als wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Gedanklich war ich komplett bei den Optiken, da die Discothek mit ihren vielen Menschen und Farben so viel zu gucken bot, das ich mich kaum davon ablenken lassen konnte. Auch bei Alice schlug das LSD wie eine Bombe ein, sie hatte ähnliche Erfahrungen wie ich, auch deswegen weil wir die meißte Zeit aufeinander hockten und rumliefen. Timo hatte nicht so extrem viel davon, obwohl er auch vieles gesehen hat was ich gesehen habe, er blieb aber deutlich ruhiger. Das liegt vermutlich auch daran da er ehe ein eher zurückhaltender Mensch ist und bis damals noch nicht so die Tanzfläche heimsuchte so wie wir. So gegen 07:00 Uhr Morgens wolten dann einige nach Hause, allerdings hatten die anderen arghe Probleme uns aus dem Laden raus zu bekommen, da dieser drei Stockwerke besaß und wir wie von der Terantel gestochen überall rumliefen, viele Leute angesprochen haben und uns alles anschauen wollte. Wir hatten Spaß bis zum geht nicht mehr.Nachdem wir noch drei mal das Stockwerk gewechselt haben und immer wieder jemand kam uns raus zu holen, standen Alice und ich irgendwann an einem Stehtisch an dem wir uns mit jemandem versucht haben zu unterhalten. Irgendwann als ich ihn mir genauer ansah sagte ich zu Alice "Alter... der Typ sieht echt scheiße im gesicht aus, ob der das weiß? Ob man dem das sagen sollte?" Natürlich nur wegen des LSDs. Dann packte sie mich am Ärmel und ist mit mir raus gerannt. Nun haben wir es geschafft. Circa 08:00 Samstag Morgens mitten in der Innenstadt auf LSD. Es war schon wieder alles recht hell, das Wetter eher bewölkt und kalt (Winter). Wir gehen also ein wenig durch die noch leere Innenstadt spazieren und wow... alles sah extrem plastisch aus und hat sich bewegt, ich kann es kaum beschreiben. Ich konnte vllt 15 Meter weit gucken und Dinge erkennen obwohl diese echt komisch aussahen, aber danach sah alles nur noch aus wie ein sich bewegendes Ölgemälde. Die Neon-Leuchttafel des Telekom ladens hat so effektiv geleuchtet in ihren Farben, und auch allgemein... alle 10-15 meter war das Licht anders aufgrund von Leuchtreklame, und damit auch das Setting. Jedes mal aber ein schönes Gefühl. Irgendwann standen wir zwischen McDonalds und einem Bäcker in der Innenstadt. Alice hatte Durst, wollte einen Kaffee, aber mit Milch(keine Sahne) und Zucker. Wir sind die ganze Zeit hin und her gerannt, haben auch zwei ältere Damen kennen gelernt die wohl hart betrunken gewesen sein müssen. Immerhin haben die mitten in der Innenstadt aufmal in die Ecken gepinkelt, seitdem sind sie auch nur noch als "Die Pinkel-Tanten" bei uns bekannt... denn genau so sahen sie aus. Alt, verschrumpelt und die Klamotten viel zu kurz und Jugendlich für ein Alter von ca. 40 Jahren. Naja irgendwann sind wir die beiden auch los geworden. In der Innenstadt war mir aufmal wirklich warm, nicht zu warm aber angenehm warm das ich dann erstmal Barfuß weiter gelaufen bin. Auf jeden Fall hat dann Matthias6 Becher Kaffe für... 4 Personen geholt, obwohl nur Alice Kaffee wollte. Wollt sie dann aber doch nicht mehr weil es nur Zucker und Sahne gab, sie wollte in diesem Moment aber richtige Milch. Nachdem wir anderen ein wenig Kaffee getrunken haben (außer Alice), und der ein oder andere patzer über Alices und meine Klamotten ging und Matthias aus versehen und unbemerkt einen Kakao beim Bäcker geklaut hat wollten wir weiter, auch schon allein aus dem Grund weil wir mitten in der Innenstadt waren, um 09:00 Morgens, voll auf LSD und bald Familien mit ihren Kindern usw. in die Stadt kommen und shoppen wollen. Es war wirklich schwer Alice aus der Stadt zu kriegen da sie jedes mal neue Leute getroffen hat die von irgendwelchen Partys kamen. Als wir es dann endlich auf die Hauptstraße geschafft haben (Autos fuhren noch nicht viele), ging es einigermaßen. Wir diskutierten über Bus, Taxi oder zu Fuß nach Hause. Bus hätte zu lange gedauert, Taxi wollten einige aber niemand hat es geschafft eins zu rufen, also sind wir gelaufen. Nach circa 300 Metern kam eine Verkehrsinsel und einige Wege darüber. Alice, Timo und Matthias sind dann rüber gekommen, auch wenn kompliziert. Ich bin irgendwann circa. 50 Meter neben dem Weg oben auf der Vekehrsinsel gewesen, wobei ich nicht wirklich weiß wie ich da hin gekommen bin da ich die ganze Zeit neben den anderen her gelaufen bin. Sehr erschreckend aber letzendlich auch ziemlich witzig. Irgendwann bekam Timo schlechte Laune und ist alleine weiter gelaufen da ihm kalt war und er nach Hause wollte. Da es auch sein erstes mal auf LSD war sind wir ihm nachgelaufen. Mit jemandem der vorläuft haben wir bemerkt, kommt man auch deutlich schneller vorran. Mitlerweile war es 10:00 Uhr und wir waren wieder in einem ruhigerem Stadtgebiet. Von dem weg bis nach Hause haben wir nicht mehr sehr viel mitbekommen da es durch Timo doch recht schnell dann nach Hause ging. Wieder zu Hause bei Alice angekommen haben wir ein wenig Poi gespielt, ein wenig gemalt und uns einfach mal alles angeschaut. Die Lackierung der Badezimmer Tür bewegte sich wichtbar wie ein Wasserfall so das ich erst mal eine halbe Stunde im Badezimmer saß. Wir hatten noch guten Wackelpudding von Dr.Oetker (Himbeere), der hat so gut und intensiv geschmeckt. Ich hätte mich reinsetzen können. Naja, dafür war es leider nicht genug, also hab ich Alice den Wackelpudding aus der Hand gerissen was sie gar nicht bemerkte da sie sich mit Timo unterhalten hatte, und mich in eine Ecke gehockt und den schnell verschlungen... und dann noch einen. Ich habe mir einen Katzenkalender angesehen und je länger ich auf das Titelbild sah, desto mehr Katzen bewegten sich darauf und zwinkerten mir zu. Optisch kamen noch viele ähnliche Dinge, aber nichts groß erwähnenswertes mehr da das hier den Rahmen sprengen würde.

