Meine Drogen und ich-

Erstmal ein Hallo an alle Leser! Im Folgenden möchte ich meine Erfahrungen mit allen mir bekannten Drogen mitteilen, denn mittlerweile ist die Liste ein wenig länger geworden.

Zum erstmal Mal habe ich mit 13 Jahren Alkohol getrunken. In diesem und im darauf folgenden Jahr blieb der Alkoholkonsum eine absolute Seltenheit, was vor allem daran lag, dass die ersten drei Abende katastrophal verliefen ( ein Freund mit Alkoholvergiftung, mehrere andere, darunter natürlich auch ich, sind knapp daran vorbei geschlittert). Mit 15 fing es aber  richtig an, mit mindestens 3 Sufftagen in der Woche. Teilweise sind wirklich erschreckende Mengen in kurzer Zeit vernichtet worden, so auch an einem Montag Abend, an dem wir 17 Liter Wein innerhalb von 4 Stunden zu fünft getrunken haben, dazwischen waren auch noch ein oder zwei Wurzelpeter dabei, was zu der Zeit aber kaum noch erwähnenswert war. Alles in Allem habe ich diese Zeit sehr genossen, ich habe viel gefeiert und gemeinsam verkatert in der Schule zu sitzen hat auch irgendwie Spaß gemacht. Mit 18 regulierte sich der Konsum aber automatisch, da ich wegen der verantwortungsvollen Arbeit als Sanitäter im Rahmen des Zivildienstes während der Woche nicht mehr trinken konnte. Da ich aber mit 14 angefangen hatte zu kiffen, blieb der Drogenkonsum aber nicht aus, denn ein Kiffkater ist, falls überhaupt vorhanden, wesentlich leichter zu ertragen, als der, den der Alkohol mit sich zieht. Das Kiffen hielt sich bis zu dieser Zeit aber in Grenzen, da a) die Kohle nicht reichte für mehr und b) hatte ich keine stabilen Quellen. Mit dem Zivildienst änderte sich meine finanzielle Lage drastisch, sodass ich mir jeden Tag einen 10er ( das sind bei uns um die 1g) leisten konnte, ohne die Lebenserhaltungskosten reduzieren zu müssen. In Folge dessen kiffte ich täglich, bis vor einem Jahr ( ich bin nun 24). Vorweg muss ich nun sagen, dass ich wohl sehr gut damit klar komme stoned zu sein, ich kann high arbeiten, zur Uni gehen und ein besserer Autofahrer bin ich auch noch, denn ich halte mich dann an Geschwindigkeitsbegrenzungen und achte noch intensiver auf den Verkehr, was natürlich aus der Angst resultiert, mit THC am Steuer erwischt zu werden. Und das sind keine Fehleinschätzungen. Ich fahre seit ich 17 bin regelmäßig Auto, seit Vollendung des 18. Lebensjahre ca. 15.000km/Jahr. Dennoch sind auch mir die negativen Folgen aufgefallen, die sich vor allem schleichend manifestieren: Antriebslosigkeit, bzw. Lustlosigkeit ist wohl das größte Problem gewesen. Dies war vor allem im letzten Jahr auffällig, in dem mein Konsum sich wieder auf ca. 2g/Woche reduziert hat, denn ich bin wieder wesentlich aktiver und aktionsfreudiger. Dennoch darf ich das nicht allein auf die verringerte Menge an zugeführtem Gras zurückführen, denn vor ca. 365 Tagen fanden neue Drogen Einzug in mein Leben, doch dazu gleich mehr. Was mich aber weitaus schlimmer traf als die Lustlosigkeit waren die freien Tage, an denen ich morgens einen ( oder mehrere) gerauchte habe, denn da ich manchmal extrem müde werde beim runterkommen, schlief ich mittags einfach ein. So geschah es, dass ich den ganzen Tag verpennt hatte, obwohl ich die Nacht zuvor ausgiebigen Schlaf genießen durfte. Abends konnte man sich zwar wieder aus dem Bett hiefen, doch ich war den ganzen Abend verklatscht, müde und lustlos.

Letztes Jahr habe ich dann MDMA, Pilze, LSD (seltener, da anstrengender als Pilze) und Amphe für mich entdeckt. Da ich direkt am ersten Abend auf MDMA merkte, wie überaus schlecht sich Alkohol damit verträgt ( zusätzliche Dehydration, aber vor allem merkt man nicht, dass man als besoffener wird, bis das MDMA nachlässt und man völlig aus dem Leben geschossen wird), habe ich bei den darauf folgenden Partys komplett auf Alkohol verzichtet.  Auch Pep in Verbindung mit Teilen macht meiner Meinung nach keinen Sinn, denn man  ist sowieso aufgedreht und ausgetrocknet. Einzig wenn das MDMA nachlässt und die Party nicht mehr länger als 2h andauert gönne ich mir manchmal eine Nase, um auch den Rest gut durch zu bekommen. Auch die Nachwirkungen sind wesentlich besser zu verkraften, als die von Alkohol. Den depressiven Verstimmungen, die sich bei mir wirklich in Grenzen halten, kann man mit positiven Aktivitäten entgegen wirken ( z.B.: gute Musik hören, gute Filme schauen, raus gehen(!), Sport (!), Sauna ist super geil, aber Achtung: Ich bin regelmäßig in der Sauna und an Hitze und Kälte gewöhnt. Wer das nicht ist, kann durchaus Probleme mit dem Kreislauf bekommen). Zudem ist mir verstärkt aufgefallen, wie dreckig der Alkoholrausch eigentlich ist. Man kann sich nicht mehr ordentlich artikulieren, man bekommt einfach viel weniger um sich herum mit als auf den anderen Drogen. Aggressivität ist im Suff kein Fremdwort. Auf Chemiepartys hingegen habe ich noch nie auch nur den Ansatz eines Konflikts miterlebt. Das Ende vom Lied: Bis auf das Glas Whiskey, welches ich ein bis zweimal wöchentlich genieße ( ich bin ein großer Whiskey-Liebhaber ), oder ein kaltes Bier an einem verschissen heißen Tag habe ich dem Alkohol komplett den Rücken gekehrt. Der Konsum von Pep gehört bei mir auch eher zu den selteneren Ereignissen. Überwiegend beschränkt sich dieser auf die Wochenenden, an denen ich keine Lust verspühre Partys mit meiner Anwesenheit zu beehren. Dies sieht dann meist so aus, dass mit Freunden ein ruhiger Abend gestaltet wird, also viel viel viel und lange lange lange reden, bis in den Morgen, dazu vielleicht auch ein paar Joints um die Sache etwas abzurunden. Da mir Amphe aber auf Dauer zu anstrengend wird ( das habe ich kurz nach Konsumanfang festgestellt, als ich zweimal 4 Tage durchgefeiert habe) und MDMA bereits beim zweiten Konsum innerhalb einer Woche nicht mehr den absolut genialen Love-and-Peace-Turn beschert, sind das für mich Drogen, deren Konsum sich von alleine reguliert. Klar könnte ich anstatt zwei Teile in der Nacht auch 8 schmeißen, aber das ist a) viel zu teuer und b) sollte man gerade syntetisierte Drogen mit Vorsicht genießen.

