Über Uns

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Die Drug Scouts wurden 1996 von jungen Menschen aus der elektronischen Musik- und Partyszene gegründet. Wir sind ein szenenahes Drogen-Info-Projekt in Leipzig mit dem Schwerpunkt auf selektiver und indizierter Prävention/Harm Reduction. Drug Scouts stellen jungen Drogenkonsument*innen (sowie Angehörigen und Multiplikator*innen) Informationen über Drogen und deren Gebrauch sowie zur Risikominimierung zur Verfügung, motivieren bei riskanten Konsummustern zur Verhaltensänderung und unterstützen junge Menschen mit Abstinenzwunsch.
Im Drogen-Info-Laden (Drug Store) besteht eine Komm-Struktur, die Vor-Ort-Arbeit in Clubs und auf Festivals bildet den aufsuchenden Teil der Projektarbeit.

Hier findet Ihr eine Übersicht über unsere Angebote.

Zum Gegenstand unserer Präventionstätigkeit hier einige von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verfasste Auszüge aus dem Bericht des nationalen REITOX-Knotenpunkts an die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) von 2011:

"3.3 Selektive Prävention

Selektive Prävention richtet sich an Personengruppen, die ein signifikant erhöhtes Risiko aufweisen eine Suchtabhängigkeit zu entwickeln. Dieses Risiko kann immanent sein oder eine Gruppe von Personen trägt aufgrund verschiedener Merkmale über das gesamte Leben hinweg ein höheres Risiko, eine Sucht zu entwickeln (Spring & Philips 2007). Als Risikofaktoren sind sowohl biologische, psychologische als auch soziale Umfeldeinflüsse zu berücksichtigen. Selektive Präventionsmaßnahmen werden beispielsweise für die folgenden Zielgruppen entwickelt, um nur einige zu nennen:

  • Schulabbrecher,
  • sozial Benachteiligte,
  • obdachlose Jugendliche,
  • Personen mit Migrationshintergrund,
  • Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien,
  • konsumerfahrene Jugendliche und
  • Clubgänger.

Die Zielgruppen selektiver Präventionsmaßnahmen werden sehr häufig im Freizeitbereich angesprochen." (S. 73 f.)

"3.4 Selektive Prävention im Freizeitbereich

Präventionsmaßnahmen im Freizeitbereich sprechen in der Regel eine sehr heterogene Gruppe von Kindern und Jugendlichen an. Dies können beispielsweise Jugendliche in einem Jugendtreff sein oder Schulabbrecher in einer Jugendhilfeeinrichtung oder Clubgänger. Unter diesen Jugendlichen sind häufig substanzkonsumerfahrene Jugendliche, sozial Benachteiligte oder delinquente Jugendliche zu finden, für die jeweils andere Präventionsschwerpunkte gesetzt werden müssen, als beispielsweise für Konsumunerfahrene.

Grundsätzlich ist der Freizeitbereich in einen organisierten und nicht-organisierten Bereich differenzierbar. Im organisierten Freizeitbereich (z.B. Einrichtungen der Jugendhilfe, der Kirche, kommunale oder städtische Jugendzentren) werden häufig suchtpräventive Maßnahmen umgesetzt, die sich aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) ableiten. Dabei geht es vor allem darum, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu fördern und zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu erziehen. Die beschriebene Heterogenität macht deutlich, dass die Lebenswelten der Jugendlichen zu berücksichtigen und die Aktivitäten nicht nur auf Konsumverzicht oder Konsumreduktion auszurichten sind, sondern darüber hinaus Fähigkeiten wie Risikokompetenz und Risikomanagement vermittelt werden müssen.

Im nicht-organisierten Freizeitbereich gestaltet sich Suchtprävention offener. Damit ist gemeint, dass die Aktivitäten bzw. Angebote niedrigschwellig und in der Regel freiwillig sind. Sie zielen in der Regel auf eine Minimierung gesundheitsschädigender Verhaltensweisen und die Förderung eines verantwortungsvollen Substanzkonsums. Grundlagen der Arbeit im nicht-organisierten Freizeitbereich sind mitunter Leitlinien akzeptierender Drogenarbeit und ressourcenorientierte Prävention. Diese Ansätze lassen sich in zahlreichen so genannten Szene- oder Partyprojekten finden, die in vielen größeren Städten angeboten werden. Aktivitäten solcher Partyprojekte werden häufig von Fachstellen bzw. Suchtpräventionseinrichtungen entwickelt und unter Mithilfe lokaler Clubs, Diskotheken oder Musik- und Partyveranstalter umgesetzt." (S.80) (Hervorhebungen durch Drug Scouts)

Den kompletten REITOX-Bericht gibt es hier (link is external) und auf unserer Seite unter Downloads.


HAUPTAMTLICHE MITARBEITER*INNEN:
Antje Kettner [MA Erziehungswiss/Sozialpädagogik/Soziologie]
Daniel Graubaum [Dipl. Sozialpädagoge]
Katrin Schröder [MA Soziologie]

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT:
Diana Günther [Dipl. Kulturpädagogin]

PRAKTIKANT*INNEN:
Felix, Malina, Vivian


... und viele freiwillige Helfer_innen (Voluntscouts)!


Project Drug Scouts

Drug Scouts were founded by a group of young people from the electronic music and party scene in 1996.

Our aim is to inform about legal and illegalized psychoactive substances and their consumption. The acceptance of individual decisions of the users constitutes a key principle of our work. Education about positive and negative aspects of drug use and safer-use guidelines help to reduce physical and psychological harm for users and their social environment to a minimum.

We also try to bring forward our purpose on a political level, for example by promoting drug checking and safer clubbing.

Our project is mainly dedicated to drug users between 18 and 26 and their relatives, but also other interested people.

Here you can find an overview of our offers (only available in German).