Kalter Entzug

Hallo!

Mein Name ist Luca, ich bin weiblich und 15 Jahre alt. Ich möchte hier meine Erfahrungen mit Drogen teilen, da ich anderen helfen möchte und nicht will, dass noch mehr Menschen in die Drogenszene geraten. Ich habe wohl für meine 15 Jahre schon ziemlich viel durchgemacht. Mit 8 kam ich das erste mal in Kontakt mit Gras, welches ich nach einigen Monaten dann auch selbst konsumierte. Auf die Geschichte was währenddessen passiert ist, werde ich nicht im Detail eingehen. Zu den Personen, die beteiligt sind, werde ich nur Namen und Alter angeben: Meine drei Cousins Lars, Simon und Jonas (damals 17,18,19) und noch drei weitere Freunde von ihnen: Henry, Dean und Ju (damals 17,16,16). Sie konsumierten hauptsächlich Gras und hin und wieder mal etwas härteres. In den Jahren wurde die Drogen  aber immer härter, da wir zu dieser Zeit mit einem ziemlich brutalen Drogenring in Kontakt standen. Wir wurden erpresst und auch misshandelt. Wenn ich jetzt auf die Zeit zurückblicke, denke ich, dass wir viele Sachen hätten besser machen können, vielleicht wäre das alles dann auch anders ausgegangen. Aber nun ja, nach einem Jahr konsumierte ich größten Teils Crack, Weed und Speed. Hin und wieder zogen wir auch Lines aus Kokain und gaben und Heroin. Nach ungefähr einem Jahr verloren wir meinen ältesten Cousin Jonas an einer Überdosis Heroin. Auch Simon verloren wir and Heroin und Lars schnitt sich die Pulsschlagader auf. Vor ungefähr einem dreiviertel Jahr sprang Henry vor einen Zug, da er die Erinnerungen an diese Zeit nicht mehr aushielt. Im Krankenhaus wurden die Maschinen nach 5 Tagen ausgeschlatet, da es keinen Sinn mehr hatte. Er wurde nur noch von den Maschinen am leben erhalten. Ich war eine sehr lange Zeit clean, aber ich habe wieder angefangen. Wochenlang ballerte ich mich voll. Ich wusste, dass es nicht gut war. Ich habe kaum Erinnerungen an das was passier ist. Der Alkohol zusammen mit Crystal, Crack, Kokain und Heroin nahmen mir alle Erinnerungen. Ich bin froh, dass einem Freund aufgefallen ist, dass ich in der Schule nur noch high war. Zwei Monate war ich wieder clean, aber vor kurzem habe ich wieder Gras geraucht. Ich bin schon ziemlich sauer auf mich, aber ich bin auch froh, dass es nur Gras war. Zurückblickend auf die Zeit, bin ich trotzdem irgendwie froh diese Drogenerfahrungen gemacht zu haben. Ja, ich war süchtig und ja, ich bin es immer noch. Trotzdem hatte ich teilweise den Spaß meines Lebens. Auf Pilzen Verstecken spielen und auf LSD Lasertag spielen, gehören zu Erfahrungen, die ich nicht hergeben will. Ich finde Niemand hat wirklich gelebt, wenn er nicht um 5 Uhr morgens bekifft mit den besten Freunden am Lagerfeuer saß und über das Leben philosophiert hat. Das sind nur wenige Momente, die ich ohne Drogen nicht hätte machen können. Und ja, auch wenn ich so viel durchmachen musste wegen ihnen, kann ich nicht sagen, dass ich es wirklich bereue. Ich werde weiterhin kiffen, aber härteres werde ich nicht mehr nehmen. Es fällt mir auch immer noch schwer abends am Bahnhof zu sein, da ich jeden Geruch zuordnen kann und das Bedürfniss habe was zu kaufen. Auch die Bilder von Crackleichen und Heroinabhänigen, die sich den Goldenenschuss geben, werde ich wohl nie los. Auch die psychischen Schäden, die ich bekommen habe, werden wohl auch noch eine Weile da sein. Nun, ich werde Niemanden sagen, dass er diese Erfahrungen nicht machen soll, aber bitte, trefft vorher Sicherheitsvorkehrungen. Seid nicht alleine beim Konsum und behaltet es für euch. Informiert euch über die Droge und über die eventuell eintreffenden Nebenwirkungen. Haltet es in Maßen und passt verdammt nochmal auf euch auf. Es kann viel zu schnell was schiefgehen. Ihr könnt viel zu schnell, zu tief in die Szene rutschen und ihr trefft viel zu schnell die falschen Leute. Und merkt euch eins: ihr könnt keinem Abhänigen trauen, wenn es um ihren Stoff geht.

