Wie Alkohol mich fast tötete

Hallo! Ich scheibe heute meinen ersten Erfahrungsbericht, weil ich diese Seite liebe und täglich mehrere Berichte lese. Also erstmal zu mir: Ich bin m/21, habe Erfahrungen mit Alkohol, Cannabis, Ecstasy, Kokain, Ketamin, Opioide, Crystal, Pilze, Salvia und verschiedene Medikamente. Ich fand schon immer interessant wie Drogen wirken und ich liebe es in andere Welten zu Tauchen. Momentan bin ich süchtig von Opioiden und ab und zu kiffe ich mal am Abend was. Das ergibt im Monat ca. 4g. Ich habe meinen Realschulabschluss mit 2, 2 geschafft, hatte viele gute Freunde und auch sonst lief alles ganz in Ordnung. Mit 17 Jahren war ich gerade am Anfang einer Ausbildung zum Koch. Eines Tages lud mich ein Arbeitskollege zu ihn nach Hause ein und bot mir etwas Cannabis an. Ich habe davor schon 4 mal gekifft aber hatte keine Wirkung davon. Bei diesem Gras war es aber anders. Ich war entspannt, sorgenfrei, besser gelaunt und es hat mir beim Ein-und Durchschlafen geholfen. So habe ich bis zu meinem 19. Lebensjahr jeden Abend was geraucht, bis ich eines Tages starke psychotische Nebenwirkungen, wie Verfolgungswahn und Stimmen hören bekam. Ich hatte schon ab meinem 15. Lebensjahr leichte psychotische Störungen aber durch das Cannabis wurde es extrem. Also habe ich von jetzt auf gleich aufgehört. Psychisch war das nicht schlimm, aber ich hatte das Problem, dass ich nicht mehr einschlafen konnte. Daraufhin fang ich an am Abend ein Bier zu trinken und es hat super geholfen. Nach einer Woche waren es dann 2 Bier - mein Körper baut sehr schnell Toleranzen auf. Weil ich eine Woche später nicht noch mehr Bier trinken wollte, habe ich mich auf Wein umgestellt. Spätestens hier hätten bei mir die Alarmglocken angehen sollen. Dies war aber nicht der Fall. Wie ihr euch denken könnt hat sich natürlich auch der Weinkonsum gestiegen, so dass ich innerhalb von 5 Monaten bei 6-8 Liter Wein ankam. Ich wachte Nachts auf und um zu schlafen habe ich da natürlich getrunken. Später brauchte ich auch am Morgen wach, da ich langsam Entzugserscheinungen bekam wie z. B. Unruhe und Tremor. Nach den 5 Monaten war es dann soweit, dass ich den ganzen Tag über getrunken habe, weil die Entzugserscheinungen immer stärker wurden. Ich konnte kein Glas mehr halten, mein Herz schlug wie verrückt und ich wäre am Liebsten tot gewesen um endlich mal Ruhe zu finden. Ich habe es nicht mehr zum arzt geschafft um mich krank zu melden. Ich habe Freunde und meine Mutter beleidigt und geschlagen obwohl ich der friedlichste Mensch bin. Da ich 2 Monate lang nichts gegessen hatte und auch stetig unterzuckert war, bekam ich Krampfanfälle. Insgesamt hatte ich glaube 8 Stück. Deswegen war ich auch 8 mal im KH. Die ärzte sagten, wenn ich nicht aufhöre werde ich bald sterben. Ich hatte Promillewerte zwischen 4,2-4,7. Sobald ich unter 2,5 Promille war fangen die Entzugserscheinungen an. Nach dem ich das 7. Mal im KH war, wurde ich zwangseingewießen. In der Geschlossenen angekommen war ich 8 Tage auf Entzug. Ich hatte ein übelstes Delir aber darüber werde ich einen extra Bericht schreiben. Auf Papier habe ich es schon um es besser zu Verarbeiten. Nach dem ich entlassen war habe ich es wohl noch nicht realisiert und wieder angefangen zu Trinken. Ich war gleich wieder auf mein Level und habe einen Monat meines Lebens weggesoffen. Mir fehlen ca. 10 Wochen Erinnerung von der Zeit. Als ich dann meinen nächsten Krampfanfall hatte, bin ich wieder im KH aufgewacht und es ging gleich zur Psychiatrie. Dort habe ich einen Entzug von 6 Wochen gehabt, habe mich viel mit anderen ausgetauscht und war nach 2 Wochen sogar richtig glücklich. Nach dem Entzug habe ich noch eine Drogenreha von 26 Wochen gehabt. Ich habe dort viel über meine Sucht herausgefunden und eine schöne Zeit gehabt und bin jetzt seit dem Januar trocken. ~Happy End :) Ich will euch hiermit zeigen, wie schnell man von Alkohol abhängig werden kann, vor Allem wenn man es zur Suchtverlagerung nimmt. Also passt auf euch auf Leute :) Danke fürs Lesen

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