Aber nun zu meinen absoluten Favoriten, den Psychedelika: Es ist allein schon toll, dass kein Trip ist wie der andere. Während einem alle anderen Drogen einen bestimmten Rausch aufdrängen, so darf man bei Pilzen und LSD immer gespannt sein, was kommen wird. Bad Trips hatte ich (leider) noch nie. Gerade Pilze kann man auch mal Werktag abends verspeißen, da die Wirkung nach ca. 4h größtenteils verschwunden ist. Ein LSD-Trip ist an sich schon anstrengender, dass das Zeug dich gleich 8-12 Stunden verzaubert ist ein zweischneidiges Schwert. Gerade an schönen, freien Tagen ist eine Pappe etwas tolles, da sie dir, im Gegensatz zu Pilzen, den GANZEN Tag versüßen kann. Schlägt der Trip aber eine unangenehme Richtung ein, darf man gleich doppelt bis dreifach solange auf Besserungen warten, als bei Pilzen. Da sich aber die eigene Toleranz gegenüber dieser Drogen nach einmaligem Konsum bereits signifikant erhöht und man ca. eine Woche warten muss, bis man wieder mit der gleichen Menge die selbe Wirkung erzielt, so sind auch das selbst regulierende Drogen, gerade weil sich auch noch eine Kreuztoleranz zwischen beiden Wirkstoffen aufbaut. Man kann also nicht eben mal zwischen Psilocybin und LSD alternieren. 

Mescalin steht als nächstes auf dem Plan, Kokain werde ich womöglich einmalig testen, danach ist für mich aber definitiv die Grenze erreicht. ( H und Crystal muss halt wirklich nicht sein, bei Krokodil kann man auch gleich Rattengift aus der 1.5l PET-Flasche trinken)

Fazit: Drogen sind in vernünftigen Mengen eine reizvolle, interessante und amüsante Sache, doch darf man die Nebenwirkungen nicht unterschätzen, gerade weil sich diese oft erst mit zunehmender Zeit langsam immer weiter ausprägen. Man ist, auch nach einmaligem Konsum, auf jeden Fall leichter reizbar und weniger belastbar. Es schlägt einem irgendwann auf das Gemüt, nicht high sein zu können, sondern seinem Alltag (sprich Arbeit, Uni etc.) folgen zu müssen. Generell fängt man schnell an Arbeit jeglicher Art ausschließlich als störend zu empfinden, selbst nach erfolgreicher Bewältigung von Problemen hatte ich mich oft derart während der Arbeit an der Arbeit gestört, dass ich nicht mal Freude bei Erfolg verspührte. 

Mein (momentaner) durchschnittlicher Konsum: 2g Gras/Woche ; ca. 2 Teile/Woche [ bzw. Kristalle. Würde  im Schnitt auf 150mg MDMA/Teil schätzen] ; max. 1g Pep/Woche (min. 40% rein); 2 Trips (LSD oder Pilze) in einem Monat ( wobei ich die Dosierung der Pilze stark varriere, je nach Lust und Laune zwischen 1-4g getrocknete Pilze pro Reise )

Wieso ich diesen Bericht verfasst habe? Einerseits bin ich natürlich auf die Reaktionen gespannt, andererseits ist mir im Web aufgefallen, dass sich Drogenberichte oft auf eine Droge beschränken, wenn nicht sogar nur auf einen Trip. Ich will unerfahrenen Konsumenten ein Bild vermitteln, in dem mehrere Drogen durchaus im Leben integriert sein können, ohne große Probleme mit dem sozialen Umfeld und/oder sich selbst zu erzeugen. Klar würde jeder Arzt sagen, ich sei absolut drogensüchtig, doch das stimmt einfach nicht. Ich habe teilweise unbewusst mehr als einen Monat Pause von allen genannten Drogen gehabt, einfach weil ich gerade nicht in Stimmung war, oder weil ich nicht fanatisch durch die Straßen renne, auf der Suche nach Stoff, nur weil meine Quellen gerade mal trocken sind. Dennoch muss an dieser Stelle gesagt werden, dass ich eine immens stark Psyche und eine gefästigte Persönlichkeit besitze und absolute Offenheit für neue (gute wie schlechte) Erfahrungen Teil meiner Person sind. Dies war nicht immer der Fall. Ich hatte (vor der Chemie !)  große Probleme mit einer stark depressiven Grundhaltung, ob es eine ausgewachsene Depression war möchte ich nicht behaupten, da ich nie psychische Behandlung beansprucht habe und es dementsprechend niemals diagnostiziert werden konnte. Ich habe mich selbst aus diesem Loch gezogen, durch intensive Auseinandersetzung mit mir und meinen Problemen. Auch heute gibt es, sehr sehr selten (!), noch Rückfälle und ich muss mich jeden Tag auf eine positive Grundhaltung konzentrieren, doch ich glaube, dass sich genau deswegen meine Verfassung derart gefestigt hat. Und vor allem falls das Eltern lesen: Alkohol ist mindestens genauso schlimm wie all das, was ich noch zusätzlich genannt habe und ist nicht zu tolerieren, nur weil es legal ist. Die restlichen Drogen sollten nicht derart verteufelt werden, als das man beispielsweise das Märchen erzählt, Ecstasy würde Löcher in dein Hirn brennen ( ja solch ein Schwachsinn ist mir unter anderem zu Ohren bekommen), aber sie dürfen auch niemals unterschätzt werden. Ein gesunder Respekt und eine vernünftige Handhabung sind das A und O. Abgesehen davon war die Menschheit schon immer von Drogen fasziniert und nur weil man nun einige negative Folgen kennt, wird alles in der Öffentlichkeit abgelehnt. Man lebt nur einmal und die Erfahrungen und Gefühle bei den Trips möchte ich auf keinen Fall missen, auch um bei meinen zukünftigen Kindern ein fundiertes Wissen über Drogen in die Erziehung mit einfließen lassen zu können, denn nichts ist schlimmer, als Eltern, die keine Ahnung haben und ihren Kindern absoluten Mist erzählen, und hier spreche ich nicht nur von Drogen. Das soll nicht heißen, dass ich Drogenkonsum in absoluter Vollkommenheit gutheiße. Ich will nur vermitteln, dass es zum Leben gehört, ob man selbst konsumiert, oder ob um einen herum konsumiert wird. Man muss abschätzen können, was auf der Welt und vor allem in seinem persönlichen Umfeld passiert ( und auch das ist nicht nur auf Drogen zu beziehen!). Und noch einmal zum Schluss: Drogen machen, in vernünftigen Mengen, mit genügend langen Pausen Spaß, aber dürfen niemals dein Leben bestimmen!

 

MfG

Link Squall Cloud Leonhart

Substanzen: 

Kommentare

3 Jahre später und mich gibt es immer noch

Hallo zusammen!   Ich bin der OP dieses Beitrags und aus purem Zufall wieder hier gelandet. Mittlerweile sind 3 Jahre vergangen und ich denke es ist für alle interessant zu erfahren, wie es mir in der Zeit ergangen ist.   Es waren auf jeden Fall sehr ereignisreiche, turbulente und chaotische Jahre. Teilweise bereue ich es ein wenig, meine Zeit solange damit verbracht zu haben, das Leben derart unverschämt zu genießen. Andererseits weiß ich, dass ich diese Zeit niemals missen will! Es folgt meine Story: Durch meine wöchentliche Routine, mindestens von Freitag bis Sonntag durchzumachen, verschob sich mein sozialer Umgang natürlich stark. Ich war mitten in der sog. "Drogenszene" angekommen und fühlte mich dort auch recht wohl. Das Schöne ist, dass man tun und lassen kann was man will, solange man niemandem zu sehr auf den Sack geht. Keiner übernimmt groß Verantwortung für andere, wie auch, wenn ausnahmslos alle um einen herum ein maximal verantwortungsloses Leben führen. Andererseits haben die meisten Verständnis, wenn man mal einen schrägen Trip gefangen hatte und/oder sich daneben benahm, weil es jedem schon selbst so ergangen ist. Im Rahmen des Möglichen war es also durchaus eine soziale und fürsorgliche Umgebung. Ich habe sogar Freundschaften mitnehmen können, die ich heute noch pflege, obwohl ich mich mittlerweile komplett aus diesem Milieu zurückgezogen habe. Genauer gesagt sind wir eine kleine Gruppe von 11 Leuten. Wir kamen alle zufällig und unabhängig voneinander an einem Samstagmorgen auf der gleichen After das erste Mal zusammen. Bis auf 2 Leute kannte sich keiner, wir haben uns also alle im gleichen Tag kennengelernt. Und seitdem sind wir wirklich IMMER zusammen durch die Clubs und Bars flaniert. Das war vor ca. 2,5 Jahren, also ca. 6 Monate nach meinem Beitrag. Dies blieb aber nicht der einzige Zufall. Irgendwie waren wir alle an einem ähnlichen Punkt im Leben angekommen und ich glaube daher rührte auch diese besondere Gruppendynamik. Zudem sind 7 von 11 Leuten Linkshänder (ich auch^^), einer hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich und alle im gleichen Monat. Bis auf meine Wenigkeit sind alle total vernarrt in Musik und praktizieren es auch. 3 von uns legen auch in Clubs auf, 2 davon  quasi seit Anfang an, als Techno in den 80er und 90er Jahren zum ersten Mal populär wurde. Richtige Technourgesteine. Ballern (=konsumieren) schon 2/3 ihres Lebens, aber haben sich trotzdem irgendwie bis heute gut gehalten. Ein anderer spielt Gitarre und Bass. Als Ein-Mann-Orchester mit loop machine und in einer Band. Gerade vor ein paar Wochen waren die wieder auf Tour. Der Rest macht "nur" privat Musik.    Wenn solch eine Harmonie in einer Gruppe herrscht, dann ist man natürlich auch öfter unterwegs als normal, schließlich will man ja miteinander abhängen. Gepaart mit dem allgemein vorherrschenden Interesse Party zu machen, sich zu amüsieren und das mit möglichst allen Substanzen, die man auftreiben kann, kam es dann jede Woche zum exzessiven Drogenkonsum. Meine wöchentliche Routine wurde also eine Regel ohne Ausnahme und noch mehr. Meine Bestzeit liegt bei 2 rastlosen Wochen, in denen ich nur einmal 12h gepennt habe. Dass einer von uns Geschäftsführer einer Bar/ Club/After Location in der Stadt war, kam begünstigend dazu. Im Klartext: Spätestens zum offiziellen Ladenschluss haben wir uns in der besagten Bar versammelt und den ganzen Tag dort privat geaftert und Musik gespielt bis es wieder Abend war und das Spiel von vorne beginnen konnte. Und weil diese Bar nur montags geschlossen hat, fing es an, dass ich manchmal schon am Dienstag das Wochenende eingeleutet habe.    Wenn man durch meinen teilweise etwas rosigen Erzählstil hindurchschaut, lässt sich ein bedenklicher Allgemeinzustand schon erahnen. Erschreckend ist dabei der Gedanke, dass wir im Vergleich zu den meisten Drogis, die mir im Laufe der unzähligen Abende auf den Schirm kamen, noch erstaunlich gut auf der Reihe waren.   Heute kommt die ganze Truppe kaum noch komplett zusammen. Alle haben, mehr oder weniger, die Kurve noch bekommen und zumindest einen Teil ihrer Lebensfreude und Motivation wiedergefunden. Irgendwie taten wir uns trotz all dieser Exzesse gegenseitig gut und im Endeffekt muss ich sagen, dass mir diese Menschen sehr geholfen haben. Weil sie zu dem Zeitpunkt in mein Leben traten, als ich es brauchte. Genau dann, als kein anderer für mich da sein konnte. Wie auch, wenn die Wenigsten diese Welt verstehen können, in der ich lebte. Um etwas wirklich begreifen zu können, muss man es eben erlebt haben; Das gilt wahrscheinlich für alles im Leben. 3-4 Tage wach und high gefolgt von 3-4 Tagen schlafen tut sich eben keiner an, der nicht verzweifelt, bzw. generell etwas durch ist.   Ich habe mir meinen ersten Bericht nicht nochmal durchgelesen, deswegen weiß ich nicht ob und wie viel ich von meiner damaligen Verfassung erzählt habe. Deshalb jetzt eine kleine Zusammenfassung: Ich kam 2 Jahre vor meinem ersten Bericht (also ca. 2013)  das erste Mal durch einen Freund an Teilchen. Damals war ich hoch depressiv, hatte wiederkehrende suizidale Gedanken, Selbsthass, pure Verzweiflung. Das ging fast 5 Jahre so, bis zu diesem Tag. Und die erste Pille auf diesen äußerst negativen Dauerzustand hatte tatsächlich einen therapeutischen Effekt. Ich hatte, wenn auch künstlich herbeigeführt, ein Maß an Zufriedenheit verspürt wie schon ewig nicht mehr. Es war unbeschreiblich!!! Ich kann mich jetzt noch gefühlt an jede Sekunde dieses Abends erinnern. Beflügelt durch die Erleichterung, sich selbst  endlich wieder einmal uneingeschränkt genießen zu können, trug es mich hinaus in die Welt, der Kopf vollgepumpt mit Glückshormonen. Weil ich aber trotz meiner selbstgefährdenden Neigungen immer versuche darüber im Klaren zu sein, was ich da gerade tue, habe ich mich direkt nach meinem ersten Teilchen mit allen mir bekannten Substanzen auseinandergesetzt. Am Ende kam ich auf das glorreiche Ergebnis des kontrollierten Drogenkonsums. Zu der Zeit, als ich meinen Bericht verfasste, hatte ich mich genügend mit mir und meiner Depression auseinandergesetzt und war soweit wieder auf dem Damm. Ich hatte es wirklich im Griff, so wie ich es beschrieben habe. Begeistert von meiner Verfassung habe ich mich dann dazu entschlossen, ,meine Erfahrungen mit dem Internet zu teilen. Kurz darauf habe ich meine heutige Ex kennengelernt, mit der ich eine unfassbar belastende und insgesamt sehr unglückliche Beziehung hatte. Danach war ich physisch und psychisch wieder zerrüttet. Die Drogen dienten zu dem Zeitpunkt nur noch als Ablenkung und Betäubung. Es legte sich ein angenehmes Rauschen über die Welt, welches alles potentiell Negative überdecken sollte. So ging es weiter bis ich meine bereits erwähnten Freunde kennegelernt habe.   