Meine Drogen Geschichte

in diesem erfahrungsbericht geht es um mein leben in den letzten 10-15 jahren, um die drogen, welche ich konsumiert habe und den dingen die dabei herumgekommen sind. auf schönen schreibstiel bitte verzichten und über rechtschreib und grammatik fehler bitte hinwegsehen.   Meine geschichte ist wie so viele drogengeschichten eine eher traurige geschichte. dennoch gibt es wesentlich schlimmere verläufe. ich bin dankbar niemals drogen wie: heroin, crack, meth, alkohol oder kokain verfallen zu sein :). ich werde in diesem bericht auf drogenerlebnisse und/aber auch auf persönliche dinge in meinem leben eingehen und ich würde mich freuen wenn meine geschichte als abschreckung und als motivation zur gleichen zeit angesehen wird und vielleicht einigen anderen jüngeren menschen in ähnlichen situationen dabei hilft, bessere entscheidungen zu treffen.       zu meiner person: ich männlich 28 jahre alt,  in einer beziehung, keine kinder.       VORWORT:es ist der 20.12.2017 und es ist kalt in deutschland. die letzten paar tage ging es mir nicht so gut weil ich mir eine erkältung eingefangen habe. somit habe ich momentan genug zeit dafür, auf der faulen haut zu sitzen/liegen und mir meine zeit mit fernsehen, lesen und internet zu vertreiben. als ich nun ein wenig auf youtube herumgesurft bin, bin ich auf einen alten song gestoßen, welcher mich sofort an eine zeit erinnert hat, in der mein leben sich wesentlich von meinem jetzigem unterschied. meine geschichte beginnt im jahr 2003...       MEINE GESCHICHTE       ERSTER KONTAKT/CANNABIS:frühling 2003. ich ging an diesem morgen wie gewohnt zur schule. eine gesamtschule. ich war ein guter schüler, 13 jahre alt und dabei in e kurse für englisch und mathe zu wechseln. mein ganzes leben lang war ich ein fröhliches, verwöhntes kind. ich hatte liebevolle eltern, welche nicht zu streng waren und unser lieber familienhund war 2 monate zuvor an altersschwäche verstorben. dennoch ging es mir gut und ich hätte an diesem morgen nicht damit gerecht noch am selben tag mit drogen in kontakt zu kommen. in der schule traf ich meinen damaligen besten freund B, welcher mir schon oft erzählt hatte, das er bei seinem cousin und mit einer freundin, welche 3 jahre älter war als wir, gras geraucht hatte. an diesem morgen in der pause erzählte er mir dann, dass er einen tag zuvor mit der älteren freundin unterwegs war und sie ihm für 10 euro gras besorgt hatte und er fragte mich auch, ob ich nach der schule vorbei kommen wollte um mit ihm zusammen zu rauchen. cool wie ich damals war, willigte ich natürlich ein. oft hatte ich ihm von meinen angeblichen gras geschichten erzählt, die aber märchen waren, weil ich nicht vor ihm als uncoole sau da stehen wollte :P streng genommen hätte meine geschichte schon 2000 beginnen müssen. denn schon 3 jahre zuvor rauchte ich meine erste zigarette und wurde auch prompt abhängig. ein joint? eine zigarette, die komisch schmeckt und mich lustig macht. das ging mir damals durch den kopf als ich an diesem tag darüber nachdachte und abwog, ob ich sein angebot mit ihm zu kiffen annehmen oder mir eine ausrede einfallen lassen sollte. in der schule wurde einem nur gesagt das alle drogen schlecht seien aber es wurde meiner meinung nach niemals richtig und verständlich genug aufgeklärt welche folgen drogenkonsum vorallem in jungen jahren haben kann. ich erinnerte mich an meinen älteren bruder(über20), welcher hier und da mal einen joint rauchte und auch meine schwester(19) wie beide bekifft und lachend vor meinen eltern herumtanzten, welche das tollerierten, und verdrängte gedanken an mögliche folgen sofort. ich traf mich also mit meinem freund B an jenem nachmittag bei ihm zuhause. er hatte noch einen weiteren klassenkameraden eingeladen, der auch schon erfahrung mit gras hatte. es war ein wunderschöner tag im mai und wir wanderten zu einem nur 5 minuten entferntem waldstück mit einem kleinen berg. versteckt hinter büschen, ziemlich abgeschieden vom rest der welt saßen wir da nun, bereit in eine neue welt einzutauchen. ich sagte zu B das ich es gerne mal sehen würde, sein gras. er zog ein tütchen aus seiner tasche in der sich jedoch kein gras befand sondern haschisch. ein kleiner dunkler stein, etwa 1 gramm. ich tat ganz cool und fragte nicht was das war. nun begann er und unser klassenkammerad 2 zigarretten mit einem feuerzeug zu bearbeiten. ich wurde dann doch zu neugierig und fragte was sie denn da machen? ne mische. war seine antwort und er erklärte mir, dass wir keinen joint sondern einen bong rauchen würden. ich hatte das noch nie gehört und fragte auch diesmal was er damit meinte. er öffnete seinen rucksack und zeigte mir eine kleine, etwa 20 cm lange blaue kunstplastik bong und erklärte mir auch wie man sie raucht. da ich wirklich keine ahnung von dem ganzen hatte aber nicht wirklich angst davor hatte, lies ich meine freunde die ersten 2 köpfe rauchen und schaute mir das ganze an. zum ersten mal hörte ich auch den spruch:"erst der mixer, dann der besistzer und dann die anderen wichser"  da ich der andere wichser war musste ich sowieso warten. ich erinnere mich noch sehr gut an den starken geruch vom hash. wir setzten uns im kreis auf den  boden und unser freund rauchte den ersten kopf, dann B und dann wurde die bong zu mir gereicht. meine kumpels waren zu dem zeitpunkt schon sehr stoned und gaben lustige geräusche von sich und lachten. nun war ich dran und ich stellte mich gut an. ich musste nicht husten und ich rauchte meinen kopf komplett. der qualm war sehr dick und massig und schmeckte gar nicht schlecht. die mische war für spätere verhältnisse ziemlich schlecht. wir nannten es hasenköttelmix. es waren dickere stücke vom peace nicht richtig vermischt worden und somit war der mix unbalanciert aber dennoch sehr thc haltig. als B gerade nachdem ich meinen kopf geraucht hatte dabei war, mir die funktion des kicklochs zu erklären bemerkte ich plötzlich wie meine wahrnehmung sich verändert hatte. ich fühlte mich komisch, langsam und irgendwie lustig. es daurte nur ein paar minuten bis mir klar wurde, dass mir dieser zustand sehr gefiel. wir waren kinder und wir alberten herum, lachten und genossen den trip in der freien natur. wir legten nach und rauchten uns noch einen und der trip ging noch weiter bis abends. ich war noch immer total breit obwohl das ganze schon stunden her war und ich machte mich auf den nachhause weg. ich war überwältigt damals und wollte es unbedingt nochmal probieren. im nachhinein betrachtet könnte man schon sagen, dass ich nach diesem tag, diesem erlebnis, die treibende kraft hinter dem ganzen war. von diesem tag an stand fest: ich würde ein kiffer werden und meine freunde auch.       ich erinnere mich noch sehr gut an die erste zeit und wie schwer es damals war an etwas zu rauchen zu kommen. vorallem wegen des jungen alters und der fehlenden kontakte. wir fanden kiffen so gut, das wir fast jeden tag versuchten etwas zu besorgen. das gelang jedoch nur in 30% der fälle und wir mussten sehr weit fahren. eines morgends jedoch trafen wir in der schule wie vom schicksal bestimmt unsere freundin, die 3 jahre älter war und allerhand kontakte besaß. mein freund sprach sie an und sie bot es uns an für einen tag bei ihr abzuhängen und wir taten das. wir machten also blau und gingen statdessen mit ihr zu ihrem drogen dealer wo sie sich für 50 euro 4 gramm gras, 2 gramm