LSD Vorgeschichte und 1P-LSD 1000µg Triperfahrung

Um meine Erfahrung mit LSD auf die bestmögliche Art erklären zu können muss ich etwas ausholen. Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich LSD für relativ unberechenbar halte, auch wenn es generell als eher "leicht" zu kontrollieren gilt. Hohe Dosen KÖNNEN meiner Meinung nach schwere psychische Abweichungen auslösen, dabei kommt es natürlich immer auf den individuellen Geisteszustand und die persönliche psychische "Stärke" an. Komplexe oder psychische Probleme/Belastungen KÖNNEN besonders hervorgehoben werden und zu anhaltenden Psychosen oder selbstverletzendem Verhalten während des Trips führen, weshalb ihr für einen solchen Trip neben einer eingehenden Selbstprüfung eures seelischen Zustands auch UNBEDINGT einen Tripsitter dabeihaben SOLLTET.

(Betrachtet meine Ausführungen mit Vorsicht, da ich kein psychologisches Studium absolviert habe und nur von eigenen Erfahrungen berichten kann)

Den ersten Kontakt mit LSD hatte ich mit 17 Jahren in Form eines Zuckerwürfels. Ich war damals in der Wohnung eines Freundes und habe zusammen mit meiner damaligen Freundin dort gewartet während er unterwegs war um das Acid zu besorgen. Wir haben eigentlich die gesamte Zeit über Gras geraucht um uns die Zeit zu vertreiben und waren deswegen auch schon ziemlich breit als er dann zurück war. Wir haben also jeder einen Zuckerwürfel genommen der laut Dealer 200µg normales LSD enthalten sollte. Nach dem Konsum haben wir angefangen Star Wars zu schauen um auf das Einsetzen der Wirkung zu warten. Irgendwann fing meine Freundin an ihren Pullover zu streicheln und ziemlich intensiv auf den Fernseher zu starren, während ich mit meinem Kumpel weiterhinein paar Tüten geraucht habe. Irgendwann fragte sie dann ob uns die Gesichter im Film auch so komisch vorkommen würden, was wir aber verneinten. Sie meinte damit, dass die Gesichter ihre Formen verändern und ihr auch teilweise ziemlich gruselig vorkamen. Deswegen haben wir uns dann dazu entschlossen den Fernseher auszumachen und Musik zu hören, was im Nachhinein auch viel entspannter war. Mittlerweile hat auch mein Kumpel angefangen zu sagen, dass er die Wirkung schon deutlich spürt und die Wände sich bewegen würden als wäre er in irgendeiner Karnevalsattraktion. Ich war ziemlich enttäuscht und ernüchtert, da sich bei mir keine Wirkung zeigte während beide schon auf einem guten Weg in den Trip zu sein schienen. Ich hab es dann aber auf das Gras geschoben und angenommen ich hätte zu viel geraucht und die Wirkung würde sich deswegen verzögern. Das Ende vom Lied war trotzdem ein lustiger Abend der für meine Freundin und meinen Kumpel mit einem ziemlich entspannten "Trip" mit guten Optics entwickelte, für mich aber ohne Wirkung blieb.

Verständlicherweise war ich enttäuscht und angefressen, da ich davon ausging der Dealer hat entweder a) zu wenig Acid auf die Würfel dosiert oder b) einen Würfel gar nicht bestückt. Wegen dieser Erfahrung habe ich erstmal kein LSD mehr genommen und auch ziemlich die Lust daran verloren. Irgendwann hat mir aber jemand von einer "ominösen" Seite erzählt über die legal Acid verkauft wird. Das hat mich dann wieder etwas gereizt und ich hab mich dort eingedeckt, in der Hoffnung eine bessere Erfahrung mit "laborreinem" LSD zu machen. Ich wollte diese Erfahrung zudem alleine machen um mich mehr auf eventuelle Veränderungen konzentrieren zu können und nicht durch andere Sachen abgelenkt zu werden.