Unterm Strich hatte ich den kontrollierten Konsum also stark aufgelockert. Trotzdem war ich immer der Überzeugung, so ehrlich zu mir selbst sein zu können, um ein sich anbahnendes Drogenproblem frühzeitig zu erkennen. Das war mir immer wichtig und ich glaube, das hat mich auch vor einer ernsthaften Sucht bewahrt. Ich habe weiterhin bewusst darauf geschaut, weshalb ich mir jetzt gerade dies oder das reinfahre. War es, weil ich Lust darauf hatte? Oder eher weil ich einen Zwang verspührte und alles andere als Vorwand nahm, um diesem Zwang nachzukommen? Aber da ich um mich herum immer wieder Leute abstürzen sah, musste ich auch die Möglichkeit einräumen alles falsch einzuschätzen. Wieso sollte ich besser mit dem Kram umgehen können als andere? Letztendlich habe ich offenbar eine äußerst stabile Psyche, was völlig kontraintuitiv wirkt in Bezug auf meine psychische Vorgeschichte. Dazu kam, dass ich vor knapp 1,5 Jahren meine jetztige Lebenspartnerin und größte Liebe meines Lebens kennenlernen durfte. Für eine ernsthafte Beziehung muss man diesen Scheiß auf ein Minimum zurückfahren, bzw. komplett sein lassen. Ich hatte das umverschämte Glück jemanden in diesem Chaos, welches ich mein Leben schimpfte, zu finden, der mich tatsächlich dazu bewegte eben dieses Chaos aufzugeben.     Das alles hört sich jetzt natürlich stark danach an, dass mein erster Erfahrungsbericht Schwachsinn ist. Viele werden sich in ihrer Überzeugung bestätigt fühlen, dass ich noch hart auf dem Boden aufschlagen werde. Aber dem muss ich deutlich widersprechen! Wie schon erwähnt habe ich mich von meinem alten Leben distanzieren können. Ich konsumiere kaum noch, vielleicht einmal in 2 Monaten und auch nicht länger als eine Nacht. Und ich bin weiterhin der Ansicht, dass man mit einem bewusst kontrolliertem Konsumverhalten die meisten Drogen in ein normales Leben integrieren kann. Aber ich muss dennoch ein paar Abstriche und Ausnahmen einräumen. Meine jetztige Lebenspartnerin ist psychisch etwas labil. Sie fängt nach 2 Zügen am Joint Trips so intensiv wie auf LSD. Manche Menschen sind einfach grundsätzlich anfällig auf bestimmte Substanzen. Dann ist auch ein kontrollierter Konsum nicht möglich. Außerdem verliert man sich relativ schnell in der bunten, sorgenfreien Welt weit ab der Realität. Einzigartige psychedelische Erfahrungen lassen die Welt auch nachhaltig anders aussehen. Die grundsätzlich gute Laune, induziert durch Amphetamine, trübt die Selbstwahrnehmung und wenn man nicht aufpasst sieht man sich mit etwas Pech mit Problemen konfrontiert, die man vorher womöglich noch gar nicht kannte. Psychose, Hybriss, Paranoia und noch viel mehr. Allerdings schätze ich die Gefahr abzurutschen als recht niedrig ein bei einer Person, die seelisch gefestigt ist und ein geregeltes Leben führt. Allerdings besteht immer das Risiko, eine latente psychische Störung in sich zu tragen. Wobei es wirklich selten vorkommt, dass jemand mit einer latenten Störung nach einmaligem Konsum dauerhaft beeinträchtigt ist. Entsprechende Symptome treten meistens schon beim ersten Mal auf und klingen nach einigen Tagen bis Wochen wieder aus.   Zusammenfassend kann ich meinen ersten Bericht also durchaus weiter vertreten. Nur passt auf euch auf! Hört auf das, was euch Seele und Körper sagen wollen. Bei jedem ist die verträgliche Grenze anders und jeder muss seinen eigenen Umgang damit finden.    Zum Schluss muss ich noch ein paar Drogen auf meine Liste packen:   Ketamin: Es hat ein breit gefächertes und interessantes Wirkungsspektrum. Von einem Gefühl des angetrunken seins, über Pseudohalluzinationen und teilweise schwer kontrollierbaren Körpergefühlen bis zu LSD-artigen Trips. Allerdings dringen die Erfahrungen in der Regel nicht so tief in das seelische Befinden ein. Es ist ein Dissoziativum und wenn man beeindruckende Eindrücke nicht mehr auf sich selbst beziehen kann, weil dieses Ich dabei ist sich aufzulösen, dann berührt es einen im Nachhinein auch nicht so sehr. Ich habe es eine Zeit lang regelmäßiger genommen und bin der Meinung, dass die Birne davon noch schneller weich wird, als von allem anderen was ich kenne. Aber das ist natürlich ein subjektiver Eindruck. Den meisten bekam es sichtlich besser  als z.B. MDMA oder Psychedelika. Höhere Dosierungen bitte in einem sicheren Umfeld testen. Im K-Hole ist man erstmal wehrlos und handlungsunfähig.    DMT: Starkes Halluzinogen. Die Erfahrungen sind kaum verständlich zu beschreiben. Man sollte ein Mindestmaß an psychedelischen Erfahrungen mitbringen, bevor man sich an DMT probiert.     2CB: Langweilig. Kam bei mir nur optisch und ich stehe vor allem auf verdrehte psychische Zustände. Was juckt es mich wenn meine Umgebung aussieht wie ein impressionistische Gemälde, wenn ich sonst stock nüchtern bin. Habe es also nur vereinzelt genommen.   PCP: Es blieb bei einer einmaligen Erfahrung. Der Trip war sehr schwer zu kontrollieren und er kam mir irgendwie grundsätzlich negativ rüber. So als könne ich damit prinzipiell keine schönenTrips erleben. Für psychische Grenzerfahrungen durchaus geeignet. Aber überlegt bitte dreimal, ob ihr derbe Paranoia, Derealisation gepaart mit einem gelähmt Körper oder Vergleichbares erleben wollt. Es ist durchaus interessant zu sehen, was eine kleine Änderung in der Hirnchemie alles bewirken kann. Seid froh, wenn euer Gehirn normal funktioniert! Die Sicherheit zu haben, dass das, was man gerade tut, auch wirklich passiert ist ein Geschenk, ohne das keiner überlebensfähig wäre. Das Gefühl, nichts ist mehr authentisch, alles könnte genauso gut eine weitere Einbildung sein, ist echt beängstigend. Ähnliche Erfahrungen werdet ihr früher oder später aber auch mit anderen Psychedelika haben. :P   Heroin: Einige Male nasal genommen. Es gehört zu den Drogen mit dem schlechtesten Ruf. Meiner Ansicht nach ist eine Droge wie jede andere, nicht schlechter, nicht besser. Ich habe es wenn dann nur auf der letzten After der Woche genommen. Nach 72h oder mehr ist man manchmal an einem Punkt angekommen, an dem man sich so unwohl fühlt, dass man trotz des Schlafentzugs nicht einschlafen kann. Mit Heroin fühlt man sich selbst dann noch unglaublich wohl. Es rundet einen tagelangen Drogenexzess auf eine sehr angenehme Weise ab!   Summa summarum bin ich dankbar für alle Erfahrungen, die ich in dieser Lebensphase machen durfte. Am Ende wird aber alles langweilig, dem man zu viel Zeit widmet. Mir macht MDMA keinen Spaß mehr, Amphetamine dauern mir zu lange und an Ketamin und Heroin komme ich nur selten ran. Kokain war für mich immer ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist man nicht an mehrere Stunden gebunden und kann spätestens 2 Stunden nach der letzten Line schlafen gehen. Andererseits ist es in Europa viel zu teuer und geht bei regelmäßigem Konsum schnell auf die Psyche. Pilze nehme ich nach wie vor sehr gerne.     Der wahre Genuss liegt im Verzicht!   Mit den aller besten Grüßen   SquallCloudLeonhart      