speed und 2 teile(ecstasy) kaufte und für uns gleich 2 gramm gras mit. wir gingen nun also zu ihr nach hause um dort zu kiffen. ihre mutter hatte es ihr erlaubt und somit konnten wir erstmals drinnen auf einer couch kiffen. sie, nennen wir unsere freundin J., warf ihren kleinen fernseher an, welcher an einen dvd player gekabelt war und ließ musik erklingen. Techno musik 2003 groove coverage, special d, rob mayth. nun zog sie einen eimer mit wasser unter ihrer couch hervor und zeigte uns zum ersten mal eimer rauchen. eine super stimmung kam sehr schnell auf und obwohl eimerrauchen uns ziemlich fertig machte, genossen wir den tag sehr. nach einiger zeit begann J ihr speed auf einem spiegel zu zerhacken und sie erklärte uns was es mit dieser droge auf sich hatte. ich glaube sie war speed süchtig zu dem zeitpunkt. sie erzählte uns von der aufputschenden wirkung und das es doch eigentlich viel besser als gras sei. sie zog eine nase und fragte uns ob wir auch etwas abhaben wollten. meinem freund war das ganze nicht geheuer und er sagte nein. ich jedoch war wiedermal sehr leichtsinnig und einfach nur neugierig und sagte ja. ich zog eine nase. nach 10 minuten fragte sie mich dann ob es mir gefiele, doch ich spürte nichts von der wirkung. vielleicht spürte ich es aber ich war nicht in der lage einen unteschied zu merken, vorallem auch weil ich wohl etwas ganz anderes von der wirkung erwartet hatte. ich dachte ich würde wie bei gras total dicht und lustig. doch das absoulute gegenteil ist bei speed der fall und ausserdem war ich auch schon sehr high von dem gras welches ich vorher geraucht hatte. und somit hatte ich kein verlangen speed nochmal zu probieren. von diesem tag an hatten wir eine etwas verässlichere drogen quelle. doch leider war J auch ein stück älter und passte nicht so ganz zu uns.       ALKOHOL   es war J's geburtstag im august 2003. der sommer ging langsam zu ende  und ich war nun sehr oft breit. ich hatte es geschafft in nur 3 monaten fast einmal pro woche bekifft zu sein. und heute an j's geburtstag sollte ich wieder einmal saubreit werden. ich war gerade in eine neue gegend gezogen, die aber nicht zu weit von meinem alten zuhause entfernt war. ich traf mich morgends mit meinem freund und wir schnappten uns unsere fahrräder und machten uns auf den weiten weg zu J, welche geburtstag hatte um dort zu kiffen und zu feiern. gras war jedoch nicht was mich noch heute an diesen tag erinnert. dort angekommen waren wir erstaunt darüber, wie viele freunde J hatte. es war eine sommer party und alle befanden sich im garten hinter ihrem haus. dort waren mindestens 20 freunde. ältere jungs und mädchen 18,19 und 20 jahre alt. J war 17 geworden und der alkohol floss ohne grenzen an dem tag. trinken und rauchen war ja damals ab 16 gesetzlich kein problem, was meiner meinung nach viel zu jung ist und glaube ich auch mit der zeit nach oben korrigiert wurde. wir kamen also in ihrem garten an und wurden von den "erwachsenen" relativ gut aufgenommen. wir waren die attraktion des tages. 2 kiffende kinder. doch statt eines joints wurde uns erstmal eine flasche bier in die hand gedrückt. ich erinnere mich an meine "freundin" des tages ^^ sie war 16 und hat unheimlich spaß an mir gehabt. leider war sie sehr unverantwortlich und hat mich ordentlich abgefüllt. sie hat viel mit mir geredet und mir einen drink nach dem anderen besorgt. bier, korn, wodka, feigling. es dauerte nicht lange, da war ich sturz betrunken und ich erinnere mich noch sehr gut wie ich dauernd auf die toilette musste wegen meiner vollen blase. als ich dann nun im badezimmer war, schaute ich in den spiegel und mir fielen sofort meine glasigen augen auf und da wurde mir dann erst klar, dass ich betrunken war. es gefiel mir sehr und wir hatten einen super tag. bis abends tranken, kifften und feierten wir. es wurde gegrillt, mit bier abgelöscht und wir fühlten uns frei und erwachsen. auf dem nachhauseweg wurde das fahrrad fahren zum problem und ein lachkick folgte dem nächsten.        und so näherte sich der winter und die tage wurden etwas ruhiger. ich hatte mich in der neuen gegend eingelebt und versuchte dort drogenkontakte zu knüpfen. oftmals wurden wir betrogen, beklaut und verarscht. wir wollten einen zuverlässigen gras dealer für uns denn wir waren es leid jeden tag weltreisen zu machen und so sprachen wir einfach ältere jungs auf der straße an und manchmal klappte es und manchmal nicht. an den tagen, an denen wir kein gras bekamen besorgten wir uns bier und so dauerte es nicht lange bis wir jeden tag breit, besoffen oder beides waren. wir hatten inzwischen zwei gute neue freunde, welche jeden tag mit uns verbrachten und nach einiger zeit hatten wir dan einige kontakte zu einigen jungs, die uns fast jeden tag entweder gras besorgten oder es uns verkauften. in dieser zeit begann sich eines der ersten probleme zu manifestieren. ich wurde sehr faul und machte mir keine gedanken mehr über die zukunft. ich hatte das bis zu einem gewissen maße nie getan weil ich ja noch ein kind war aber der cannabis und alkohol konsum hatten das sehr negativ beeinflusst und schon bald begann ich die schule zu vernachlässigen, dinge zu stehlen und sogar die schule wochenlang zu schwänzen. meine eltern hatten zu dem zeitpunkt schon gemerkt das was nicht gestimmt hat und sie hatten es auch auf alkohol geschoben. jedoch hatten sie zu dem zeitpunkt nicht wirklich etwas dagegen unternommen. irgendwann im winter bemerkten wir, dass unsere "dealer" uns nicht das gaben was uns für unser geld eigentlich zustand und eines tages folgten wir einem von ihnen einfach als dieser versuchte von seinem dealer etwas für uns zu besorgen. dieser tag sollte mein leben etwas verändern, da dieser neue dealer ziemlich viele neue wege eröffnete. dunkle wege.        es war wochenende als ich bei meinem freund schlafen wollte und wir noch 10 euro für etwas gras hatten aber den ganzen tag vergeblich versuchten etwas zu bekommen. irgendwann bin ich dann auf die idee gekommen einfach zu diesem dealer zu gehen. er wohnte nur 5 minuten von meinem zuhause entfernt und versuchen konnte ich es ja mal. gesagt getan. ich war mittlerweile 14 jahre alt und sah dennoch immer noch aus wie ein baby. ich ging zur haus tür und drückte auf die klingel. es war schon dunkel und kalt. gespannt wartete ich an der tür. jemand öffnete sie und ich ging die treppen hoch ins 3. geschoss wo ein etwa 35-40 jähriger mann auf mich wartete. noch bevor ich irgendetwas sagen konnte winkte er mir zu und signalisierte mir damit, ich solle reinkommen. drinnen angekommen fand ich ein paar ältere männer, seine frau und seine kleine tochter in seinem wohnzimmer vor. er erklärte mir dass ich vorichtig seien sollte und fragte mich was ich bräuchte. ich kaufte 2 gramm gras für 10 euro und verabschiedete mich. voller euphorie berichtete ich meinem freund B davon und wir waren froh endlich eine zuverlässige quelle gefunden zu haben. die schattenseiten dieser quelle wurde mir erst jahre später bewusst da ich zu jener zeit einfach zu jung, dumm und naiv war. und ausserdem ist es doch eigentlich äusserst verstörend zu wissen, dass dort draussen solche männer sind, die bereit sind für ein bisschen geld unseren kindern alles zu verkaufen.       