Ich hab dann Zuhause einen 100µg Blotter konsumiert um mögliche, negative Folgen nicht zu hart abzubekommen. Nach dem Konsum habe ich dann gute 2 Stunden gewartet (ohne Gras zu rauchen) und mich auf eine Wirkung vorbereitet. Es kam aber nichts weshalb ich mich dazu entschlossen habe noch zwei 100µg Blotter nachzuwerfen. Mit insgesamt 300µg fing die Wirkung dann auch zum ersten Mal an und ich war überwältigt, das Gefühl wer fast wie auf MDMA also ziemlich energiegeladen und unruhig. Die Farben fingen an sich zu verstärken und Geräusche würden intensiver und wirkten deutlich stärker auf mich ein. Ich bin dann von Videospielen zum Musikhören übergegangen, dazu hab ich intensive Technomusik über Kopfhörer gehört. Das hat mich überwältigt, da es sich so angefühlt hat als könnte ich jede Note individuell heraushören und so jede Sekunde der Songs bis ins kleinste Detail genießen. Meine Stimmung war ziemlich gut und ich war ziemlich überzeugt endlich eine Erfahrung mit LSD gemacht zu haben. Ich hatte an jenem Abend keine starken Optics, was mir aber egal war da ich die Zeit während des Highs vollkommen auskosten konnte. Die Nacht über ist die Wirkung dann entspannt abgeflacht, schlafen konnte ich bis zum frühren Morgen aber auf keinen Fall.

Nach weiteren Erfahrungen mit Acid im Bereich von 300-500µg wollte ich dann aus persönlichem Interesse unbedingt wissen wie sich ein höher dosierter Trip anfühlt, weil ich meine Schwelle für ziemlich hoch eingeschätzt habe und mir auch keinerlei Sorgen in dieser Richtung gemacht habe. Dann habe ich mich nach reiflicher Überlegung zum Konsum von 1000µg 1P-LSD entschieden um meine Erfahrung mit dieser Substanz zu vervollständigen.

Als ich also einmal alleine zu Hause war wollte ich damit beginnen und habe erstmal eine gute Mahlzeit zu mir genommen um nicht während des Trips Hunger leiden zu müssen (auf Acid bekomme ich kaum einen Bissen runter). Ich hab mich also mit vollem Bauch vor den Fernseher gesetzt und angefangen die 1000µg in Teilen zu konsumieren. Begonnen habe ich dabei mit 300µg, nach 15 Minuten 400µg und nach weiteren 15 Minuten die letzten 300µg. Ich merkte dann langsam wie mir etwas flau im Magen wurde (ein Zeichen das die Wirkung bei mir einsetzt, keine Ahnung warum) und ich anfing zu schwitzen. Ungefähr eine halbe Stunde nach Einwurf bekam ich dann die ersten Halluzinationen. Es begann mit dem Verschwinden aller Lichter aus dem Zimmer, obwohl ich zuvor einige Lampen dort angeschaltet habe um den Weg zum Badezimmer schnell bewältigen zu können falls ich mich hätte übergeben müssen. Sämtliche Lichtquellen verschwanden und die Schatten wuchsen immer stärker in meine Richtung, nur der Fernseher hat mich noch angeleuchtet weshalb ich mich selbst noch erkennen konnte. Das Bild auf dem Fernseher (ich kann mich absolut nicht erinnern welcher Film es war) schien wie in Zeitlupe zu laufen und ich war wie festgewachsen. In meinem Kopf schossen Gedanken herum, viel zu wirr um sie zu verstehen oder ihnen folgen und eine leichte Nervosität machte sich breit. Ich fragte mich ob ich zu viel genommen habe oder einen anderen Fehler gemacht hab und begann mich selbst in eine zweifelnde und ängstliche Stimmung zu bringen. Um mich aus diesem unguten Gefühl zu befreien habe ich mich dann von der Couch "losgerissen" und bin aufgestanden, wobei das Licht mit einem Mal wieder den Raum erhellte. Was ich dann sah war aber absolut nichts worauf ich mich hätte vorbereiten können, denn Böden und Wände schienen in unregelmäßigen Abständen ihren Platz zu tauschen (dunkler Parkettboden und graue Wände) wobei alles in sich zerlief. Ich legte mich aufs Bett um ein bisschen zu Atem zu kommen und einen Moment die Augen zu schließen. Dann setzten der mentale Teil des Trips ein und ich war in einem Raum dessen Wände aus Masken bestanden (das klassische Zeichen des Theaters, eine traurige und eine fröhliche Maske). Ich fühlte mich aber nicht gefangen sondern eher als wäre ich in einem luziden Traum dessen Komponenten ich einfach verändern kann. Die Masken begannen vor meinem Gesicht aufzublitzen, was mir aber komischerweise keine Angst machte sondern mich noch stärker in diese Vorstellung riss. Die Masken "verschmolzen" immer weiter bis ich nur noch in einem Tunnel unendlicher geometrischer Formen stand die sich in perfekter Geschwindigkeit bewegten und mir ein Gefühl der Ruhe gaben. Ich war fasziniert von den Farben und vor allem der Greifbarkeit all dieser "Visionen". Viele der Sachen die ich dann "geträumt/gesehen" habe kann ich kaum mit Worten beschreiben aber ein Detail was mir aber sehr prägnant in Erinnerung geblieben ist sind Wolfsköpfe die ich in jedem Muster gesehen habe. Keine bedrohlichen, realistischen Wolfsköpfe sondern eher wie die Zeichnung der Konturen eines Wolfskopfes. Als ich meine Augen dann wieder öffnen konnte setzten sich die Halluzinationen weiter fort und das Zimmer begann sich immer weiter zu bewegen und seine Details zu verändern. Astlöcher im Parkett fingen an zu wachsen und sahen aus wie Augen die mich fest ansahen und beobachteten. Ich hab mich dann entschlossen den Raum zu verlassen und meinen Plan zu verwirklichen mich selbst im Spiegel zu betrachten.

