MDMA & emotionale Intelligenz

EinleitungLiebe Gemeinde, ich möchte euch in diesem Berich von meinen Erfahrungen mit MDMA erzählen und was diese Substanz positiv als auch negativ in meinem Leben verändert hat. Ich werde einleitend kurz einige Worte zu mir verlieren um dann zu meinem Konsum und dessen Folgen zu kommen.

Wer bin ich?Das ganze ereignte sich von Juni bis November 2019. Zu dieser Zeit war ich 23 Jahre alt (183cm 91kg) und hatte sowohl beruflich als auch privat einen überdurschnittlichen Erfolg. Ich feiere bereits seit 2014 Techno und elektronische Musik im allgemeinen und bin bis dato auch immer nüchtern bzw. mit Alkohol auf die krassesten Events geganen, auf denen man sonst nur eigefleischten Konsumenten begegnet. Ich hatte nie ein Problem damit fürher müde zu werden.

Meine KonsumphaseMeine erste Erfahrung war also im Juni 2019. Ich bin für ein Festival in meine Heimatstadt gefahren und habe dort mit all meinen Freunden und meiner damaligen Freunden die Musik meiner absoluten Lieblings Djs gehört. Dazu muss man sagen, dass ich auch selber bereits elektronische Musik produziert & veröffentlicht habe, was meiner Meinung nach zu einem noch engeren Draht zur Musik resultiert. Der "Flug" wie es bei uns heißt war ein absolutes Highlight! Die Dosierung war, meiner Vorbereitung entsprechend, perfekt für mein Gewicht und das gute Wetter plus die bereits genannten Faktoren sorgten für den Rest. Ich hatte auch keinen Kater die Tage danach, lediglich den Drank mich zu bewegen sobald ich für meinen Geschmack gute Musik gehört habe.Da ich in dieser Zeit in Berlin gearbeitet habe, boten sich während des Sommers noch einige Möglichkeiten, mit 4-6 Wochen Pause dazwischen, die allesamt auf ihre eigene Art und Weise positiv waren. Neu war jedoch der Kater an den Tagen danach, der in diesem Zeitraum jedoch weitestgehend von mir ausgeblendet wurde.

Der WendepunktDer Wendpunkt kam im September 2019, ich war auf dem Connect Festival in Düsseldorf und habe dort nach mehrmals "durschnittlichen" Erfahrungen in Berlin durch Zufall meinen intensivsten "Flug" überhaupt erlebt. Gemeinsam mit meinem besten Freund stand ich vor Ergriffenheit weinend auf der Tanzfläche als das Set des besagten Djs vorüber war. An diesem Punkt hatte ich den Denkfehler, zu meinen, dass der Abend nicht mehr besser wird und wir theoretisch auch nach Hause gehen können. Stattdessen haben wir nach genommen sodass ich zum ersten Mal etwas nachgenommen habe und insgesammt dann 300mg intus hatte. (Verglichen mit anderen Berichten hier ist das nicht viel, aber zu meiner Substanzsensitivität möchte ich gleich noch kommen) Dies führte bei mir zu einem Gefühl des "Überfordertseins" sodass ich zusammen mit meiner Gruppe nach draußen musste und mich übergab. Zudem konnte ich auch meinen Handybildschirm nicht mehr genau erkennen, nachdem ich mein Reaktion auf "die zweite Halbzeit" gegoogelt hatte. Hinzu kamen noch Sprech- und Denkbeschwerden. Obwohl ich diesen Zustand nach zwei Stunden draußen überstanden hatte und weiter getanzt habe, hat mir diese Erfahrung langfristig zu denken gegeben.

EinordnungRückblickend betrachtet hatte der ganze Konsum in so kurzer Zeit einige Auswirkungen auf meinen Alltag die ich mit euch Teilen möchte. Ich habe das Gefühl, dass sich mein Verhalten durch eine dauerhafte bzw regelmäßge Einnahme der Substanz stark verändert hat. Dies gilt zumidenst für den Zeitraum in dem ich häufig "geflogen" bin.Ihr habt vielleicht gemerkt, dass ich sehr sensibel auf die Substanz reagiert habe und gleichzeitig auch über einen (nachgewiesenen) überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten verfüge. Demnach habe ich meine Erfahrunen sehr "zerdacht" und konnte meinen Umgang und Eindrücke bisher auf keiner Ebene mit jemandem teilen.

Emotionale IntelligenzAllgemein lässt sich jedoch sagen, dass der Zustand in den die Pille mich versetzte mir Rückschlüsse darauf ergmöglichte, was nicht nur mich sondern Menschen allgemein glücklich macht. Dinge die einem während des "Fluges" gefallen, gefallen einem ja nur auf der Grundlage dadurch dass man bereits eine gewisse Veranlagung für diese spezielle Sache besitzt. Dieses Konzept lässt sich auch auf zwischenmenschliche Interaktionen übertragen. Seit meinen Erfahrungen mit MDMA bin ich in der Lage, Emotionen von Menschen perfekt zu lesen und merken wie ich ihnen genau das geben kann was sie grade brauchen. Ich habe das Gefühl, emotional über den Dingen zu stehen und genau zu spüren welche Emotion ich habe und mit welcher Emotion mich mein Gegenüber konfrontiert.

Die SchattenseitenIch möchte jedoch kein reines Loblied auf die Droge singen, da auch ich wie beschrieben, bereits negative Erfahrungen gemacht habe. Neben dem Kater war mein größtes Problem jedoch der Spürbare Einfluss der Droge auf meine Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Ich war in den Seminaren der Universität und in den Meetings meines ehemaligen Arbeitsplatzes nicht mehr so konzentriert wie zu Beginn, vor meinem erstmaligen Konsum im Juni. Dies ist auch der Grund weshalb ich aktuell an einem Punkt bin, andem ich mir ernsthaft überlege, ob ich die Droge ein weiteres Mal konsumiere, da mir meine geistigen Fähigkeiten trotz aller emotionaler Intelligenz vielmehr bedeuten als die Glücksgefühle eines Trips.

Meine EmpfehlungJedem der darüber nachdenkt oder entschlossen ist die Droge zu nehmen kann ich nur ans Herz zu legen sich auf seine inneren Gefühle zu konzentrieren und lieber zu wenig als zu viel zu nehmen und sich von alleine in die Wirkung hineinzusteigern, indem man sich auf die Dinge konzentriert die einen von Natur aus mit positiven Gefühlen erfüllen. Nehmt euch Zeit für das erste und jedes einzelne Mal, freut euch auf das Ereignis, ohne euch dabei Druck zu machen etwas zu nehmen.

Fasten your seatbelt & guten Flug

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