Passt schon...

Dann will ich wohl auch noch meinen Senf dazu abgeben... Ich bin 22 Jahre und komme aus einer Kleinstadt unweit von Leipzig. Ich kiffe seit meinem 15 Lebensjahr. Mal mehr, mal weniger regelmäßig, abschnittsweise auch täglich. Das letzte dreiviertel Jahr kiffe ich, mit ganz wenigen Ausnahmen, täglich. Die dabei konsumierten Mengen halten sich keineswegs an Grenzen, sind aber Dank Eigenanbau (reinweg für den Eigenbedarf) problemlos finanzierbar. Allerdings kommt es ab und an vor, dass ich die Lust am Kiffen verliere und ich oftmals monate-/wochenlang pausiere. Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen und der Einfluss auf meine persönliche Entwicklung war/ist marginal. Auffällig waren bisher nur geringfügige Defizite in Sachen Kurzzeitgedächtnis und ein leichter Raucherhusten.

Aber nun zum eigentlichen Thema: Seit meinem 17. Lebensjahr, nunmehr also reichliche 5 Jahre, konsumiere ich auch diverse andere Drogen, als da wären: C, Koka, Teile, Pappen, Mesca, Pilze, und gelegentlich Liquid. Mein unangefochtener Spitzenreiter bleibt, natürlich hinter dem Gras :),das Crystal. Teile und Liquid empfinde ich im Alltag eher als störend und beschränke den Konsum daher auf"s "Feiern gehen". Das findet circa einmal in 2 Monaten statt, selten häufiger, dafür dann aber richtig. Halluzinogene konsumiere ich durchschnittlich ein bis zwei mal im halben Jahr. Öfters hätte ich irgendwie keine Freude daran. Koka ist im Alltag zwar angenehm, jedoch stört mich daran die geringe Wirkzeit und der damit verbundene hohe Preis. Der Alkohol-Rausch ist mir zu Wider und kommt von daher von Vorn herein nicht in Betracht.

Crystal war die erste Droge, welche ich nach Kiff probierte. Wie eingangs erwähnt ist das jetzt über 5 Jahre her. Zugegebenermaßen bin ich mit einer ziemlichen Furcht, um nicht zu sagen richtigem Schiss, an die ganze Sache rangegangen. Die Wirkung hat mich von Anfang an arg begeistert. Jene Begeisterung ist auch bis heute nicht gänzlich erloschen. Allerdings ruppe ich nicht wirklich dauerhaft regelmäßig. So wie es schon vorkam das man 4 Monate min. 2-3 mal pro Woche was gezogen hat, für kurze Zeiträume auch beinahe jeden Tag, so gab es auch Phasen in denen man seltenst, oder teilweise auch gar nicht gezogen hat.

Die längste Zeit komplett ohne muss wohl so um die acht Monate gewesen sein. Hat sich irgendwie und rein zufällig so ergeben. Hatte einfach nicht das Verlangen danach. Keine Ahnung eigentlich wieso. Einzeldosen setze ich auch bei C ziemlich gern recht hoch an. Habe auch hier nur wenige schlechte Erfahrungen gemacht. Körperlich habe ich, auch lt. Arzt, keine Probleme und bin kerngesund. Sofern man das überhaupt selbst richtig einschätzen kann, würde ich auch sagen das mein Geist nicht gelitten hat und sich bester Gesundheit erfreut. ^^

Mein Fazit: Bisher haben die Drogen mir weder wirklich geschadet, noch wirklich genutzt, trotz der (meiner Meinung nach) langen Zeit und der teilweise doch großen Mengen. Von daher sehe ich bei mir bis dato eigentlich keine Veranlassung meinen Drogenkonsum aktiv zu regulieren, oder gar zu unterbinden. Nur werde ich es auch weiterhin bei den mir bekannten Stoffen belassen. Aber wer weiß was die Zukunft bringt... bleibt nur zu hoffen, dass man die Notwendigkeit etwas zu unternehmen zu jenem Zeitpunkt auch erkennt, sollte es denn wirklich mal so weit kommen, was wir nicht hoffen wollen, aber durchaus denkbar wäre.

Negativ-Beispiele kenne ich ja auch mehr als genug. Um genau zu sein, eigentlich erschreckend viele. Jeder Mensch reagiert dann doch irgendwie anders auf Drogen... der Eine lebt, trotz Drogen, schon seit etlichen Jahren sein Leben "ordentlich" und geht seinen Weg, der Andere erleidet binnen weniger Monate seinen Absturz und kommt nicht wieder hoch. Dabei ist das auch keine Frage der Intelligenz, des sozialen Standes oder dergleichen. Ich habe schon Viele stürzen sehen... Intelligenzprotze ebenso wie Dummköpfe, Geldsäcke wie auch arme Schlucker, usw. usf.

Man könnte sagen, Drogenkonsum ist wie ein unberechenbares Experiment mit unvorhersagbarem Ausgang... und das Versuchskaninchen bist immer DU! Wer nicht gern mit seinem Leben spielt und Dieses lieb und teuer schätzt, sollte lieber zweimal und vor Allem ganz genau überlegen was er tut und was er lässt. Man beachte, dass es neben dem Sterben noch zahlreiche andere Varianten gibt, aus dem Leben zu scheiden... Bei mir ist es bis jetzt gut gegangen. Aber ich will den Morgen nicht vor dem Abend loben... was weiß ich, was nächsten Monat ist. Man hofft das Beste. Alles nur meine Ansicht... da hat wohl jeder seine eigene "Wahrheit". Oha, ein Roman sollte das eigentlich nicht werden... aber ihr wisst ja wie das so ist *g* Gruß!

Substanzen: