Verklatscht durch den Alltag

Mein Konsum fing vor paar Monaten an und das dann auch gleich, mehr oder weniger, täglich. Die Wirkung ist eher subtil, bei niedrigen Dosen bleibt man noch klar im Kopf, aber das Craving sorgt dafür, dass man immer mehr zieht - bei zu hoher Dosierung fängt man dann leicht an zu zittern und man fühlt sich sehr unwohl und nervös.

Ich habe bisher nur alleine und nicht auf Party konsumiert. Die in erster Linie positiven Wirkungen stellte ich schnell für mich fest:

Wachheit: Man geht abends spät ins Bett, schläft ungefähr 5 Stunden, zieht ne Line und man               fühlt sich völlig normal (nicht zu vergleichen mit Koffein, welches eine komplett andere               Wirkweise hat).

Sexualtrieb: Man gafft einfach jeder Frau hinterher, hat Fantasien und könnte jeder Zeit                  masturbieren, auch wenn man sehr schwer zum Orgasmus kommt.

Euphorie:  Egal, was für Probleme man hat, auf Amphetamin macht man sich kaum Sorgen,                ohne dabei Größenwahn zu entwickeln. Die Euphorie ist bei Dauerkonsum nur noch                 beim Kick zu spüren und verblasst dann schnell wieder.

Musik:      Nicht zu vergleichen mit MDMA, aber auf Amphetamin hört sich die Musik wirklich               besser an. Man hat einen starken Drang zu tanzen, ohne dabei aber die Kontrolle zu               verlieren (wie ich es mal auf MDMA hatte, diese Gefühl als bewegen sich die Beine               von alleine). Beim Musik produzieren bringt es aber wenig. Oft mach ich Arrangements               auf Speed und denke ich mache gerade den Track des Jahrhunderts und am               nächsten Tag hör ich mir das an und denke "Das ist scheiße."

 

Nun die Kehrseite, die meiner Meinung nach überwiegt.

  • Die Energie und Wachheit bekommt man nur als Vorschuss vom Körper, indem Energiereserven freigesetzt werden. Je ekzessiver die Session, desto heftiger der Abfuck, wenn man Amphetamin absetzt. Genauso verhält es sich mit der Euphorie. Am Anfang einer Konsumpause merkt man deutlich eine depressive Verstimmung (meiner Meinung nach aber auszuhalten, ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich).
  • Man verliert seine innere Mitte bei Dauerkonsum, als hänge man irgendwie in der Luft
  • Die Fähigkeit zur Selbstkritik verblasst, was zu sehr fragwürdigen Handlungen führen kann
  • Man isst und trinkt kaum noch was. Da isst man halt mal zwei Tage nix. Trinken geht noch, aber Essen wird echt zu einer leidigen Sache, zu der man sich zwingen muss.
  • Paranoia stellt sich schnell ein. Vorallem störend finde ich, dass man ständig denkt, alle reden über einen. Irgendwie hast man die Vermutung, dass alle über dich Bescheid wissen.
  • Entzündungen im HNO-Bereich bzw. leichte Schmerzen
  • Zahnschmerzen (was durch die Nase geht, das gelangt auch in den Mund und das harte Chemie im Mund Schaden anrichtet kann man sich ja denken).
  • Als Raucher ist man nur am qualmen - dieses Bedürfnis wird nicht unterdrückt. Womöglich deshalb, weil man sich durch das Adrenalin so extrem gestresst auf Speed fühlt.
  • Emotionen werden unterdrückt
  • Man verliert seine Ziele aus den Augen
  • Die sprachliche Kommunikationsfähigkeit wird schlechter, man sucht oft nach Wörtern.
  • Geringes Suchtpotenzial, aber dennoch vorhanden
  • Gefahr eine drogeninduzierte Psychose auszulösen

FAZIT und TIPPS:

Wie bei jeder Droge kann man sagen, am Anfang ist alles schön. Dauerkonsum führt zur Gewöhnung, Dosis muss rapide erhöht werden, bleibt dann aber irgendwann konstant. Wenn man das Spiel jetzt noch ein Weilchen weiter spielt, dann ist es nicht mehr weit bis zur psychischen Abhängigkeit, zu der ich allerdings nicht viel sagen kann. Selbst nach einem Monat Dauerkonsum (sprich täglich) hatte ich keine großen Schwierigkeiten mal eine Pause einzulegen. Ich fand es sogar richtig schön, mal wieder normal zu sein. Die Erholung brauch der Körper auch unbedingt, sonst ist man bald nur noch ein körperliches Wrack.

 

Als Tipp kann ich euch geben, wenn ihr es schon nehmt, möglichst viel zu trinken und zu essen. Da Essen sehr schwer fällt, kann man auch zu Vitaminpräparaten greifen - Mineralien natürlich auch nicht vergessen, besonders Calcium. Spät abends am besten nix mehr nehmen - lieber langsam runterkommen, am besten ohne kiffen, und dann schlafen gehen.

Am besten natürlich gar nicht damit anfangen.

 

 

Substanzen: 

Kommentare

Die selben Auswirkung durch einmaligen Konsum

Guten Tag,Ein Kollege und Ich hatten vor uns einen schönen Abend mit MDMA zu machen. Ich zum ersten mal, mein Kollege etwas öfter. Dazu haben wir aber noch einen anderen Kollegen getroffen, der noch Pep (Amphetamin/Speed) dabei hatte. Wir haben über die Nacht verteilt von 21:00 Uhr aufwärts ingesamt 4 Pillen p.p. genommmen und dazu noch etwas Pep gezogen. Ich habe dazu noch ein paar Köpfe Bong genommen und es war ein unnormal geiler Trip. Der Kater war unerträglich. Ich habe unnormal dolle Halsschmerzen bekommen, das schlucken gemerkt als ob jeder Muskel an dem der Schluckvorgang vorbeigeht einen Krampf bekommt und jetzt (2 Tage Später) habe ich eine Erkältung bekommen. Ich hatte kein Hungergefühl und habe aber sehr viel stilles Wasser getrunken. Ich habe zu diesem Trip ziemliche Halluzinationen bekommen. Seit ich wieder zuhause bin fühle ich mich TOTAL verklatscht, obwohl ich Speed und MDMA zum ersten mal genommen habe. Gras ziemlich oft. Ich weiß nicht warum weil ich ja keine Sucht entwickelt habe und Symptome wie Zittern habe ich nicht. Das einzige was ich fühle ist totales verklatscht sein.

Ist das normal nach der ersten MDMA und speed erfahrung? Oder ist das vielleicht das Marihuana was mich verklatscht fühlen lässt?

suchtpotenzial

"Geringes Suchtpotenzial, aber dennoch vorhanden" ist imho eine quatschaussage... meiner meinung nach ist amphetamin von allen drogen die ich so ausprobiert habe mit am suchterzeugensten und wenn jemand einen monat lang täglich konsumiert, ist da schon ein gewisser suchtgrad erreicht, auch wenn derjenige (scheinbar) problemlos eine pause einlegen kann.

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