Schleichende Gefahr

Habe hier schon eine Menge Erfahrungsberichte gelesen und mich entschieden selber einen zu schrieben, da ich oft gelesen habe, dass einige schrieben man könne den Konsum kontrollieren. Oft auch geschrieben von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 was ich überhaupt nicht verstehen kann. Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich im Dorf aufgewachsen bin.

Habe in der Nähe der Niederländischen Grenze gelebt also war Gras die Standartdroge in meinem Umfeld. Ich selber habe es zum ersten Mal mit 16 genommen und auch dann nur sparodisch. Viele meiner Freunde haben es regelmäßig genommen aber es blieb halt nur bei Gras. Doch so im Alter von 19 ist in meinem Freundeskreis auch Speed aufgetaucht. Viele meiner Freunde nahmen es regelmäßig, doch ich habe mir geschworen das Zeug nicht anzufassen also blieb es auch dabei. Nach dem Abitur aber habe ich meinen Cousin besucht, welcher sich gerne in gewissen Abständen was reinzieht. Ist um einiges Älter als ich, mit gutem Job und einer super Familie, so dass ich mir dachte, dass man den Konsum von härteren Drogen anscheinend doch kontrollieren kann. Also habe ich bei ihm etwas probiert und es war auch alles super. Hatte danach kein Verlangen nach mehr also dachte ich mir, dass ich alles unter Kontrolle habe.

Danach bin ich zum Studium nach Polen gezogen. Wie so oft während des Studiums bin ich dann wieder in den Kontakt mit Speed gekommen aber weiter nur sehr selten, so dass ich weiterhin sicher war alles unter Kontrolle zu haben. Doch genau hier liegt die Gefahr! Hat man es ein Mal genommen und denkt sich, dass ja alles ok ist hat mein kein Problem damit es immer öfter zu nehmen.

Vor zwei Wochen war ich dann bei einem guten Kumpel, welcher etwas Speed hatte also haben wir uns etwas gegönnt. Danach wie immer kein Verlangen nach mehr aber am Mittwoch war ich dann auf einer Party und dort haben wir uns wieder getroffen. Er hatte wieder etwas dabei. Der Abend war gut, ich etwas angetrunken also dachte ich mir: warum nicht? Also auf dem Klo eine Line durchgezogen und weiter gefeiert. Danach wollten wir zu mir in die Wohnung. Anscheinend hat aber jemand etwas mitbekommen, denn als wir aus dem Klub gingen wartete dort schon die Polizei aber wir haben es geschafft uns rauszureden also ab zu mir. Es war dann schon Donnerstag Morgen. Eigentlich wollte ich lernen, da viele Prüfungen vor mir waren aber da ich noch total wach und noch betrunken war dachte ich mir, dass man ja noch etwas nehmen kann. So lief das dann den ganzen Tag und auch Nacht. Am Freitag hab ich mir dann gesagt, dass ich das zeug nicht mehr nehme. Bin dann auf den Geburtstag einer Freundin. Die Wirkung war weg und selbstverständlich wurde ich total müde also hab ich mich um 2 Uhr nachts auf den Weg nach Hause gemacht. Da ich den Bus verpasst habe bin ich zu besagtem Kumpel, da dieser in der Nähe wohnte. Natürlich kann man sich denken, wie das endete. Erst am Samstag Morgen um 10 war ich zu Hause und wollte schlafen, doch da ich wieder so viel von dem Zeug inne hatte konnte ich nicht schlafen. In diesem Moment bekam ich als Nebenwirkung Depressionen und mir wurde klar, dass ich in nur wenigen Tagen total die Kontrolle darüber verloren habe. Obwohl ich mir darüber bewusst wurde habe ich mir dann am Abend trotzdem nochmal zwei Lines reingezogen und bin danach auf eine Party um dort meinen Kumpel zu treffen. Dieser sah aber nur noch aus wie eine wandelnde Leiche, da er seit Montag nur das Zeug nimmt und nichts gegessen hat. Also habe ich ein ernsthaftes Gespräch mit ihm begonnen, dass wir aufhören müssen aber er hat nichts mehr verstanden und sich eingeredet, dass alles ok ist. Ich habe dann aufgegeben und bin nach Hause. Um 6 Uhr konnte ich dann endlich(!) schlafen. Sitze nun am PC, schriebe diesen Bericht und die letzten Tage kommen mir vor wie aus einer anderen Welt. Ich habe die ganze Zeit das Bedürfniss noch mehr zu nehmen und merke erst jetzt, wie alles aus den Fugen geraten ist. Morgen meiner erste Prüfung und ich bin nicht im Stande etwas zu Lernen. Ich weiß selber noch nicht wie es weiter gehen soll. Man denkt sich die ganze Zeit alles unter Kontrolle zu haben bis es zu spät ist und innerhalb kurzer Zeit kann man sich alles kaputt machen...

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