Stay green

Luca

 

 

Substanzen: 

Kommentare

Viel Kraft

Jeder hat sein Laster zu tragen jedes ist änders schwer, und trotzdem erträgt jeder das selbe Leid...

Es freut mich sehr zu hören dass du momentan bis auf die Kiffe Clean Bist!

Ich werde jetzt 18, hab auch schon ein bisschen was erlebt und habe gerade eine Pep Abhängigkeit hinter mir die von 0 auf 100 kam... Naja Suchverlagerung halt. Was ich eigentlich sagen wollte ist das dein Text meine Gedanken zu meinen Konsum/Erfahrungen in Worte fassen.

Natürlich war es eine beschissen Zeit und natürlich wäre vieles besser gelaufen wenn, aber trotzdem bleiben da die schönen und intimsten Erinnerungen, die sollte man nicht verlieren!

Ich habe mit sehr wichtigen Freundin von mir die ich ca. Alles halbe Jahr bis Jahr sehe jetzt beschlossen das Wochenende an meinen Geburtstag bis aufs Kiffen komplett nüchtern zu bleiben, freue mich Voll!

Ich wünsche dir viel Kraft Nein zu sagen! Ich wünsche dir die Kraft dass zu machen was dich am Ende Glücklich macht!

deine geschichte

Hoi Luca! 

Hab gerade deine geschichte gelesen. wirklich mega hart was du in dein junges leben schon erleben musstest. mit 8 Jahre schon was zu konsumieren...ich hab keine worte dafür...aber wie du schreibst merkt man das du schon ziemlich weit für dein alter bist. du kannst enorm stolz auf dich sein das du es rausgeschaft hast. ich wäre selbst auch fast an meinem übermässigen drogen konsum draufgegangen. ich habe hauptsächlich, xtc, speed und amphetamin konsumiert. ber in dermassen hohen mengen das es ein wunder ist das ich noch lebe. nun, diese drogen haben mich psychisch kaput gemacht, aber auch mein nervensystem fast lahmgelegt. es gab da etwas was mich gerettet hat... und das möchte ich dir auch nahe legen. Yoga!!! es hört sich vielleicht zu einfach an, aber ich verspreche dir das es dein leben um 1000% bessern wird. vorallem weil du so jung bist wird es bei dir noch viel besser wirken als bei mir. es gibt ein Hörbuch, es heist: "die sieben geistige Gesetze des Yoga" von Deepack Chopra. Eine einzige Stunde jeden Tag in dem du yoga machst, wird dich heilen. sei es psychisch wie auch körperlich. Ich wünsche dir das du dein weg findest und ein gesundes glückliches leben verbringen kannst. Ich habe gelernt das so ein Anker sehr wichtig ist, vorallem in schwierige zeiten. wan der mensch nähmlich nicht mehr weis wo mit sich hin gehen, greifen die meisten zu drogen um wenigsten noch ein paar glückliche momente zu erleben...nun jetzt weist du es..mit yoga schafst du das. tue es und auch das verlangen nach heroin wird immer mehr abnehmen.  Alles alles gute wünsche ich Dir!!!

Kommentar von Drug Scouts

Hallo,

immer wieder schreiben hier Menschen von Ihren Biographien in Zusammenhang mit Drogenkonsum. Auch wenn bei dem Einen* oder der Anderen* in (sehr) jungen Jahren das Bedürfnis psychoaktive Substanzen zu konsumieren schon etwas größer sein kann, empfehlen wir Euch: Wartet lieber noch ein bisschen. Mit Beginn der Pubertät ist der Mensch meist noch am Anfang oder mitten in der körperlichen und geistigen Entwicklungsphase, in der (besonders negative) Drogenerfahrungen ein noch höheres Risiko für stärkere Nachwirkungen mit sich bringen. Diese können länger anhalten und viel mehr durcheinander bringen, als bei älteren Menschen, die schon "mitten im Leben stehen". Also seid bitte vorsichtig und wartet mit dem Konsum besser noch ein paar Jahre, bis ihr selber von Euch wisst, dass Euch "so schnell nichts aus der Bahn werfen kann".
Von Konsum vor der Pubertät raten wir dinglichst ab. Falls Ihr bereits in jungen Jahren konsumiert habt und Direkt- oder Spätfolgen bemerkt oder Euch Situationen immer noch belasten, redet mit einer Vertrauensperson Eurer Wahl über das Thema.

Liebe Grüße
Eure drug scouts
 

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