FRÜHLING 2004: wer erinnert sich noch an den song: dragostea din tei? das ding war ein smash hit damals. man hörte es jeden tag. der frühling 2004 war für mich ein wunderbares abenteuer. meine eltern mussten 1000 euro strafe zahlen, weil ich nicht zur schule gegangen war. mein zeugniss war voller sechsen und ich flog aus jedem e kurs. doch das machte mir gar nichts. es interessierte mich kein stück. ich war glücklich und sorgte mich nur um den nächsten tag und wie ich an gras kommen würde. hätte ich meinen konsum von 1-2 gramm am tag wirklich finanzieren wollen, dann hätte ich ungefähr 150-300 euro im monat gebraucht. das war natürlich für einen jungen in meinem alter undenkbar und mit meinen 50 euro taschengeld konnte ich mich glücklich schätzen. zumal ich meinen eltern wirklich nicht viel gründe gab stolz auf mich zu sein oder mich zu belohnen. die ganze zeit waren sie einfach niemals wirklich streng genug gewesen. es gab mal für 2 tage hausarest und ich durfte meine freunde eine zeitlang nicht sehen doch das hielt mich damals kein stück davon ab, weiter zu machen. ich liebte dieses leben. es war so neu, es war lustig, es war voller aufregung, wild. ich genoss jeden tag mit meinen freunden. der neue drogen dealer bei dem ich war erzählte uns, dass er auch wertgegenstände gegen drogen tauschen würde und somit gab er uns die möglichkeit unsere gegenstände(playstation,spiele,handys) bei ihm zu verkaufen. schon bald hatten wir keine elektro gegenstände mehr in unseren zimmern und kurz darauf begannen wir zu stehlen. wann immer wir ein leeres haus sahen, würden wir versuchen herauszufinden ob dort etwas zu holen wäre. bald lagen die werkzeuge meines vaters und das geld unserer mütter  auf dem tisch unseres dealers. wir wurden beim klauen erwischt und mussten sozial stunden ableisten. mehrfach.        SOMMER 2004: es wurde immer wärmer und die tage wurden länger. der song dragostea din tei spielte jeden tag und ein gefühl von freiheit und party lag in der luft. ich erinnere mich sehr gut an einen bestimmten tag. es war warm. mein freund C, welcher sich zu meinem neuen besten freund entwickelt hatte und ich wollten wie immer, etwas zu kiffen besorgen und er ging zu unserem dealer. doch heute sollte es anders kommen. mein freund kehrte mit etwas anderem zurück. es war kein gras. es waren teile. was sind teile? das fragte ich mich damals. und er zeigte mir eine kleine plastiktüte mit 2 pillen. es handelte sich um ecstasy, nikeys. das nike zeichen war auf der rückseite eingraviert. es erinnerte mich sofort an den tag als ich mit B bei unserer freundin war und diese 2 teile kaufte. ich erinnere mich wie ich mir zum ersten  mal sorgen um meine gesundheit machte als ich diese tablette in der hand hielt. oft hatte man ja als kind die geschichte von leuten gehört, die drogen tabletten genommen hatten und danach einfach umgekippt und gestorben waren. ironischerweise war ecstasy jedoch im nachhinein betrachtet die harmloseste droge, die ich zu dem zeitpunk genommen hatte. auch wenn die wirkung die wahrscheinlich stärkste und beeindruckendste werden sollte, die ich zu dem zeitpunkt jemals gespürt hatte. nach kleinem hin und her haben wir uns dann doch recht schnell dazu entschlossen die teile einzuwerfen. völlig ahnungslos und ohne jemanden mit erfahrung saßen wir also da und warteten auf die wirkung. ich spielte musik auf meinem alten cd player und nach etwa 40 minuten lagen wir beide auf meinem bett und auf meiner couch und waren überwältigt von dem ganzen serotonin, welches die droge in unserem gehirn ausgeschüttet hatte. dieses gefühl war total neu. es war nicht so wie gras oder alkohol. es war anders. ich fühlte mich als hätte ich einen milden dauerorgasmus. ich erinnere mich wie mein freund mich fragte ob ich es auch spürte. diese droge hatte uns zusammengeschweißt. wir liebten uns und die droge und wir hätten uns am liebsten gegenseitig umarmt. da das jedoch damals unter jungs in unserem alter als schwul galt, haben wir es nie getan. doch wir genossen die droge und die musik. zum ersten mal spürte ich die verbindung zur musik auf drogen. nur ein junky^^:P weiß wie einzigartig musik auf drogen klingt. besonders mdma. nach etwa 2 stunden war der rausch beinahe schlagartig vorbei und auch hier spürte ich zum ersten mal ein neues, ekelhaftes gefühl. ich fühlte mich zum ersten mal wie ein junky. ich spürte ein unglaubliches verlangen nach mehr von diesem schönen glücksgefühl und meinem freund ging es ähnlich. kurzerhand beschlossen wir klauen zu gehen und irgendetwas zu finden, was wir bei unserem dealer gegen ware eintauschen könnten. es gelang uns dies zu tun. diesmal fürchtete ich mich kein bisschen vor der pille in meiner hand und gierte geradezu danach und ich verschlang sie. somit schwebten wir noch 3 stunden auf wolke 7,  nur um dann zu dem selben ekelhaften zustand zurück zu kehren in dem man sich traurig, süchtig und depressiv fühlt. das kommt davon weil das gehirn nur eine gewisse menge an serotonin freisetzen kann und nach einem ecstasy rausch ist der vorrat im hirn erstmal verbraucht und das fürt zu depression weil serotonin der glücks botenstoff in unserem gehirn ist und dafür sorgt das wir uns glücklich fühlen in situationen wie sex und anderen dingen. die meisten antidepressiva funktionieren auch so. ich verabschiedete meinen freund am abend und ich konnte bis spät in die nacht nicht schlafen und machte mir gedanken darüber, wie es denn weiter gehen würde. ich wollte unbedingt mehr von diesem zeug und nach diesem erlebniss war ich bereit alles zu probieren was nicht heroin hieß und ich war bereit alles dafür zu geben.       viele ähnliche tage folgten und im spätsommer 2004 stand ich da mit nichts. es war nun nur ungefähr ein jahr vergangen vom ersten zug aus der bong bis zu diesem punkt, an dem ich jeden tag breit war, an dem meine elter mich für einen junky hielten, ich von allen seiten zu hören bekam, dass ich dabei bin mir mein leben zu zerstören, der punkt an dem ich jegliche freude am normalen leben verloren hatte. ich wollte nicht mehr nüchtern sein. warum auch? ich hatte keine playstation mehr, keinen fernseher, keinen cd player. ich hatte mein ganzes hab und gut für drogen verkauft. ich war hochgradig gras abhängig. ich trank hier und da mal alkohol und schimiss mir hier und da mal ecstasy ein aber das echte problem zu diesem zeitpunkt war das gras. ich war süchtig und es hatte sehr negative effekte auf mich. ich erinnere mich wie ich zum ersten mal an das aufhören dachte. trotzdem wollte ich es zu dem zeitpunkt nicht wirklich und ich dachte das sich alle irren würden und das ich schon klar kommen würde. das neue schuljahr sollte bald beginnen und ich würde einiges ein bisschen anders machen.       ich beging allerhand verbrechen in diesem sommer und ich erinnere mich an einige verrückte tage. völlig betrunken, bekifft und auf ecstasy haben wir auf ältere menschen gepinkelt, geklaut, jüngere beklaut und verhauen. eines tages haben wir 3 ecstasy pillen auf einmal eingeworfen und das führte zu einem wahnsins absturz. meinem freund ist das ecstasy auch zu kopf gestiegen und er schlug mit voller kraft gegen eine wand und brach sich seinen finger.       