Therapie

Habe letztes Jahr schonmal geschrieben. Bin der mit Koks im Keller vom 14.08. (habe natürlich alles weggemacht) Hab heute daran gedacht mal wieder zu konsumieren, dachte aber dann doch an meine Schutzvorkehrungen, die ich in der Therapie gelernt habe. Bevor ich mit jemandem rede, wollte ich dieses Forum nochmal aufsuchen, um zu gucken was ich vor einem Jahr so dachte. Die Berichte die ich laß verursachten bei erstmal ne Durchfallattacke. Daran sieht man das das Zeug körperlich und psychisch komplett abhängig macht. Ich wollte meinen Rückfall -oder hatte meinen Rückfall schon akribisch geplant. Das müsste ich auch, weil ich zwischen UKs, Studium, Arbeit und Familybusiness nicht einfach so mal 12 std wegbleiben kann. Und die 12 std brauch ich, damit ich einigermaßen clean erscheine -im Alltag. Was mich erschreckt ist, wie stark die Erinnerungen an den Flash werden, wenn ich diese Berichte lese, wie stark ich konsumieren will, auf der einen Seite, - die Andere: mein Arsch blutet jetzt, weil mein Körper anscheinend reagiert hat, auf die Erinnerungen. Die Erinnerungen an den ersten Zug, ist das was mich rückfällig lassen würde, nur der erste Zug, den Rest verblende ich. Diese Berichte aber zeigen mir, dass es immer noch mehr gibt, negative Konsequenzen, wie die Therapie verrät. Ich denke ich werde den Konsum noch etwas herauszögern, bzw nicht den Rückfall planen und einfach mein, mittlerweile sehr geordnetes Leben weiter lebe. Ich kann nur jedem Raten: errichtet Schutzbarieren. Sagt jedem Arzt das ihr abhängig seit, vorallem dem Zahnarzt, Lido lößt das Suchtgedächnis aus und du musst unnötig stark sein, wenn es dir sowieso schon schlecht geht vom bohren usw. Meide Konsumenten, alle, konsequent, immer. Das ist nicht leicht, ich habe eigentlich alle Freunde aufgegeben, weil fast alle kiffen. Und wenn ich kiffe, trink ich noch n Bier, kiffe mehr und will dann doch irgendwie basen, mache das dann natürlich nicht immer, aber würde gerne. Je öfter das gut geht, desto eher geht es irgendwann in die Hose. Die Hemmschwelle sinkt halt zur Nulllinie. Und Leute die basen ohnehin komplett aufgeben, Nummer ändern, wegziehen, nie über den Weg laufen, Sätze ausdenken die jede Konversation ersticken würden, wenn sie eintreten würden. Und das Wichtigste ist: für dein Wohlbefinden sorgen. Das klingt leicht, ist aber das Schwerste, weil alles auf die Droge fixiert ist. Vor der Droge "aufgekochtes Koks" ist nicht nach der Droge. Suche deine Stärken, sorge für dich -immer, -in jeder Situation, lasse dich nicht abfucken, sei immer cool. Lege alle neg. DInge viel positiver aus als sie eigentlich sind, bewerte zu pos. DInge, wie einen Rausch, negativer. Halte dich auf Null, -neutral, und die kleinen DInge des Lebens werden wieder schön. Wenn ich mir das hier durchlese, klingt das alles zu plausibel, zu aufgesetzt. Aber Suchtmechanismen sind genauso simpel und plausibel, ein Reiz lößt dein Suchtgedächnis aus. Bei mir ist es der Geschmack beim ausatmen. Das Zeug muss gut sein. Das merkt man schon beim aufkochen, wenn es nicht hart wird, oder klebt oder irgendetwas anderes nicht stimmt. Naja, wie dem auch sei. Ich rauch noch eine. Bleibt alle stark, oder werdet es! Es ist das Teufelszeug! Und das sage ich obwohl ich nicht gläubig bin und Metal höre!

Substanzen: