Wie Drogen meine Psyche (18) zerstörten.

Hallo Leute! Ich bin 18 Jahre alt, wohne in Bayern & nehme Drogen. Ich bin süchtig. Meinen ersten Alkoholrausch hatte ich mit 16 Jahren & ist darin geendet, dass ich bewusstlos geworden bin & in meiner Kotze am nächsten Morgen aufgewacht bin. Ich finde Alkohol widerlich, ehrlich, aber damals war ich noch kilometerweit entfernt von anderen Drogen. Es war das Einzige zum Berauschen & total neu für mich. Könnt ihr euch noch an das erste Mal errinern wo ihr einen Rauschzustand hattet? Man lernt ganz neue Zustände kennen. Das flasht. Ich war 1 1/2 Jahre min. 2x die Woche betrunken...aber richtig...leider. Es ging soweit das ich zusammengebrochen bin & in der Notaufnahme aufgewacht bin. Ich war sofort süchtig. Nicht nach einer speziellen Substanz sondern nach dem Rausch! Schnell kam ich im Internet auf szenetypische Smartshopseiten aus den Niederlanden bei denen ich kräftig einkaufte. Kanna, Lachgas, Salvia, Kratom & LSA waren somit auch bald von mir probiert & vorallem Kratom das Teufelszeug hat mich mit seiner opiatähnlichen Wirkung sofort gepackt. Wo 8 Gramm als "starke Dosis" empfohlen wurden bin ich am Ende nach nur drei(!) Momaten bei einer täglichen Dosis von bis zu 25g + "Wirkungsbooster" (Grapefruitenzyme) angelangt. Monatliche Konsumkosten: 600€ => Beschaffungskriminalität, wenn auch nur marginal. All diese Substanzen waren unglaublich für mich...ich habe ständig daran gedacht high zu sein, egal durch was! Einmal habe ich sogar Deospray inhaliert, weil mein Kratom leer war & ich nichts Anderes mehr da hatte. An Silvester 14/15 habe ich für mich entschieden mit xem Alkoholkonsum aufzuhören, da meine alkoholkranke Mutter es tat & ich mir dachte ich unterstütze sie damit. Und ja, sie ist bis heute trocken geblieben & ja, auch betrunken war sie immer eine gute Mutter die am Tag 10h & mehr für uns Kinder gearbeitet hat. Ich war damals 17 & frisch aus dem Krankenhaus entlassen...wieso? Das Kratom hat meinen Blinddarm gekillt. Jetzt geht's erst richtig los... Ich leide bereits (lt. ärztlichen Diagnosen) seit meinem 5 Lebensjahr an Angststörungen (viele Ursachen auf die ich nicht eingehen möchte), seit meinem 12. Lebensjahr an Schlafstörungen & Alpträumen & seit meinem 15. Lebensjahr bin ich depressiv, seit einem dreiviertel Jahr sogar extrem manisch-depressiv. Mein letztes Attest (Juni) war mit 9 verschiedenen psychischen Krankheitsdiagnosen vollgekritzelt...mit anderen Worten, ich bin psychisch richtig am Arsch...mir geht's einfach nur dreckig. Zum Beispiel jetzt im Moment hab ich in den letzten 72h nur 5 1/2h geschlafen. Doch weiter mit meinen Drogen... Ich weiß Drogen und psychische Krankheiten passen zu 100% nicht zusammen, ganz klar. Ich probierte einen Monat nach dem oben besagten Silvester eine Kräutermischung aus die mich fast umbrachte. Keine 3 Wochen später griff ich mehrmals zu DXM (Dextromorphan), das ist ein Hustenstiller der extreme Rauschzustände auslösen kann & sehr aggressiv gegen den Körper & das Gehirn wirkt da man ihn extrem überdosiert. Seit meinem DXM-Konsum breche ich oft Sätze ab, vergesse simple Wörter, kann nicht mehr fehlerfrei tippen & schreiben & habe sehr oft starke Kopfschmerzen. Wieder einen Monat später (circa Februar/März 2015) konsumierte ich das erstmal Cannabis & spürte eine Wirkung. Ich habe scho vorher oft gekifft, aber nie auch nur ansatzweise etwas gespürt. Seit diesem Tag an konsumiere ich mit mehr oder weniger existierenden Pausen mehrmals die Woche Cannabis, seit einem halben Jahr eigentlich täglich, zeitweise bis zu 5x am Tag. Der Cannabisrausch ist für mich prinzipiell perfekt: Er hebt meine Laune, lässt mich meine Ängste vergessen (sprich keine Panikattacken mehr), beseitigt Kopfschmerzen in 2 Minuten, depressive Phasen werden einige Stunden unterbrochen & vorallem abends vor dem Schlafen: meine sehr extremen, realistischen, abartigen & brutalen Träumen wird entgegengelenkt! Sie sind noch da, aber nur noch zu 75% von der Intensität her, was für mich eine extreme Erleichterung ist. Ich habe in den letzten 2 1/2 Jahren nicht einmal keinen Alptraum gehabt wenn ich eingeschlafen bin, aber wenn ich vor dem Schlafen Cannabis konsumiere wirken sich einfach nicht mehr so real. Ich habe zwar trotzdem oft Nasenbluten beim Schlafen & wache immer nassgeschwitzt auf, aber ich bin statt 5% erholt nun circa 35% erholt. Dennoch wird mein psychischer Zustand immer schlimmer. Ich habe zwar noch keine ernstzunehmenden Suizidgedanken, aber langsam drifte ich echt ab. Alkohol, Lachgas, Kanna, Salvia, Cannabis, LSA, Kratom, DXM & Kräutermischungen (+ von Ärzten verschriebene Schlafmittel & Antidepressiva) haben in dieser explosiven Kombo meine eh schon stark labile Psyche komplett ruiniert. Ich weine oft stundenlamg ohne Grund, höre stundenlang bekifft auf voller Lautstärke Musik & ziehe mich immer mehr zurück. Dazu kommt die Tatsache, dass ich vor einem Monat bei einer verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle durch meinen hohen Alltagskonsum positiv auf THC getestet wurde. Ich bi natürlich nicht bekifft Auto gefahren (immer nur nüchtern), aber es war halt im Urin & Blut. 500€ Bußgeld, MPU (400€),12 Monate Drogenscreenings, 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte, Anzeige, und und und...seitdem schlafe ich kaum noch, meist nur ein bis zwei Stunden pro Tag, zu hoch ist meine Paranoia vor einer Hausdurchsuchung. Ich habe zwar mein Cannabis leergeraucht, aber trotzdem ist die Angst einfach da...nicht das die etwas finden, hier gibts nur nichts zu finden außer duzende leere Speziflaschen & Chipstüten, aber diese Angst die Polizei terrorisiert meine Familie...ätzend! Derweil, kein Witz, träume ich davon Beamter zu werden, am Liebsten bei der Kriminalpolizei. Okay, nicht am Drogenderzernat, aber in meimer Vorstellung ist es einfach mein Traumberuf. Nun bin ich allerdings polizeibekannt & als BTM-Konsument registriert...mit anderen Worten aus der Traum. Das zieht mich zur Zeit aktuell am Meisten runter...und halt die Alpträume. Ich komm jetzt mal auf den Punkt: In dem Moment in dem. man sich berauscht denkt man nur an die Droge & die geile Highzeit & danach geht das alles schon wenn man viel Wasser trinkt. Leute nein! Ich spüre wie sehr mich all diese Drogen zerstört haben psychisch & es ist nunmal Fakt: Ich bin 18 Jahre alt, hab mehrere psychische Leiden, fresse täglich hohe Dosen Antidepressiva. Cannabis war teilweise noch eine Hilfe, der Rest aber nur Zerstörung für mein Hirn. Überlegt euch die Langzeitfolgen von eurem Konsum! Ich habe dreimal DXM geschluckt (für Rauschzwecke eher niedrige bis mittlere Dosis) & habe seitdem extreme Denkfehler was Sprachverständnis angeht. Mein Dauercannabiskonsum hatte mich fest im Griff, war 24/7 high nur um es durch den Tag zu schaffen. Denkt bitte darüber nach das es euch auch so treffen kann mit Drogen, auch wenn man denkt selber ist man nie betroffen. Die Drogen haben auch wie beschrieben meine Zukunftspläne zerstört. Lasst es einfach. Ab & an bissl Dope tötet euch nicht, auxh kein Bier mal. am Wochenende, aber mehr muss nicht sein, lasst es einfach, vorallem wenn ihr psychisch anfällig seit! Ich habe seit paar Monaten eine neue Gesprächstherapie angefangen (Hauptgrund nicht(!) die Drogen) & merke das das eine tolle Stütze ist. Sucht euch auch sowas wenn es euch ähnlich geht. :) Gruß :) PS: MDMA hatte ich einmal probiert, war aber ein Mischkonsum mit Cannabis & ne scheiß Pille...vergessen zu erwähnen. Apropo Mischkonsum...wenn ihr schon meint Drogen nehmen zu müssen, dann mixt sie nicht. Wenn man meine täglichen starken Medikamente & meine konsumierten Substanzen zusammenrechnet gab es Tage an denen ich unter dem Einfluss von 5 - 7 Subtanzen stand...das macht euch kaputt! Suxht euch Hilfe! :)