OKTOBER 2004: unser dealer musste nun umziehen weil es ihm dort wohl zu heiß geworden war. ein absoulut unvernünftiger, krimineller mann, der wohl nicht viel um seine famillie und vor allem um seine kleine tochter gab. so oft hatte er sie mit zu seinen drogen deals genommen, weil er dachte sie würde ihn vor der polizei schützen. er hatte keinen führerschein und fuhr dennoch mit seiner tochter bis nach holland. es wundert mich das er nicht erwischt wurde. jedenfalls erinnere ich mich an den letzten tag an dem er ein geschäft mit uns machte bevor ich ihn nie wieder sah. mittlerweile traf ich mich auch wieder mit meinem alten besten freund B und mit unserer freundin welche mittlerweile schon 18 war und an diesem tag wollten wir bei ihr übernachten und wir besorgten uns etwas gras und gingen zu ihr. bei ihr waren sie und ein freund(19) welcher hochgradig speed süchtig war. er erzählte uns er sei bereits seit 2 tagen wach und habe nicht geschlafen. ich hatte ihm das gar nicht geglaubt und hatte das auch nicht mit dem speed in zusammenhang gebracht. wieder wurden uns 2 nasen speed angeboten und obwohl ich von dieser droge nichts hielt, wollte ich es dennoch erneut versuchen. und so zogen ich und B eine nase und warteten auf eine wirkung... welche wieder nicht eintrat. wir blieben dort und begannen gespräche mit J und ihrem freund zu führen. sie zogen sich eine nase nach der anderen rein und immer wieder wurde auch uns angeboten mit zu ziehen. nach ein paar stunden bemerkte ich wohl das ich mich irgendwie gut fühlte. auf irgend eine art und weise. ich fühlte mich nicht müde, obwohl es schon mitten in der nacht war und obwohl wir gekifft hatten und es mich üblicherweise ziemlich breit und müde machte. in dieser nacht stand gras plötzlich an zweiter stelle. ich hatte nicht so ein grosses verlangen danach. auch mein freund bemerkte die wirkung und wir sprachen mit dem 19 jährigen freund darüber. er erzählte uns einiges aus seinem eigenem drogenleben und wir redeten ausserdem über magic muschrooms-pilze. J hatte zufällig welche da aber sie sagte das sie ihr nicht gefielen und so wollte sie sie mir und meinem freund schenken. beide rieten uns jedoch auf grund des speeds von einem mischkonsum noch in der selben nacht ab. das haben wir dann auch nicht getan. so gegen 7 uhr morgends, kurz vor sonnenaufgang haben wir dann beschlossen etwas zu erleben und zu einem berg in der nähe zu laufen um dort einen joint zu rauchen und den sonnenaufgang zu beobachten. mit gemischten gefühlen saß ich da auf dem berg und beobachtete den sonnenaufgang. irgendwie wusste ich nicht so recht was ich mit dieser droge anfangen sollte. "was ein scheiß" habe ich mir manchmal gedacht, weil mir die wirkung nicht so vorkam als wäre sie sehr stark. jedoch hatte ich nicht viel erfahrung mit dieser droge und ich musste sie erst kennen lernen. zu dieser zeit hätte ich ecstasy dem speed immer vorgezogen denn ich suchte nach dem harten kick.        am nächsten tag waren wir noch immer wach und wir waren wieder zuhause angekommen. wir waren einfach sehr gespannt auf die pilze. wir hatten gehört man muss die pilze etwa 5 minuten im mund behalten und ordentlich zerkauen bevor man sie schluckt. das war äußerst ekelig denn diese pilze schmeckten wirklich grauenhaft. nach einer weile ohne wirkung beschlossen wir zu meinem freund nach hause zu gehen. wir fuhren mit dem bus und schon auf dem hinweg setzte die wirkung ein und mir wurde etwas schlecht. der buss wurde lang wie eine straßenbahn und ich war auf dem weg ins absoulute nirvana. ich hatte nicht gedacht das dies die heftigste wirkung werden würde, die ich je erlebt hatte. ich verlor jedes gefühl von zeit und orientierung. diese busfahrt kam mir vor wie eine unendliche reise. es dauerte gefühlt ganze 30 minuten bis die ampel auf grün umgeschaltet hatte und alle farben, geräusche und gefühle veränderten sich. es war als würde ich träumen und meine fantasie formte die welt um mich herum und vermischte sie mit realen dingen. zur selben zeit dachte ich immer das ich jeden moment die kontrolle verlieren würde und ich war auch ein wenig verängstigt. jedoch ist es nicht zum horror trip gekommen und ich habe den trip mehr oder weniger genossen bis es abends war. der tag kam mir vor wie drei tage aber ich wusste das ich nach hause musste und die wirkung hatte mittlerweile etwas nachgelassen. ich machte mich also auf den weg zur bushaltestelle und drausen war es am regnen. es hatte wie aus eimern geschüttet. zumindest empfand ich das so und es war sehr dunkel geworden. ich musste mich beeilen wenn ich den letzten buss noch kriegen wollte. ich schaffte es rechzeitig und ich stieg in den bus. die ganze zeit hatte ich nun schon ein ungutes gefühl seitdem ich das haus meines freundes verlassen hatte. wie lange war ich nun schon wach? war ich auf dem weg nach hause? ich sah in einer einsamen seitenstraße bevor ich in den buss stieg einen kinderwagen mit einem baby einfach so im regen stehen. wollte es mir etwas sagen? erstmal war ich jedoch froh im bus zu sein und etwas anderes erfreuliches geschah auch. als ich durch den bus schaute, sah ich einen jungen (15) er war seitdem das neue schuljahr begonnen hatte mein neuer klassenkamerad und ich ging zu ihm und begann mit ihm zu sprechen. zufälligerweise wohnte er gleich bei mir um die ecke und somit konnten wir beide zusammen aussteigen. er bemerkte sehr schnell das mit mir etwas nicht stimmte und ich erzählte ihm von meinem trip. ich wusste das er auch ganz gerne mal kifft und von daher lachte er nur als ich ihm von meinem trip erzählte. der bus hielt an und mein klassenkamerad sagte wir müssten aussteigen. ich folgte ihm. ich war total fertig. ich erinnere mich, nur sehr schwer denken zu können und meine gedanken waren wirr und leicht paranoid. draussen angekommen begann das unheil seinen lauf zu nehmen. ich schaute mich um und fand heraus das ich an der falschen haltestelle ausgestiegen war. die wirkung der drogen machte das ganze nur schlimmer. denn obwohl ich natürlich jede bushaltestelle kannte, sah in dem regen, in der dunkelheit und unter dem einfluss dieser droge alles so anders aus. ich geriet in panik den ich dachte ich müsste nun für immer durch die nacht wandern. ich flehte ihn an mir zu helfen. er erzählte irgendetwas aber ich hatte ihm nichtmal richtig zuhören können. ich begann zu weinen und sank auf meine knie. nahezu hysterisch habe ich um hilfe gebettelt und habe mich in die pfütze unter meinen knien geworfen. er hatte sich dann bereit erklärt mich nach hause zu bringen und es stellte sich heraus, dass wir doch an der richtigen bushaltestelle ausgestiegen waren. meine wahrnehmung war nur so sehr verzerrt gewesen von den pilzen, der dunkelheit, dem nächte durchmachen und dem regen, dass ich einfach nicht mehr klar gekommen war. ich war froh zuhause zu sein und hatte es auch geschafft meinen eltern aus dem weg zu gehen. denn ich sah grauenhaft aus.       das jahr 2004 war zu ende und ich hatte einen neuen freund gefunden sein name war J und es war mein retter von der bushaltestelle. wir kifften zusammen und hatten spaß. es war silvester 2004 und ich war nun schon 15 und ich durfte zum ersten mal von meinen eltern aus etwas alkohol trinken. also feierten wir silvester bei mir mit meiner familie. ich, mein neuer freund und meine familie. ich erzähle von diesem tag, weil ich mich an diesem tag ins koma gesoffen habe. naja... ich trank bis ich einen blackout erlebte. aber ich glaube es gibt viele leute die so etwas schon erlebt haben. ich trank, und trank und trank und plötzlich wurde ich morgends wach mit einem riesen kater. mein freund hatte es noch irgendwann bis nach hause geschaft aber da er im 5ten stock wohnte, hatte er es nicht mehr bis nach ganz oben geschafft und ist dann im hausflur eingeschlafen.            