Nein Danke !

Bin kein Konsument, habs aber mehrfach probiert, ist aber nun schon einige Jahre her. Beim erstenmal wars mir klar, das ist zu gut, da bleibe ich drauf hängen. Hab dann noch gelegentlich, also etwa 10 mal was genommen und dann erstmal einige Jahre nicht mehr, abhängig bin ich wohl auch nicht geworden. Trotzdem ist es so, daß, wenn ich hier so manche Bericht lese dieses "Koksmännchen" in meinem Kopf mir wieder Situationen vorspielt die ich in der Zeit mal erlebt habe, es lebt also noch. Möchte auch was zu den positiven Erlebnissen mit Koks sagen, von denen hier so viele schwärmen. Diese Positiven Erlebnisse sind ja genau das was süchtig macht, eigentlich sind all diejenigen die hier das Koks als heilig preisen gerade jetzt im Begriff dabei süchtig zu werden. Eigentlich müßte sich ja genau in diesem Moment der Verstand einschalten und sagen: "Halt, Stop, dieses Gefühl ist nicht von dieser Welt, dieses Highgefühl gibt es im normalen Leben so nicht, das vergewaltigt meine Psyche". Hat vielleicht auch ein bißchen mit geistiger Reife und Bodenständigkeit zu tun. Hatte etwa 10 Jahre nach diesem anfänglichen Kokskonsum eine schwierige Phase im Leben in der ich mich aufgegeben habe, kam dann auf den Gedanken, daß ich ja noch Geld gespart habe und eigentlich nochmal richtig feiern müßte. Hab dann richtig Gas gegeben, viel gezogen und viel gesoffen. Bin dann auch häufig im Puff gelandet und hab auch da so richtig die Sau rausgelassen, kann auch wie schon manche hier von diesen hemmungslosen Sexerlebnissen berichten, die man ohne Koks wohl so nicht erleben würde. Mein Bekannter, von dem ich meins immer bekam hatte sehr gutes, hochprozentiges, so um die 80 Prozent, hat mich als Gelegenheitskonsument regelmäßig umgehauen. Die Geschichten aus dem Puff erzählt man sich heute noch und ich muß mit diesem schlechten Ruf leben, zum Teil sinds aber auch lustige Geschichten. Koks selber ist für mich Geschichte, mein Bekannter allerdings ballert heute noch, seit jetzt fast zwanzig Jahren und will mir immer erzählen, daß er nichts mehr nimmt, hält mich wohl für blöd. Mit seiner geistigen Entwicklung ist er völlig zurückgeblieben, etwa in dem Alter als er mit dem Koks angefangen hat, also so mit 17, heute ist er 42. Denke, um geistig zu wachsen, muß man im Leben einige Hürden nehmen, sie bestehen oder nicht, wenn man aber meint man könne es sich leicht machen und um die Herausforderungen des Lebens drücken, indem man sich mit Koks betäubt, dann kommt man zu nichts und irgendwann findet man sich in einer Welt wieder mit der man nicht mehr klar kommt. Daß man sich mit Koks nichts erschleichen kann, müßte ja eigentlich jedem klar sein, irgendwann wird man zur Kasse gebeten, muß die Rechnung bezahlen, so ist das aber eigentlich mit allem im Leben. Mein Bekannter der seit 20 Jahren dabei ist baut langsam ab, verliert auch immer mehr den Sinn für die Realität, lebt irgendwie in einer Scheinwelt, noch hat er Geld, hat ein Haus und etwas Bares geerbt, aber es wird schon weniger, schätze noch 4 bis 5 Jahre, dann holt ihn das Leben ein. Hab jetzt, seit meiner schweren Zeit, keinen Konsum mehr und auch kein verlangen, das Leben ist ja eigentlich an sich schön genug, muß man ja nicht unbedingt noch einen drauf setzen. Soviel zu meinen Erfahrungen, wünsche allen, daß sie das Suchtpotenzial von Koks früh genug erkennen und es auch ohne schaffen im Leben Fuß zu fassen.

Substanzen: