life fast die young

wenn man mich heute fragt, wie ich dazu kam drogen zu konsumieren fällt mir keine trifftige antwort ein. es kamen einfach viele dinge auf einander die mich dazu verleitet haben, aber insbesondere vermutlich der wille vergangenes zu verdrängen. ablenkung.

ich war 14 als ich anfing hin und wieder alkohol zu trinken und mal gras auszuprobieren, 15 als ich meine erste line pepp zog und die erste pille schmiss.

der thc wirktoff war nie so ganz meins, von daher ließ ich das auch schnell wieder. nur in der ecke zu hängen und nichts von mir zu geben (außer mal gelegentlich lachflashs) war mir zu langweilig. ich war immer viel auf party, kenne viele leute und viele leute meinen mich zu kennen. als ich wirklich anfing öfters mal am wochenende zu ziehen oder ne pille zu nehmen war ich 16. ich muss sagen, dass meine vergangenheit durch weniger schöne dinge geprägt ist und mir mit der zeit immer mehr egal wurde, so auch das drogen schädlich sind. seit ich 13 bin hab ich eine psychosomatische esstörung, die leider auf dauer auch zu depressionen führte, und musste 2x in eine klinik wegen des untergewichtes da mein zustand lebensgefährlich war. mein leben fing an nur noch auf party, sex, drogen und vergessen zu basieren. es wurde exzessiv gefeiert und dass einzigste was davon mitgenommen wurde, war ein kater und ne abgefuckte story.

damit ihr es nicht falsch versteht, über die jahre habe ich nie auch nur eine droge längere zeit durchgehen kosumiert und trotzdem ist mein körper völlig am ende. anfang 2013 war das "längeste" wo ich ca 2 monate am wochenende+2 tage über die woche gezogen habe. ich weiß, das viel bzw. wenig, lang bzw kurz immer relativ ist, nur ich war einfach erschrocken darüber wie schnell es gehen kann. wie gesagt hatte ich über die jahre immer mal ausprobiert oder gelegentlich mit größeren abständen konsumiert, doch auf einmal war es wie von der einen nacht auf den nächsten tag verändert. gekifft habe ich seit 1,5 jahren nicht mehr, pillen werfe ich vielleicht alle 8-10 wochen eine mal, nur das mit dem pepp ist einfach etwas schwieriger und hat bei mir auch schwerwiegende schäden hinterlassen. für mich ist aber auch das verhängnisvollste, da pepp einfach gut drauf macht egal wie am boden du bist, du extrem wach und freundlich bist und es dir dieses unbeschreibliche gefühl gibt. zu dem kommt, das ein mieser kreislauf entsteht, du ziehst am wochenende, musst montags in die schule. bist am arsch, ziehst nochmal und so geht es dann leider oft weiter. davon habe ich jetzt angeschwollene waden (seit ca 4 monaten, obwohl ich seit 6 wochen nicht mehr gezogen habe), ne kaputte nase, vermutlich irgendwas am herz, atemprobleme, seltsame lila pünktchen auf meinem rücken, flecken auf den beinen. und das tollste ist, ich weiß nicht was genau das alles ist, weil ich nicht zum arzt kann und auch nicht mit meiner ma drüber reden kann. 

heute geht es mir nicht gut, aber besser. ich habe einen freund mit dem ich eine glückliche beziehung führe, der mir das gefühl gibt, nicht immer das "partykid" sein zu müssen und das es auch ok ist, wenn ich mal schlecht drauf bin. für meinen teil kann ich sagen, dass eine große last von mir gefallen ist, als ich die "maske" abgesetzt habe und die fassade brökelte. ich bin immer noch nicht so weit, dass ich sagen kann, das ich das mit dem feiern, drogen, etc voll im griff habe, aber ich denke ich bin auf einem guten weg. mir ist bewusst geworden, dass es dinge gibt dir mir wichtig sind, wichtiger als all das andere und solange ich den weg mit menschen gehe die mir gut tun und völlig hinter mir stehen, versuche ich optimistisch zu sein. natürlich muss man auch realistisch bleiben um sich selbst nichts einzureden, aber ich denke das leben besteht immer daraus, die perfekte balance zu finden. egal wie wackelig der start ist.

ich weiß, dass so gut wie nichts abschreckend ist, wenn man einmal drin hängt, nur hoffe ich dass meine worte vielleicht zum nachdenken anregen. ich wünsche allen alles gute, jeder ist für das verantwortlich was er tut, macht das beste draus 

Substanzen: 

Kommentare

Hey, das war du hier

Hey, das war du hier erzähltst hört sich einwenig an wie bei mir ( 18 )

Ich hab das mit dem zien zwar mitlerweile besser im griff, aber ich weiß das diese droge einmal mein leben bestimmt hat und es immer mal wieder bestimmen wird.

Ich rate dir nur geh zum artzt!

Die Artzte können dir nichts anhaben, sie dürfen nichts deinen eltern sagen, und sie können dir helfen.

Du kannst dir zu 100% sicher sein das deine Eltern durch deine Ärtzte niehmals etwas erfahren weden.

Viel Glück. =)

und hab keine Angst!

Hm, kann ich jetzt auch nicht

Hm, kann ich jetzt auch nicht genau sagen. Aber das wird die Drogenberatung doch wohl wissen, denke ich mal. Auf jeden Fall ist alles besser, als deine gesundheitlichen Probleme einfach gar nicht zu überprüfen.

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