Substanzen: 

Kommentare

Na, das ist aber etwas zu schwarz/weiß gedacht!

Tja, das hört sich nicht gerade rosig an, alles gute und gute Besserung!

Allerdings: Solche Dinge komplett auf ziemlich harmlosen Drogenkonsum zu schieben wird der Sache schlicht nicht gerecht. Keiner weiß wie es ohne wäre, vielleicht schlimmer, vielleicht besser.

Ich, und ein gewisser Anteil meines Umfeldes, konsumieren Drogen in ganz anderen Ausmaßen. Mittlerweile seit knapp 2 Jahrzehnten, täglich, ohne Pause, quasi immer Mischkonsum. Manchen merkt man davon überhaupt nichts an, einer ist zB. extrem beliebter Lehrer, ein anderer Leiter der örtlichen Sparkasse. Trotz täglichen Konsum.

Andere sind obdachlos und spritzen alles was sich in eine halbflüssige Pampe auflösen lässt und wieder andere sind komplett abstinent, trotzdem völlig abgekackt und kommen überhaupt nicht klar. Einer der abstinenten hat vor drei Jahren dann den Strick genommen...

Also, alles nicht so schwarz/weiß, schien die "Schuld" nicht auf die Drogen, das hilft nicht! Für soetwas gibt es meist keine Ursache auf die man klar mit dem Finger zeigen kann, die braucht man auch nicht. Und deine Gründe einen Beruf mit Machtausübung und Gewalt gegen Mitmenschen als einzigen begehrenswerten Karriereweg zu sehen solltest du vielleicht einmal etwas kritisch hinterfragen, da ist oft mehr unter der Oberfläche was einem das Leben schwer machen kann wenn man es nicht erkennt und daran arbeitet.

Nochmal, alles Gute und du findest schon einen Beruf der dir passt wenn du dich selbst besser kennenlernt!

