@Urbanlegendsprävention,

Erstmal find ichs gut dass du das vorige mit dem NARKOSE Wust geklärt hast. Muss dich aber berichtigen dass Ketamin hauptsächlich im Rettungswesen benötigt wird, und das aufgrund seiner relativ kurzen Halbwertszeit (also keine Langzeitnarkose, eine solche wird mit anderen Mitteln bewerkstelligt.) Hierbei spricht man von einer dissoziativen Analgesie, der Patient ist quasi der Welt geistig entkoppelt, hält jedoch die Augen offen und atmet selbständig. So würde es vorkommen, dass sich der Motorradverunglückte mit dem abgetrennten Oberschenkel für Mutter Theresa hält und einem die irrsten Stories erzählen kann. Natürlich gibt man zum K noch ein Sedativum hinterher, meist Midazolam. In einer Klinik wird Ketamin zu Kurzzeitnarkosen verwendet, um z.B. Frakturen zu repositionieren oder kleinere, nicht invasive Eingriffe vorzunehmen. Langzeitnarkosen werden meist mit Inhalationsnarkotika bewerkstelligt, zB. Isofluoran, Desfluoran. Noch zu demjenigen, der behauptet, Ketamin-S/Ketanest-S wäre in der haluzinogenen Wirkung stärker: Ketamin-S ist chemisch aufgereinigtes Ketaminhydrochlorid, bei der die sedierende und analgetische Komponente verstärkt wurde (verzweifacht) und die rauschfördernde Komponente abgeschwächt wurde. Das Ketanest-S also stärker haluzinogen wirkt, ist völliger Schwachsinn.

Substanzen: