"Ich habs im griff"

Hey, Ihr kennt es bestimmt "ich habs im griff" "ich habs nur ma probiert". Genauso das gelaber von starkem charakter haben, klar gibt es mit sicherheit user die es schaffen aufzuhören, oder irgendwann lernen nein zu sagen - das ist jedoch die minderheit! Man kann nichts 'im griff haben' was einem im griff hat!. Bei mir fing alles vor gut einem jahr an. Ich hatte mit 15 ein paar erfahrungen mit hasch, was mich aber nie wirklich geflasht hat (lag warscheins daran das wir meist zu 5. oder 6. gekifft haben und auch nicht viel). Vor gut einem Jahr (also viele jahre später) war ich mit 2 freunden auf einem wochenende in berlin. Der eine meinte dann ob wir nicht bock hätten uns ein wenig gras zu besorgen. Ich war am anfang eher skeptisch (ich wahr fahrer gewesen und wusste nicht wie krass es mich weghauen würde). Jedoch bekam ich nachdem wir es kauften immer mehr lust darauf und konnte es kaum erwarten. Am abend baute der eine 2 joints und wir gingen raus. Nachdem wir dann beide geraucht hatten war ich extrem geflasht, ich fühlte mich mega gut, war aber auch ziemlich fertig. Zurück im zimmer ging es dann richtig los. Wir waren zu 3. in einem schäbigen zimmer, jeder saß auf seinem bett und ich hatte das gefühl das wir uns auf einer rauschende party befanden (hatten nicht einmal musik an). Wir haben so viel gelacht das ich nach 20 minuten krasse bauchschmerzen hatte. Das war einer der lustigsten und schönsten abende in meinem leben! Trotz alledem war das leider der start in eine recht steile drogenkarriere. Aus 'nur am wochenende' wurde 'wenn ich bock habe' und daraus wurde dann 'täglich'. Irgendwann knallte das kiffen dann nicht mehr so - dann kams dazu das ich das erste mal ecstasy nam. Es war eine recht hochdosierte pille (199mg mdma) fürs erste mal. Nachdem ich das teilchen dann einwarf dauerte es bei mir fast eine stunde. Wir waren zu 3. unterwegs. Als die wirkung schlagartig eintrat befanden wir uns gerade draußen in der stadt. Es war recht viel los da eine große veranstaltung war. Dies war mein erster kontakt mit chemischen drogen. Ich hatte das gefühl das alle farben die ich sah ineinander verschmelzen und das ich mich auf einer wolke befinde die ganz langsam abhob. Unmittelbar nach eintritt der wirkung trafen wir dann 4 sehr gute freunde die ich längere zeit nicht gesehen hatte. Plötzlich war ich voller liebe und fiel allen um den hals. Ich hatte dermaßen bock zu tanzen das ich alle sofort in den nächstbesten club schleifte. Es war ein überragendes gefühl, ich hatte ein krasses körpergefühl, war in einklang mit der musik und liebte einfach alles was um mich rum war. (Hab sogar fast den türsteher umarmt als er mir den nächsten kippenautomaten zeigte). Ich war geschockt/überrascht das es so etwas überhaupt gibt, da ich immer egtl der säufer war. Man kann schon sagen das dieser abend mein leben verändert hat. Mittlerweile rauche ich gras, ziehe pep und schmeiße mir zu besonderen anlässen teilchen. Pilze hatte ich auch schon probiert, fand ich aber widerlich und wirkung fast 0 (warscheins falsch verarbeitet). Was ich damit sagen will ist nicht das ich stolz darauf bin sondern das ihr euch schon beim ersten kontakt mit drogen über die folgen bewusst sein solltet. Wenn ihr ähnlich experimintierfreudig, extrem neugierig und anfällig für jeden mist seit hauptsache es berauscht, solltet ihr gar nicht erst anfangen (wird nicht gut enden). Jedoch muss ich auch sagen das ich durch die drogen ein ganz anderer mensch geworden bin, irgendwie besser. Habe eine komplett andere lebenseinstellung bekommen, bin tolleranter und sozialer geworden (weil du mit der zeit wirklich krasse sachen siehst). Viel ausgeglichener und ruhiger. Deswegen bereue ich das ganze nur teilweise. Ich denke wenn man sich nicht jeden mist reinhaut, alles in maßen nimmt, es richtig einsetzt und den respekt nicht verliert kann mit bestimmten drogen ganz gut "fahren" und sein leben durchaus bereichern. Gilt halt wie bei allem im leben, nicht übertreiben!

Substanzen: 

Kommentare

"Ich habs im Griff"

 

... wie oft habe ich das selbst gedacht und fast überheblich-gutmütig auf die Freunde geschaut, die gerade nicht klar kamen

Nach ca. 2,5 Jahren Exzess (inzwischen über 10 Jahre her) kann ich euch sagen, dass man es eben NICHT im Griff hat!

Amphe und ab und an Koks waren die Reisebegleiter.

Pausen, wie hier ja einige Schreiben, haben wir praktisch nie gemacht. Es zählte immer das nächste Wochenende.

 

Montag/Dienstag "Überlebensmodus": Kurzzeitgedächtnis außer Betrieb, Stimmungsschwankungen, Pappmaul

Mittwoch/Donnerstag war man einigermaßen salonfähig, Freitag hat sich der Kopf schon auf der Party am Abend befunden

Über Ostern 5 Tage wach gewesen, zum Schluss dachte ich,  meine Zähne würden wackeln. Das nächste Wochenende ging es -selbstredend- wieder auf Tour.... 5-7 Gramm pro WE waren es praktisch immer, wenn das Zeug zu rein war, gings ab in den Kaffee oder das Getränk... Da haben selbst die anderen kapituliert

Ich hab aufgehört, nachdem mir die engsten Feierfreunde unterstellt hatten, ich hätte sie abgezogen.

Da wurde mir dann klar, dass man eigentlich nur noch Mitkonsumenten um mich geschart hatte.

Alles restliche Zeug in den Müllschlucker geschmissen und alle Kontakte abgebrochen. Hat ca. ein Jahr gebraucht, bis ich auf das normale Leben wieder richtig klar kam.

Keine Vorstrafen/Delikte, Abitur gemacht, scheinbar alles gut gelaufen, "Alles im Griff" eben...

Doch so sehr ich die heftigen Erfahrungen auch nicht missen möchte, bin ich heilfroh, aufgehört zu haben, bevor ich ganz die Kontrolle verloren habe. Die Heftigkeit von Koks ist ja allgemein bekannt, aber die schleichende Veränderung, die man auf Amphe unterläuft würde ich nicht minder gefährlich nennen, Leute!

 

Stay safe

"Nach allem, worauf ich mich freu, bin ich süchtig"

...So hört sich das an. Ich hab erst ein paar mal was geschmissen, aber mir gings immer richtig gut dabei und ich freue mich immer aufs nächste Mal. Mir gehts wie dir: Ich studiere,  hab einen Freund, ein tolles Leben und ab und zu nehme ich gern was. Ich gehe nicht oft feiern, aber wenn, dann schau ich immer, dass ich Extasy krieg oder Speed (krass chemische Sachen nehm ich nicht, weil ich einmal nen bösen LSD Trip hatte), weil mir das besser taugt als Alkohol. Alkohol trinke ich auch (Feierabendbier, ein Glas Wein mit der Freundin, ...) und sage auch da, dass ich nicht süchtig bin. Ich finde es albern, ständig diese Angst zu haben vorm süchtig werden. Ich mein, ich rauche nicht, und ehrlichgesagt weiß ich nicht, wie es ist wirklich nach was süchtig zu sein. Aber nur weil du dich auf etwas freust, von dem du weißt, dass es geil ist...das ist doch keine Sucht. Etwas zu wollen ist keine Sucht. Gefährlich wirds dann, wenn du OHNE keinen Spaß mehr haben kannst.

"Ich habs im Griff"

Hallo,das du deine jetzige Lebenseinstellung geändert hast, ist toll! hoffentlich behälst du sie. Mit Crystal Meth kann man nichts steuern, denn Crystal Meth steuert Menschen unaufhörlich ins verderben.

Bleibe Stark!

Lieben Gruß

eine Mutter

Sauber!!!

Dikka so mach ich das auch, Respekt an deine Entsellung find ich super!Ich konnte auf meinen Trips über Sachen sprechen, über die ich vorher niemals hätte reden könnenund das hat auch mein Leben verändert...

Grüße

Jo

Also wenn man so jung mit Drogen anfängt wundert er mich gar nicht das soviele hängen bleiben. Die sind ja noch in der Wachstumsphase, was auch das Gehirn betrifft und da sollte man sich nicht jede scheisse reinwerfen. Ich habe zum ersten mal mit 21 gekifft und mit 23 das erste mal xtc probiert.

Im Griff

Sehr interesanter Beitrag. Mir gehts fast genau so. Habe letztes Jahr zu ersten mal XTC auf ner Open Air genommen, einfach unglaubnlich! Bin auch schon seit längerem in der Techno Szene unterwegs, schon bevor die Drogen kamen, aber jetzt wo ich diese Erfahrung gemacht habe, will man ja quasi garnicht mehr ohne. Ich versuche immer eine Pause von mind. 1 Monat zu machen, was bisher auch ohne Probleme funktioniert.

Was mich beunruhigt ist die Tatsache, dass ich sehr oft an meinen nächsten "Rave" denken muss. Zb werde ich am Freitag wieder feiern gehen und konsumieren, und ich kanns kaum erwarten. Das macht mir ehrlich gesagt Sorgen. Ich habe nie wirklich viel genommen, meistens 1-2, nur einmal als ich Urlaub hatte, habe ich 3-4 Teile genommen, wo ich mal ausprobieren wollte,wie sich das anfühlt (Hatte ja Urlaub, genug Zeit gehabt zum klarkommen)

Wisst ihr was ich meine? Dieses Verlangen nach diesen unglaublichen Nächten, wo jeder dein Freund ist und einfach unglaublich gute Laune habt? Dieses "Warten" auf den nächsten Rave. Es macht mich echt verrückt.

Ich habe es "im Griff". Ich habe einen guten Job, den ich auch mit Erfolg ausübe, eine Freundin, und mache genügend Sport. Aber kann ich sagen ich habs "im Griff"? Zu erst würde ich "Ja" sagen, da es mir nicht schwer fällt, es nicht zu nehmen und ich auf die Pausen schwöre. Andererseits dieses "Warten" auf den nächsten Rave wie oben beschrieben.. Naja.

Erkennt sich jemand selbst wieder bei diesem Beitrag?

Besten Gruß

 

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