von hier an wiederholten sich die tage und mein leben flachte mehr und mehr ab. ich zeigte keine einsicht und habe mein leben genauso weitergelebt wie im jahr davor. cannabis, alkohol, speed, ecstasy. diese 4 drogen sollten mich von nun an begleiten. cannabis jeden tag und alkohol fast jeden 2. tag und ecstasy nur noch selten und speed fast gar nicht, weil ich sowieso nie von der wirkung von speed so sehr begeistert war. ich hörte allerdings auf, meine wert gegenstände zu verkaufen. aber ich schwänzte weiterhin die schule und auch an meinem sonstigem leben hatte sich nichts verändert. die tage und wochen gingen dahin, bis ich eines tages mal wieder mit meiner freundin J zusammen war. sie war damals total begeistert von koks und sagte: sie würde gerne mit uns einen gramm kaufen. jedoch war es sehr teuer und so müssten wir zusammen legen. wir waren sehr neugierig. als ich sie nach der wirkung fragte, sagte sie nur, dass sie nach dem konsum von koks ihr eigenes gesicht nicht mehr gespürt hat. das fand ich, leichtsinnig wie ich damals war, absoulut geil. und so besorgten wir uns koks. doch ein gramm ist nicht sehr viel und wir waren zu 5. an dem tag und so hatte jeder nur eine nase von dem zeug und ich bemerkte nicht wirlkich was von der wirkung. ich hatte also nochmal glück gehabt.       und so vegingen die wochen und monate. mittlerweile nahm ich kaum noch chemische drogen, weil ich keine kontakte hatte. ich hatte meine erste freundin mit 16 und ich flog auch mit 16 von der schule. ich beging weiterhin straftaten um geld zu beschaffen und wurde auch weiterhin dabei erwischt. ich begann mit gras zu dealen. ich trennte mich von meiner freundin. 2007 war sehr ruhig. ich war nun 17 jahre alt, fast 18 und ich hatte mich sehr verändert. ich war extrem faul geworden, hatte keine ziele mehr im leben. ich war jedoch glücklich mit dem was ich hatte, und das waren meine 2 gramm gras jeden tag und meine 3 flaschen bier am tag. ich bekam nun etwas mehr geld von meinen eltern. obwohl ich es mir nicht verdient hatte. ich begann langsam, mich von meinen alten schulfreunden abzukapseln. mein leben war sehr ruhig geworden. ich verbrachte nun die meiste zeit meines lebens zuhause in meinem zimmer vor dem fernseher und ich war jeden tag sehr breit. 2008 jedoch veränderte sich die situation etwas        2008: wiedermal wurde einer meiner dealer hochgenommen. aber auch kein wunder. denn der typ war verrückt. er wohnte in einem mehrfamilien haus im 3 stock und er lies seine kunden jeden tag zu ihm kommen. er war ein relativ guter dealer und seine kundschaft war riesig. jeden abend befanden sich 20-50 jugendliche vor seiner tür und alle wollten sie gras kaufen. ich erinnere mich an einen abend an dem sich vor seiner haustur im 3. stock eine schlange gebildet hatte, die sich bis unten auf die straße erstreckt hatte. es war also nur eine frage der zeit bis der mann erwischt werden würde. zum damaligen zeitpunkt tat es mir sehr weh denn er wohnte gerade mal 2 häuser weiter und war ein sehr guter, zuverlässiger gras dealer. auch wenn er nur gras verkaufte und kein chemisches zeugs. nachdem er also von der polizei verhaftet wurde musste ich mir einen neuen dealer suchen und mein so ruhiges "geordnetes" leben wurde durcheinander gebracht. der sommer war bereits zu ende und meine eltern und ich planten einen umzug. ich war schon 19 und ich hatte endlich aufgehört straftaten zu begehen. jedoch war ich noch immer sehr faul und antriebslos und wollte nur so vor mich hin leben ohne dabei an die zukunft zu denken. um also nun endlich einen neuen dealer zu bekommen traf ich mich mit alten freunden. auch mit B . bei ihm sollte ich das finden was ich brauchte. ich war nun volljährig und konnte tun und lassen was ich wollte. ich verbrachte jede nacht bei ihm und wir kifften, tranken alkohol und nahmen auch wieder chemische drogen. immer öfter nahm ich nun speed welches nach sehr vielen trips für mich immer besser und besser wurde. es war als hätte ich jahre gebraucht um die wahre wirkung von speed zu verstehen und noch immer verstand ich sie nicht wirklich. aber je öfter ich es nahm, umso mehr mochte ich es. ich war jetzt jedoch etwas älter und obwohl ich nicht viel weiser geworden war, machte ich mir doch ein wenig gedanken und ich hatte auch gemerkt, dass so ziemlich alle anderen freunde die damals so mit uns in dieser szene verkehrten, speedsüchtig geworden waren. speed war plötzlich überall und hätte ich damals gewusst wie gefährlich diese doch so harmlos scheinende droge ist, dann wäre ich vermutlich etwas vorsichtiger gewesen. doch ich war unerfahren und schwach. und so trieb ich es immer weiter. gras, speed, alkohol. diese 3 drogen wurden meine götter. gras jeden tag. alkohol und speed am wochenende. manchmal fand ich mich total drauf, besoffen und high in einem wald wieder nachdem ich 4 nächte durchgemacht hatte. ich kann mich an einen tag erinnern als ich anfing stimmen zu hören, weil ich zu lange wach geblieben war. ich hatte einen motor roller und hatte mich nach 3 durchgemachten nächten, am morgen des 4. tages dazu entschlossen, mir etwas alkohol zu besorgen und es dann in einem wald zu trinken. ich tat das auch. die wirkung war jedoch so stark, dass ich mich an die nächsten 2 stunden im wald nicht mehr erinnern kann. ich weiß nur wie ich am boden lag und zu mir kam. ich hatte es wohl übertrieben und sollte nun endlich mal etwas schlafen gehen. ich schüttete das restliche bier weg und setzte mich auf meinen motor roller. ein weiterer black out folgte. das nächste woran ich mich erinnere ist das hupen eines autos hinter mir. der mann hatte mich aufgefordert zu fahren, weil die ampel vor mir schon eine weile auf grün geschaltet war. ich fuhr also los und... noch ein black out. ich wurde am nächsten morgen, ungefähr 24 stunden später sitzend auf meiner couch wach und erinnere mich bis heute nicht an die dinge, die während der blackouts passiert sind. und vorallem heute kann ich nur mit dem kopf schütteln wenn ich daran denke, welchen gefahren ich mich und anderen menschen damals ausgesetzt habe.    2008 war voll mit solchen tagen doch gegen ende hin ließ mein alkohol konsum etwas nach. ich war zum glück nicht alkohol süchtig. doch es gibt noch 2 dinge die ich unbedig erwähnen möchte. irgendwann nachdem ich wie immer gekifft hatte fühlte ich mich komisch. irgendwie ein bisschen anders als sonst. ich fühlte mich nicht immer so, nur wenn ich ein bisschen zu viel gekifft hatte und auch sonst nichts anderes konsumiert hatte. es war ein gefühl von angst. angst davor jetzt raus zu müssen. angst davor von der polizei erwischt zu werden. nach 5 jahren cannabis konsum wurde ich erstmals ein wenig paranoid. ich kannte das so noch nicht und machte mir auch keine gedanken darüber. es verging so schnell wie es gekommen war und ich lebte weiter so. als der umzug in die neue wohnung im november 2008 dann endlich fertig war wurde ich zum ersten mal mit einem schicksalsschlag konfrontiert. mein vater erlitt eines abends einen herzinfarkt und ich konnte damit damals überhaupt nicht umgehen. ich war noch immer ein kind. ich hatte im alter von 13 jahren damit angefangen meine sinne zu betäuben und in einem traum zu leben. die zeit war so schnell vergangen und plötzlich sollte mein vater sterben? glücklicherweise überlebte mein vater! doch ich war innerlich zerstört. ich überdachte mein gesamtes leben und beschloss nach einer 3 wöchingen schweren depression endlich aufzuhören zu kiffen. mein erster richtiger entzug stand an.        2009: hier beginnt mein neues altes leben. ich war nun seit monaten clean und kaufte mir dinge wie videospiele und sonstiges von meinem geld. ich wollte auch langsam den rest meines lebens in die hand nehmen und an meiner zukunft arbeiten. aber ich fühlte mich noch immer leicht depressiv und wollte erstmal neuen lebensmut finden. im sommer 2009 wurde mir jedoch ein dicker strich durch die rechnung gemacht denn ich wurde rückfällig. mein fruend B war mittlerweile selbst ein dealer geworden und brachte mir das zeug sogar vorbei. somit musste ich nichtmal mehr laufen. jedoch verlor ich auch fast jeglichen kontakt zu ihm und anderen freunden. er kam nun nurnoch einmal im monat vorbei und ich kaufte eine grosse menge gras und auch immer wieder speed bei ihm und dann lies er sich nicht blicken bis ich mich erneut meldete. es war meine schuld. die zeit ohne drogen war sehr traurig und und grau. ich hatte mich abgekapselt. die drogen hatten mich verändert. aus dem fröhlichen aufgeweckten jungen war nun ein ruhiger wortloser typ geworden welcher einfach nur noch high sein wollte. nachdem ich mich monate lang depressiv gefühlt hatte, fand ich in speed einen neuen freund. mit den drogen und vor allem mit speed fühlte ich mich endlich wieder wie früher, fröhlich und ich hatte lust auf party. ich verbrachte nun etwa einmal in der woche zeit mit einem alten freund und wir konsumierten zusammen speed und machten jedes wochenende komplett durch. er hatte eine freundin und er bekam jedesmal einen heiden ärger von ihr wenn er sich nach 2 nächten nicht gemeldet hatte. doch schon wie früher war uns alles egal. manche dinge würden sich niemals ändern. mehr und mehr konsumierte ich speed. bis ich eines tages im frühling 2010 eine große menge speed von meinem freund B bekam. er wollte es nur bei mir lagern und es waren so um die 10 gramm. doch schon bald wurde mir klar, dass es mir unmöglich geworden war, das zeug einfach so bei mir rumliegen zu lassen ohne es zu konsumieren. und so zog ich jeden tag ein bisschen bis nur noch wenig da war. ich wachte eines morgends auf und schwor mir an diesem tag nicht zu ziehen. doch es ging mir sehr schlecht nach einer weile und ich fühlte mich unbeschreiblich müde. an dem tag wurde mir klar das ich ein problem hatte. doch andererseits gefiel mir dieses problem zu dem zeitpunkt. und so begann ich jeden einzelnen tag speed zu konsumieren, ich war abhängig geworden und ich genoss diese droge wie keine andere zuvor. sie war doch so viel besser als alles andere. ich konnte klar im kopf sein, mich äusserst wohl fühlen und super konzentriert all meinen hobbies nachgehen. ich tauchte ein in die wunderbare welt der musik auf speed. einfach zurücklehnen, musik anmachen und geniessen. das brennen in der nase, die flut von leichtem glücksgefühl im ganzen körper. man fühlt sich einfach stark, unbesiegbar. die energie geht niemals zu ende. essen und schlafen werden unwichtig. ich genoss jede sekunde meines neuen lebens mit speed. ich spielte tagelang videospiele. ich las. ich begann, mir piano beizubringen und musik zu machen. ich hatte unendlich viel motivation und ich fühlte mich kreativ. im nachhinein betrachtet war 2010 mein absouluter absturz in die abhängigkeit. doch für mich war es damals das beste jahr meines lebens. zumindest empfand ich es so. später begann ich dann auch wieder ecstasy und alkohol zu konsumieren. doch speed stand nun an erster stelle und ich erhöte stets die dosis. ich erinnere mich an sehr gefährliche parties als ich 10 ecstasy pillen an einem tag nahm und reines mdma. ich zog so viel und so oft. weihnachten 2010 begriff ich wie süchtig ich geworden war. denn an diesem tag war es sehr kalt und voller schnee. 2010 war der kälteste winter in den letzten 20 jahren in meiner stadt und aus dem grund konnte oder wollte mein freund an diesem tag nicht kommen um mir meine drogen zu bringen. es war bereits 2 uhr nachts als ich mich dann dazu entschloss vor lauter sucht, mitten in der nacht, kilometerweit durch den schnee zu laufen um mir meinen stoff zu besorgen. ich werde nie die kälte vergessen und den schnee. die eiszapfen, welche von den dächern der häuser hangen und auch die stille der eiskalten nacht in der nichtmal ein einziges auto durch den hohen schnee fuhr. jeder normale mensch wäre bei dem wetter nicht raus gegangen.        2011 war genauso wie 2010 ich war nun schon fast seit 2 jahren speed süchtig.       2012 veränderte sich dann etwas. immer öfter begann ich mich krank zu fühlen. mal waren es kopfschmerzen, dann magen probleme und allgemeine schwäche. ich erinnere mich noch sehr gut an einen tag an dem ich wieder mal durchgemacht hatte und ich konnte einfach nicht mehr stehen weil mein kreislauf das nach einer weile nicht mehr mit gemacht hatte. mein vater hatte das mitbekommen und er wusste auch was ich da tat. mit sehr besorgter stimme bat er mich darum, mehr zu schlafen und weniger von dem zeug zu konsumieren. obwohl ich ein so schlechter sohn gewesen war und obwohl ich seine gegenstände verschärbelt hatte als ich jung war. obwohl ich ihm nichts als ärger gemacht hatte und er wusste das ich drogensüchtig war hatte er mich trotzdem geliebt und niemals daran gedacht mich rauszuwerfen oder etwas ähnliches. auch wenn es vielleicht das richtige gewesen wäre. ausserdem begann ich zum ersten mal herzprobleme zu entwickeln im sommer 2012. nur so ein leichter druck, mal eine extra sytole hier und da. nichts weiter schlimmes. gegen herbst 2012 verschlechterte sich mein zustand dann. ich zog noch immer jeden tag und kiffte nun schon seit fast 10 jahren. ausserden konsumierte ich sehr häufig mdma und manchmal alkohol. doch mein bester alter freund, das gras begann nun, sich gegen mich zu stellen, immer häufiger musste ich feststellen, das ich nach dem konsum von zu viel gras paranoid wurde. wir hatten einen neuen familien hund und es war meine aufgabe diesen hund morgends um 5,6 uhr auszuführen und immer wieder malte ich mir so einige horror stories aus, die mir auf dem weg zum hundepark passieren könnten. ich dachte ich würde überfahren. ich dachte ich könnte einen herzinfarkt bekommen und niemand würde mir helfen so früh am morgen. es wurde mit der zeit immer schlimmer und meine ängste wurden immer verrückter. ich hatte nun schon angst erschossen zu werden und wenn ich im winter in den morgendlichen nachthimmel schaute, dann machten mir die sterne angst. es könnte doch jederzeit irgendetwas grauenhaftes passieren. zum beispiel ein komet oder der zerfall des universums. ich hatte zu der zeit auch viele dokus über verschiedene dinge geschaut. sowohl über das weltall als auch über verrückte mörder und das war wohl für mich in meinem zugezogenem kopf nicht so gut. es wurde so schlimm dass ich mich fürchtete auf drogen und im dunkeln das haus zu verlassen.       einige zeit verging und mir wurde auch klar das meine ängste irrational waren. doch das half mir nur wenig. je ängstlicher ich wurde um so mehr speed zog ich und ich begann im internet geschichten von psychosen zu lesen. hatte ich eine psychose? war ich dabei verrückt zu werden? wie würde es weitergehen? jeder gedanke ängstigte mich mehr. und ich erinnere mich an einen tag an dem es mir sehr schlecht ging. ich war einfach davon überzeugt eine psychose zu haben und ich habe eigentlich nur noch darauf gewartet endlich stimmen zu hören und oder visionen zu haben. ich schaute filme und dokumentationen über psychosen und schizophrenie und ich war schokiert. ich wollte nicht so enden. die ganze zeit hatte ich auch gras geraucht. ich entschloss mich nun also, für heute kein gras mehr zu rauchen und ich legte mich hin und wurde eigentlich auch recht schnell müde. ich hatte mich sowieso schon seit wochen so komisch gefühlt. ich fühlte mich high obwohl ich nicht geraucht hatte. ich fühlte mich auf eine komische art und weise müde und sehr unkonzentriert obwohl ich tonnenweise speed gezogen hatte und auch körperlich eigentlich ziemlich wach war. geistig jedoch fühlte ich mich müde und schlapp. da lag ich also auf meinem bett, leicht verängstigt aber dennoch langsam entspannt und bereit einzuschlafen. ich war schon im halbschlaf. mein körper und geist sackten in den schlaf. plötzlich schrie eine stimme in meinem kopf furchtbar laut. es war die stimme einer alten frau und sie schrie: "LASS MICH RAUSSS" ich erschreckte mich total und stand wie eine 1 in meinem bett. ich begann zu zittern und dachte nur das ich jetzt bald in die klappse müsse. das war doch ein eindeutiges psychose symptom. ich erlebte eine wahre panik attacke. an diesem tag beschloss ich, kein gras mehr zu rauchen, nie wieder. natürlich habe ich mich nicht daran gehalten doch egal wie oft ich in zukunft gras konsumierte, mein zustand wurde nie besser, nur schlechter und somit lies ich es dann nach ein paar weiteren panik attacken wirklich bleiben. es waren nun fast 10 jahre vergangen und ich hätte nie gedacht das ich jemals mit dem kiffen aufhören würde, doch ich habe es geschafft und der entzug war garnicht so schwer. ich habe angefangen tabak anstatt gras durch meine bong zu rauchen. das ist zwar eklig aber für den anfang hatte es echt geholfen. ich bin dann irgendwann ganz auf zigarretten umgestiegen. doch damit sollte es mir nur kurzzeitig besser gehen...           seitdem war angst ein thema in meinem leben. ich hatte oft albträume und mein zunehmender speed konsum machte das ganze nicht besser. eines tages erzählte mir mein freund B von einem coolen zeug welches man rauchen kann. quasi als eine art ersatz für gras. er sagte es wäre ziemlich krass. es ging mir zu der zeit ein wenig besser und leichtsinnig wie ich war, stimmte ich dem ganzen zu und er brachte mir ein wenig von dem zeug. hierbei handelte es sich um eine räuchemischung.  mein feund B riet mir, nur wenig von dem zeug zu rauchen, da es ziemlich kräftig sei und somit mixte er mir ein ganz kleines bisschen in einen kopf mit tabback. optisch sah es fast genauso aus wie gras und an den geschmack erinnere ich mich nicht mehr so gut aber an die wirkung um so besser. zuerst dachte ich, es wäre nur irgend ein billiger schund der nicht wirken würde. doch was dann geschah ließ mir das herz in die hose sacken. kräutermischungen enthalten oft chemische cannbinoide. das sind chemisch hergestellte cannabinoide die bis zu 100 mal potenter sein können als natürliches thc. also für mich und meine angst ein absouluter albtraum. denn genauso fühlte ich mich nach dem konsum auch. es fühlte sich genauso an wie ein gras trip. nur 100 mal so stark. es erinnerte mich sehr an die erfahrung die ich damals mit pilzen gemacht hatte, von der intensität her. selbst wenn man sich eine tonne gras raucht... man würde niemals so high werden wie von diesem zeug. ich habe es sofort gehasst. ich begann zu zittern und versuchte nurnoch schnell mein speed in sicherheit zu bringen, für den fall das ich ohnmächtig werden sollte, wollte ich nicht dass irgendjemand mein kostbares speed findet. mit letzter kraft und zitternden beinen warf ich mich auf mein bett und begann zu beten das dieser trip möglichst schnell vorbei sein würde. "was hast du dir da nur wieder angetan" das waren meine exakten gedanken in dem moment als ich realisierte, was da auf mich zu kahm. mein freund war bereits gegangen und ich war allein. ich werde dieses gefühl niemals vergessen. es fühlte sich genauso an wie tod. ich dachte, wenn ich eines tages sterbe, dann werde ich mich geistig so fühlen wie auf diesem zeug. es fühlte sich an wie sterben und es machte mir unglaubliche angst. ich wusste nicht ob ich den tag noch überleben würde.nach höllischen 20 minuten wurde es dann aber doch auf einmal besser. die wirkung ließ nach und die angst verschwand. plötzlich gefiel es mir dann doch ein wenig und ich war wie ausgewechselt. ich setzte mich auf meine couch und hörte musik auf youtube und genoss den restlichen trip sogar. dennoch würde ich diese kraut nie wieder anfassen.     2013: ich war nun seit fast einem jahr gras frei und zog aber dafür umso mehr speed. ich versank komplett im rausch der droge und in meinen hobbies. vorallem musik produktion. doch nun war ich schon seit fast 5 jahren speedsüchtig und das ständige verantwortungslose verhalten meinem körper gegenüber führte immer häufiger zu problemen. ich hatte nun stetig herzrasen und extra systolen und jedesmal ängstigte mich mein zustand sehr. doch ich war auch einfach so süchtig nach speed geworden, dass ich einfach nicht aufhören konnte. immer wieder hatte ich versucht einen entzug zu machen und immer wieder wurde ich rückfällig. dann ließen meine symptome mal einige zeit nach und schon wurde ich wieder unvorsichtig und begann wieder zu ziehen und auch mdma zu konsumieren. eines tages besuchte mich B mal wieder um mir speed zu bringen. doch diesmal hatte er koks dabei und er fragte mich ob ich es auch mal versuchen möchte. er erzählte mir von dessen krasser wirkung und wie gut man sich fühlen würde. doch nun war ich 22 und weitesgehend vernünftig geworden und ich wollte erst recht nicht koks süchtig werden. und so habe ich abgelehnt. ich bin noch immer froh und stolz auf mich. 2013 war ein richtiges auf und ab. manche tage waren okay, manche waren gut. doch die meiste zeit war voller angst, sucht und beschwerden.SPEED! nun hatte sich die ganze wirkung dieser droge gezeigt. hatte ich sie damals als kind für schwach, ungefährlich und impotent gehalten so wurde ich mittlerweile eines weitaus besserem belehrt. nimmt man einem speed süchtigem sein speed, dann fühlt er sich depressiv und müde. nach 5 jahren speed konsum wirkte es auch längst nicht mehr so wie früher. ich brauchte es mittlerweile einfach nur noch um mich normal fühlen zu können. doch selbst das wurde wegen der vielen nebenwirkungen immer schwieriger. ich begann mich gegen ende des jahres immer häufiger mit dem tod auseinanderzusetzten und auch immer öfters steigerte ich mich in dinge hinein. der plötzliche herztod ängstigte mich sehr und als ich kurz vor silvester 2013 mal wieder 3 tage auf speed durchgemacht hatte, erfuhr ich von michael schumachers unfall und das er wahrscheinlich sterben würde. ich begann mich total in etwas hinein zu steigern. ich versetzte mich in ihn hinein und stellte mir vor wie es wohl wäre, so zu sterben und ich glitt in einen extrem depressiven zustand.     