Deine Drogen und ich

Hallo, schöner Bericht, hat Parallelen zu meinen Erlebnissen/Erfahrungen. Gemeinsam haben wir, daß wir wohl Alkohol scheisse und Psychedelika gut finden. Irgendwo hattest Du mal erwähnt, dass Du Koks evtl. testen wolltest, hab ich hinter mir, häufiger, kann ich nur von abraten. Lässt einen eher agressiv werden, halt Dich da lieber an MDMA (meine Erfahrung). Pep ist auch nicht so mein Ding. Du wolltest Meskalin testen? Ist mir noch nie untergekommen ausser in Form von Lophophora wiliamsii oder Echinopsis pachanoi. Hab die aber selbst nie gegessen und kenn auch niemanden, der das getan hat. Ansonsten - viel Spass, pass auf Dich auf (nicht nur Spruch), richtig angewandt sind die richtigen Drogen eine Bereicherung. Übrigens, THC kann man auch gut essen (Fettlöslich, Kekse), erspart das rauchen, dauert nur länger, bis es wirkt. Feed your head,

danke

Hallo :) Wie klar du schreibst! Das ist echt selten. Starke Selbstreflexion. Wie gehts dir heute? Immernoch mehrheitlich "sinnvolles" Konsumieren? Und viel Lernen?

3 Jahre

 

Lies dir doch deinen ersten Text noch einmal in 3 Jahren durch und du wirst verstehen wer wen im Griff hat...

ein kleiner Nachtrag

Mescalin habe ich immer noch nicht getestet (auch ein Psychedelika), Kokain aber schon. Bei Koks ist es egtl das Gleiche, wie bei Pep bzw. MDMA auch, dass sich die Sucht nach einem Hochgefühl entstellen kann, und auf Koks fühlt mich sich, ich will jetzt nicht übertreiben, aber ist eben so, fast schon gottähnlich, unverwundbar, stark etc. pp.  Diese psychische Sucht kann sich also früher und stärker einstellen und da das Zeug auch noch so verdammt teuer ist, kann es schnell passiert sein mit seinem zukünftig geplanten Werdegang. Bei xtc habe ich zwischenzeitlich eine Pause von 8 Wochen gemacht, aus dem Grund, dass sich eine verdammt hohe Toleranz bei mir entwickelt hat, ich habe teilweise nach 500mg MDMA (nicht alles auf einmal, im Laufe des Abends 1-2 zweimal nachgelegt)  reichlich wenig bemerkt (gutes MD!: lila chupas, orangene eulen, klasse kristalle etc), dass ist einfach äußerst erschreckend. An dem Punkt hat es keinen Sinn gemacht weiter zu konsumieren, also habe ich Pause gemacht und jetzt turnt es wieder wie am Anfang. Du siehst also: Selbstregulierend!!!! Außer man ist exorbitant maßlos und verantwortlungslos sich selbst gegenüber. Der Pepkonsum ist auch weniger geworden, dafür gibt es alle 2 Monate mal tolle Kola zum genießen. Bei Gras werde ich wohl mein ganzes Leben bleiben, die Chemie geht im Alter einfach nicht mehr, man macht sich seine Blutgefäße zu kaputt, man riskiert Rupturen und damit Schlaganfälle etc. Die Pilze werden wohl auch Bestandteil meines Lebens bleiben, zumindest bis ich ein derart einschneidendes Erlebnisse erlebt habe, welches mich über alle Maßen abschreckt, was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann.

Ich kann auf Nachfrage auch gerne ein wenig ins Detail getan, was einzelne Trips (also vor allem Psilocybin) angeht, oder Mischkonsum, wobei ich davon schon im ersten Berichte strikt von abgeraten habe. Gras beim trippen hilft, es macht den Trip irgendwie, wie soll ich sagen.....smoother, er ist insgesamt angenehmer und von nicht so vielen Schwankungen geprägt. Das ist auch noch so eine Sache: Die Intensität des Trips ist nicht linear, sondern schwankt, gerade beim Abfallen nach ca. 2h bemerkt man es, wenn das Gröbste verschwunden zu sein scheint und eine Sekunde später kommt nochmal alles für ein paar Minuten wieder hoch.

Amphe wollte ich noch nie zu Pilzen ziehen, macht für mich irgendwie keinen Sinn und Koks ist zu teuer und macht halt auch keinen Sinn für mich. Einen Candy Flip (also die gleichzeitige Einnahme von Psilo/LSD und MDMA) habe ich zweimal hinter mir, beide Male mit Pilzen. Beim ersten Mal war es einfach nur unbeschreiblich gut, es war die exakte Addition beider Wirkungsweisen, sprich ein Trip in absoluter Euphorie. Beim zweiten Mal hatte ich das Gefühl, dass die Teile an sich nicht ganz sauber waren, die haben auch ohne Mischkonsum einmal äußerst verdächtig gewirkt, würde fast auf eine kleine Menge PMMA tippen, wobei mich die gleichen Dinger ein paar Wochen später tadelos geturnt haben, weshalb ich wirklich keine Ahnung habe was da falsch war. Scheint wohl ein Glücksspeil zu sein, die chemischen Drogen sind eben sehr schwer einzuschätzen was die Mischung mit anderen Drogen angeht.

Link SquallCloudLeonhart   (um noch eine abstruse Schreibweise zu etablieren XD)

Sehr guter Bericht! :)

Ich bin eigentlich noch sehr unerfahren. Bis auf Alkohol und Gras ging noch nichts, wobei ich selbst bei Alkohol nicht behaupten kann irgendwann mal einen richtigen Absturz gehabt zu haben. Ich hatte zwar schon die Verstärkung durch Alk von negativen gefühlen, die mich zur leichten Selbstverletzung getrieben haben, aber dadurch habe ich meines Erachtens nur eine noch bessere Einschätzung davon, wie viel ich vertrage.Worauf ich wirklich Lust habe, sind bewusstseinserweiterne Drogen, sprich auch Psychodelika. Ich versuche mich also ein bisschen "schlau" zu lesen, was es da eigentlich alles gibt, und was womöglich für mich geeignet ist.

Dein Bericht ist echt toll und ich bin froh ihn gelesen zu haben, da du, wie du auch erwähnt hast, dich nicht auf einen Trip oder eine Substanz beschränkst. :) Teile auch gerade deine Meinung über Haltung zu Drogen und Auflärung :) Schon unsere´Drogenbeauftragte sagte schließlich "Cannabis ist verboten, weil es eine illegale Droge ist. Alkohol gehört hingegen zu unserer Kultur." Ich finde, da merkt man schon, wo das Fehldenken beginnt.

