Suche verzweifelt Rat, bitte lesen, wäre sehr dankbar für Ideen!

Hallo, und danke,dass du bzw. Sie dir/sich Zeit nimmst/nehmen meinen Beitrag zu lesen. Vorweg, ich habe zuvor sehr viele Beiträge gelesen, und es war'n echt heftige Stories dabei... Also meine beste Freundin ist wahrlich ein Engel auf Erden. Sie ist lieb, hilfsbereit , sehr sozial, liebevoll, hübsch und auch humorvoll. Sie hat soviel Mist erlebt seit Kindheit an bis heute... und psychische, seelische Leiden, und leider auch Opfer von körperlicher Gewalt vom Ex .Da sie nie 'Nein' sagen kann wurde sie auch schon immer von Freundinnen und Männern verarscht. Wir kennen uns erst seit ein paar Monaten, durch unseren Job . Ich merkte sofort was für ein liebenswerter und von Grund auf toller Mensch sie ist. Das Problem was ich habe und warum ich Ihr unbedingt helfen will , Sie hat einen Sohn der bald in die Schule kommt, ein liebes, süßes, guterzogenes, smartes, lustiges,gepflegtes und auch glückliches Kind,(Sie war immer alleinerziehend ,) nur wie lange soll das noch gut gehen? Sie hat immer Angst jmd.will ihr was schlechtes durch ihre krassen Erfahrungen und Erlebnisse in der Vergangengeit.Naja was sie alles schafft ohne Drogen ist doch erstaunlich. Der Kleine wird auch älter und braucht sie mehr als sie gerade kann, aber er hat ja auch nur Sie, und natürlich mich. Ich schlug ihr vor umzuziehen mit mir in eine neue Stadt, aber das ist zum einen eine Kostenfrage und auch keine Option für sie.Ihre Familie ist auch nie wirklich da für sie, obwohl sie es davon wissen, verstehen sie nicht das Problem stärker ist als es nach Außen hin wirkt. Und darin liegt auch ihr Problem...sie traut sich nicht das öffentlich zu machen,z..B. ne Therapie machen, wegen dem Kind.... Die Drogen bringen nur mehr Probleme sag immer wieder, aber alle paar Tage geht das jetzt so mit den u.g. Substanzen im Wechsel. Ich weiss nicht wie ich Ihr noch helfen kann ausser da sein für sie - so wie sie es für mich war. Bin für jeden Tipp dankbar. Liebe Grüße, Dany

Substanzen: 

Kommentare

An Adrian

Lieber Adrian ich danke Dir sehr für deine sehr umfangreiche Antwort. Sehr lieb von und die Ideen sind angekommen. Anders als erwartet wird es doch der Umzug sein...Das ist die beste Lösung um Sie zu retten.Therapie hat sie auch vor zu machen....doch wird sie wohl alleine gehen weil ich jobmäßig z.Z. nicht wegkann. Ich würde ihr auch gern deine Emailaddy geben, nur leider ja hier im Forum nicht erlaubt.... Ganz liebe Grüße, Dany

Kommentar Drug Scouts:

Hallo, wenn ihr Eure Kontaktdaten austauschen wollt, könnt ihr gern beide eine mail an drugscouts schreiben und wir bringen Euch zusammen ;).

 

Moin Dany!

Moin Dany!

Ich kann schon verstehen, warum deine Freundin keine Therapie machen möchte. Allerdings könnte das auch an ihrer Vorstellung davon liegen, wie so was abläuft. Sie wird dabei wohl eher etwas im Kopf haben, dass einer vollstationären Entwöhnungstherapie ähnelt. Diese Maßnahme möchte ich kurz näher beleuchten; Sie wird vom Rentenversicherungsträger bezahlt, wenn(was in ihrem Fall wohl zutrifft) die zukünftige Erwerbsfähigkeit durch erheblichen Substanzkonsum beeinträchtigt ist. Hat man den Antrag bewilligt bekommen, dauert es nur ein paar Wochen(Je nachdem, welche Kapazitäten der Reha-Einrichtung zur Verfügung stehen) bis man wirklich dort ist und mit seiner Therapie beginnen kann. Die Laufzeit beträgt dann meist 6-12 Monate, je nach Einrichtung und Patient(zumindest in den Einrichtungen, über die ich mich bei Zeiten informiert habe). Was ihr dabei vllt. noch etwas Sicherheit geben wird, ist die Möglichkeit einer Haushaltshilfe(http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rent...), welche sich um das Kind kümmert. Ihr Sohn bleibt also auf jeden Fall versorgt. Hier noch der RV-Link wg. Therapie mit ein paar Infos: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rent...

Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit einer teilstationären oder ambulanten Therapie. Ambulant heißt beim Psychologen oder Psychiater 1-4 Termine in 2 Wochen. Die Wartezeit ist aber endlos lang und man muss dafür ein gewisses Maß an Stabilität mit sich bringen, von der ich mir nicht sicher bin, ob deine Freundin dazu in der Lage ist. In den Alkohol- und Drogenberatungsstellen besteht auch noch die Möglichkeit, eine ambulante Therapie zu machen oder sich beraten zu lassen und mit den Mitarbeitern weitere Schritte in Angriff zu nehmen. Ich persönlich habe mit der ADB nicht so gute Erfahrungen gemacht, allerdings kann das bei euch ja ganz anders aussehen!

Jetzt gibt's also noch die teilstationäre Therapie. Das wäre zum Beispiel eine Tagesklinik; Dort geht man morgens gegen 8 hin, hat dann einen geregelten Tagesablauf(Feste Malhzeiten, Beschäftigungstherapien, Gruppensitzungen, Therapeuten etc. pp.) und kann, ähnlich einem normalen Arbeitstag, gegen 16:00 nachhause gehen. Das soll jetzt auf keinen Fall wertend klingen, aber da du ja meintest, dass sie ihrem Sohn im Moment nicht genug Zeit/Aufmerksamkeit widmen kann, könnte mit dem Bezugstherapeuten dann auch sicherlich besprochen werden, dass sie früher geht und sich danach noch mit dem Jungen auseinandersetzt, was kocht, mit ihm Hausaufgaben macht usw.; Das Problem ist jetzt bloß der Zeitrahmen. Die meisten Patienten sollen in der Tagesklinik 4-8 Wochen behandelt werden, zumindest so wie ich das kenne. Das wäre aber trotzdem genug Zeit, sich danach noch um Alternativen zu kümmern.

Weiter kann ich dir spontan nur empfehlen, mal zu versuchen, mit ihr in ein paar Selbsthilfegruppen zu gehen. Sollte dir das gelingen, dann geh wirklich nicht nur in eine, probiert ein paar aus. Muss ja auch nicht nur um Drogen gehen, es gibt auch viele Gruppen für Leute mit Depressionen oder Angststörungen.

Mehr fällt mir aus dem Stand nicht ein... Ich bin hier im Forum nicht regelmäßig unterwegs, aber wenn du noch Fragen hast, würde ich mich freuen, dir per E-Mail zu helfen: > Emailadresse gelöscht! <

LG

Adrian

Kommentar Drug Scouts

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