Es wird ABSOLUT davon abgeraten das zu tun, weil dadurch ein Badtrip oder ähnliche negative Folgen erwachsen können.

Als ich dann vor den Spiegel trat und mich angesehen habe war ich wieder wie versteinert. Mein Spiegelbild war auf den gesamten Spiegel erweitert und sah absolut unbeschreiblich aus. Am besten könnte ich es wohl mit einem Kaleidoskop meines Gesichts beschreiben das sich unentwegt bewegte. Dieses Bild war das Schönste und Verstörendste was ich jemals gesehen habe und ich werde es wahrscheinlich nie wieder vergessen, worüber ich aber auch froh bin. Diese Spiegelerfahrung wollte ich unbedingt machen da ich immer geglaubt habe, dass wir uns selbst zwar täglich ansehen aber nie wirklich damit auseinandersetzen wie wir eigentlich aussehen, was uns nach Außen hin repräsentiert und was unsere Identität eigentlich ist. Nach dieser Erfahrung bin ich dann aber komplett in eine Art Trance gefallen und mein Körper hat sich wie im Autopilot bewegt, als wäre ich zusammen mit meinem Verstand nur der Beifahrer. Ab einem bestimmten Punkt habe ich keine wirklich klaren Erinnerungen mehr und als ich wieder "aufgewacht" bin war es Morgen und ich musste feststellen, dass ich mich zu guter Letzt doch noch übergeben hatte. Die Nachwirkungen der 1000µg waren jedoch viel schöner als der eigentliche Trip, denn ich war in einer Art Hypersensibilität. Draußen schien die Sonne und die Welt war so schön wie ich sie noch nie gesehen hatte oder sie mir jemals hätte vorstellen können. Jedes kleinste Detail war sichtbar und ich konnte quasi jedes Staubkorn sehen (im übertragenden Sinne). Matte Oberflächen wirkten wie mit Edelsteinen besetzt und jeder dieser "Edelsteine" hat seine eigene Reflektion vom Sonnenlicht. Ich habe mir dann einen Zeichenblock geholt und angefangen zu malen um herauszufinden ob in etwas Vernünftiges zeichnen kann (ich bin ziemlich schlecht darin). Meine Fertigkeit im Zeichnen hatte sich leider nicht verbessert, das hätte mich aber auch überrascht aber trotzdem gab es dabei ein Detail was mich erneut extrem fasziniert hat. Jedes Bild, welches ich mir mit geschlossenen Augen im Kopf vorstellte blieb genau so in dreidimensionaler Sicht auf dem Papier nachdem ich die Augen wieder öffnete. Leider änderte das auch nichts an meiner schlechten Zeichenkunst, weshalb ich lerne besser zu zeichnen um für den nächsten Trip etwas Gescheites zu Papier bringen zu können.

Ich möchte jedem davon abraten eine Dosis dieser Höhe leichtfertig zu konsumieren oder dies ohne Aufsicht zu tun. Unvorhergesehene Dinge wie Ohnmacht können schwere Folgen haben und hätte auch mich mein Leben kosten können. Unvorhergesehene Dinge wie ein Badtrip können nachhaltige psychische Probleme zur Folge haben. Seit euch sicher beim Konsum, so wie es bei jeder Substanz unter jeder Dosierung sein sollte.

Ich hoffe ihr fandet diesen Bericht etwas interessant und könnt daraus etwas für eigene Erfahrungen gewinnen.

Love Looper

Substanzen: 

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