Danke, dass du deine Erfahrung geteilt hast :)

 

EINE ANTWORT =)

Nach drei Monaten letztendlich doch eine Antwort. Ich habe den Beitrag selbst schon halber vergessen gehabt :D Bist wohl der Erste, der das liest und nicht denkt, ich sei ein Träumer, Schwätzer oder sonstiges..... :/   

Wie es der Zufall so will komme ich gerade wieder von einem 4 Tages Trip, wobei ich 2 der 3 Nächte arbeitend und nicht feiernd schlaflos verbracht habe, nicht, dass hier jemand denkt, ich sei ein rein dekadentes Drogenopfer ;) Wobei ich von solchen Aktionen doch eher abraten will, die Psyche spielt einem einige Streiche. So habe ich gestern den ganzen Tag gemeint, ein Stirnband zu spüren, das gab es aber nie. Ganz allgemein ermüden die Augen, man bekommt leichte Optics (bunte Punkte, bunter Niesel, Schatten, etc.), was besonders im Club anstrengend werden kann, wenn man meint andauernd Schatten zu sehen, obwohl da niemand ist, bzw. andersherum nur noch Schatten anstatt Menschen wahrzunehmen und sich dann zu erschrecken XD Ich handhabe das jetzt schon längere Zeit so, dass ich alle 3-4 Wochen mal ein komplettes Wochenende durchmache, (im Mai war es sogar der ganze Monat jedes Wochenende, das war aber viel zu viel, das ist gesundheitsschädlich und, außer für die einmalige Erfahrung, einfach nur dumm ^^) man hat einfach so wundervoll viel Zeit (mir ist klar, dass heute Donnerstag ist ^^). Ich meine zu wissen von mir behaupten zu können, dass ich das psychisch sehr gut verkrafte, mich stören oben genannte Nebeneffekte nicht einmal. Man lernt bei Psychedelika Dinge einfach neutral hin zu nehmen, die man sieht, spürt etc., von denen man aber weiß, dass diese nicht real sind, sprich ich habe keine Angst plötzlich verrückt geworden zu sein, oder, dass sich der bunte Niesel nie mehr legen wird ( oder ähnliches). Und falls der Niesel bleiben sollte, so kann ich mir im nüchternen Kopf noch mehr und länger als genug Sorgen machen. 

Nun zu dir XD Meine erste Frage ist: Wie alt bist du? Ich kann mich nicht im Detail an meinen Bericht erinnern, (und werde diesen Schinken ganz sicher nicht in meinem Zustand lesen) aber rückblickend bin ich froh an die "härteren Drogen" erst später geraten zu sein, hätte ich XTC mit 16 in die Hand gedrückt bekommen könnte ich jetzt nicht mit Sicherheit behaupten, mein Abitur trotzdem jemals angegangen zu haben. Wobei ich hier vor allem Gefahr in der Abhängigkeit nach diesem ultimativem Hochgefühl sehe, nicht zu vergessen, dass man seine Hirnchemie sowieso schon schwer diffus zurücklässt, befindet sich das Gehirn dann noch in der Entwicklungsphase steigt das Risiko von bleibenden Schäden enorm an. Das sind vor allem Depressionen und Gedächtnisleistungsverminderung ( ist das Wort in Fachkreisen gebräuchlich ?^^).

An dieser Stelle ist vielleicht noch interessant zu erwähnen, dass Antidepressiva eine sehr ähnliche Wirkung zu MDMA bzw. Kokain aufweisen. Dies sind nämlich auch Serotonin und/oder Dopaminausschütter (bin Physiker, also leider kein Experte, deshalb das schwammige und/oder) und Wiederaufnahmehemmer derselben. Normalerweise feuern Neuronen im moderatem Maße diese Glückshormone, wobei sie auch teilweise von den Neuronen wieder aufgenommen werden. Genannte Medikamente und Drogen verursachen also durch erhöhte Ausschüttung und die Verhinderung der Wiederaufnahme eine temporär andauernde Flut von Glückshormonen.(dadurch kommt höchst wahrscheinlich das Hochgefühl zustande, wobei ich nicht weiß, wieso verschiedene Drogen verschiedene Rauschzustände erzeugen. Z.B. wirkt Pep nicht annährend zu geil wie Kola. Ich vermute, es gibt auch verschiedene Rezeptoren für die gleichen Hormone im Gehirn. Andere Droge-> andere Rezeptoren-> unterschiedlicher Rausch, aber das ist nur eine spontane Spekulation meinerseits^^) Dies alles ist nichts Neues, nur dass in den Köpfen der erschlagenden Mehrheit Antidepressiva nicht mal annährend auf der Stufe von Kokain stehen, zeigt (mal wieder), wie manipulativ die Drogenpolitik und Pharmaindustrie ist. Und nebenbei bemerkt wird vor depressiven Verstimmungen bis hin zur Depression beim Konsum von XTC etc. gewarnt. Die durchgehende Behandlung 24/7 von Depressionen mit Antidepressiva klingt für mein laienhaftes Ohr deshalb etwas widersprüchlich, auch unter der Annahme, man versetze depressive Patienten dadurch überhaupt erst wieder in eine Lage, in der sie produktiv gegen die Depression arbeiten können. Ich würde vermuten, dass die große Mehrheit beim Absetzen des entsprechenden Medikaments auf erhebliche Probleme stößt, im schlimmsten Fall die Depression sogar verschlimmert.

Aber nun weiter im Text: Psychedelika würde ich für einen jungen Geist in der falschen Situation als noch verstörender einstufen. Gerade jetzt, da ich am Sonntag seit drei Monaten das erste Mal wieder Pilze gefrühstückt hatte, habe ich wieder bemerkt, wie tief die Eindrücke, die man auf meinem Trip erlebt, in die Seele eindringen. Ich durfte eine wunderschöne Reise erleben und auch die darauf folgenden Tage wurde ich bei bestimmten Anblicken, die denen während meines Trips ähnelten, innerlich tief berührt. Dies kann natürlich genauso im Negativen passieren, weiß man damit nicht um zu gehen, kann das in meiner Vorstellung durchaus schwere Probleme bereiten. (Hier möchte ich wieder auf den Anfang verweisen, von wegen Dinge neutral hinnehmen können ;) ) Lange Rede, kurzer Sinn: meine Empfehlung: keine härteren Drogen vor der Vollendung des 20. Lebensjahres, wobei natürlich jeder individuell geistig gereift ist, es soll lediglich einen Richtwert darstellen.

