Panikattacke und Realitätsverlust nach Joint (Horrortrip nach Cannabis)

Hallo liebe Leute, 

da es mir in meiner Verzweiflung unglaublich geholfen hat ähnliche Erfahrungsberichte zu lesen, will ich euch meinen nicht vorenthalten. 

Eigentlich bin ich (18) eine relativ mäßige Konsumentin, letztes Wochenende sind meine Prinzipien dann irgendwie den Bach hinunter gelaufen. Über die Nacht/den morgen verteilt hab ich immer mal wieder Pep konsumiert, zwischendurch mal Ecstasy sowie Alkohol in relativ großen Mengen. Mir ging es blendend, und da sagte ich (in meinem Wahn) natürlich nicht nein als die anderen in der After noch gemütlich einen rauchen wollten. Es kam schon öfter mal vor, dass ich auf Cannabis paranoide Gedanken hatte, oder die Vorstellung mich irgendwie „peinlich“ zu verhalten, doch nichts davon kam auch nur ansatzweise an die Erfahrung heran, die ich diesen morgen machen sollte. 

Nach ein paar Zügen bemerkte ich eine drastische verschnellerung meiner Gedanken, auf die mein „durches“ Wesen nicht vorbereitet war, was mir leichtes Unbehagen bereitete. Auf einmal kamen optics dazu: der Raum in dem ich mich befand begann sich aufzulösen und ich vergaß auf einen Schlag meine gesamte Persönlichkeit. Ich hatte vergessen wer ich war, wo ich bin, warum? 

Mit den Worten „Leute...ich glaub ich hab ne Panikattacke“ wurde ich für einige Sekunden bewusstlos. Als ich „aufwachte“ ging mir die Panik durch den ganzen Körper. Es war als würde ich alle paar Momente aus der Realität „herausfallen“, in eine andere Dimension. Verwirrt und voller Angst begann ich in der Wohnung herumzulaufen, ohne Plan, totsicher ich hätte mir eine Psychose für den Rest meines Lebens eingefangen. 

Auf meinen Wunsch begleiteten die anderen mich nachhause (ich wusste nicht mehr wo ich wohnte), wo ich, kreidebleich, meine ältere Schwester anbettelte mich in die Psychiatrie zu fahren, weil ich verrückt wäre. Sie reagierte relativ besonnen (im Nachhinein das BESTE was sie hätte tun können) und meinte ich solle mich hinlegen, das wäre nur ein Bad Trip. Es folgten 3 Stunden, welche sich wie die Hölle anfühlten bis ich kurz einnickte. Als ich aufwachte fand ich mich in der normalen Realität wieder und war überglücklich, dass es vorbei war. 

In den nächsten Tagen merkte ich aber, dass etwas nicht stimmte. Ich konnte kaum Emotionen spüren außer Angst, hatte immer wieder Panikzustände und das gefühl der derealisation. Heute ist der fünfte Tag nach dem Ereignis und die Symptome sind schon zu 90% abgeklungen. Tipps an Leute in ähnlicher Situation: 

Derealisation und Angst ist eine ganz normale Reaktion des Körpers auf schwere Panikzustände. Ihr müsst euch keine Sorgen machen eine Psychose zu haben, die Symptome klingen oft innerhalb von 2 Wochen vollständig ab. Falls nicht solltet ihr einen Arzt aufsuchen damit er euch ggf. Antipsychotika geben kann. Aber macht euch nicht zu viele Gedanken und lebt euren Alltag normal weiter! Für meinen Teil ist mir das Risiko, das Drogen mit sich bringen so bewusst geworden, dass ich erstmal die Finger von jeglichen Substanzen lassen werde. 

Danke fürs durchlesen! 

Substanzen: 

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