SILVESTER 2013: ich hatte mich von meinem depressiven erlebnis erholt und wollte das neue jahr mit meinem freund feiern. doch dieser konnte nicht und somit war ich allein und beschloss, nur etwas alkohol und natürlich speed zu konsumieren. die party war abgesagt. ich setzte mich an meinen pc und begann musik zu produzieren. nach ein paar stunden jedoch begann mein herz mir wieder probleme zu bereiten. doch diesmal in einer intensität, welche ich bis dahin noch nicht kannte. ich bekam mindestens 3 extra systolen pro minute. vorher waren es höchstens 3 pro stunde. ich dachte wirklich:"das wars jetzt" und ich wurde wieder äusserst paranoid. ich legte mich hin und veruchte etwas zu relaxen. es half. doch diese starken herzrythmusstörugen hinterließen eine panische angst in mir. etwa 2 stunden später waren die beschwerden verschwunden und ich begann nachzudenken. ich begann über mein leben nachzudenken. über meinen gesamten drogen verlauf und alles was ich bisher getan hatte. ungefähr so wie ich es jetzt gerade tue. draussen flogen die raketen und die welt feierte 2014 doch ich war ganz bei mir und in mir, manche leute nehmen sich einiges vor am ende eines jeden jahres. einige wollen mit dem rauchen aufhören. andere möchten etwas gewicht verlieren. für mich stand nun, nach über 10 jahren drogenkonsum fest, ich beende es. für immer. ich erinnerte mich an die schönen und an die weniger schönen momente die ich mit drogen hatte und ich wusste das ich es diesmal schaffen würde. denn ich wollte es.      nun wäre es doch schön gewesen wenn es hier wirklich zu ende gewesen wäre, oder? doch das war es nicht ganz. denn ich hatte noch etwa 5 gramm speed und 2 gramm mdma in meinem kühlschrank. obwohl ich angst davor hatte und auch entschlossen war, endlich aufzuhören, wollte ich das kostbare zeug nicht einfach verschenken oder wegwerfen. und so entschloss ich mich, noch 2 oder 3 parties zu feiern und die drogen zu konsumieren. ich nahm zum letzten mal mdma und ich erinnere mich wie ich dachte: "das ist dein allerletzter mdma kick" ich habe ihn sehr genossen. von allen drogen habe ich mit mdma immer die besten erfahrungen gemacht. ich möchte hier nun niemanden verführen mdma zu nehmen. doch ist mdma die droge, die fast immer einen angenehmen rausch gebracht hat und keine psychischen oder körperlichen schäden mit sich brachte und niemals süchtig macht oder nur sehr selten. nun war also mein mdma weg und ich hatte noch speed für 3 tage. nun wurde es richtig ernst. ich zog eine nase und das ganze endete natürlich wie immer in einem 3 tage marathon rausch. diesmal hatte ich keine herz beschwerden und ich war nochmal in der lage, meinen rausch einigermaßen zu geniessen. ich tat alles, was ich sonst immer gerne tat und ich hatte spaß dabei. zur selben zeit war ich fest entschlossen die ganze sache durch zu ziehen und als ich mich am ende des dritten tages schlafen legte, gingen mir nochmal die ganzen erlebnisse durch den kopf, die ich mit drogen gemacht hatte.      FRÜHLING 2015: ungefähr ein jahr war nun vergangen und ich war clean. wie erwartet. ich wusste ich würde diesmal clean bleiben und ich weiß es noch immer. ich habe mit drogen in meinem leben abgeschlossen. ich bin seitdem clean und werde es immer bleiben. ich erholte mich nur langsam vom jahrelangen drogenmissbrauch. noch immer verspürte ich herz hüpfer. ich dachte ich hätte mein herz zerstört doch nach vielen gründlichen untersuchungen hat sich herausgestellt, das mein herz absoulut gesund ist. auch hatte ich niemals eine echte psychose und werde wohl auch keine psychose bekommen. es waren vielmehr nebenwirkungen des jahrelangen drogenkonsums. ich begann mein leben in den griff zu bekommen. ich veränderte mein komplettes erscheinungsbild. ich begann sport zu treiben und mich gesund zu ernähren. mir ging es so gut wie lange nicht mehr. motivation, energie, disziplin. ich entschloss mich, auch das lästige rauchen aufzugeben. ich fühlte mich als könnte ich alles schaffen. ich hoffe nun das mein rücksichtsloses verhalten meinem eigenem körper gegenüber nicht letztenendes doch noch bestraft wird. aber ich wurde bereits bestraft und hoffe das ich, da ich mit 23 aufhörte, eine chance auf ein ganz normales leben haben werde. es hat lang gedauert bis die einsicht kam. doch besser spät als nie. ich habe jeglichen kontakt zu B und anderen freunden abgebrochen. ich treffe sie manchmal aber ich bin nicht an einer weiteren freundschaft interessiert. das mag ziemlich egoistisch klingen und das ist es vielleicht auch. doch es ist das richtige und das beste für mich. ich weiß aus eigener erfahrung, dass man erst dann bereit ist aufzuhören wenn das leben zur hölle wird. und nicht jeder hat diese erfahrungen in so jungen jahren machen dürfen wie ich. manche werden alt mit drogen und sterben dann an den folgen. oder sie wechseln auf noch schlimmere drogen. ich kann nur bestätigen das ein leben ohne drogen weitaus schöner ist. und aus dem grund vermisse ich die drogen auch nicht. mir wird oft etwas bier angeboten. doch auch das lehne ich ab. nicht weil ich mich davor fürchte. sondern einfach weil ich genug davon hatte in meinem leben.     NACHWORT: ich möchte mich bei denen bedanken die bis zum ende durchgehalten haben und diese lange geschichte komplett gelesen haben. in ganz wenigen fällen denke ich, dass man mit kontroliertem drogen genuss spaß haben kann. jedoch bin ich zu der eindeutigen überzeugung gekommen, dass drogen immer schlecht sind und ein leben ohne drogen das bessere leben ist. ich hoffe das mehr aufklärung betrieben wird vorallem in den schulen und das nicht jedes kind meinen weg gehen muss. es gibt auch weitaus schlimmere fälle in denen es zum tode oder zur prostitution gekommen ist. ich traf meine freundin J eines tages vor ein paar jahren und sie hatte den ausstieg leider nicht geschafft. in ihren augen sah ich bereits das heroin und sie bestätigte es mir. ich wünschte ihr viel glück und hoffe das auch sie es noch schafft. danke fürs lesen und macht es gut :)   

Substanzen: 

Kommentare

Interessanter Einblick

Hi,

sehr gute und ausführliche Schilderung und sehr klare Reflextion deiner Lage, hochachtung dafür.

Erstaunlich finde ich, dass du das zeitlich alles noch so gut voreinander bekommst. Ich habe viele Jahre regelmäßig gekifft, wenn auch sicher nicht so viel wie du, aber ich habe erheblich Probleme mich an Daten und die Abfolge von Ereignissen zu erinnern...

Glückwunsch zu deinem starken Willen und dem Verlauf.

Mein Respekt :)

Du hast mein höchsten Respekt! Um diese richtige Entscheidung zu treffen so etwas nicht mehr zu konsumieren zeigt von psychischer Stärke. Ganz viel positive Energie wünsche ich dir auf dem Weg :) Ich war auch eine Zeit lang extasy abhänging, nun hat mein Freund ein schlussstrich gezogen. Er hat Angst das ich sterbe da ich ihm auch erzählte dass ich jedes mal, wenn ich etwas konsumiert hatte, den Tod sah. Jedes mal, wie als wolle er mir etwas sagen. Es hat mir nix ausgemacht, habe keine Angst vor dem Tod, aber meinem Freund hat es um so mehr sorgen bereitet als für mich wenn ich ehrlich bin. Ich trinke überhaupt kein Alkohol, kiffen sehr selten. Einmal hatte ich ein Flashback nach der schule als ich im zug saß, und direkt vor mir saß der Tod. Er starrte mich an mit seinen blauen grellen augen, schwarzen umhang und seiner schönen perfekt gefertigten Sense mit symbolen eingeschnitzt. Ich sah ihn wie ein mensch. Werde das nie wieder vergessen. Will nur darauf hinweisen dass er immer da ist, wenn man sich irgendetwas gibt. Manche nehmen ihn wahr manche eben nicht.

Eve

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