Dein Hang zur Selbstverletzung zeigt keine guten Anzeichen diesbezüglich, wobei man zugeben muss, dass wahrscheinlich jeder einmal das große Heulen auf Alkohol an sich selbst erleben durfte, und kleinere Verletzungen seiner selbst sind davon nicht weit entfernt; soll heißen: Jeder hat eine selbstzerstörerische und depressive Ader und läuft damit Gefahr bei Psychedelika eine unerwünschte Tour zu buchen. Weiterhin bin ich der Meinung behaupten zu können, dass Erfahrungen mit Alkohol nicht helfen bei den restlichen Drogen. Alkohol ist banal und stumpf, man wird umfassend unfähig. Das Einzige was man lernt ist, diese Unfähigkeit einschätzen und damit umgehen zu können, aber selbst daran scheitern die Meisten, Manifestationen sind Selbstüberschätzung und Aggressivität. Andererseits helfen Psychedelika gerade dabei zu lernen, mit solchen Erfahrungen umgehen zu können. Wenn man nicht gerade eine heroische Dosis von 4g getrockneten Pilzen verzehrt, so ist der Trip in aller Regel nicht derart überwältigend, dass man damit nicht mehr umzugehen weiß. Wenn dich Pilocybin (Wirkstoff der Mushrooms) und LSD (die synthetisierte und wesentlich potentere Variante) wirklich interessieren, dann möchte ich dir ein paar Tips ans Herz legen, die man größtenteils aber auch überall sonst lesen kann: 1.) Das erste Mal sollte in Anwesenheit einer dir nahestehenden Person sein, am besten ist diese bereits erfahren, solltest du niemand erfahrenen kennen, dann minimiere deine erste Dosis noch mehr, um einen Eindruck davon zu erhalten, wie so etwas aussieht. Komplett nüchterne Personen in Anwesentheit können aber störend wirken, der Tripbegleiter sollte also ein WENIG zu sich nehmen, um eine grundsätzliche Verbundheit zu schaffen. Zwar ist jeder Trip anders, aber trotzdem gleichen sie sich auch, vor allem bei der gleichen Sorte Pilze, so dass man durchaus gute Erfahrungen mit niedrigen Dosen sammeln kann. 2.) Was sind nun niedrige Dosen? Ich muss sagen, dass man bereits mit 0,5g Pilzen toll reisen kann, wenn auch nicht annährend so tiefgehend wie üblich. Wobei ich dazu sagen muss, ich habe beide Male (bei denen ich nur ein halbes Gramm konsumiert habe) den Snack mit etwas Jägermeister runtergespühlt (bloß ein Kurzer, ich betrinke mich ja nicht mehr, vor allem Psychedelika möchte ich mir gar nicht erst vorstellen, wenn ich dabei betrunken wäre.). Alkohol unterstützt das Lösen/Zersetzen (?) des Psilocybins und verstärkt damit die Aufnahme und Wirkung leicht. Ansonsten würde ich einen Richtwert von 0,8g getrockneten Pilzen als Startwert empfehlen. Die Stärke des Trips ist nur von der Initialdosis abhängig, nachlegen verlängert das ganze glaube ich nur, ich habe es nie selbst probiert, denn ich war bisher immer genügsam mit einer Reise. 3.) Generell ist es wichtig einen gesunden Respekt der Droge gegenüber einzuräumen, richtige Angst solltest du aber nicht verspühren. Das Set (dein psychischer Zustand) und das Setting( deine restliche Umgebung) sind äußerst wichtig, versetzt du deinen Geist durch Angst in ein negatives Set wird sich das vermutlich auf deinen Trip auswirken. Aber nicht, dass du jetzt denkst, jede kleine Sache kann alles umstürzen und dich in die 7 Kreise der Hölle bringen, es ist eher so, dass die resultierende Farbe durch eine weitere Elementarfarbe ergänzt wird und sich somit (leicht) verändert, um es bildlich zu formulieren. 4.) FANG MIT PILZEN AN, NICHT MIT LSD!!!!!! LSD ist zum einen schwerer zu dosieren, da du im Allgemeinen keine Ahnung hast wie stark konzentriert das Zeug auf die Pappe aufgetragen wurde. Zum anderen wirkt ein Trip, wie ich bereits erläutert habe, wesentlich länger und , so kommt es mir zumindest vor,  scheint dieser nicht ganz so kontrollierbar zu sein, wie auf Psilo. Des Weiteren gibt es viele unterschiedliche Sorten von Pilzen. Manche wirken eher innerlich (Philosophers Stone heißt glaube ich eine  der derart wirkenden Sorten), d.h. deine Gedankenstruktur, wie du denkst, und was du daraus folgerst, sind stark verändert, was mir zumindest nie befremdend vorkam. Man kann meinen die ganze Welt verstanden zu haben, man hat das Gefühl eine unendliche Kapazität an Intellekt im Kopf zu tragen. Man kann auf einmal nicht parallel zwei Gedankengänge verfolgen, sondern gleich vier, um sich dann beim Denken selbst noch beobachten zu können. Und das ist noch nicht mal alles nur Illusion der Droge, viele Erkenntnisse, die ich auf Touren machen durfte, habe ich mit in mein reales, nüchternes Leben übernommen, da sie rückblickend betrachtet wirklich Bestand und Substanz haben. Man verändert den Winkel der Sicht auf die Dinge leicht, so kann es vorkommen, dass man die Geometrie eines Tisches, so wie er im Raum steht, anfängt aktiv zu begutachten. Begründet liegt das in der Wirkung der Droge. Dabei wird die Funktion des Thalamus (erhängt mich wenn ich es falsch geschrieben oder gar benannt habe), einer Hirnregion, bzw. eines Hirnlappens, ( wie gesagt, kein Experte, keine 100 prozentig stimmenden Details gewährleistet) vermindert. Dieser ist zuständig für die Rückkopplung zwischen einkommenden Eindrücken und deinen bisherigen Erfahrungen, mit anderen Worten: Er interpretiert neue Eindrücke und ordnet diese ein, bevor du sie seelisch aufnimmst. Ist das nun nicht mehr im gewohnten Maße der Fall, erscheinen alt bekannte Eindrücke aus einem neuen Sichtpunkt ;) Beispiel: Eine Taube fliegt unbemerkt von der Seite auf dich zu, du siehst sie spät. Nüchtern erschreckst du vllt kurz, dann sagt dir dein Thalamus das ist nur eine Taube, das hast du oft erlebt, es besteht keine Gefahr, woraufhin du  mehr oder weniger unberührt weiter deines Weges gehst. Während eines Trips kann dich soetwas mehr beschäftigen, als einem lieb ist :D So kann sich das mit allem verhalten, weshalb man teilweise ganz neue Einsichten zu Tage trägt. Weiterhin gibt es eher visuell wirkende Pilze, sprich vermehrt auftretende, sich bewegende Muster im Raum oder an Wänden, im Fachjargon Optics geschimpft. Bäume und ihre Äste bieten viele Möglichkeiten für den Geist, etwas Neues zu sehen ;) Bei höheren Dosen ( ich schätze mal 2.5g, ich wiege mit zunehmender Erfahrung nicht mehr, aber das sollte denke hinkommen, wobei es wie erwähnt auch auf die Sorte selbst ankommt!) treten auch Halluzinationen mit dreidimensionalem Charakter auf, bei LSD habe ich das in der Form noch nicht erlebt, wobei ich mich auch nicht als LSD-erfahren bezeichnen würde, das ist und bleibt der Leckerbissen alle 4-6 Monate, Pilze gibt es in der Regel jede bis jede zweite Woche einmal, außer die letzten drei Monate eben :/ Von "Lachpilzen" also solchen, von denen man Lachflashs schiebt, habe ich zwar gehört aber nie genommen, wirken für mich nicht interessant. Psychedelika sind für mich vor allem ein tolles Medium um meine Psyche zu erforschen, Euphorie garantieren mir schon andere Drogen^^ 5.) Sammel keine Pilze vom Feld als Laie, es gibt bekanntlich auch giftige. 6.) Man kann auch frische Pilze beziehen, ich bevorzuge sie und habe das Glück, dass mein Pilzgärtner ein guter Freund ist, weshalb ich auch regelmäßig an frische komme. Getrocknete Pilze schmecken nur nach ranziger Fußsohle, frisch schmecken sie wie Champions mit ranziger Fußsohle, dafür mögen viele die Konsistenz nicht, geschmackssache eben, wie alles andere auch. SOLLTEST du frische essen wollen will ich eine Sache gesagt haben: Die müssen wirklich frisch geerntet sein, damit man die Dosis noch abschätzen kann, denn gerade eben gererntet kann man mit dem 10fachen Gewicht rechnen, will man also für 1g getrocknete Pilze tripen, nimm 10 Gramm, wobei frische vielleicht einen Tick stärker sind, da noch keinerlei Psilocybin kaputt gegangen ist. ( Das Zeug ist empfindlich auf Hitze, Zeit, Sonne etc. also kühl,trocken und lichtgeschützt lagern !) Hast du also feuchte Pilze in der Hand und keine Ahnung wie lange die bereits trocknen, lass sie komplett fertig trocknen!!!!!! Zwischendurch weißt du nicht, wie viel Wasseranteil bereits verdunstet ist, das kann durchaus variieren, je nach dem welches Wetter geherrscht hat. Somit kannst du auch keine Menge mehr abschätzen und unter Umständen haust du dir viel mehr rein als gewollt. 