 

Fazit

LSD ist ein gewalltiges Mittel, nicht nur optisch sondern auch deine Sicht auf die Welt wird auf einmal völlig über den Haufen geworfen. Du siehst Dinge aus anderen Blickwinkeln. Hier bin ich jetzt absichtlich nicht so sehr darauf eingegangen, da es doch ziemlich scher zu beschreiben ist. Aber letzendlich würde ich sagen LSD verändert dich nicht, nur deine Sicht auf die Welt und das kann einen natürlich schon verändern zum positiven wie zum negativen. Diese Veränderung hält auch nach der Wirkung an und bleibt, was ich für mich allerdings nicht als negativ werte da ich dadurch ein doch offenerer Mensch geworden bin. Deswegen würde ich LSD wirklich nur Leuten empfehlen die gut mit sich selbst klar kommen, sich von negativ Gedanken ablenken können und keine Angst vor dem LSD haben. Respekt ist in Ordnung, aber wenn man Angst vor der Wirkung des LSD hat und LSD konsumiert... wird das ganz schnell mal ein schlechter Tripp.

 

Nachwort

So das war mein aller erster Tripp-Bericht den ich je geschrieben habe, ich hoffe dem einen oder anderem konnte ich damit die Wirkung von LSD zumindest ein bisschen näher bringen. Konstruktive Kritik ist natürlich jeder Zeit erwünscht. :)

Substanzen: 

Kommentare

LSD

Schöne Geschichte, aber meiner Meinung nach eher suboptimale Verhältnisse für den ersten LSD Trip. Set und Setting sind alles. Ich persönlich würde es nie im Club nehmen. Eher tagsüber in der Natur oder einer sonst vertrauten Umgebung in der du dich wohlfühlst....

kritik

guter bericht aber hau mal n paar absätze rein, ist ziemlich schwer zu lesen bei so viel text...

werde lsd wohl auch bald zum ersten mal ausprobieren, bin hier um erfahrungen von anderen zu sammeln

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