Hugo

Ähnliche erfahrung

Moin, ich bin 22 und habe sehr ähnliche Erfahrungen mit Drogen gemacht!! Auch bei mir fing alles mit alkohol an. Und da ich schon von klein auf an einer Sozialen Phobie litt kam mir der Alkohol rausch gerade richtig! Ich konnte mich mit anderen Leuten unterhalten und hatte keine Probleme mehr im Mittelpunkt zu stehen. Dann entdeckte ich genau wie du die Smartshops im Internet und fing an eine substanz nach der anderen durchzuprobieren. Mit der Zeit wurden Drogen etwas ganz normales für mich und gehörten bei mir zum Alltag. Schnell kamen auch mdma, lsd, pilze und weed dazu.. Gekifft hab ich nach kurzer zeit jeden tag und einschlafen ohne gras war fast unmöglich! Ich zog mich immer mehr zurück und saß nur noch zugedröhnt in meinem Zimmer. Meine Soziale Phobie verschlimmerte sich und dazu wurde ich auch noch paranoid! Ich konnte nicht mal mehr vor die Tür gehen ohne mich beobachtet zu fühlen.. Ich wurde immer depressiver und dachte auch schon an selbstmord! Nüchtern hatte das leben einfach keinen Sinn!! Eines tages wurde ich dann zu einer christlichen jugendstunde eingeladen und nach langer überlegung sagte ich zu. Natürlich ging ich da nicht nüchtern hin. Ich schmiss mir eine extasy pille ein und rauchte noch ein paar köpfe gras und obwohl ich komplett dicht war blieb einiges aus der ansprache hängen die der Jugendleiter hielt. Immer wieder musste ich darüber nachdenken! Ich fing an die Bibel zu lesen und verstand das dass Leben ohne gott keinen Sinn macht! In Johannes 8 vers 32 steht "Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen" Ich hatte die Wahrheit erkannt und wollte mit Jesus leben! Doch die Drogen hielten mich davon ab und ich verdanken immer tiefer in diesem Sumpf. Als ich dann eines nachts wieder wach in meinem bett lag dachte ich mir entweder jetzt oder nie! Ich übergab Jesus mein Leben und betete zu ihm das er mein Leben ändern soll!! Von da an waren die schlaflosen nächte und Depressionen vorbei und ein ganz neues Leben fing für mich an! Ich hatte wieder einen Sinn im Leben!! Klar mache ich immer noch Fehler und ich bin weit davon entfernt Perfekt zu sein aber ich merke wie Jesus mich verändert. Ich kann anderen Menschen wieder in die Augen gucken und ich bin einfach nur glücklich!! Leute es lohnt sich mit gott zu leben!! Keine Droge der Welt kann euch dieses Glück auch nur annähernd geben!! Und ich weiß wovon ich spreche!!

Kommentar von Drug Scouts:

Hallo,

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Eure Drug Scouts

Bewegende Geschichte von zu

Bewegende Geschichte von zu hohem Konsum. Finde deinen Bericht mit 18 ziemlich reflektiert, analytisch und gut ausgedrückt. Ich finde es gut, dass du über deine persönlichen Erfahrungen berichtest, du konntest sicher einigen damit weiterhelfen, denn es gibt durchaus Einblick in mögliche negative Folgen. Ja, alle Drogen (wie auch Medikamente) sollte man lieber nicht dauerhaft zur Problembekämpfung einsetzen und muss seine Dosis und Pausenzeiten finden. Die Antworten oben  waren teils zwar richtig, aber unfreundlich und ignorant. Man kann auch nen scheiss Trip haben und darüber schreiben dürfen :)

ALles Gute Dir, hoffe du kommst wieder klar, du wirkst jedenfalls nicht total verrückt oder über-anti-dogmatisch. Eher persönlich geläutert und nun ja, jeder Erfahrungsbericht ist persönlich und es ist nicht unerheblich, dass du deine Erfahrungen im Kontext deiner Lebensumstände schilderst.

Greetz aus Berlin

?

süß.....denkt mit 18 voll am ende zu sein...glaub mir mein freund das geht noch viel tiefer. Du scheinst einfach Psychisch nicht stabil genug für Berauschende Substanzen zu sein. DU begehst den fehler, gib nicht den Mittelchen die Schuld an DEINEN problemen.

 

Drogen sind sicher oft Trigger für Psychische Probleme, aber DU bist für dich verantwortlich. Ich selbst Konsumiere seid 11 jahren Cannabis. Kenne auch die 24/7 zeit, hab das Jahre mit gemacht. Aber die Dosis macht das Gift wie ich mittlerweile lernen musste.

 

Und du scheinst jemand zu sein der einfach auf keine Drogen,Legal oder Illegal, zurückgreifen sollte.

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