Zu guter Letzt ein paar Worte zu deinem Zitat. geäußert von der Drogenbeauftragten: Die "Logik" des Satzes an sich ist haaresträubend. Ich bin zwar in der Regel vorsichtig, was das Verurteilen von Menschen angeht, aber das ist einfach nur durch und durch dumm! Man bekommt bereits in der ersten Klasse gelehrt, Dinge nicht mit sich selbst erklären zu können. Mit diesem Gedankenkonstrukt würden wir in völliger Stagnation verenden. Sklaverei war mal erlaubt, weil es legal war. Wie kann es dann illegal, also verboten werden, wenn es doch legal war. Das Zitat klingt, als ob es Naturgesetz wäre, dass Cannabis illegal sei und deshalb verboten ist. Fakt ist aber: Das sind, wie alle anderen Gesetze auch, von Menschen formulierte Sätze, die niemals den Anspruch auf Korrektheit haben können, die Wahrheit liegt bekanntermaßen außerhalb des (menschlichen) Denkens :D Dass Alkohol zu unserer Kultur gehört stimmt zwar, aber die Atombombe, sowie alles andere vom Menschen erschaffene auch, was soll Kultur auch anderes sein, als das von einer Spezies Geschaffene. Wir sind aber nicht dazu verdammt jeden Auswuchs von Kultur als immer währende Wahrheit anerkennen zu müssen. So ist Alkohol rein zufällig kulturell etablierter als Cannabis, zumindest in eurpoäischen Kreisen, die Indianer kannten die Friedenspfeife vor dem Feuerwasser. Das macht es aber in keiner Weise  zu einer "besseren" Substanz. Überhaupt dagegen zu argumentieren erscheint mir bereits überflüssig und unnötig, einfach als falsch zu identifizierende Sätze wie bespielweise: Der Mensch hat in der Regel 6 Finger pro Hand. Oder: 1+1=3  bedürfen keinen "Beweis" der Falschheit. Die Logik an sich ist so überwältigend daneben, dass man meinen möchte, der Satz war Teil einer Satire, oder Resultat einer Wette. Ich kann und vor allem will mir nicht vorstellen, dass solch erschreckend dumme Menschen unser Land zu führen versuchen. Ein Wunder, dass Deutschland international überhaupt so stark ist, bei solch einer Regierung. Das spricht natürlich auch nicht gerade für die führenden Personen anderer Nationen. Dass es überhaupt einer Diskussion über die Legalisierung bedarf ist peinlich. Dazu kommt, dass Deutsche politische Energie in solch ein belangloses Thema stecken, nur um legal kiffen zu können, denn kiffen werden diejenigen weiterhin, nur eben offiziell LEGAL. Im Endeffekt ändert es nichts, außer dass sie dann vor der Polizei kiffen dürften. Was für belanglose Probleme muss man mit sich rumtragen, um soetwas überhaupt mit Aufmerksamkeit zu würdigen. Die Kraft wäre besser investiert in z.B. die Versorgung und Integration von Asylanten, oder in der richtigen Informationsbeschaffung, denn unsere Medien sind genauso manipuliert wie die aus den USA, Russland, Korea, China etc. Da reicht es nicht den Spiegel zu lesen, ich nenne ihn gerne die Bild der Abiturienten. Werft einen Blick auf die Berichterstattung aus zwei politisch konkurierenden Ländern über den gleichen Vorfall. Andere Formulierungen wird man hören, die Preisgabe und der Vorenthalt bestimmter Informationen bezüglich des Vorfalls werden variieren und natürlich ist immer der andere der Böse. Aber auch im persönlichen Umfeld wäre diese Energie anderswo nützlicher unterzubringen, beispielsweise in der Pflege einer Beziehung, in der Erziehung eines Kindes, in der Abarbeitung seiner Rechnungen,oder, ganz wichtig (!!!!), auch Selbstreflektion ist eine viel zu wenig ausgeübte Tätigkeit unter uns, uvm..... Der Mensch hat einfach das Problem aus zu krummen Holz geschnitzt zu sein ( ja das ist Kant :D). In Deutschland versucht man dem mit der Regelung jedes Details bei zu kommen, aber mit Zwang erreicht man eben keine Einsicht, sondern Trotz. Legt man hingegen die Gesetzgebung etwas liberaler aus in Hinsicht auf eigene Versorgung (im Alter), Krankenversicherung etc. (siehe USA) läuft man Gefahr einen Zoo führen zu müssen, in dem jeder Spinner meint seine Individualität bis aufs Äußerste ausleben zu müssen. Ob wir dazu verdammt sind, an unserem Leben zu scheitern, oder ob auch diese (subjektive) Sicht zu absolut ist, denn der Evolution sind keine Grenzen gesetzt, es kann aus dem Menschen ein weitaus intelligenteres Wesen entstehen, welches diese Probleme nicht mehr bewältigen muss, das würde mich außerhalb des Mikrokosmos Drogen führen und damit auch nicht mehr diesem Forum gerecht werden. Deshalb nun der lang ersehnte Schlusspunkt. 

Davor noch eine Bemerkung, um im Voraus zumindest etwas Kritik an meinen beiden Beiträgen auszumärzen: Ich sagte zwar, dass mir MDMA geholfen hat, aus meiner Depression zu entkommen, (mittlerweile weiß ich, dass ich eine ausgewachsene Depression hatte, da ein Freund, der sich, wegen Depressionen, 1 Jahr nicht gemeldet hatte von exakt den gleichen Symptomen in gleichem Ausmaß sprach, und der war beim Psychofutzi, konnte mit dem aber auch nichts anfangen, außer dass dieser seine Depression diagnostizierte. Ich habe mich dann mit unendlich viel Text an ihn gerichtet, in der Hoffnung ihn mit irgendwas zu erreichen, im Endeffekt hat es funktioniert und wir arbeiten nun gemeinsam an der Bewältigung seiner Probleme) jedoch war das einmalige Erlebnis vom MDMA Turn ein Weckruf für mich. Ich hatte ein vergessen geglaubtes Gefühl nach langer Zeit wieder empfunden und das war Motivation genug um mich von da an aktiv gegen die Depression zu stellen. Im Endeffekt kann man auch nur selbst aus einer Depression kommen, ein (guter!) Psychologe ist lediglich die Hilfestellung und Führung, die manche benötigen, wenige eben auch nicht. Bei der Medikamentation mit Antidepressiva ist das ein dauerhafter, künstlich erzeugter Zustand ohne Substanz. Jeder Mensch ist auf Kokain glücklich, nicht nur depressive. Das Problem bei Antidepressiva sehe ich darin, dass der Patient zu keinem Zeitpunkt aus eigener psychischer Kraft wieder glücklicher, bzw. zufriedener wird, sondern dass das stets Produkt des Medikaments ist. Im Gegensatz dazu steht bei mir das einmalige Erleben eines Glücksgefühls als Motivation, dies dauerhaft und ohne Drogen erreichen zu wollen und auch erreicht zu haben!

P.S.: Hoffentlich liest du das auch zeitnah, nicht dass ich vergesse die Antwort nachzulesen =)

Mit den freundlichsten, besten und positivsten Grüßen aus der Mitte Deutschlands von

 

SquallCloudLeonhart

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